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Fahrrad-Werkstatt für Zuhause: Das brauchen Triathleten und Radfahrer

Triathlon und Radfahren sind mehr als Hobbies. Es sind Lebenseinstellungen. Und genau deshalb stecken wir so gerne Zeit und Aufmerksamkeit in unsere Räder. Damit unsere Schätze auf zwei Reifen zukünftig auch Zuhause bestens versorgt sind, haben wir die wichtigsten Utensilien für die eigene, kleine aber feine Fahrrad-Werkstatt zusammengetragen.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
11. Juni 2018 BikeNerd Equipment Radsport

Für mich mittlerweile unverzichtbar: Der Montageständer! Er bildet den zentralen Punkt meiner – nennen wir es mal etwas hochmutig – Fahrradwerkstatt. Vor allem vor meinen Wettkämpfen verbringe ich die ein oder andere Stunde am ProfiMount von BBB. Zum einen ist er innerhalb von maximal 30 Sekunden mit nur wenigen Handgriffen einsatzbereit. Zum anderen wird das Wechseln der Bremsbeläge, Flaschenhalter, Storage Box oder das Säubern und Fetten der Kette zur richtigen Entspannungsübung.

Der BBB ProfiMount Montageständer im Detail

BBB-ProfiMount-Montageständer

BBB-ProfiMount-Montageständer-mit-Rad

BBB-ProfiMount-Montageständer-Fuß

BBB-ProfiMount-Montageständer-Werkzeugschale

Die Halterung des Montageständers ist individuell einstellbar und bietet sicheren Halt für runde Rennradrahmen, aber auch für flächige oder eckige Zeitfahrrahmen. Der Ständer hat eine Tragkraft von bis zu 23 Kilogramm. Außerdem kann eine praktische Werkzeugschale (siehe Bild oben) eingehängt werden und dient als Ablagefläche für Werkzeug, Schrauben oder sonstige Gegenstände.

Die Verarbeitung und Qualität ist absolute Klasse und vor allem für den Hausgebrauch erfüllt er alle Ansprüche, die ich habe: Unkompliziertes Aufstellen, sicherer Stand und mobil einsetzbar.

Zusammengeklappt kann der ProfiMount in der mitgelieferten Tragetasche verstaut werden und ist somit auch bestens geeignet, um ihn beispielsweise zum Wettkampf mitzunehmen.

Nicht ohne mein Werkzeug!

Aber was nützt der beste Montageständer, wenn es nix zum Schrauben gibt? Richtig, gar nichts. Das wahrscheinlich wichtigste Utensil, das in keinem guten Triathlon- oder Radfahrer-Haushalt fehlen darf ist ein ordentliches Set Innensechskantschlüssel, oder besser bekannt unter dem Namen: Inbus.

Innensechskannt-Inbus

So gut wie jedes Schräubchen am Rad wird mit einem Inbus gelöst oder festgezogen. Jedes Multi-Tool, das wir beim radeln in der Trikot- oder Satteltasche dabei haben sollten, ist mit den gängigen Inbus-Größen ausgestattet. Für Zuhause macht das Rumgefummel mit einem Multi-Tool aber nur bedingt Spaß und „richtige“ Inbus-Schlüssel machen da schon durchaus Sinn. Vor allem weil sie durch ihre längeren Griffe auch einen vernünftigen Hebel besitzen, um Schrauben zu lösen, die etwas fester im Rahmen sitzen.

Früher hieß das mal „Kettenpeitsche“

Bei mir persönlich kommt es gelegentlich vor, dass ich die Kassette an meinen Trainings- oder Wettkampflaufrädern wechsle. Vor allem am Anfang der Saison, wenn die Trainingslager bevorstehen oder vor Wettkämpfen, bei denen ich die Übersetzung gerne ans Streckenprofil anpassen möchte. Außer dem benötigten Ritzelpaket ist dafür nicht viel nötig: Eine Kassetten-Zange und ein Kassettenlöser (der für eure Kassette, zum Beispiel SHIMANO/SRAM oder Campagnolo kompatibel sein sollte). Mit dem Kassettenlöser könnt ihr die Kassette nicht nur lösen, sondern nachdem ihr die neue Kassette aufgesetzt haben, diese auch wieder festziehen.

