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ASICS Roadhawk FF mit FlyteFoam im Laufschuh-Test

ASICS Roadhawk FF im Test: Schnelles Leichtgewicht mit viel Komfort?

Die ASICS FlyteFoam-Technologie geht in die zweite Generation. Der erste Schuh aus dem neuen Lineup ist der ASICS Roadhawk FF. Das Versprechen: Ein leichter aber dennoch gut gedämpfter Straßenlaufschuh. Doch wo positioniert sich der Roadhawk zwischen den bisherigen FlyteFoam-Modellen Dynaflyte, Noosa FF und DS Trainer und was macht ihn im Unterschied aus? Ich bin den Roadhawk FF nun etliche Kilometer gelaufen und hab mir ein Bild gemacht.

Jan Peiniger
Stillstand ist Rückschritt

17. Juni 2017 Equipment Laufen Test

Zahlen und Daten:

  • Testmodell: Herren / Schwarz, Orange-Sohle
  • Schuhgröße: US 10 (EU 44,5)
  • Sprengung: 8mm
  • Pronation: Neutral
  • Gewicht pro Schuh: 260g ( Größe EU 45 )
  • Preis: ca. 120 Euro (eventuell auch günstiger auf Amazon)

Design des ASICS Roadhawk FF: Geradlinig mit einer gewissen Portion Aggressivität

Die Optik ist auf den ersten Blick schlicht und geradlinig, nicht viel Schischi sondern Fokussierung aufs Wesentliche. Das Hauptaugenmerk des Designs liegt daher zweifelsohne auf der Sohle. Diese kommt stark keilförmig daher und zeigt damit ganz genau wo es hingehen soll… nach vorne. Ich stehe auf diese Keiloptik, sei es bei Sneakern oder Laufschuhen. Dabei gefällt mir das Roadhawk-Modell mit schwarzem Obermaterial und der knallig orangenen Sohle besonders gut, da der starke Farbkontrast die Designwirkung nochmal verstärkt.

ASICS Roadhawk FF mit aggressivem aber schlichtem Design

Die klassischen ASICS-Tigerstripes sind dezent hinter einem leichten Gitter aus Mesh-Obermaterial positioniert und konkurrieren so nicht mit der auffälligen Sohle. Das Gesamte Obermaterial ist matt gehalten und wirkt damit sehr hochwertig. Der Verzicht auf eine Mischung aus verschiedensten Oberflächen sorgt dann auch dafür, dass der Schuh tatsächlich eher Art Sneakeroptik behält – schlicht und hochwertig.

Als komplett neues Modell in der ASICS-Familie bringt der Roadhawk FF natürlich auch keine Designhistorie mit. Umso wichtiger für den Schuh einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen und seine eigene „Designsprache“ zu finden. Ist das gelungen? Ich finde: Ja!

Vom Design her ganz weit vorne: Schlichte Aggressivität! 😉

Den ASICS Roadhawk FF gibt es zum Start direkt in drei verschiedenen Designs für die Frauen und zwei Designs für die Männer.

ASICS Roadhawk FF Design für Frauen und Männer in der Übersicht
Links die Herrenmodelle, rechts die Frauenmodelle. Produktbilder: Copyright ASICS

Passform und Tragekomfort: Kann ein leichter Schuh auch bequem sein?

Früher war das tatsächlich ja oft noch ein Problem. Mittlerweile gibt es aber eine Fülle an super bequem sitzenden leichten Laufschuhen. Der ASICS Roadhawk FF reiht sich hier nahtlos – Achtung: Wortwitz 😉 – ein. Wie auch beim DynaFlyte habe ich am Tragekomforts des Schuhs überhaupt gar nichts auszusetzen. Er ist an den wichtigen Stellen, wie zum Beispiel am Schaft und der Zunge, angenehm gepolstert und im Vorderfußbereich komplett nahtlos und schön luftig.

Die nötige Stabilität und den richtigen Seitenhalt erhält man durch extern auf das Mesh aufgebrachte Verstärkungen seitlich über die Länge der Schnürung. Ich mit meinem eher schmalen Fuß muss den Roadhawk schon ein stück weit eng schnüren, dann sitzt er aber optimal. Daher sollte er im Umkehrschluss aber auch genug Platz für eher etwas breitere Füße bieten.

