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Jan im Park in Tokio

Jans Tagebuch – 7 Tage Japan: Zwischen Kulturschock und Jetlag!

Kulturschock ist in diesem Zusammenhang aber überhaupt nicht negativ gemeint. In Japan ist nunmal einfach alles anders! Zumindest ist das der Eindruck, den ich von meinem ersten Japanbesuch mit nach Haus gebracht habe. 7 Tage war ich da – Zuerst in Kobe, dann in Tokio. Insgesamt hat mich Japan positiv beeindruckt und manchmal auch etwas irritiert.

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!

Kampf dem Jetlag – Ich hab‘ alle Register gezogen

Knappe 11 Stunden sitzt man im Flieger von Frankfurt nach Tokio und man wird dabei gleichzeitig 8 Stunden in die Zukunft befördert. Das bedeutet, dass man mit einem ordentlichen Jetlag zu tun bekommt. Generell nimmt mich die Zeitverschiebung, wenn es Richtung Osten geht deutlich stärker mit, als umgekehrt.

Ich hab daher alles probiert, um dem Jetlag möglichst ein Schnäppchen zu schlagen. Auf dem Hinflug war ich bewaffnet mit meiner Schlafmaske und meinen Noise-Canceling-Köpfhörern von Bose. In Komibination mit einer ordentlichen Portion Melatonin, sollte mir dieses Setup ins Reich der Träume während des Fluges verhelfen. Wie hat’s funktioniert? Bedingt gut…

Ich tue ich mich einfach super schwer im Flugzeug zu schlafen. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich nicht Businessclass reise.  😀

Dennoch hab ich ein paar Stunden schlaf auf dem Flug bekommen. War der bequem? Um Gottes Willen NEIN! Um dann direkt wieder nach japanischer Zeitrechnung wach zu werden, hab ich mir eine Portion Tageslicht per Human Charger gegönnt.

Das Ergebnis: Ich hatte zwar schon noch ordentlich mit dem Jetlag zu kämpfen, aber gefühlt nicht ansatzweise so sehr, wie auf vergangenen Tripps. An den ersten Tagen hab ich jeweils noch mit Melatonin beim Einschlafen nachgeholfen und den neuen Tag mit viel Tageslicht und einer lockeren morgendlichen Sporteinheit begonnen. Ab Tag Zwei war ich dann schon ziemlich gut auf Japan eingestellt.

Die Ehre einen Einblick ins ASICS Institute of Sport Sience zu bekommen

Der Tripp begann in Kobe, wir hatten zwei Tage voller Termine und Workshops vor uns. Direkt zum Start hatten wir die einmalige Chance, eine Führung durch die heiligen Hallen des ASICS Institute of Sport zu bekommen.

Besuch beim ASICS Institute of Sport Sience
Wie man an den Augenringen sieht, war ich am ersten Tag noch etwas vom Jetlag gezeichnet. 😉

Dabei handelt es sich quasi um die Forschungs- und Entwicklungseinrichtung von ASICS. Vom „Chemiebaukasten“ für die Entwicklung neuer Kunststoffe bis hin zur Echtzeit-Bewegungsanalyse mit etlichen Kameras auf der eigenen Laufbahn findet man dort wirklich alles was das Nerdherz begehrt. Immer Innern war das Fotografieren leider verboten. Daher gibt es nur diese schöne Außenaufnahme. 😀

ASICS Institute of Sport Sience
Das ISS Gebäude mit eigener Laufbahn mit vier unterschiedlichen Untergründen für Materialtests.

In Tokio ist einfach Alles ein bisschen „drüber“

Nach zwei Tagen Meetings und Workshops ging es dann weiter nach Tokio. Schnell war klar… in Tokio ist alles ein bisschen anders. Eine riesige Stadt mit ein ganz speziellen Style. Alles was mir hier begegnet ist war aus meiner deutschen Sicht einfach ein Level „drüber“. Auf Dinge zu denen man hier bei uns sagen würde „Och, das ist aber gewagt“, da wird ein Tokio noch eins oben drauf gesetzt. 😀

Dennoch bietet diese Stadt ein paar kuriose Kontraste die zum Nachdenken anregen. Die Straßen sind voller Autos, und unsere Taxifahrt vom Bahnhof zum Hotel dauert eine geschlagene Stunde. Dennoch hört man in dieser Verkehrshölle keine einziges Auto hupen. Niemand drängelt oder wird laut.

Der Style im Taxi in Japan
Unser Taxi in Japan hatte definitiv Style… man beachte diese schönen „Sitzschoner“.

Auch die Fußgänger sind stets tiefenentspannt, halten gebührenden Respektabstand zueinander, selber wenn der Bürgersteig noch so überfüllt sein sollte. Kommt es mal zu einem Missverständnis und man droht zu kollidieren wird sich sofort mit einer demütigen Verbeugung quasi entschuldigt.  Beim Einsteigen an der U-Bahn-Station gibt es kein Gedränge, und das trotz Menschenmassen. Es bildet sich vollkommen selbstverständlich eine Schlange von ansehnlicher Länge, bei der einfach niemand auch nur auf die Idee kommt, sich weiter vorne rein zu drängeln. Es wird sich artig hinten angestellt.

