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Best of Bocki #22 – Heimsieg über die Mitteldistanz beim Allgäu Triathlon

Geschafft! Ein anstrengendes und nervenaufreibendes Allgäu Triathlon-Wochenende liegt hinter mir. Der Sieg über die Mitteldistanz beim Kult-Triathlon ist für mich persönlich eines der schönsten Ergebnisse, die ich als Triathlet bisher erzielen konnte. Im Blog erfahrt ihr alles rund ums Rennen und warum die unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung dieses Mal etwas alternativ verlaufen ist. Viel Spaß!

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
20. August 2018 Blog Triathlon Wettkämpfe

Zwei Tage vor dem Rennen. Wie gewohnt nutzte ich den sportfreien Tag dazu, um das Wettkampf-Material herzurichten. Allerdings währte meine Gelassenheit nicht allzu lange, irgendwas stimmte da mit dem Lenker nicht! Er ließ sich nur schwer von rechts nach links bewegen, stellte sich von selbst immer wieder gerade und „rastete“ in dieser Position quasi ein. Nicht gut, dachte ich noch und einen Anruf später stand fest: In diesem Zustand fahre ich besser nicht mehr durch die Gegend!

Bei einem Streckenprofil, wie beim Allgäu Triathlon, war mir das Risiko viel zu hoch, dass in einer der schnellen Abfahrten irgendwas passieren könnte.

Eine seltene Situation, in der es von Vorteil war, dass ich keinen Rad-Sponsor habe und somit auch keine Verpflichtung eine bestimmte Marke fahren zu müssen. Allerdings würde ich mich natürlich in Zukunft freuen, einen festen Partner in dem Bereich zu haben – aber das ist ein anderes Thema.

Also musste Ersatz her. Ein befreundeter Athlet half mir sofort aus der Patsche und sicherte mir somit die Teilnahme am Allgäu Triathlon! Am Samstagnachmittag, 16 Stunden vor dem Startschuss, nahm ich das Rad entgegen. Niegel-nagel-neu, fast noch originalverpackt. Die Challenge für Jan (der zum Allgäu Triathlon aus Düsseldorf übers Wochenende zu Besuch gekommen war) und mich lautete also nicht Carboloading und Beine hochlegen, sondern Fahrrad aufbauen!

Es wurde 21 Uhr bis das Rad in einsatzfähigem Zustand war. Mehr als ein paar Meter hin und her rollen vor der Haustüre waren nicht mehr drin und so saßen Jan, meine Freundin und ich irgendwann ziemlich geplättet am Küchentisch. Aber immerhin stilecht mit Pizza Hawaii. Zum Glück war Jan von Nichts aus der Ruhe zu bringen, ohne ihn wäre ich am Radaufbau definitiv verzweifelt. Also vielen Dank für Deine Unterstützung!

Race Day beim Allgäu Triathlon: Es kann losgehen!

Am Sonntag parkten wir das Auto pünktlich um 6.00 Uhr in Immenstadt, Tamara (die auch am Start war) und Jan machten sich auf den Weg zum Check-In – und ich startete zur Probefahrt. Knappe 45 Minuten später rollte ich dann auch zur Wechselzone. Alles startklar, es konnte losgehen. Phew!

Das Rennen an sich startete pünktlich um 8.00 Uhr relativ unspektakulär. Um ehrlich zu sein dauerte es bei mir schon einige Meter bis ich im Race-Modus angekommen war. Und so kletterte ich nach 1,9 Kilometern Schwimmen, als Fünfter oder Sechster mit etwa zwei Minuten Rückstand auf den Österreicher Martin Bader, aus dem Alpsee.

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Foto: Dominik Berchthold / www.dberchtold.com

Auf dem Rad lief es wie am Schnürchen. Auf der Kuppe des langen Anstiegs, etwa nach der Hälfte der ersten Radrunde, konnte ich die Führung übernehmen und drückte weiter aufs Gaspedal. Am Wendepunkt sah ich allerdings, dass Roman Deisenhofer von hinten näherkam und einige Kilometer später gesellte er sich zu mir. In Runde zwei ging es also gemeinsam in den knapp fünf Kilometer langen Anstieg. Mein Plan war, möglichst ohne Begleitung oben anzukommen und bis zur Wechselzone einen kleinen Vorsprung herauszufahren.

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Foto: Marcel Hilger / www.marcelhilger.de

Beides sollte klappen, allerdings hatte Roman leider mit Magenproblemen zu kämpfen und hätte mir das Leben unter anderen Umständen sicher schwerer gemacht.

Nach 84 Kilometern, knapp 1.300 Höhenmeter und 2:13:22 Stunden (324 Watt normalized power bei einem Körpergewicht von 72,5 Kilo) wechselte ich vom Rad in die Laufschuhe und machte mich auf die abschließenden 20 Lauf-Kilometer – und die sind beim Allgäu Triathlon nicht minder anspruchsvoll als das Radfahren. Ein ständiges auf und ab, sowie der brutal steile Kuhsteig, hauen wirklich rein. Aber es hat Spaß gemacht, auch wenn es mir stellenweise vielleicht nicht mehr so anzusehen war.

Niclas-Bock-Allgäu-Triathlon-Kuhsteig
Foto: Marcel Hilger / www.marcelhilger.de

Auf jeden Fall war ich erleichtert, als ich knapp zwei Kilometer vor dem Ziel erkannte, dass mein Vorsprung auf den zweitplatzierten Martin Bader bei etwas über fünf Minuten lag.

Ich freue mich sehr über den Sieg beim Allgäu Triathlon! Vor allem, wenn sich die Saison zum Ende neigt, tun solche Ergebnisse natürlich gut. Und natürlich schmeckt ein Erfolg beim Heimrennen gleich doppelt süß! Hinzu kommt, dass ich durch meine beiden Jahre als Mitarbeiter bei Hannes Hawaii Tours auch eine gewisse Verbindung zu dem Rennen habe, da ich weiß wie viel Arbeit in diesem wirklich sehr geilen Event steckt.

Nun steht am Samstag der Team-Sprint der 2. Bundesliga Süd in Viernheim an und eine Woche später die Challenge Walchsee, als letztes Rennen des Jahres 2018.

Wir hör’n! Euer Bocki

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