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Woche 41: Zum Abschluss noch ein echter Kampf!

Dann war er auch schon gekommen, der Abschluss für meine diesjährige Triathlonsaison. Im wahrsten Sinne des Wortes ging es nochmal in die Vollen! Langdistanz Nummer 2 beim Cologne Triathlon Weekend war angesagt. Im Training hatte ich alles gegeben, jetzt war es an der Zeit die Trainingsleistungen auch im Wettkamp umzusetzen.

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!
07. September 2015

Anders als in Frankfurt musste ich mich nicht mit der drohenden Hitze auseinandersetzen, sondern hatte mehr die Sorge, ob es nicht vielleicht etwas kühl und nass werden könnte. Der Wetterbericht prognostizierte 15 Grad Höchsttemperatur… Immerhin der Regen entschied sich dann doch uns zu verschonen.

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Trotzdem überlegte ich hin und her ob es nicht klug wäre eine Jacke beim Radfahren zu tragen damit es nicht zu kalt wird. Nach kurzer Abstimmung mit dem Coach war das Ergebnis quasi: Ich soll nicht so ’ne Memme sein und im Einteiler fahren 😉 Das hat er so natürlich nicht gesagt, aber das war mein ganz persönliches Fazit. Jetzt nach dem Wettkampf bleibt nur eins zu sagen: Natürlich hatte er mal wieder recht!

7 Uhr Morgens – 3,8km Schwimmen

Um 6 Uhr Morgens beim Einrichten der Wechselzone war es aber dann wirklich noch kalt. Da war man froh, nachdem Alles am richtigen Platz deponiert war, endlich in den Neoprenanzug schlüpfen zu können.

Um kurz vor 7 ging es dann in’s Wasser… noch ein paar Minuten warm schwimmen und dann an der Startlinie im Fühlinger See versammeln. Erst startete der Block der Top-Athleten, 5 Minuten später ertönte dann auch für uns „Normalos“ der Schuss aus der Pistole.

Schwimmstart in Kölnschwimmstart

Ich hatte mich in der zweiten Reihe positioniert um gut weg zu kommen. Schnell hatte ich mein Tempo gefunden und ich fühlte mich gut. Ich war in der Lage das Tempo immer mal wieder anzupassen und erwischte eine ordentliche kleine Gruppe an der ich mich gut orientieren konnte. Das hat mir gerade dann geholfen, wenn die Gedanken etwas abzudriften drohten und ich etwas langsamer wurde. In der Gruppe merkt man halt sofort wenn man Boden verliert… und schon war die Konzentration wieder da, ich wollte ja keine Lücke entstehen lassen. Nach circa drei Vierteln das Schwimmens war ich sogar in der Lage das Tempo noch etwas weiter anzuziehen.

Nach dem Schwimmen

Nach 01:02:31 Stunden war ich raus aus dem Wasser! Macht Position 26 insgesamt… für mich eine perfekte Zeit… darauf konnte ich aufbauen!

Die Sonne geht auf! – 185,5km Radfahren

Raus aus dem Neo, Helm auf, Radschuhe an und rauf aufs Rad! Jetzt wartete eine kleine extra Herausforderung, denn auf Grund einer Baustelle und fehlender Alternativen bekamen wir spontan 5,5 Kilometer extra aufgebrummt… doof… aber was soll man machen!

Erster WechselRauf aufs Rad

Auf der Radstrecke galt es locker rein zu starten, den Körper erstmal wieder in der aufrechteren Position ankommen lassen… Blut in die Beine und so… gerade bei den Athleten, die es mit dem Beinschlag beim Schwimmen nicht so ernst nehmen, so wie ich 😉

Coach Mario hatte mir entsprechende Leistungsvorgaben mit auf den Weg gegeben und daran hielt ich mich auch. Zuerst galt es Richtung Süden in die Kölner City zu fahren, um dann von dort aus weitere 3 Runden á circa 55 Kilometern zu absolvieren.