Auf der einen Seite könnte man es spießig nennen, auf der anderen aber auch zivilisiert. Ich bin positiv davon angetan, dass man den Alltag in einer Weltmetropole mit Millionen von Menschen durch die passende Mentalität der Menschen unfassbar gut geregelt bekommt. Das hätte ich bis dahin der Menschheit in der Form nicht zugetraut.

Zwischen Kultur und abgedrehter Weltmetropole

Wir haben in Tokio sehr viele Strecken zu Fuß zurück gelegt und sind schnell auf den ein oder anderen Park gestoßen, in denen man alte japanische Schreine und Tempel entdeckt. Es dauert dann keine zwei Minuten und man sieht von der Großstadt überhaupt nichts mehr. Es herrscht Ruhe und man ist in Mitten von Natur. Beeindruckend!

Kultur mitten in Tokio
Der Eingang in eine Parkanlage
Tempel mitten in Tokio
Mitten im Park findet man dann solch altertümliche Tempel die Schreine beherbergen

Nachdem wir den Park und die Tempel hinter uns gelassen hatten kamen wir schnell im Shoppingviertel Shibuya an. Unser AirBnB war zum Glück ziemlich gut gelegen und wir hatten es nicht weit bis zu den Einkaufsstraßen zwischen  Harajuku und Shibuya. Dort geht dann wirklich die Post ab. Menschen über Menschen und eine Vielfalt an Shops, die ich so noch nirgendswo gesehen habe. Besonders angetan hatten es mir die Seitenstraßen in Harajuku, in denen es ein Sneakerladen neben dem anderen gab.

Shopping in Tokio ist angesagt
Da waren schon ein paar Menschen unterwegs

Natürlich haben wir auch einen Abstecher in den ASICS Store gemacht, wo ich dann ein paar der exklusiven Shirts ergattert hab. 😉

ASICS Store Tokio
Im ASICS Store gab es ein paar exklusive T-Shirt-Designs. HRJ steht dabei für Harajuku

Laufen in Tokio: Für ein wenig Sport ist immer Zeit

Ganz schön viel Text bevor wir jetzt hier zum Sportprogramm kommen. 😉 Wie man sich denken kann, hatte ich keine Fahrrad im Gepäck und auch die Badehose bliebt zuhause. Die Laufklamotten waren natürlich eingepackt und so drehte ich fast jeden Morgen eine ordentliche Runde durch Kobe und danach Tokio. Zwischen 10 und 15 Kilometer war ich in der Regel unterwegs.

In Kobe ging es schlicht und einfach entlang der Hafenmauern – In Tokio hab ich mir einen Park gesucht in dem ich bequem meine Runden drehen konnte. Erst hatte ich den Plan in einem der schönen Parks mit den Tempeln zu laufen… aber das war nicht drin. Dort ist Laufen nämlich nicht gestattet. Das hat mich auf der einen Seite etwas gewurmt, auf der anderen Seite passt es aber zur Mentalität und es zeigt den Respekt, den die Japaner gegenüber diesen Orten haben.

Am Sonntag durfte ein Besuch an der Strecke des Tokio Marathon natürlich nicht fehlen. Nein, ich bin den Marathon selber nicht gelaufen, hab dafür aber gespannt den Massen zugeschaut. Mit einer Teilnehmerzahl von 16.500 Läufern ist der Tokio-Marathon einer der größten der Welt und zählt neben New York, Boston, London, Paris und Berlin zu den 6 Marathon Majors.

Tokio Marathon
Der Tokio Marathon ist eine gigantische Veranstaltung. In diesem Jahr war es ganz schön frostig für die Teilnehmer.

Etwas gewöhnungsbedürftig war übrigens auch die Marathonmesse, die wir am Vortag besucht haben. In Ikea-Manier wird man quasi durch die Messehallen geschoben, um auch ja einmal an wirklich JEDEM Stand vorbei zu kommen. Ich muss sagen: Etwas gewöhnungsbedürftig.

Fazit: Beeindruckt und komplett erschöpft wieder zuhause

Eins kann ich definitiv sagen: 7 Nächte sind viel zu wenig, um das Land, die Stadt Tokio und überhaupt alles richtig kennenlernen zu können. Ich habe allerdings auch in dieser kurzen Zeit gelernt, wie sehr gegenseitige Rücksichtnahme und eine gewisse Unaufgeregtheit den Alltag für alle endschleunigen können – selbst in Tokio. In Deutschland und wahrscheinlich auch jedem anderen westlichen Land undenkbar.

Japan hat es in diesen 7 Tagen definitiv geschafft meine Neugier zu entfachen. Und zwar die Neugier auf die Kultur, die Art zu leben und miteinander umzugehen. Gerne werde ich das Land noch einmal besuchen – dann auf jeden Fall mit Aylin und ohne Businessprogramm, um gemeinsam auf Entdeckungstour abseits von Tokio zu gehen. Wir liebäugeln damit zum Hanami, dem japanischen Kirschblütenfest, die Reise in Angriff zu nehmen. Vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps?

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