Kassettenzange-Kassettenlöser

(Ohne) Antrieb(nix)los

Damit wir uns beim Radfahren vorwärts bewegen, müssen wir nicht nur Kraft auf die Pedale bringen, sondern diese Kraft muss vor allem in Antrieb umgewandelt werden. Und das passiert natürlich durch die Kette. Die Fahrradkette ist gemeinsam mit den Tretlagern, der Schaltung und Bremsen mit Sicherheit eines der beanspruchtesten Teile an unserem Rad. Und genauso wie Bremsklötze von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden sollten, Lager gefettet werden müssen und die Schaltung justiert werden muss, muss auch der Kette Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Pflege ist das eine, die Funktionalität das andere.

BBB-Kettennieter

Tatsächlich ist es so, dass eine Kette ausleiern kann – oder anders gesagt: Sie wird alt. Natürlich sind dafür etliche Kilometer, Schaltvorgänge und schlechtes Wetter nötig, aber wenn es mal so weit ist, sollte man vorbereitet sein. Ja, aber wann ist es denn so weit, dass eine Kette ausgetauscht werden sollte? Dafür gibt es eine sogenannte Kettenverschleißlehre. Mit diesem Teil kann man ganz einfach überprüfen, ob die Kette noch fahrbar ist oder ob sie ausgetauscht werden muss.

Solltest Du festgestellt haben, dass die Kette erneuert werden muss, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Möglichkeit eins ist besonders für diejenigen geeignet, die eher mit zwei linken Händen ausgestattet sind und ganz auf Nummer sicher gehen wollen – ab in den Fahrrladen und vom Fachmann die Kette wechseln lassen! Möglichkeit zwei ist eher für erfahrene Schrauber geeignet, die genau wissen, wie eine Kette gewechselt wird. Man benötigt dazu – neben dem notwendigen Wissen – eigentlich nur eine passende neue Kette und einen Kettennieter.

Und was braucht man sonst so?

In meiner Werkzeug-Kiste finden sich noch ein paar weitere Hilfsmittel. Manche benutze ich häufiger, manche eher selten. Aber es gab schon immer mal die Momente, an denen ich froh war, das Werkzeug griffbereit zu haben.

  • Pedalschlüssel – Zum lösen und anziehen von Pedalen
  • Torqueschlüssel – Ähnlich wie Inbus, nur eben doch etwas anders
  • Reifenheber – Selbstverständlich zum Reifenwechsel. Immer vorrätig
  • Klebeband – In allen Variationen, zum Beispiel um Lenkerband zu fixieren
  • Zangen – Nutze ich vor allem zum einstellen der Bremsen, um Bremszüge auf Spannung zu bringen
  • Lenkerband – Zwar kein Werkzeug, aber trotzdem immer da
  • Reifen & Schläuche – Zahlreich, immer verfügbar
  • Ladekabel – Ein Di2-Ladekabel ist immer in der Werkzeugkiste. Ein weiteres in der Wettkampftasche

Nun habt ihr eine ganz gute Übersicht darüber, wie eine Fahrrad-Werkstatt für Zuhause ausgestattet sein könnte. Damit ihr auch wisst, wie dieses Werkzeug eingesetzt und richtig verwendet wird, kommen bald die passenden Beiträge und Erklärungen für euch auf pushing-limits.de!

 

1 Kommentare

  1. Niclas, wie stehst Du denn zu Montageständer und Carbon-Rahmen? Hier gibt es ja durchaus unterschiedliche Auffassungen, manchmal hört man „auf keinen Fall“, manchmal „nur Sattelstütze“ und manchmal „mach halt, passiert schon nichts“.

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