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Durch die Natur nach Köln

Jans Tagebuch – Der pure Genuss: Die Entdeckung der Langsamkeit

Seit einigen Monaten geistert mir schon ein Gedanke durch den Kopf. Ich trage eine Fitbit. Allerdings nur noch, bis mein Oura Ring in den nächsten Wochen ankommt. Zum Abschluss meiner Fitbitära wäre es doch ziemlich cool, die 100.000 Schritte Auszeichnung abzuräumen. So zumindest lautete der Gedanke in meinem Kopf. Wie lange und wie weit muss man dafür wohl gehen?

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Stillstand ist Rückschritt
01. August 2018 Laufen WasWirklichZählt

Die große Frage: Wie weit sind 100.000 Schritte?

Immer mal wieder präsent, immer mal wieder im Nirgendwo verschwunden – dieser Gedanke. In meinem Kopf formten sich dennoch nach und nach ein paar Ideen zu den  100.000 Schritten. Irgendwie war ich mir sicher, wenn ich zu Fuß von Düsseldorf nach Köln gehe und zur Not auch wieder zurück, dann reicht das ganz bestimmt für die 100.000 Schritte.

Letzten Samstag, als ich bei meinen Eltern im Garten saß überkam mich der Gedanke mal wieder und ich dachte mir: Morgen!

Nein, nicht die 100.000 angreifen, aber vielleicht einfach mal die Schuhe schnüren, genug zu Trinken und zu Essen einpacken und in Richtung Köln marschieren. Den Rhein entlang. Bis ich keine Lust mehr hab – dann nehm‘ ich einfach die Bahn zurück. Mal schauen was ich da an Schritten zusammen bekomme.

Hey Schatz, ich geh Morgen einfach mal Richtung Köln so weit ich Lust hab.

Sonntag Morgen: Laufschuhe, Rucksack, Wasser und los

So schnell kann es dann wohl gehen. Ich schmierte mich mit Sonnencreme ein, bestückte den Rucksack mit so vielen Trinkflaschen wie möglich, zog bequeme Laufschuhe an, setzte Cap und Sonnenbrille auf  und tapste in Richtung Haustür.

So mein Schatz, ich mach mich dann mal auf den Weg. Mal schauen wie weit ich komme.

Mein Outfit sorgte wohl für folgenden Gedanken bei meiner Freundin:

Willst du das etwa Laufen?

Huch, tatsächlich war es gar nicht meine Absicht die Strecke zu laufen. Ich hielt die Laufsachen schlicht und einfach für das beste Outfit für eine lange Wanderung. Ich hatte allerhöchstens den Plan mal ein paar kurze Abschnitte etwas flotter zurück zu legen, denn eines hatte ich an diesem Tag nicht: Hektik oder irgendeinen Zeitdruck.  So war meine Antwort, bevor ich aus der Haustür ging:

Nein, eigentlich nicht.

Der Tripp: Umso langsamer, desto Genuss!

Raus aus der Tür macht ich mich in schnellem Schritt aber dennoch gehend auf in Richtung Rheinufer. Diesem wollte ich dann einfach flussabwärts folgen. Dann geisterte mir die Frage von Aylin wieder und wieder durch den Kopf. „Willst du etwa Laufen?“.

Gut – dachte ich mir – lauf halt mal ein paar Meter. So wurde aus dem schnellen Gehen ein entspanntes Laufen. So entspannt, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, meine Füße würden sich garnicht richtig vom Boden heben. Es war ein gutes Gefühl.

Ok – dachte ich mir nach ein paar Minuten wieder – lass einfach mal laufen. Ganz entspannt. Eben mit Genuss!

Die Schnappschüsse meiner Tour

So ging es los: Ich und mein Laufrucksack den Rhein entlang. Immer und immer weiter.

Die Pfade den Rhein entlang haben eine Menge zu bieten. Viel Grün, kleine Wege, kaum Menschen.

Auch der ein oder andere „Sandstrand“ lag an meiner Strecke. Gut, auf dem Boden ging es dann natürlich deutlich langsamer voran. Aber das spielte an diesem Tag keine Rolle.

Denn dann musste ich sowieso erstmal auf die Fähre in Zons warten. Ich wollte nämlich auf die andere Rheinseite und mit der Fähre bin ich noch nie über den Rhein gefahren.

1,50 Euro und 10 Minuten später war ich auf der anderen Rheinseite.

Durch die Natur nach Köln

Weiter ging es über schöne Pfade, ein paar Wanderwege und selten auch Straßen.

So gab es auch Kulinarik am Wegesrand zu bewundern. Ich liebe ja Kürbis. Leider hatte ich nicht die richtige Ausrüstung für die Zubereitung dabei.

Und plötzlich war ich in Köln. Wenn auch erst in Worringen. An dieser Stelle packte ich mich dann aber ein wenig der Ehrgeiz. „Der Dom kann doch jetzt nicht mehr so weit sein“. HA HA! Das war falsch gedacht!

Ab und zu musste ich bis ans Rheinufer ausweichen, weil sonst einfach der Weg nicht mehr weiter ging. So sieht man dann auch mal die Autobahnbrücken von unten.

Über das Anarchie-Zeichen musste ich ein wenig schmunzeln. Der Dom kam immer näher und nun wollte ich mich nicht mehr aufhalten lassen.

Bis zum Kölner Dom sind es 60.000 Schritte

Das kann ich als Fazit meiner spontanen Tour fast so stehen lassen. 100.000 Schritte waren es nicht. Das habe ich aber auch nicht erwartet. Nun weiß ich aber, dass es bis auf die Domplatte ziemlich genau 60.000 Schritte sind. Und zwar ziemlich genau von unserer Haustür aus. Circa 7 Stunden war ich dafür am letzten Sonntag unterwegs. Sightseeing, Pipipausen und Relaxen inklusive.

Der Tag war toll. Was ich alles an Natur rund um die Heimat zu sehen bekommen habe. Ich bin Fähre gefahren. Ich hatte Zeit für Pausen. Zeit zum Umgucken. Zeit um die Seele baumeln zu lassen. Zeit um nachzudenken. Zeit um zu laufen. So langsam wie ich eben wollte. Das war toll!

Und wie konnte es überhaupt dazu kommen? Durch die einfache Frage: „Willst du das etwa Laufen?“! Danke mein Schatz! ❤️

Und die 100.000 Schritte?

Mal schauen. Ob ich die 40.000 zusätzlichen Schritte mal noch in Angriff nehme? Kann ich gerade nicht sagen. Vielleicht überkommt es mich an einem Samstag Nachmittag ja mal wieder und am nächsten Morgen geht’s dann los.

Zurück nach Düsseldorf ging es übrigens mit der Bahn. Ich hab bestimmt ziemlich gestunken. Es hat sich aber niemand beschwert.

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