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Jan das erste Mal im Playitas auf Fuerteventura

Woche 8 – Das erste Mal im Playitas auf Fuerteventura

Es ist Montag, ich sitze in Fuerteventura mit Max und Sebastian mit einem Kaffee am Flughafen und warte auf den Rückflug. Hinter mir liegt eine komplette Trainingslagerwoche. Es war für mich der erste Besuch im Playitas Resort auf Fuerteventura – ich hab irgendwo mal gelesen, als Triathlet muss man hier mal gewesen sein. Somit: Haken hinter!

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!

Erstmal entspannt ankommen

Meine bisherige Trainingslagererfahrung beschränkte sich auf das schöne Mallorca. Nach knapp vier Stunden Flug wurden im Landeanflug beim Blick aus dem Fenster direkt die ersten Unterschiede deutlich. Vegetation: Fehlanzeige, aber logisch, wir befinden uns auf der Höhe von Afrika und so war eher Steppe und „Wüste“ zu sehen.

Das Tolle: 20 Grad Außentemperatur und Sonne! Schnell wurde aber klar wer unser ständiger Begleiter werden würde: Der Wind! Pausenlos, immer aus Richtung Norden.

Der Wind war entweder heftig… oder richtig heftig. 😀

Mit dem Mietwagen ging es ins Playitas Resort. Geiles Hotel! 50m Pool, großes Fitnessstudio, eigene Promenade für schöne Läufe. Anders als auf Mallorca darf und muss man hier sein Bike mit aufs Zimmer nehmen. I like! 🙂 Das Zimmer war auch richtig schön geräumig, mit Sofaecke, Kühlschrank und kleinem Balkon. Die Infrastruktur ist auf jeden Fall ausgezeichnet und man hat alles was man braucht. Zum Glück sind wir überhaupt noch im Hotel untergekommen, denn eigentlich war schon ausgebucht, aber Kumpel Max war so lieb und hat es noch möglich gemacht. Danke dafür, jetzt hast du Einen gut!

Jan, Max und Sebastian im Playitas

Zeit für’s Training: Deswegen sind wir ja hier

7 Tage in der Sonne. 7 Tage um einen richtig guten Trainingsreiz zu setzen. Coach Mario hat mir extra einen Trainingslagerplan fertig gemacht, den galt es jetzt in die Tat umzusetzen. Genauso ging es Sebastian – Auch er hatte einen Plan im Gepäck und lustigerweise passten die meisten unserer Radeinheiten fast 1:1 zusammen.

Die Kombi mit uns beiden war schon ziemlich optimal. Die Wellenlänge passte – so war es super entspannt und jeder konnte „sein Ding“ durchziehen. Wenn es passte saßen wir gemeinsam auf den Rad oder haben gemeinsam eine Laufrunde gedreht. Wenn nicht: Dann ging es eben auch mal alleine los. Super easy… wenn es in 4 Wochen zum ASICS Camp nach Zypern geht haben wir uns direkt wieder für ein gemeinsames Zimmer eingetragen. 😉

Ordnung im Hotelzimmer im Playitas
Sind Triathleten eigentlich alle so „ordentlich“ wie wir? 😉

Am ersten Tag ging’s nun aber erstmal gemächlich los. Zu zweit haben wir eine ganz gemütliche Laufrunde gedreht, um den Flug ein bisschen aus den Knochen zu bekommen. Von der Promenade sind wir auf eine kleine Trailstrecke abgebogen. Ich muss sagen: Einfach mega die Trails durch die Hügel aus dunklem Stein!

Laufend die Gegend rund ums Playitas erkunden
Auch fürs Laufen gibt es echt richtig schöne Strecken

Neue Bekanntschaften: Die andere Seite der Profis

Was ich vorher garnicht so wusste: Sebastian kennt in der Welt des Triathlon irgendwie jeden Zweiten. So waren wir im Hotel nicht lange alleine, sondern gesellten uns direkt am zweiten Morgen beim Frühstück zu Nils Frommhold, Jan Raphael und Kumpel Sven. Namen die ich bisher nur aus dem Triathlon Magazin oder aus den sozialen Medien kenne. Schnell stellte sich raus: Nicht nur krasse Athleten sondern auch absolut korrekte und sympathische Menschen! An den folgenden Tagen quatschten wir immer mal wieder über Gott und die Welt… Trainings, Ernährung, Blödsinn… alles dabei. 😉

Ein ganz besonderer Dank geht an Jan Raphael und Sven, die uns an Tag zwei und drei, an denen bei mir lockere Touren über zweieinhalb und drei Stunden anstanden, mitgenommen haben. Wahrscheinlich ein viel schnelleres Tempo gewohnt haben sie uns ein paar Strecken auf der Insel gezeigt und hauptsächlich mir ordentlich Windschatten spendiert. Für das Warmwerden mit dem heftigen Wind brauchte ich nämlich definitiv eine kleine Gewöhnungsphase. Danke Leute! 🙂

Viel Gegendwind auf den Touren auf Fuerteventura
Lange Geraden mit viiiiiiel Gegenwind gibt’s jede Menge auf Fuerteventura

Der morgendliche Lauf zum Leuchtturm

Am dritten Tag stand neben der dreistündigen Radtour erstmal ein morgendlicher, leicht hügeliger Lauf  über 80 Minuten an. Prompt nahmen uns die beiden mit auf eine schöne Laufrunde hoch zum Leuchtturm von Playitas. Leider waren wir etwas spät dran und haben die Sonnenaufgang um 20 Minuten verpasst. Aber der Ausblick war trotzdem grandios!

