Nach was suchst du?

„Schreibst du eigentlich auch mal was über deine tägliche Ernährung?“

Ich fühlte mich sehr sehr geschmeichelt: Da wurde ich letzte Woche doch glatt gefragt ob ich auch mal was zu meiner Ernährung schreibe? „Oha… Besser nicht…“ ging es mir durch den Kopf. Zur Zeit bin ich nicht unbedingt ein Vorzeigeexemplar in Bezug auf leistungsfördernde Ernährung. Dennoch hat diese nette Nachricht für einen kleinen Gedankenanstoß gesorgt. Denn Ernährung, vor allem in Kombination mit dem angestrebtem Wettkampfgewicht ist ein großes Thema in meinem Kopf: Nur leider ist es irgendwie noch nicht auf meinem Teller angekommen. 🙁

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!

Schreibst du eigentlich auch mal was über deine tägliche Ernährung, muss ja nicht im Detail sein was und wie und wie viel aber so die Richtung?

Vielen vielen Dank Florian für die nette Nachricht letzte Woche. Hier seht ihr nur den entscheidenden Auszug als Auslöser für diesen Artikel. Ich freu mich jedes Mal wieder enorm über solche Nachrichten und sie spornen mich immer wieder neu an… und ja… in diesem Fall wurde nun sogar ein Artikel draus. 🙂

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Theorie Top, Praxis Flop: Was bin ich eigentlich für eine Lusche?

Fest steht: Die richtige Ernährung kann für leistungsorientierte Sportler einen gewaltigen Performance-Unterschied ausmachen. „Mit welcher Ernährung erreichst du deine Ziele?“ – Jaaaa… das ist eine gute Frage. Diese Saison hatte ich zeitweise das Gefühl meine Ziele eher trotz und nicht wegen meiner Ernährung erreicht zu haben.

Man könnte sagen, der liebe Florian hat den Finger perfekt in die Wunde gelegt. Ja… es schmerzt innerlich, wenn ich darüber nachdenke wie inkonsequent und halbgar ich in den letzten Monaten mit meiner Ernährung umgegangen bin und was ich dadurch sicherlich auch an Potenzial habe liegen lassen. Im Vergleich zum Vorjahr hab ich anstatt ein paar Kilo los zu werden noch einen oben drauf gelegt. Und was bekommt man zu hören:

Bei deinem Training nimmste das doch locker wieder ab.

Ich wünschte es wäre so. 😉 Wäre es doch nur so einfach umzusetzen wie es sich in der Theorie anhört: Ich weiß schließlich genau worauf es ankommt und dennoch bin ich nicht in der Lage es umzusetzen. Ich habe mich intensiv mit allen Themen rund um die Sporternährung auseinandergesetzt, Fortbildungen gemacht, kann den Zitratzyklus und die Funktionsweise der menschlichen Energiebereitstellung hoch und runter beten, Ich kenne dutzende funktionierende Ansätze zu guter Ernährung mit Verstand und Hand und Fuß.

Mein „Plan“ – Die Theorie in kurz und knapp:

Möglichst viele naturbelassene Nahrungsmittel: Viel Gemüse und Obst – Eiweiße aus hochwertigem Fleisch und Fisch – Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen als Kohlenhydrat- und Eiweisquelle – Nüsse in Maßen – Power durch Kohlenhydrate aus Vollkorn, Kartoffeln oder ähnlichen Quellen. Möglichst geringe Mengen an Zuckerzusätzen und stark verarbeiteten Lebensmitteln – Im Alltag möglichst keine Kalorien trinken ( Training/Wettkampfkontext ausgenommen ). Trainingseinheiten je nach Ziel entsprechend mit Kohlenhydraten vorbereiten und mit Eiweiß und Kohlenhydraten nachbereiten. Eigentlich ist es echt keine „rocket sience“!

