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Formcheck? Check! – Mein erster 15 Kilometer Lauf

Zurück in heimischen Gefilden galt es erstmal sich wieder an die Temperaturen rund um den Gefrierpunkt zu gewöhnen. Laufen in kurzer Hose und T-Shirt – das gibt’s jetzt nur noch in der Leichtathletikhalle. Ansonsten gilt es eher  zwei bis drei Lagen Stoff am Körper zu tragen. Als Wochenhighlight wartete am Samstag Nachmittag mein persönlicher Formcheck: Der 15 Kilometer Lauf bei der Winterlaufserie in Duisburg.

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!

Was macht eigentlich so die Form?

Natürlich eine der „zentralen“ Fragen im Winter… oder auch nicht… oder doch? Mal fühlt man sich richtig gut, mal zweifelt man arg am eigenen sportlichen Vermögen, weil es sich anfühlt als würde man beim eigentlich lockeren GA1 Lauf noch einen Traktor hinter sich herziehen. Ich denke ihr alle wisst was ich meine – Im Winter das richtige, möglichst objektive Gefühl für die eigene Form zu bekommen empfinde ich als enorm schwer.

Ganz so lange mach ich das mit dem Sport ja jetzt noch nicht, aber so ein paar Muster treten eben auch in kurzer Zeit immer wieder auf. Die Ratlosigkeit in der Formfrage gehört auf jeden Fall dazu. Auch im letzten Winter war ich etwas orientierungslos. Da hatte der Coach dann einfach mal einen Halbmarathon in den Plan gepackt. Und was war?  Mit Pauken und Trompeten hab‘ ich meine alte Halbmarathon Bestzeit pulverisiert.

Ein einziger Wettkampf und schon waren alle Fragen beseitigt!

Ratlos? Zeit für einen Wettkampf!

Da ich diese Situation auch dieses Jahr wieder kommen sah, hab ich mich schon vorsorglich für ein paar Läufe angemeldet. Je ein Lauf im Januar, Februar und März. 10 Kilometer, 15 Kilometer, Halbmarathon – Das Ganze war geplant im Rahmen der Duisburger Winterlaufserie. Ganz aufgegangen ist der Plan nicht, denn schon beim ersten 10 Kilometer Lauf musste ich ja passen und hab dann mein eigenes Laufband-Rennen veranstaltet. Die Zeit war gut aber zu werten wusste ich die nicht.

Dennoch, bei Ratlosigkeit zur eignen Form: Einfach mal einen Wettkampf machen. Und so war es endlich so weit. Am 15 Kilometerlauf führte kein Weg vorbei. Weder das schlechte Wetter noch meine Planlosigkeit konnten mich dieses Wochenende davon abhalten.

Mein erster 15 Kilometer Wettkampf

Im Training schon 1000 Mal gelaufen, im Wettkampf allerdings absolutes Neuland. So hatte ich nur eine ganz grobe Rennstrategie, als ich am Samstag an der Startlinie stand. Im Hinterkopf hatte ich eine Zielzeit irgendwo unterhalb von einer Stunde, also Hauptsache unter 4 Minuten pro Kilometer bleiben.

Sehr gefreut hab‘ ich mich, als ich den Ingmar vom ART auf einmal neben mir sah. Wir waren schon bei ein paar Rheinpark Runners Läufen gemeinsam gestartet, ein top Läufer der leider im letzten Jahr stark mit seinem Knie zu kämpfen hatte. Nun war er wieder am Start und ich hatte mit ihm den perfekten Mitstreiter. Los ging’s, ich hielt mich an Ingmars Schulter – wir pegelten uns auf einen guten 3:50er Schnitt ein.

Es fühlte sich sehr mühsam an und da kamen ja auch noch so viele Kilometer auf mich zu. Ohne Ingmar wäre ich wohl schon nach Kilometer 7 gescheitert. Glücklicherweise hatte ich einfach mal ein Gel eingepackt, bei Kilometer 9 gab’s dann also einen kleinen Zuckerschub. Der hat dann dafür gesorgt, dass auch promt danach sowas wie eine zweite Luft einsetzte und ich nochmal auf die Tube drücken konnte.

Zeit also mich bei Ingmar zu revanchieren und auch mal etwas Windschatten zu spendieren. Ab Kilometer 11 konnte ich das Tempo dann nochmal etwas anziehen. Allerdings zooooooogen sich die letzten 4 bis 5 Kilometer mental unfassbar in die Länge. Die Pace war zu dem Zeitpunkt super aber die Beine fingen immer mehr an zu brennen.

Gefühlt waren das 5 letzte Kilometer direkt hintereinander weg… ganz schön fies… aber irgendwie auch geil 😀

Formcheck? Check!

Die letzten 200 Meter bis zum Ziel ging es über die Laufbahn des Leichtathletikstadions in Duisburg Wedau, da war schon längst kein Gefühl mehr in den Beinen. Zielzeit 57:39 Minuten… meeeeeeega! Der Fromcheck ging auf, auch wenn es, wie man auf dem Titelbild sehen kann, ein echter Kampf war. Total happy und auch etwas überrascht gönnte ich mir dann im Ziel zwei leckere Stücke Kuchen. Natürlich nicht ohne mich vorher bei Ingmar für das Ziehen auf den ersten 8 bis 9 Kilometern zu danken – ohne ihn wäre das Rennen ganz anders gelaufen vermute ich.

Neue Bestzeit auf 15 Kilometern

Ein Lauf fehlt natürlich noch: Ende März steht der Halbmarathon an – quasi der Test der Tests. Dort hab‘ ich schon etwas an Wettkampferfahrung und auch eine perfekte Orientierungszeit aus dem letzten Jahr. Jetzt wird ein Monat fleißig weiter an der Form gearbeitet und dann werden wir sehen was geht!

Wie sieht denn euer winterliches Formtest-Programm so aus?

Titelbild: SportOnline Foto

 

 

4 Kommentare

  1. Läuft bei dir😉

    Ich starte auch mit einem, ich nenne es „Positionsrennen“, in diesem Jahr. 55km MTB rennen. Da ich eigentlich von der „Straße“ komme, bin ich mal gespannt was dabei rauskommt. Das ganze findet in den Niederlanden statt, also eher etwas flacher dafür aber sicherlich mit nem ordentlichen Tempo. Dann mal sehen wo ich stehe. Vorbereitung läuft👍🏽

  2. Hey Thomas,
    klingt auch cool. An ein Radrennen zur Standortbestimmung hab ich noch garnicht gedacht. Da gibt es bei mir dann eher mal einen FTP Test zuhause auf der Rolle. Der Wattmesser lügt ja auch nicht 😉 Ansonsten geht es dann im Mai mit ner „kurzen“ Olympischen Distanz los als erste gesamte Standortbestimmung.

  3. 15k unter einer Stunde steht bei mir dieses Jahr noch auf dem Plan 🙂 Los geht es aber am Sonntag mit dem 10k Lauf in Dresden, gefolgt vom HM auf dem BER und danach der Leipzig Marathon als Marathon Wettkampf Debüt. Damit sind dann quasi die Formcheck-Zeiten für 2016 ermittelt 🙂

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