Abgebrochenes Schaltauge am Triathlon Rad

Woche 39 – Leg dich nicht mit dem Karma an

Die letzte Woche ist schwer in Worte zu fassen. Das Beitragsbild steht wohl ein bisschen symbolhaft für die Gesamtsituation. Dabei ist das Training gar nicht das Problem gewesen. Ich hatte richtig gute Einheiten und mein Körper macht die Belastungen alle mehr als gut mit. Ende der Woche hat’s mich dann aber ganz abseits des Sports ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich weiß jetzt: Karma gibt’s wirklich – Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Erschienen am 03. Oktober 2017 Tags: Fail, MindOverBody, WasWirklichZählt

Woche 39 im Video bei YouTube:

Zum Training: Harte Laufeinheiten und Regenwetter

Beim Schwimmen wird nicht mehr gekniffen

Es war die letzte wirklich lange Trainingswoche und sie war gespickt mit viel Intensität auf der einen und Dauer auf der anderen Seite. Drei mal ging es ins kühle Nass. Ich hab in den letzten Wochen nochmal deutlich meine Einstellung zum Schwimmen verbessern können. Ich glaube das liegt hauptsächlich daran, dass ich nun die richtige Uhrzeit und Location gefunden hab um frustfrei und mit relaxtem Kopf mein Schwimmtraining durchziehen zu können. So waren die drei Einheiten über 4.100, 4.500 und 3.800 Meter zwar lang und hart aber ich hab sie kopfmäßig überhaupt nicht so wahrgenommen.

Ein sehr schönes Gefühl und vielleicht gibt es ja tatsächlich noch Hoffnung für mich und mein Schwimmtraining auf lange Sicht.

Härteste Einheit der Woche: 18 x 800m / 200m Laufen

Nach dem ich an diesem Tag morgens schon die 4.500 Meter geschwommen war wurden Abends noch mal die Laufschuhe geschnürt. 18 x 800 Meter GA2-Intervalle mit jeweils 200 Metern Trabpause. Klar, letzte Woche hab ich das ganze schon 21 Mal gemacht, aber dieses Mal war erstens das Tempo höher und zweitens die körperliche Ermüdung schon vor der Einheit deutlich spürbar. Natürlich sind das beides keine Gründe nicht los zu laufen. Einmal im Flow lief es dann auch gut aber hinten raus wurde es natürlich zäh und die Beine wurden uuuultra schwer. Auf den letzten 5 Intervallen war dann schon eine ordentliche Portion Konzentration gefragt.

Am Ende hab ich die Einheit aber erfolgreich eingetütet und das gute Gefühl danach entschädigt glatt für die Mühen währenddessen.

Wenn mann vom Karma auch mal kassiert

Ich spreche oder schreibe ja gerne mal von Karma und glaube dass es, wenn man sich wie ein Depp  benimmt, es dafür irgendwann ausgleichende Gerechtigkeit geben wird. Tja… und dieses Mal stand ich zu Recht auf der falschen Seiten dieser Gleichung. Ende der Woche hatte ich nicht nur mit dem Karma, sondern auch mit mir selbst zu kämpfen. Denn schau ich zurück, kann ich selber nur mit dem Kopf schütteln und mich fragen: „WTF?“.

Das Karma sah es anscheinend nicht anders. Am Sonntag hab ich mich aufs Rad geschwungen, um mal ein paar Stunden an der frischen Luft klare Gedanken zu fassen… und dann… nach immerhin 4,5 Stunden Fahrt, bei gut 30km/h auf nasser mit Blättern übersäter Strecke:

RUMMS… Hinterrad blockiert… mit ganz, ganz viel Glück und ein bisschen Geschick bin ich ohne Sturz zum Stehen gekommen. Der Blick aufs Hinterrad offenbart direkt: Schaltauge gebrochen. Damit war die Fahrt beendet. Der Umwerfer hat sich schön ins Laufrad geklemmt, ein paar Speichen mitgenommen und der Käfig vom Umwerfer ist auch nur noch halb da.

Tja… was soll ich sagen… das sollte wohl so sein.

Mein Harajuku-Moment

Wenn ich der ganzen Situation eine positive Sache abgewinnen möchte, dann ist es, dass ich darin wohl meinen persönlichen Harajuku-Moment erlebt habe. Ein Moment, der Alles was auf ihn folgt verändert – eine Initialzündung – eine grundlegende Erkenntnis – eine Änderung der Denkweise – ein Augenöffner.

Der Begriff Harajuku-Moment kommt aus dem Tim Ferriss Buch „Der 4-Stunden-Körper“. Für mehr Infos dazu: Der Harajuku-Moment als Google Books Auszug

Dieser Moment ist es, was mich nun mit Zuversicht nach Vorne blicken lässt. Rückgängig machen kann man Nichts… aber in der Zukunft kann mal Vieles besser machen.

Also was lerne ich daraus? Verhalte Dich in jeder Lebenslage so, wie Du es auch von anderen erwarten würdest. Sei höflich, aufmerksam, hilfsbereit, ehrlich und geduldig. Das ist nicht immer einfach, aber das Karma wird es dir danken und das ist es wert.

Um einen Strich unter die Sache zu machen bleibt mir nur zu sagen: Nach jedem Gewitter scheint irgendwann auch wieder die Sonne.

Nach dem Regen kommt die Sonne

 

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