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Was Software und Hardware mit Triathlon zu tun haben!

Wie jetzt? Hardware? Software? Triathlon? Was hat das miteinander zu tun? Ich sage: Eine ganze Menge. Wie das halt so ist, man fährt am Wochenende eine lange Radeinheit im schönen Sonnenschein und hat etwas Zeit die Gedanken wandern zu lassen. Irgendwann war das Thema in meinem Kopf „Spielekonsolen“ – danach dann wieder Triathlon. Irgendwie kam es dann, dass mir klar wurde: Verrückt… da gibt’s ganz schön viele Gemeinsamkeiten zwischen der Digitalen- und der Triathlonwelt. Es folgen: Die Gedanken eines Digital-Nerds über Triathlon. 😀

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Stillstand ist Rückschritt

Hardware und Software in perfekter Symbiose

Bei einem Computer haben wir immer zwei Komponenten: Auf der einen Seite die Hardware, eine Ansammlung an elektronischen Bauteilen, die in ihrem Zusammenspiel bestimmte Aufgaben erledigt. Gesteuert werden sie auf der anderen Seite durch die Software, einem geschriebenen Code, welcher der Hardware sagt, wann und wie sie welchen Aufgaben nachgehen soll. Ohne Software ist die Hardware komplett nutzlos, außer vielleicht als Briefbeschwerer. Genauso lässt eine schlecht geschriebene Software eventuell einen Großteil der Leistungsfähigkeit der Hardware ungenutzt, einfach weil bei der Entwicklung nicht gut genug nachgedacht wurde oder sie über längere Zeit nicht weiterentwickelt wurde… kennt man, oder?

Was nutzt mir dann ein 8-Kernprozessor, wenn die Software nur einen der Prozessorkerne zu nutzen weiß. Auf der anderen Seite erfährt der Nutzer eine vielleicht ungeahnte Einfachheit und Geschwindigkeit, nachdem die Software verbessert wurde und nun in perfekter Symbiose mit der Hardware arbeitet – da gibt es gerne einen schönen AHA-Effekt, wenn der Nutzer merkt was möglich ist, wenn Hardware und Software perfekt zusammenarbeiten.

Vielleicht bin ich deshalb vor knapp 10 Jahren auf einen Mac umgestiegen. Nicht dass Apple es immer schafft diese Symbiose perfekt herzustellen, aber die Grundidee hinter ihren Produkten sieht die enge Verknüpfung und das perfekte Zusammenspiel von Hardware und Software  vom Design her vor.

Und was hat das jetzt mit Triathlon zu tun?

Der Körper ist die Hardware, der Kopf die Software

Mir war auf meiner schönen Radfahrt im Kopf schnell ganz klar: Genau so ist es doch auch im Triathlon. Mein Körper ist meine Hardware. Oder viel mehr noch: Mein gesamtes physisches Setup ist meine Hardware. Dazu gehören mein Körper, mein Bike, mein Neo, meine Laufschuhe, eben Ich mit meinem gesamten Equipment.

Und die Software ist, ganz klar, mein Kopf, oder mehr noch: Mein Denken, meine Zweifel, meine Motivation, meine Taktik, mein Ehrgeiz… alle Gedanken die für einen Triathlon und für das Training eine Rolle spielen.

Genau wie in der digitalen Welt ist das Ziel, eine möglichst leistungsfähige Hardware ( die körperliche Voraussetzung ) samt der perfekten Abstimmung selbiger mit der Software ( der mentalen Voraussetzung ) bereitzustellen. Genau wie in der Softwareentwicklung sind diese beiden Welten aber oft in einem Ungleichgewicht.

Jeder trainiert die Hardware, keiner die Software?!

Klar… jeder arbeitet immer und hart und ausgiebig an seiner Hardware, seinem Körper. Mehr Kilometer, mehr Stunden, mehr Geschwindigkeit, denn ohne die passende Hardware brauche ich zu einem Ironman garnicht anzutreten. Das ist quasi der Standard… Doch was ist mit der Software? Was ist mit meinem Denken? Was ist mit der mentalen „Stärke“?

Alle sprechen davon, aber wer trainiert sie denn auch? … Viel zu wenige!

Was habe ich am Ende des Tages davon wenn mein Körper, übertragen gesehen, ein mega 8-Kern-Prozessor ist, sich die Software aber nach 5 Stunden Dauerbetrieb aufhängt, weil sie Aktivitäten dieser Länge nicht gewachsen ist? Oder die Software so „langsam“ ist, dass ich weit, weit hinter meinen Erwartungen zurückbleibe, weil sie die Fähigkeiten des Körpers garnicht richtig nutzt. Und was habe ich andersrum davon, wenn mein Körper nicht der eines Profis ist, die Software aber Gas gibt, als wenn es doch der Falle wäre? Richtig… am Ende kommt das alles aufs gleiche raus: Crash! Teils in physischer und psychischer Form…

Auch die Software muss trainiert werden

Was macht ein Softwareentwickler wenn eine neue, bessere Generation Hardware auf den Markt kommt? Er entwickelt seine Software weiter, er fügt neue Features hinzu, die erst durch die neue Hardware möglich werden. Das Ziel: Die Aufgabe in Zukunft noch besser und schneller zu erledigen.