Das Gefühl von Sonne auf dem Rücken im 50m Outdoor Pool

Drei Mal ging es diese Woche ins Wasser! Wenn man gerade aus Deutschland kommt und noch die 25 Meter Schwimmhalle gewohnt ist, dann bekommt man beim Anblick des 50m Outdoor Pools direkt große Augen. Ein Traum… Badehose an, die Sonne auf dem Rücken spüren und seine Programm durchziehen. Das Becken war zwar ab und zu recht voll, aber mit dem richtigen Timing waren wir eigentlich so gut wie immer ungestört auf unserer eigenen Bahn. So muss es sein, das macht richtig Spaß. 🙂

50 Meter Outdoor Pool im Playitas
In dem Becken kann man es richtig krachen lassen!

Ich und Buffets: Eine gefährliche Kombination

Ein weiteres Highlight jedes Trainingslager ist natürlich das Essen: Im Playitas haben wir Halbpension gebucht – so gab es sowohl Morgens als auch Abends ein üppiges Buffet mit allem und noch viel mehr von dem was das Herz begehrt. Ganz, ganz gefährlich bei mir. Aber gut… wenn ich die Woche gut durchstehen will muss ich auch gut Essen! 😀

Bis Mitte der Woche war ich auch sehr stolz auf mich, war ich doch komplett stark geblieben und hab das Nachtisch-Zucker-Buffet ignoriert. Dann kam der Freitag. An dem Tag hatte ich keine Radtour auf dem Plan, dafür aber Morgens und Abends eine Laufeinheit. Morgens locker zum warm werden und Abends hieß es dann Gas geben mit 8 x 800 Meter Intervallen. So war es beim Abendessen dann um mich geschehen und es ging einmal quer durchs Kuchen- und Tortenparadies. Ich bin einfach doch zu schwach, um da zu widerstehen. 😀

Nunja… wenn ich nun später wieder zuhause bin dann hab ich das ja wieder besser unter Kontrolle.

Zum Abschluss müssen die langen Einheiten her

Nachdem es die ersten beiden Tage wohl selbst für Fuerteventura sehr windig war, wurde es zum Ende der Woche tatsächlich ein kleines, kleines bisschen besser mit dem Wind. Gut so, denn Samstag und Sonntag standen die beiden Königsetappen an.

Am Samstag hatten wir uns vorgenommen die Insel von Süden aus etwas genauer zu erkunden und haben eine richtig schöne Route über drei größere Hügel gefunden. Ein bisschen mies war allerdings der 10 Kilometer anstieg mit direkt Gegenwind direkt hoch zum ersten „Gipfel“. Aber man muss es praktisch sehen: Hier kann man ohne Probleme Kraftausdauertintervalle auf der flachen Ebene fahren, wenn man denn gegen den Wind fährt. 😉

Um das Positive zu sehen: Da der Wind wirklich immer aus Norden zu kommen scheint hat man dann ab dem jeweils nördlichsten Punkt der Strecke wirklich nur noch Rückenwind. Und das nicht zu knapp! Scheint die Durchschnittsgeschwindigkeit zu dem Zeitpunkt noch katastrophal niedrig, löst sich dieses Problem dann meistens durch die Rückfahrt zum Hotel in Richtung Süden. 😀 So hilft dann der Rückenwind auch ganz gut, wenn die Beine schon leicht angeschossen sind von der ersten Hälfte der Ausfahrt.

Die letzte und auch längste Tour gab es dann gestern am Sonntag. Durch ein paar Dörfer und wieder mit „schönem“ Gegenwind ging es bis ganz in den Norden. Dort konnte wir dann einen schönen weißen Sandstrand bewundern, den es hier sonst auf der Insel so garnicht gibt. Mit schon einer ganzen Wochen in den Knochen merkte ich dann aber auch schon so langsam wie die Kräfte schwanden und ich hab’s dann entsprechend locker angehen lassen. So ist die Tour dann zeitlich sogar noch etwas länger geworden als geplant. Da war ich aber lieber etwas länger unterwegs, als mich am letzten Tag nochmal komplett abzuschießen.

Viel Sonne beim Radfahren auf Fuerteventura
An den letzten Tagen hat sich die Sonne nochmal von ihrer besten Seite gezeigt!

Zurück am Hotel wartete dann noch ein kurzer 10-minütiger Koppellauf… mein erster in dieser Vorbereitung. Der ging dann auch noch gut von der Hand und damit war es dann tatsächlich geschafft!

So fliege ich nun zwar mit ordentlich schweren Beinen nach Hause, aber auch mit dem guten Gefühl eine tolle Trainingswoche in bester Gesellschaft gehabt zu haben!

Noch 1000 weitere Geschichten…

Puh, ich könnte eigentlich noch dutzende weitere „Geschichten“ runterschreiben. Hier ist jetzt aber erst Mal Schluss. Ich habe aber auch noch jeeeeede Menge Filmmaterial und da wirds die Woche sicher noch ein kleines Filmchen über unsere Trainingscamp-Abenteuer geben. 🙂

Stay tuned!

 

1 Kommentare

  1. Besonders zum Laufen und Radfahren ist Fuerteventura wirklich toll. Auf Teneriffa hat mir das allerdings fast noch besser gefallen. Beim Schwimmen denke ich, dass es jetzt nicht so einen großen Unterschied macht, in welchem Pool man jetzt seine Bahnen zieht…
    Da bekomme ich doch glatt wieder Lust auf einen kleinen Trainingsurlaub…zu blöd, dass das mein Job nicht so ohne weiteres zulässt, so oft ich das gern tun würde. 😉

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