Die Vorbereitung auf den Ironman Austria ist geschafft

Woche 24 – So ein Sprint Triathlon macht ganz schön AUA!

So wie ich mit schweren Beinen in die Woche gestartet bin, so schließe ich die Woche mit genauso schweren Beinen ab. Die letzte Monsterwoche in der Vorbereitung auf den Ironman Austria in Klagenfurt ist eingetütet. BÄÄM! Der Abschluss? Ein dritter Platz beim Sprinttriathlon in Voerde am Niederrhein. Meine Fresse macht so ein Sprint aua… und das alles innerhalb von nur einer Stunde Wettkampfdauer.

Erschienen am 19. Juni 2017 Tags: AmLimit, Leistung, Ziele

Mit vollem Trainingsgepäck in den Wettkampf am Wochenende

Bevor am Sonntag beim Wettkampf zur Jagt geblasen wurde, muss erstmal noch einiges an Training erledigt werden. Dabei gab’s wenig Zurückhaltung. Intervalle auf dem Rad mit Koppellauf – kurze Bikesession gefolgt von einem 2 Stunden Longrun – eine 5 Stunden Grundlagentour auf dem Rad und einige Schwimm- und kürzere Laufsessions plus etwas Abwechslung im Fitnessstudio. Joa… kann man mal machen. Die Beine quasi täglich in Arnika-Salbe getränkt, ordentlich die Blackroll bemüht – vor allem um den Rücken immer wieder locker zu bekommen – und einige Male den Regenerationsmodus vom EMS-Gerät herangezogen. Kurzum: Alle Register gezogen!

Hallo Laktat und Pulsobergrenze, lange nichts von euch gehört

Dann war es so weit. Sprintdistanz beim Triathlon in Voerde am Niederrhein. Für mich eigentlich nur ein kleiner Test, um nochmal das gesamte Setup – also mich und mein Equipment – auf Herz und Nieren zu prüfen. Schwimmen im See im Neo, den neuen PA-Suit Einteiler zum ersten mal tragen, die Belüftung des neuen MET Drone Helmes testen und schauen wie sich die neuen ASICS Roadhawk FF so im Wettkampf machen. Da lag der Triathlon in Voerde einfach perfekt. Nur 40 Minuten Anfahrt und ein gut organisiertes, kleines Event.

Ich als Zweiter aus dem Wasser? Wie geht denn das?

Um 12 Uhr war Start… Rumms… los ging’s. Einfach mal Vollgas drauf los was das Zeug hält. Nach circa 200 Metern ein erster kurzer Blick zur Orientierung. Zu meiner Verwunderung war ich quasi ganz vorne… naja fast. Zu dem Zeitpunkt war schon irgendein wahnsinniger Staffelschwimmer 50 Meter weg. Aber so schwamm ich auf einmal vorne weg in einer kleinen Gruppe von 3 Athleten… Verrückt! Gut, mein Puls war jenseits von gut und böse und ich dachte kurz drüber nach was wohl passiert, wenn im Wasser schon mein Kreislauf den Geist aufgibt. 😀 Das bliebt aber zum Glück aus.

So ging es als Zweiter (erster Triathlet) aus dem Wasser in die Wechselzone

Gemütlicher Wechsel, dann Vollgas auf dem Rad

Ich alter Wechselspezialist… da war ich dann auch direkt nur noch dritter Einzelstarter – die Staffeljungs die vorne Weg waren konnte ich ja entspannt ignorieren. Egal dachte ich mir, ist nur nen Test. Ab auf’s Rad und direkt drücken was geht. Der Puls schnellte wieder in astronomische Höhen und meine Beine meldeten akuten Laktatüberschuss. 😀 Dennoch konnte ich ordentliche Wattwerte zustande bringen und so konnte ich mich wieder auf Platz zwei vor fahren und sogar einen Vorsprung von circa 40 Sekunden rausfahren. Ich hab geschwitzt wie Sau in der Mittagshitze und dennoch bliebt das Visier des MET Helmes klar und die Belüftung war wirklich, wirklich gut – das hatte ich so nicht erwartet.

Nach gutem Radsplit also auf dem zweiten Platz zurück in die Wechselzone

5 Kilometer am Anschlag in der Sauna

Die ersten drei Kilometer war es die finnische Sauna – auf den letzten beiden eher ein Dampfbad. Der zweite Wechsel war deutlich schneller und fix war ich in den Schuhen und bin so schnell angegangen wie es irgendwie ging. Der erste Kilometer war dann auch eine 3:50… schnell wurde aber klar.. das machst du so nicht weiter. Die ersten drei Kilometer führten entlang von Feldern durch die pralle Sonne, kein Schatten, kein Wind, kein Garnix! So machte sich die Hitze in meinem Körper breit und ich musste etwas rausnehmen. Ich konnte den Führenden zwar immer in Blickweite halten, allerdings hörte ich nach etwas mehr als drei Kilometern schnelle Schritte hinter mir und da war mir klar: Wenn du jetzt überholt wirst kannst du da nicht mitlaufen. Und so kam es auch… ich hab’s 200 Meter probiert aber die Pace von 3:50 die da angeschlagen wurde, war einfach unmöglich für mich.

Als es dann aus der Sonne in die Waldsauna ging hat auch der Kopf ein bisschen abgeschaltet und ich hab die Pace nochmals etwas fallen lassen müssen. Hinter mir war meilenweit auch niemand also ging es von da an „entspannter“ ( HAHA 😀 ) bis ins Ziel.

Super happy bin ich dann als Dritter über die Ziellinie

Mehr als zufrieden mit der Ausbeute

Der Sprint war mal wieder eine ganz neue Erfahrung. Es war mega anstrengend… ganz anders als die ganzen Mittel- und Langdistanzen. Klingt komisch, aber da fühle ich mich definitiv wohler bei muss ich sagen. 🙂 Dennoch war das sicher ein richtig guter Reiz zum Abschluss des Trainings. Jetzt gilt es in den nächsten beiden Wochen gut zu tapern, das Equipment perfekt vorzubereiten und den Kopf auf den großen Tag einzustellen. Ich denke:

Ich bin bereit!

Dritter Platz beim Sprint Triathlon in Voerde

Titelfoto von Jörg Schüler

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