Nach 15 bis 20 Minuten eincruisen galt es: Gas geben… hoch auf die angepeilte Leistung und die dann irgendwie bis zum Schluss halten. Klingt in der Theorie einfach… aber gerade an diesem Tag war das in der Praxis gar nicht so leicht. Zwar regnete es nicht, aber dafür waren die Windverhältnisse vom aller Feinsten. So pfiff einem die „frische Luft“ ordentliche um die Ohren. Aus Richtung Norden kommend machte sie die komplette erste Hälfte der Radrunde zu einer echten Herausforderung.

Gegenwind auf der Hinfahrt heißt ja meistens auch im Umkehrschluss Rückenwind auf der zweiten Hälfte. Das funktionierte auch die ersten beiden Runden wunderbar, da gab es ein paar Passagen auf denen die Geschwindigkeit länger mal jenseits der 40km/h bliebt… das macht dann ja schon Spaß. Mit zunehmender Dauer wurde der Wind aber immer stärker und drehte leider auch. Die letzte Runde wurde somit zu einem echten Martyrium. Auf dem Weg Richtung Norden hab‘ ich mich weiterhin artig an meine Watt-Vorgaben gehalten… nur der Blick auf’s Tacho passt so überhaupt nicht dazu und nagte ordentlich an der Psyche! 28 km/h… bei vollem Einsatz… waaaaaah! Wie ich es hasse! Aber dann… ich freute mich schon auf 50 kmh auf dem Rückweg, aber nix da… der Wind hatte so gedreht, dass es zurück zwar wieder etwas schneller ging, aber mehr als 36, 37 km/h waren nicht mehr drin. na toll :-/

Auf dem Bike

Aber genug über den Wind aufgeregt… ist halt ein Outdoorsport, und Hallenhalma ist dann halt auch nichts für mich. Ansonsten war ich mit meiner Rad-Performance nämlich recht zufrieden. Ich konnte mich fast durchgängig an meine Vorgaben halten, die Ernährung hat gut funktioniert, vor allem in Kombination mit dem Biestmilch Booster hat die Strategie wunderbar funktioniert. Das Zeug gibt einem echt ’nen Kick… hätte ich in dem Umfang nicht für möglich gehalten!

Nach den 185,5 Kilometern waren 05:21:44 Stunden vergangen. Macht einen Schnitt von circa 34,5 km/h. Klingt jetzt nicht wirklich schnell, aber gerade die letzte Runde war einfach nicht mehr rauszuholen für mich. Immerhin hatte ich mich damit nach und nach auf den 15. Platz vorgearbeitet! Fazit: Etwas genervt vom Wind, aber zufrieden!

Da ist ja noch dieser Marathon

Ich war froh als ich das Radfahren endlich geschafft hatte! Genau bis zu dem Moment, als ich beim Absteigen vom Rad direkt in einen spitzen, kleinen Stein trat und beim Zusammenzucken einen Krampf im Oberschenkel bekam 😀 Dumm gelaufen sagt man da wohl… aber naja… läuft sich auf dem Weg in die Wechselzone schon wieder raus. So war es dann auch. Der Wechsel ging gut, nichts desto trotz musste ich einen kleinen Zwischenstopp auf der Toilette einlegen bevor es dann auf die Laufstrecke ging.

Ich war etwas irritiert davon, wie leer es auf der Laufstrecke noch war. Aber gut, waren wohl noch nicht so viele Athleten vor mit… so wurde ich auch beim ersten Vorbeilaufen am Zielbereich persönlich von Moderatorin Kerstin vom Sportshop-Triathlon-Team per Mikrofon begrüßt. Bis zu diesem Zeitpunkt war mir übrigens gar nicht klar auf welcher Position ich genau liege und so war ich freudig überrascht als Kerstin mich über meinen 15. Platz aufklärte.