Die Versenkappe des ASICS Roadhawk FF

Die Fersenkappe ist intern eingearbeitet und somit von außen entsprechend nicht wahrzunehmen. Sie sorgt für gute Stabilität gehört aber definitiv nicht zu den festesten Fersenkappen, was mir persönlich sehr entgegen kommt. Sie arbeitet gut mit und lässt dem Fuß einen gewissen Grad an Bewegungsfreiheit.

Bequem wie eh und je mit viel Freiheit für den Fuß

Dämpfung und Laufgefühl: Weniger Sprengung und mehr Bodengefühl

Das „FF“ im Namen steht für die zweiten Generation von FlyteFoam und ist mittlerweile in etlichen ASICS-Schuhen zu finden. Der Clou: Deutlich weniger Gewicht bei gleichzeitig deutlich spürbarer Dämpfung. Natürlich sind solch „weiche“ Laufschuhe nicht Jedermanns Sache. Ich für meinen Teil, mit etwas mehr Körpergewicht oder schweren Knochen 😉 fühle mich sehr wohl mit diesem Plus an Komfort. Noch wohler fühle ich mich dann, wenn ich deswegen nicht auf einen leichten Schuh verzichten muss. Das ist ASICS beim Roadhawk FF definitiv gelungen.

FlyteFoam Sohle des ASICS Roadhawk FF

Obwohl die Sohle von Außen eine große Sprengung suggeriert, liegt diese tatsächlich bei nur 8 Millimetern. Als Vergleich: Der Noosa FF und auch der DS Trainer liegen hier bei 10 Millimetern. Die Sohle ist lediglich für die Optik und etwas zusätzlichen seitlichen Halt außen ein Stück weiter hoch gezogen. Die Außensohle bietet gewohnt guten Grip und verhält sich sonst unauffällig. 😉

ASICS Roadhawk FF Außensohle mit viel Grip

Wie ich es von den anderen FlyteFoam-Schuhe schon kenne, dämpft auch der Roadhawk FF angenehm, vermittelt aber zusätzlich gerade im Vorfußbereich ein sehr gutes Bodengefühl. Das heißt aber auch, dass der Schuh etwas mehr Arbeit vom Fuß verlangt, als es zum Beispiel der DynaFlyte tut. Mir gefällt das sehr und ich bin auf meinen Testrunden bis zu 24 Kilometer mit sehr gutem Gefühl unterwegs gewesen.

Der Roadhawk FF bietet ein gutes Bodengefühl und die nötige Dämpfung

Fazit: Der ASICS Roadhawk FF hat seinen Platz gefunden!

Als komplett neues Modell muss der Roadhawk FF erstmal seinen Platz finden. Für mich ist er eine Art Hybrid aus Noosa FF und DynaFlyte. Mit einem nahezu identischen Gewicht zum Noosa kommt er definitiv als Wettkampfschuh in Frage. Ein weiterer persönlicher Pluspunkt ist die etwas geringere Sprengung von 8 Millimetern, da fühle ich mich noch einen Tick wohler mit.

Stylish, schnell, komfortabel aber auch etwas fordernd!

Wem der Noosa FF (zum Testbericht) also ein bisschen zu viel Schischi vom Design her ist oder die Sprengung zu groß, der sollte definitiv mal in den Roadhawk FF schlüpfen und eine Runde drehen. Schlichter Style, direktes Bodengefühl, trotzdem noch eine komfortable Dämpfung.

Mesh Obermaterial des ASICS Roadhawk FF

Wem es dann aber immer noch zu „weich“ ist, der ist wahrscheinlich weiterhin besser beim DS Trainer 22 (zum Testbericht) aufgehoben. Wenn es andersrum noch nicht stabil und komfortabel genug ist, der werfe einen Blick auf den DynaFlyte (zum Testbericht). Ansonsten dürft ihr auch noch ein bisschen gespannt sein: Es stehen noch zwei weitere neue Modelle in den Startlöchern und vor allem für uns Triathleten wird da vielleicht was ganz Interessantes bei sein. 😉

Weiterführende Links:

Hinweis: Den Schuh für diesen Test habe ich kostenlos von ASICS zur Verfügung gestellt bekommen.

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