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Mein erstes Schwimmcamp – Woche 9 von 32

Diese Woche war der Trainingsplan etwas ungewohnt „zusammengewürfelt“. Grund dafür ist der Tripp nach Hamburg von Freitag bis Sonntag. Genau deshalb schreibe ich diese Zeilen auch gerade vom Hotelzimmer aus. Mein Coach Mario hat am Samstag im benachbarten Elmshorn ein halbtägiges Schwimmseminar speziell für Triathleten organisiert, das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!
25. Januar 2015

Die „Pflichteinheiten“ Anfang der Woche

Da also das Wochenende fürs Radfahren und den langen Lauf fehlen würde, mussten diese Einheiten direkt Anfang der Woche absolviert werden. Genau bedeutete das: 90 Minuten auf der Rolle im Wohnzimmer und ein ebenso 90 minütiger Lauf am Mittwoch Abend. Dienstags und Donnerstags standen noch zwei Schwimmeinheiten auf dem Plan, dann war es geschafft, nun wartete Hamburg auf mich.

Es war so weit: Mein erstes Schwimmcamp

Ich war entsprechend aufgeregt, denn es sollte mein allererstes Schwimmseminar werden. Noch nie hatte eine dritte Person einen kritischen Blick auf meine Schwimmtechnik geworfen, also war ich sehr gespannt darauf, welche Erkenntnisse sich daraus ergeben würden. Meine komplette Schwimmtechnik habe ich mir zu Beginn mit Hilfe von YouTube Videos und später über die Technik-Einheiten in meinem Trainingsplan angeeignet. Gut, mit 12 Jahren war ich mal 6 Monate in einem Schwimmverein, aber ich glaub das zählt nicht wirklich 😉

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Irgendwie habe ich es ja aber dennoch geschafft beim ein oder anderen Triathlon erfolgreich durchs Wasser zu paddeln, dass dabei noch eine Menge Spielraum nach oben ist steht allerdings außer Frage.

Erst die Theorie, dann die Praxis

Wir trafen uns Morgens im Foyer des Schwimmbads in Elmshorn. Ich war auf Grund der etwas unglücklichen Zugverbindung einige Minuten früher da. Nach und nach gesellte sich allerdings eine sympathische kleine Gruppe von Triathleten zu mir. Dann kam auch Coach Mario mit den letzten Teilnehmern, so konnte es also los gehen.

Nach dem Umziehen ging es in die Schwimmhalle, in dem Fall eine Traglufthalle unter welcher sich ein schönes 50 Meter Becken versteckte. Kein Vergleich zu meinem 25m Wintertrainingsbecken in Düsseldorf Bilk.

Bevor wir allerdings ins Wasser durften gab’s eine ordentlich Portion Theorie. Die Quintessenz: Wir sind keine Schwimmer sondern Triathleten, das bedeutet das man einige Dinge eben grundsätzlich anders machen muss als ein reiner Schwimmer. Natürlich wurde es auch noch deutlich konkreter und Dinge wie Armhaltung, Beinarbeit und Kopfposition wurden präzise erläutert. Ebenso dazu gehörte eine Portion Equipmentkunde: Pollboey, Paddles, Zugseil, Anklestraps, eben Alles was man braucht um gut trainieren zu können.

Hier habe ich euch mal die Equipment-Empfehlungen vom Coach zusammengefasst:

Endlich ab ins Wasser – Üben, üben, üben…

Nun ging’s los… ab ins Wasser. Ich hatte meine neue GoPro dabei und extra noch einen GoPro Saugnapf organisiert um sie im Becken unter Wasser anbringen zu können. So legte ich erstmal ein Taucheinlage hin, um es nach diversen Versuchen dann auch endlich hinzubekommen die Kamera zu befestigen. Hatte man es ein Mal raus, funktionierte der Saugnapf unter Wasser perfekt.

Schritt für Schritt wurden wir mit speziellen Übungen näher an die richtige Technik angenähert. Mal klappte es gut, mal weniger gut. Aber es war auf jeden Fall äußerst aufschlussreich und man konnte sehr viel Richtiges für das eigene Training mitnehmen.

Ein großer Augenmerk bei allen Teilnehmern lag speziell auf der Optimierung der Zugfrequenz, hier waren wir alle zu gemütlich, also mit einem zu langen Zug, vor allem über Wasser unterwegs. Mario wusste dort aber direkt einzugreifen und es führte sofort zu einem besseren Wassergefühl – was so ein bisschen Rhythmus doch ausmachen kann. Man stellte generell recht schnell fest, wenn man die richtige Ausführung einer Übung erwischt hatte, denn so fühlte es sich ungewohnt „schwer“ an, die Arme gleichmäßig kraftvoll durchs Wasser zu ziehen. Logisch, hat man mehr Fläche von der man sich abdrücken kann, braucht man mehr Kraft um diese zu bewegen, belohnt wird man umgehend mit einer höheren Geschwindigkeit und schweren Armen.