Laufen erste Runde

Locker in den Lauf rein starten war der Plan, selbe Prozedur wie beim Radfahren… den Körper erstmal ankommen lassen um dann Gas zu geben! Im Hinterkopf ja irgendwie immer so ein bisschen der Gedanke eventuell eine Zeit von unter 10 Stunden zu schaffen. Allerdings war der schwere und etwas zu lange Rad-Abschnitt natürlich nicht förderlich. So war schnell klar, dass selbst ein 3:30er Marathon nicht für eine Zeit unter 10 reichen würde. Kurz überlegt… „Versuch ich irgendwie Richtung 3:20 zu laufen um es eventuell doch noch zu schaffen?“

Doofe Frage… na klar! Also lies ich die Beine einfach mal Laufen so wie sie gerade wollten. Bis Kilometer 18 ging das auch ganz gut, dann musste ich aber so langsam feststellen, dass die Energiereserven einfach nicht reichen werden um das Tempo aufrecht zu halten. Immer mal wieder meldete sich der Magen etwas und die Schritte wurden schwerer. So war dann leider ab dem Halbmarathon klar, dass ich mir die 9er Zeit heute wohl abschminken kann.

Laufen zweite Runde

Mittlerweile lag ich auf einem, für mich eigentlich völlig utopisch klingenden, 13. Position. Den wollte ich auch jetzt nicht mehr abgeben! An den Wendepunkten der Strecke konnte ich feststellen, dass niemand Boden auf mich gut machte… das gab natürlich ein gutes Gefühl. Als ich dann das letzte Mal den zweiten Wendepunkt erreicht hatte konnte ich langsam anfangen zu „entspannen“ und die letzten 5 Kilometer auch etwas mehr genießen… da gab es dann auch ein paar Kräcker am Verpflegungsstand, ’ne runde RedBull am Promo-Truck und es wurde mit dem ein oder anderen Zuschauer gespaßt.

Am Ende stand eine Marathonzeit von 03:40:14 auf der Uhr. Keine schlechte Zeit, aber auch nicht grandios.

Geschafft! Nach 10:13:25 Stunden im Ziel!

Ein letztes Mal über die Deutzer Brücke, dann nur noch bergab laufen lassen Richtung Ziel, noch ein paar mal links und rechts abbiegen und… Geschafft! Herzlich begrüßt wurde ich wieder von Kerstin… kurz abgeklatscht und ab über die Ziellinie. Da wurde mir dann mitgeteilt, dass ich sogar den 4. Platz in meiner Altersklasse erreicht hatte. „Och nö“ dachte ich mir mit einem breiten Grinsen… niemand will doch den undankbaren 4. Platz… später fand ich dann raus, dass die drei schnellsten des Tages alle in meiner Altersklasse waren… damit kann ich leben 😉 Da wäre eh nix für mich zu holen gewesen…

Freude im Ziel

10:13:15 Stunden ist die offizielle Endzeit! Platz 13 Gesamt und Platz 4 in der Altersklasse M30.

Das sind Platzierungen die hätte ich vor dem Rennen ohne zu zögern so genommen, ich bin mega happy und erstaunt darüber 🙂 Kleiner Wermutstropfen ist die 10er Zeit… aber gut… man muss sich ja noch ein paar Ziele offen halten 😉

Es war ein tolles Rennen… für mich war es deutlich härter als in Frankfurt, einfach weil die muskuläre Anstrengung so viel größer war und nicht der Kreislauf durch Hitze in die Knie gezwungen wurde! Der miese Wind, die ganze Zeit Gas geben… So muss sich also eine Langdistanz anfühlen… dementsprechend liege ich jetzt halb gelähmt auf dem Sofa und schreibe schon wieder viel zu viel 🙂

Ich hatte sehr, sehr viel Spaß mit allen Leuten die da waren… Athleten, sowie Zuschauern. Vielen, vielen Dank für die tolle Stimmung an der Strecke und für den Support die ganze lange Zeit über! Ein dickes Danke geht auch an meinen Coach Mario, die Vorbereitung auf alle Wettkämpfe dieses Jahr hat richtig Spaß gemacht und die harte Arbeit hat sich glaub ich ausgezahlt!

Ich gönne mir jetzt erstmal ein paar Tage Ruhe und werde es mir gut gehen lassen! Nur ganz los seid ihr mich jetzt trotzdem nicht..

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1 Kommentare

  1. Mooi geschreven!
    Wat een top prestatie 🙂
    Ben echt trots op je… Held! Nu lekker uitrusten en bij eten :-p
    Lieve groetjes uit Holland 🙂

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