Meine Basisernährung sieht auch in großen Teilen so aus wie hier beschrieben. Aber leider scheitere ich immer wieder eklatant an der praktischen Umsetzung in Bezug auf den möglichst geringen Konsum der „bösen“ Dinge. Am Ende funktioniert es bei mir nämlich nicht ohne diese zwei essentielle Dinge:

Motivation und Entschlossenheit: Wo sind sie nur?

Fakt ist… ich erliege viel zu oft den Versuchungen dieser tückischen einfachen Kohlenhydrate. Schokolade, Kekse, Backwaren… hach… welch Spender von schnell verfügbarem Glück!

Viel Stress bei der Arbeit? Zu viel selbst auferlegter Druck in Bezug auf das Körpergewicht? Verbliebene Unsicherheit aus Zeiten des starken Übergewichts? Alte Angewohnheiten? Alles mögliche Faktoren… Essen hilft da immer, zumindest bis ich so voll bin, dass mir schlecht ist. 😉

Es fehlt mir schlicht die innere Kraft, eventuell auch der Willen? Ich weiß es selber nich immer genau. Oft sage ich mir:

Du bist satt, iss dann auch einfach nichts mehr jetzt

Und zack… hab ich wieder irgendwas zu Kauen im Mund. Vorzugsweise mit abnehmender Konzentration an Büro-Nachmittagen oder am späteren Abend kurz vorm Schlafen gehen. Perfektes Timing also. 😀

Was ist die Lösung? Reine Kopfsache?

Logo… die Weihnachtszeit ist die denkbar schlechteste Zeit um weg zu kommen von miserablen Essgewohnheiten. Klingt jetzt vielleicht auch schon ein bisschen depressiv da oben, aber keine Angst, so schnell gebe ich nicht auf. 😉 Am Ende hab ich immer noch ein Lächeln auf den Lippen.

Wenn das Futtern nicht auf Grund von Hunger sondern auf Grund anderer Faktoren ausgelöst wird ist für mich recht klar: Ich muss diese Faktoren ändern. Ich muss mir selber weniger Stress machen, häufiger den Kopf auch mal ausschalten und wieder mehr Ruhe und Gelassenheit finden. Und im Gegensatz zur Umstellung der Essgewohnheiten ist die Weihnachtszeit für die Umstellung gerade dieser Gewohnheiten vielleicht genau die Richtige.

Also lieber Florian:

Wenn du dich gut ernähren willst, dann mach es nicht so wie ich in den letzten Monaten. Vielleicht aber ein wenig so, wie ich es mir selber vorgenommen und oben beschrieben habe. Die konsequente und anhaltende gescheite Ernährung ist definitiv eine meiner größten Schwächen. Gerade deswegen werde ich mich immer weiter damit auseinandersetzen und die Ursachen für ein sich wiederholendes Scheitern auch irgendwann ausgemerzt haben.

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2 Kommentare

  1. Lieber Jan, danke für den Artikel. Über meine Ernährung denke ich auch oft nach, denke man könnte es besser machen…aber ich erliege auch den süßen Versuchungen…nur um dann wieder ein schlechtes Gewissen zu haben. Mhm, Weihnachten ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt darüber nachzudenken….
    In diesem Sinne wünsche ich dir und deinen Lieben ein schönes Weihnachtsfest, ein bißchen Ruhe und Besinnlichkeit in der immer hektisch und brutaler werdenden Zeit. Paßt auf euch auf und bleibt gesund…trotz aller Ambitionen.
    Ich freue mich auf mehr Blogs von dir in 2017 und….das „unpassende“ Foto finde ich gut, weil es eben auch ein Teil von uns ist.
    Viele Grüße aus Franken, Michaela

  2. Hallo Michaela 🙂 Vielen Dank… 2017 wird’s auf jeden Fall jede Menge zu lesen und zu sehen geben. Und ich find das Foto auch mega gut… so bin halt 😀 Ich wünsche dir eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch!
    LG Jan

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