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Race am Rhein: Meine Bike Race Premiere

Mal eine ganz neue Erfahrung: Heute war ich beim Race am Rhein am Start – gemeinsam mit 3500 anderen Rennradverrückten. Es sollte mein erstes reines Radrennen werden. Nicht wirklich zu vergleichen mit dem Bikesplit eines Triathlon: Kein Windschattenverbot, viiiiiiele Fahrer, alle starten zusammen und dann geht’s im großen Pulk über die 92 Kilometer verteilt auf zwei Runden entlang der 2017er Tour de France Strecke in Düsseldorf.

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!
18. September 2016

Pause von der Pause: Mal was Neues probieren.

Eigentlich bin ich ja gerade mitten in der Off-Season. Schlemmen, das Leben genießen, Sport nach Lust und Laune… so sahen meine letzten beiden Wochen aus. Nun war Zeit für eine kleine Pause von der Pause. Das Race am Rhein stellt die Generalprobe für die 2017er Startetappe der Tour de France dar. Die Chance mal ganz entspannt zwei Runden auf einer zukünftigen Tour de France Strecke auf extra gesperrten Straßen zu drehen konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen…

Also fix angemeldet und dann erst drüber nachgedacht, ob das überhaupt was für mich ist. Fahren im großen Pulk? Für mich Neuland! Im Training fahren wir mal zu dritt oder zu viert, dass war es dann aber auch. Daher ging mir schnell durch den Kopf:

Wie viele andere Fahrer werde ich wohl mit ins Unglück reißen?

Die Antwort: Zum Glück Niemanden! Dann das Fahren im Pulk war viel spaßiger und auch unkomplizierter als ich es mir vorgestellt habe!

Schon geil – so’n richtiges Radrennen

Mit etwas zusätzlichem Körpergewicht und wenig bis keinem Training aus den letzten beiden Wochen wollte ich es ruhig angehen lassen. Die Durchschnitts-Mindestgeschwindigkeit für die 92 Kilometer war auf 30 kmh festgelegt. Das schockte mich jetzt nicht, das fahre ich im Training auch alleine quasi nach belieben. So war der Plan ganz locker irgendwo im hinteren Bereich des Feldes mitzufahren. Bedeutet: Startblock E… danach gab’s nur noch F.

Etwas rumalbern im Startblock. Gleich geht's los!
Etwas rumalbern im Startblock. Gleich geht’s los!

Kurz vorm Start traf ich Flo und Diego von den Rheinpark Runners die auch mit von der Partie waren, beide fanden meinen Plan gut und so haben wir es uns gemeinsam im Startblock gemütlich gemacht.

Auf die Plätze… fertig… scheiß auf den Plan!

Wie das so ist mit solchen Pacing-Plänen bei Spaßwettkämpfen: sie sind wenig wert. „Rumms“ … der Startschuss… auf geht’s. Und dahin ging er… unser Plan es ruhig angehen zu lassen. Puls direkt am Anschlag und das Tacho immer schön jenseits der 40kmh Marke. Schon ein geiles Gefühl so im großen Feld mit diesem Tempo loszulegen.

Anfangs war ich noch etwas übervorsichtig aber schnell machte die Fahrt in der Gruppe richtig Spaß und die „Angst“ vor unkontrollierten Schlenkern oder Kollisionen schwand. Fakt ist aber: Im Vergleich zum Triathlon muss man viel, viel aufmerksamer in Bezug auf seine Umwelt fahren. Durch die vielen anderen Fahrer kann man nicht nach belieben die Linie wechseln. Wir „Digitale“ würde es wohl Schwarm-Intelligenz nennen… denn das Feld floss quasi um alle Hindernisse drum rum und über alle Unebenheiten hinweg. Ziemlich cool! Mir gefällt’s!

Die Strecke kann sich sehen lassen!

Durch die Düsseldorfer City ging es raus nach Grafenberg, dort gab es die erste Bergwertung an der es prompt richtig zur Sache ging. Diego war sofort weg und Flo gab auch ordentlich Gas. Mein Wattmesser zeigte mir Wert um 680 am Anstieg…

Leute… was geht bitte mit euch?

Da war eigentlich schon klar… das wird auf der zweiten Runde garantiert nicht nochmal so funktionieren 😉 Nach dem Anstieg wurde es zum Glück etwas gesitteter aber trotzdem ging es mit noch sehr ordentlichem Tempo weiter. Zu erst über Mettmann, wo der zweite Anstieg auf uns wartete und dann weiter Richtung Ratingen von wo aus es dann Abwärts zurück in die Düsseldorfer City ging.

Ein absolutes Highlight war die Highspeedfahrt durch den Tunnel unter dem Kö-Bogen der sonst nicht mit dem Fahrrad befahren werden kann. Dort ging das Tempo hoch bis auf 50/60 kmh und durch die S-Kurve im Tunnel machte es meeeeeeega Spaß!

Tjoa… und dann das Ganze noch einmal! 😀 Runde zwei war wie zu erwarten ein Stück langsamer… insgesamt eine echt tolle Strecke. Schön zu fahren, keine zu engen Kurven und wenige Engstellen.

Das muss wiederholt werden!

Anstatt also ganz bequem mit einem 32er Schnitt im Ziel anzukommen zeigte mir mein Garmin eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,3 kmh an… verrückt! Die Beine brannten und auch der Rücken meldete sich ordentlich. Die letzten 4 Monate hab ich quasi nur auf dem Triathlonrad trainiert, das war dann vielleicht doch etwas viel des Guten für den Rücken. Morgen werde ich einen üblen Muskelkater haben. Im Ziel gab es aber dann ein Belohnungsradler und ein paar Stücke Kuchen! On top gab’s netterweise von den lieben Menschen von „Prono al Forno“ noch ein echtes Bier beim Pläuschchen im Anschluss!

Erschöpft aber happy im Ziel. Da gab's schließlich auch Kuchen und Radler!
Erschöpft aber happy im Ziel. Da gab’s schließlich auch Kuchen und Radler!

Ich bin begeistert von meinem ersten richtigen Radrennen. Das werde ich auf jeden Fall mal wiederholen!

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