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Rennrad vs. TT-Bike: Aero-Test und Ergebnisse von Justus Nieschlag

03. November 2020


Roadbike vs TT-Bike

Rennrad gegen Zeitfahrrad. Heute schauen wir uns an, ob ein Zeitfahrrad einen Vorteil gegenüber einem Rennrad mit Auflieger hat: Lohnt es sich ein TT-Bike zu kaufen? Oder reicht vielleicht schon ein Rennrad mit Auflieger? Den Zeitunterschied haben wir euch für eine 90 Kilometer lange Strecke, also für die Mitteldistanz, ausgerechnet. Viel Spass mit dem Video.

Proband war dieses Mal niemand geringeres als Justus Nieschlag. Der Kurzdistanz-Experte hat bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass er auf der Mitteldistanz ebenfalls ein ganz schönes Pfund in sich hat. Deswegen haben wir die Berechnung mit ihm angestellt, als wir herausfinden wollten, wie groß der Unterschied zwischen einem Aero-Rennrad und dem TT-Bike ist.

Benja von ProAthletes ist unser Mann für die Fittings auf der Bahn. Dementsprechend haben wir ihn vor die Tafel gestellt und die Ergebnisse für euch analysieren lassen. Im Video wird es ausführlich:

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Ergebnisse im Überblick

Es ist keine Überraschung: Das TT-Bike ist natürlich die schnellste Wahl – jedenfalls bei der Mitteldistanz-Leistung, die wir unter Betracht gezogen haben. Justus hatte sein Aero-Rennrad (S-Works Venge) und seinen Zeitfahrboliden (S-Works Shiv) im Gepäck.

Insgesamt wurden vier Positionen auf dem Venge mit der optimierten Position auf dem Shiv verglichen, nachdem das Fitting abgeschlossen war. Die Unterschiede sind definitiv selbstredend. Wie gesagt beziehen sich die Ergebnisse auf einen Vergleich zwischen Aero-Rennrad und TT-Bike über die Mitteldistanz, also auf eine Streckenlänge von 90 Kilometern:

  1. Griffposition Oberlenker/Bremsgriffe: 8:57 Minuten langsamer
  2. Unterlenker: 8:31 Minuten langsamer
  3. Aero-Auflieger: 5:58 Minuten langsamer
  4. Justus Special: 4:25 Minuten langsamer

Die „Justus Special“-Position erklärt Benja im Video: Justus hat dafür die Hände übereinander gelegt und konnte sich dadurch nochmal etwas anders auf dem Rad positionieren als nur mit abgelegten Armen auf dem Auflieger.

Eine Bemerkung noch zu den Ergebnissen: Langsamer muss man natürlich richtig verstehen. Das heißt nicht, dass das Venge schlecht wäre. Auf einer Mitteldistanz, mit nicht allzu anspruchsvollem Profil, wäre schlicht und einfach das Shiv um Welten schneller.

 

7 Kommentare

  1. Oberlenker vs. Unterlenker keine 30s auf 90km? Ernsthaft? Dann kann man sich den auch gleich absägen…
    Falls das Rad einigermaßen gut eingestellt ist, ist der Oberkörper beim Unterlenker immer deutlich tiefer als beim Oberlenker, d.h. es müssen deutlich mehr als 30s auf 90km sein. Ich glaube, das wurde einfach schlecht gemessen. Warum sollten sonst Radfahrer Unterlenker fahren?

    Und zu dem, dass das Shiv „um Welten schneller“ sei auf einer MD: Wenn man jetzt noch einen „richtigen“ Auflieger auf das Venge macht und nicht das Miniteil, dann spart man wahrscheinlich nochmal einiges an Zeit ein. Bei 4,5min also von Welten zu sprechen ist schon arg übertrieben, vor allem da viele MD eher ein anspruchsvolles Profil aufweisen.

    Der letzte Punkt, der völlig ignoriert wurde, ist der unterschiedliche Power-Output bei dem Venge und dem Shiv. Natürlich kann man durch bessere Hebel auf dem normalen RR mehr Watt drücken als auf dem TT-Rad. Jedoch, wenn das RR „umgebaut“ wurde, kann sich das schnell zugunsten des TT bewegen. Zusammengefasst ist es einfach schwachsinnig, den selben Power-Output mit mehreren, unterschiedlichen Positionen zu vergleichen.

  2. Sorry Beata, aber wenn man die Zeitunterschiede nicht als signifikant ansieht, was dann? Es ist hinlänglich bekannt, dass Unterlenker kaum Vorteile bringt. Die werden aus dem gleichen Grund genutzt aus dem Beine rasiert werden: marginal gains.
    Die Kritik am unterschiedlichen Power Output kann ich ebenso wenig nachvollziehen. Entweder das Rad und dessen Sitzposition ermöglicht Output X oder eben nicht. Damit muss sowohl bei der Messung gelebt werden als auch beim Wettkampf. Damit gehört das ebenso zum TT-System wie die Position.

  3. Warum habt ihr keinen vernünftigen Auflieger aufs Venge montiert? Das Ding ist doch ein Witz. Wer ein Rennrad für einen MD-Triathlon nutze will, wird sich da sicherlich einen vernünftigen „echten“ Aufsatz draufpacken, und nicht so einen Henkel zum Wegwerfen. Dannwäre der Test auch aussagekräftiger.

  4. @Tobi: Beim Rennrad (Sprintdistanz) sind nut kurze Aulieger erlaubt, die die nicht über die Vorderkante der Bremshebel hinausgehen 😉
    @Beate + Andre: Wenn man an den Bremshöckern (Bremsgriffe) so greift, daß die Unterarme horizontal sind ist das schon eine sehr aerodynamische Position. Dann bringt Unterlenker nicht mehr sooo viel. Ausßer daß man etwas tiefer kommt….

    Keep on riding + have fun.
    Saluti
    Salvatore

  5. Yes, richtig erkannt und die angesprochenen Punkte von Tobi und Beate beantwortet. Danke, Salvatore!

  6. @Niclas: Sehr gerne 🙂
    Ihr macht ja auch coole Pordcasts, Blogs, etc.
    Weiter so. Das macht mega Spaß zuzuschauen usw. und Appetit auf das was da noch kommt 😉
    Saluti Salvatore

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