Nach was suchst du?

Neue Trendsportart „Ich bin dann mal verletzt…“ ???

Direkt vorweg: Mir geht’s gut – Alles in bester Ordnung! Aber: Was ist nur los in den letzten Monaten? Alle machen sich kaputt… Verletzungen wo man nur hinschaut. Eine ganze Zeit lang beobachte ich dieses Spiel jetzt schon. Schon klar, wir kämpfen alle irgendwie so mit unseren Wehwehchen aber es häufen sich in den letzten Monaten in meinem Umfeld die „echten“ Verletzungen. Was ist da los?

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!

Das Maß vollkommen aus den Augen verloren?

Es gibt natürlich immer wieder den Punkt wo man denkt „Tut’s jetzt wirklich weh oder bin ich gerade nur eine Memme?“ – kennt jeder ambitionierte Sportler, oder? Und gerade an diesem Punkt setzt doch eine der wichtigsten Fähigkeiten eines guten Athleten ein – Im richtigen Moment zu sagen „Es reicht… jetzt ist Pause angesagt“. Die Fähigkeit die Signale des eigenen Körpers richtig zu deuten und dann, verdammt nochmal, auch richtig darauf zu reagieren.

Da wird versucht über Ermüdungsbrüche „weg zu trainieren“ oder damit geprahlt das man ja so ein harter Kerl oder ein hartes Mädels ist, weil man jetzt schon 2 Monate trotz Schmerz in der Achillessehne jeden Tag trainiert. Wenn es dann irgendwann garnicht mehr geht ist natürlich immer irgendetwas oder irgendjemand andere Schuld: Die Schuhe, das Bikefitting, der Regen, der Luftdruck, die Mondposition, das Sternzeichen, die falsch ausgelegten Tarotkarten… na klar!

Leute… veräppelt euch doch nicht selbst!

Ja… ich werde auch „nervös“ weil der große Wettkampf so langsam näher kommt. Ich stell mir auch die Frage, ob ich gut auf Kurs bin oder doch zu viel geschludert habe im Training. Aber die Lösung des Problems ist nicht das Ignorieren der eigenen Körpersignale. Am Ende gibt’s dann nämlich die ärztlich verordnete Zwangspause und die ist in der Regel deutlich länger, als die paar Tage Pause die man beim ersten Auftreten der Beschwerden gebraucht hätte.

Lernt es eurem Körper zuzuhören!

Vielleicht bin ich mit 33 Jahren auch mittlerweile in einem Alter wo so langsam die richtige Dosierung, gerade nach „unten“ hin, immer wichtiger wird im Training. Ich versuche es aber so zu sehen: Im Zweifel mache ich, wenn der Körper sich meldet, lieber eine Einheit „zu wenig“ als eine „zu viel“. Vor kurzen hatte ich zum Beispiel mit der Patellasehne etwas zu kämpfen und die linke Schulter meldete sich auch ab und zu mal beim Schwimmen. Es fiel mir zwar sehr schwer dann mal die ein oder andere Einheit ausfallen zu lassen oder nicht so intensiv zu trainieren aber jetzt sind die Schmerzen weg und ich kann wieder voll reinhauen.

Lasst den eigenen Ehrgeiz nicht zu eurem Feind werden!

5 Kommentare

  1. Guter Artikel. Ich wünsche Dir weiterhin ne verletzungsfreie Zeit. Ist ja nicht ganz selbstverständlich bei deinem Pensum!

    Mich würde mal interessieren, was du so alles auf dem Gebiet der Ernährung machst. Du musst ja bei dem Training ordentlich futtern. Und in meinen Augen spielt das eine grosse Rolle neben Krafttraining und Dehnen und „Dosieren“….

  2. Der Artikel regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Bei mir ist es auch, dass ich immer überlge, ob ich grad ne Memme bin oder ob es tatsächlich ein ernst zunehmender Schmerz ist. Aber in den Jahren lernt man dazu und Anfang 20 war ich noch anders drauf und habe darüber hinweg trainiert. Mit Ende 20 nimmt die Signale dann doch schon mal eher ernst. Zumindest ist das meine Erfahrung. Zudem möchte man ja ein lebenlang Sport treiben können 🙂

  3. Hey Jan, toller Artikel! Bisher bin ich vor längeren Verletzungen immer verschont geblieben. Und dennoch merke ich immer wieder, dass ich mir manchmal mit meinen Zielen ganz schön viel zumute. Ich habe einen ähnlichen Beitrag geschrieben. Mir Gedanken darüber gemacht ob ich zu verbissen bin und mri so den Spass an der ganzen Sache verderbe. Es hilft ungemein Leute im Umfeld zu haben, die alles ganz easy angehen und trotzdem erfolgreich sind. Deinen Blogbeitrag schreib ich mir jedenfalls hinter die Ohren. Lieber einmal zu wenig, als einmal zu viel und danach lange gar nicht mehr!

  4. Hi… verrückt was für ein riesiges Feedback auf den Artikel kam. Knapp 40 mal auf Facebook in diversen Sportgruppen geteilt… scheint irgendwie einen Nerv getroffen zu haben. An der ein oder anderen Stelle kam der Hinweis das der Artikel dann doch sehr abrupt endet. Das kann ich nicht bestreiten und ich hab auch überlegt ob/was ich zum Abschluss noch hinzufügen könnte. Aber da ich kein Mediziner bin hab ich mich mit „klugen“ Tipps dann lieber zurück gehalten.

    Bei mir selber gilt aber: Die Zeichen des Körpers versuchen richtig zu deuten. Im Fall der Fälle heißt es ja nicht das man überhaupt nicht mehr trainiert für eine gewissen Zeit, sondern das man clever trainiert und den Stellen des Körpers die sich melden eine Pause gönnt. Also mal eine Laufeinheit weniger, dafür eine Schwimmeinheit mehr oder auch einfach mal nur die Intensität runter fahren.

    Präventiv das Athletiktraining nicht zu vernachlässigen sollte wohl eine generelle Grundeinstellung sein. Eine gute Muskulatur wird auf jeden Fall auch die anliegenden Bänder und Sehnen unterstützten.

    Die Ernährung darf man natürlich auch nicht außen vor lassen. Denn die Qualität und Zusammensetzung des Treibstoffs entscheidet natürlich auch mit über Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des Körpers.

    Wie macht ihr das so?

  5. Pingback: Das ist der Film des Lebens! - Keep-on-running.de

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