Genauso funktioniert es im Triathlon: Ich muss meine mentalen Fähigkeiten entsprechend weiterentwickeln… ich kann sie trainieren! Genau wie ich mich 5 Stunden auf’s Rad setze um meinen Körper zu verbessern, so muss ich mich damit auseinandersetzen wie ich meine Gedanken im Wettkampf lenke, wie ich mich motiviere, wie ich täglich den Fokus im Training aufrecht erhalte.

Leider hab ich schon oft im eigenen Umfeld erleben müssen, wie tolle, perfekt austrainierte Athleten an ihren gesetzten Zielen scheitern, weil der Kopf nicht mit macht. Körperlich sind sie voll auf der Höhe aber die Blockade sitzt in diesem Fall zwischen den Ohren. Und natürlich kann ich ich auch selbst nicht komplett davon freisprechen. Wie sagt man:

„Gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren.“

Diesen Satz bekomme ich auch immer wieder von meinem Coach zu hören. Er hat so recht damit!

Wie sieht das in der Praxis aus?

Im Optimalfall ist es so: Ich trainiere meinen Körper Stück für Stück und er wird leistungsfähiger. Dann ist es irgendwann an der Zeit, dass auch die mentalen Strategien im Kopf mit ihrer Leistungsfähigkeit nachziehen müssen.

Ich werde mir meiner neuen Leistungsfähigkeit bewusst und passe meine mentalen Strategien daran an!

Klar, eine perfekte Balance gibt es nur selten. Man schießt immer mal auf der einen oder andere Seite auch übers Ziel hinaus oder erreicht es nicht… das hilft bei der Findung der Grenzen. Aber ab dem Punkt, wo man sich dieses Prozesses bewusst geworden ist und an der mentalen Leistungsfähigkeit arbeitet, wird man insgesamt besser werden. Viele nicken dass nun ab und sagen: „Klar, weiß doch jeder“. Nur so Wenige setzen es dann auch um.

Fazit: Sei ein Triathlon-Software-Entwickler

Passe die Triathlon-Software in deinem Kopf pausenlos an: An deinen Körper, an äußere Einflüsse und Umstände. Hinterfrage die Software, teste sie, mach sie besser! Dann kommt irgendwann der Punkt wo du weißt: Meine Software ist ziemlich geil! Die wird nicht so leicht abstürzen, die kennt „alle“ Ausnahmesituationen und kann darauf reagieren, jeder Fehler ist abgefangen.

Diese Gewissheit gibt ungemeine Selbstsicherheit – im Training und im Wettkampf. Und kommt es mal zu einer Fehlfunktion, dann wird diese „gespeichert“ und in der nächsten Softwareversion ausgebessert! Am Ende bin ich sogar in der Lage Entscheidungen für die Weiterentwicklung meines Körpers – meiner Hardware – auf Basis von Anforderungen meines Kopfes – meiner Software – zu treffen. Wer soll mich dann noch aufhalten? 😉

So… das waren meine „bekloppten“, höchst subjektiven Wochenend-Gedanken zum Thema Triathlon-Software-Entwicklung. Wie immer: Nicht alles zu ernst nehmen. Wer darüber diskutieren will: Einfach ab in die Kommentare damit.

Titelfoto: © Christian Siedler

 

6 Kommentare

  1. Danke 🙂 Das freut… ich war mir eher noch unklar, ob man überhaupt versteht was ich sagen will 😀

  2. Sau gut! Ich weiß ganz genau wovon du sprichst und habe es auch in verschieden Wettkampf- und Trainingssituationrn erlebt.
    Wie sagte Sebastian Kienle mal so schön: „Mind over body!“

  3. Hallo junger Mann

    Lange Rede kurzer Sinn. Bevor du im öffentlichen Straßenverkehr mit solchen Gedanken befaßt,solltest du lieber die Augen und Ohren offen halten,damit du gesund wieder nach Hause kommst. Schon durch die Wahl der Radstrecke oder Laufstrecke erzielst du die entsprechende Wirkung auf deine Software. Um das Ganze abzukürzen:“ Komm ganz einfach mal ins badische Frankenland ,dann zeige ich dir an unserer Software,wie man erkennt ob man die Entsprechende hat . und wie man mit ganz einfachen Mitteln die Fähigkeit erzielt,Weltmeister zu werden. Also ,net nur schwätze,sondern mache „und koste fast garnix“ ,außer den Sprit zu mir.

  4. Hallo Friedrich,
    In den meisten Fällen bekomme ich aufmerksames Fahren und Nachdenken gut unter einen Hut 🙂

    Aber am Ende gebe ich dir recht bei: Nicht nur schwätzen, sondern machen!

    Im Frankenland war ich bisher noch nicht sportlich aktiv. Vielleicht ändert sich dass ja bald mal 🙂

    Jan

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