Glücklicherweise war ich mit meiner YouTube-Schwimmtechnik bisher gar nicht komplett auf dem Holzweg, aber genug zu verbessern war natürlich trotzdem noch.

Alles in allem legten wir so einige Meter zurück, so dass nach etwas Zeit die Arme ordentlich schwer wurden und es dann gar nicht mehr so einfach war, dass was der Kopf vor hatte so im Wasser umzusetzen.

Individuelle Videoanalyse aus verschiedenen Perspektiven

Irgendwann hatte auch der Coach etwas Mitleid mit unseren Armen, also machten wir ein kurzes Päuschen. Danach sollte es dann mit den individuellen Videoanalysen weiter gehen. Wir wechselten das Becken und dort ging es dann unter Videobeobachtung weiter. Natürlich hab ich dazu dann auch noch meine eigene GoPro mit ins andere Becken genommen.

Anschließendes Feedback zu den Videoaufnahmen

Wieder zurück im Trockenen wurden dann alle Videoaufnahmen in der gesamten Gruppe analysiert und alle Fehler aber auch die richtigen Dinge angesprochen. Es war definitiv sehr aufschlussreich sich auch einmal selbst von Außen zu sehen:  So bemerkte man doch einige der zu Beginn in der Theorie angesprochen häufigen Fehler direkt selber. Für mich absolut toll und wertvoll das zu sehen und hoffentlich die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Eigentlich habe ich ja sowieso keine Wahl, Mario hat es sicherlich schon in meinen Trainingsplan der nächsten Wochen eingebaut.

Am Ende gab es sogar noch einen kleinen Lob vom Trainer zu einer „schon ganz ordentlichen Technik“… Juhuuu! So konnte ich dann absolut zufrieden und bestens motiviert zurück nach Hamburg City.

Wintereinbruch in Hamburg

Schnee ist ja grundsätzlich sehr schön, leider war aber am Sonntag Morgen hauptsächlich Matsch von selbigem übrig geblieben. Dennoch war der angesetzte Lauf um die Außenalster sehr schön und ein toller Abschluss einer gelungenen Woche.

Ein Großes Dankeschön an alle Mitstreiter vom Schwimmseminar, hat sehr viel Spaß gemacht mit euch. Besonderen Dank an meinen Namensfetter Jan und Lisa fürs Mitnehmen zurück nach Hamburg. Den ein oder anderen aus der Runde treffe ich ja bestimmt mal bei einem Wettkampf 🙂

 

3 Kommentare

  1. Hey interessant!
    Meine Schwimmtechnik lebt bisher auch von Youtube 😀 Was würdest du sagen, war denn der Hauptkernfehler so bei allen? Kann man das so runterbrechen? Ist es wirklich die zu langsame Zugfreqenz?

    Ich habe mir jetzt mal viele Racevideos von 2014/2013 angeschaut, und man sieht, dass die Zugfrequanz ja abnormal hoch ist. Plus: Dieser angewinkelte Arm in der Rückholphase sieht man auch kaum! Viel Pro’s klatschen förmlich aufs Wasser. Hattest ihr das auch angesprochen?

    P.s. Ich hab Samstag in HH auch ein kleines Beckenmeeting… Mr. C. Kramer höchstpersönlich wird am Start sein #yeahh!! Ich denke daraus werde ich auch einenn keinen Artikel machen. Mal sehen.
    Grüße
    Sören

  2. Hey Sören, also auf jeden Fall waren Alle zu langsam mit dem Zug über Wasser und das Eintauchen war auch bei vielen und gerade auch bei mir eine Baustelle. Ansonsten sind die Fehler doch eher individuell, was wahrscheinlich nicht verwunderlich ist.

    Zur Rückholphase sagte der Coach auch, dass es im Triathlon da nicht unbedingt auf den korrekten hohen Ellenbogen ankommt, wie eben bei vielen Pros zu sehen. Hauptsache die Arme kommen irgendwie kraftschonend nach vorne 😉 Aufplatschen ist auch ok, hauptsache man taucht gerade über die Fingerkuppen ein, was ich nicht mache 😀

    Dann viel Spaß am Samstag! Ich hab dann jetzt auch erstmal genug umzusetzen.
    Grüße
    Jan

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