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Generalprobe für Kopf und Beine

Jans Tagebuch – Generalprobe für den Kopf und die Beine

Generalprobe? War ich etwa bei einem Wettkampf? Nein, war ich nicht. Eine Generalprobe, die ich gerne wenige Wochen vor dem großen Rennen absolviere ist eine Radfahrt über 180 Kilometer… einfach so! Warum ich davon 120 Kilometer in einem Gang gefahren bin? Dazu weiter unten mehr…

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Stillstand ist Rückschritt

Wieso so lange? Hat das überhaupt noch eine Trainingswirkung?

Wieso fährt man im Training 180 Kilometer auf dem Rad? Man läuft ja auch keinen ganzen Marathon im Vorfeld des Wettkampfes?! Für mich: Kopfsache!

Genau 6 Stunden war ich am Ende auf dem Rad für ziemlich exakt 180 Kilometer im Grundlagenausdauer-Bereich. Sicherlich auch eine gute Einheit in Bezug auf die physiologische Adaption. Für ein Ausdauertraining muss es dann aber auch nicht viel länger werden, denn nach 5 bis 6 Stunden staginert wohl der zusätzliche positive Effekt auf die Ausdauer. So gesehen kann man sich aus der rein physiologischen Sicht Einheiten, die über die 5- oder 6-Stundenmarke hinausgehen sparen.

Auch wenn die Beine am Ende für den Vortrieb sorgen, sind sie oft nicht DER limitierende Faktor. Da gibt es ja noch diesen Kopf.

Eine Einheit die in jeder Hinsicht Sicherheit gibt, auch wenn sich nach 60 Kilometern die Di2-Schaltung dank Kurzschluss, wegen eines durchgeriebenen Kabels im Vorbau, verabschiedet hat. An jedem anderen Trainingstag wäre das wohl ein Grund gewesen, den kürzesten Weg nach Hause zu nehmen. Nicht aber an diesem Tag. Die 180 Kilometer wollte ich mir nicht nehmen lassen. So bin ich dann eben die restlichen 120 Kilometer in nur einem Gang gefahren. Da kam mir die komplett flache Landschaft hier im Rheinland sicherlich etwas entgegen. 😉 Ich finde da darf man am Ende der Einheit dann auch mal stolz auf sich sein.

Eher für den Kopf als für die Beine

Mit meinen 6 Stunden bin ich ja so gerade sogar noch im Fenster für eine sinnvolle Ausdauereinheit, dennoch hätte ich diese Ausfahrt auch gemacht, wenn ich eine oder zwei Stunden länger gebraucht hätte. Warum? Weil sie mir Sicherheit gibt. Die Sicherheit die 180 Kilometer aus dem FF zu beherrschen – sie quasi auf Abruf jederzeit liefern zu können. Ein Gefühl, welches mir gut tut, wenn ich an den Ironman denke.

Ich bin nach der Trainingseinheit vom Rad gestiegen und fühlte mich gut, in diesem Fall nicht nur vom Kopf her, sondern auch vom Körper her…. da geht noch was. Dieses „was“ weiß ich am 8. Juli in Frankfurt auf der Radstrecke abzurufen, denn da will ich keine 6 Stunden auf dem Rad unterwegs sein. Diese Einheit gibt mir die Sicherheit: Ich kann!

Teil 2: Check des Equipments

Ein weiterer, mir wichtiger Teil dieser Einheit ist der Equipmentcheck. Natürlich bin ich die Ausfahrt auf dem Zeitfahrrad gefahren. Auch hier gilt zu testen: Funktioniert alles? Hält das Rad? Sitze ich gut? Sind die Schuhe auch auf 180 Kilometer bequem?

In diesem Fall konnte ich hinter alles, bis auf die Schaltung, einen Haken machen. Schuhe passen, Sitzposition passt soweit man dass im Training sagen kann, das restliche Rad hält auch. 😉

Das Thema Kabelverschleiß im Vorbau des Giant Trinity ist mir nicht neu, ungefähr alle 12 Monate verabschiedet sich eines der Kabel. Das Design des Vorbaus in Bezug auf die Elektronik ist beim Trinity definitiv verbesserungsfähig. Gut, wenn man es weiß, dann taucht man einfach ein Mal im Jahr die zwei betroffenen Kabel im Wert von 30 Euro. Eine Investition die zu verkraften ist. Auch habe ich die Kabel nun mit der ein oder andere zusätzlichen Gummischicht in Form und Schrumpfschläuchen überzogen, um so den Kabelverschleiß eventuell ja sogar komplett zu eliminieren. Wir werden sehen… war natürlich doof, dass das Kabel genau auf dieser Einheit aufgegeben hat, spätestens in der Woche vor dem Wettkampf hätte ich es aber sowieso noch getauscht.

Trainingseinheiten für die mentale Sicherheit!

Einheiten, die einem diese gewisse extra Portion Sicherheit geben, gibt es natürlich nicht nur auf dem Rad. Bei mir zählen dazu noch Schwimmeinheiten mit deutlich über die 4.000 Meter Umfang und lange Intervalleinheiten beim Laufen. Gerne 20 x 800/200 Meter oder mehr. Was sind die Einheiten die dir mentale Sicherheit für deinen Wettkampf geben?

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