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Hoka One One Clifton im Test

Hoka One One Clifton im Laufschuh-Test

Im Rahmen der Equipment-Auswahl für den Ironman Frankfurt kam natürlich auch das Thema Laufschuh auf. Bisher bin ich immer gerne in meinen Asics Gel Lyte gelaufen, auch auf längeren Distanzen bis hin zum Marathon. Für den Ironman habe ich mich aber einmal ganz „neu“ mit dem Thema beschäftigt und bin so auf die Marke Hoka One One und das Modell Clifton gestoßen. Eine junge Marke mit einem enormen Wachstum in den letzten Jahren.

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!
09. Juli 2015

Das Prinzip der Maximal-Dämpfung

Schaut man auf die Laufschuh-Marken-Statistiken bei den US-Ironman-Veranstaltungen taucht Hoka One One mittlerweile zusammen mit Asics und Brooks ganz oben auf den Listen auf. Das machte neugierig einmal zu schauen was die überhaupt für Schuhe herstellen, vor allem nachdem mein Trainer dann auch noch sagte „Ja, absolut zu empfehlen“.

Seine Wurzeln hat Hoka im Trail-Bereich und im Gegensatz zum Minimal-und Barfuß-Schuh-Hype der letzten Jahre setzen sie auf maximale Dämpfung und Unterstützung. Direkt ins Auge fällt bei jedem Modell die massive Sohle, auf den ersten Blick durchaus gewöhnungsbedürftig… aber warten wir mal ab.

Gerade Läufer und Athleten wie ich, die nicht zu den prädestinierten Fliegengewichten gehören, werden so ihre Probleme mit dem Minimal-Schuh-Prinzip gehabt haben, vor allem auf der Marathon-Distanz. Genauso ging es mir. Ich bringe circa 83 Kilo auf die Waage, was reicht um als Läufer und auch Triathlet zur Kategorie „schwer“ zu gehören. Da ist es dann eben so, dass Sehnen, Bänder und insgesamt die Muskulatur mehr Haltearbeit zu verrichten hat. Auf langen Distanzen beginnt diese dadurch entsprechend schneller zu ermüden als bei einem leichten Läufer und das resultiert in einer langsameren Pace und schließlich auch in Beschwerden.

Also bin ich auch so schon nicht um eine entsprechende Dämpfung bei meinen Laufschuhen drum rum gekommen. Nach diesem Denkmuster passte der Ansatz von Hoka One One thematisch perfekt, denn gerade im Triathlon auf der Langdistanz, wenn man schon 180 Kilometer Radfahren hinter sich hat kann der Körper jede „Erleichterung“ gebrauchen.

Die Modellwahl: Der Hoka One One Clifton als Leichtgewicht

Mein Modell ist der Hoka One One Clifton geworden. Er ist quasi das Leichtgewicht unter den Hoka Schuhen. Denn obwohl ich die Dämpfung unbedingt brauche, mag ich doch das Gefühl von möglichst leichten Schuhen am Fuß. Es sorgt irgendwie für ein deutlich besseres Laufgefühl bei mir. Mit seinen circa 220 Gramm pro Schuh fällt der Clifton definitiv noch in die Kategorie „leicht“ und das trotz der massiven Sohle. Beim reinen Anblick der Schuhe hätte ich nicht gedacht, dass er so leicht sein kann.

Hoka One One Clifton im Test

Laufgefühl: Leicht und dynamisch mit weniger Bodengefühl

Die Kombination leicht mit massiver Sohle lässt auch schon direkt auf das Laufgefühl schließen. Das leichte Obermaterial liegt gut am Fuß und die Sohle sorgt für eine starke Dämpfung. Beim ersten Lauf fühlte ich mich etwas von Boden „abgeschnitten“, da das Gefühl vom Untergrund natürlich durch die dicke Sohle kaum rüber kommt.

Auf kurzen Strecken wo man einen starken Abdruck und das Bodengefühl braucht ist das hinderlich aber die Stärken spiel der Clifton auch woanders aus.

Umso länger die Strecke, desto besser!

Den ersten Aha-Moment hatte ich als ich den Schuh zu einem ersten langen Trainingslauf trug. 2:15 Stunden auf verschiedenen Untergründen, irgendwann ist man wie in Trance und läuft so vor sich hin. Am Ende sind die Beine in der Regel immer schwer und ich spüre eine sehr deutliche Ermüdung in den Waden und Oberschenkeln. Dieses Mal war das Gefühl aber anders, irgendwie deutlich lockerer. Das mag natürlich auch einfach eine gute Tagesform gewesen sein, ich blieb skeptisch.

Hoka One One Triathlon Schuh

Der Härtetest stand dann bei den zwei Triathlon-Wettkämpfen in Hagen und Hannover an. Hagen hatte einen 10 Kilometer Lauf und Hannover zum Schluss den Halbmarathon. Die 10km in Hagen bin ich in knapp über 39 Minuten gelaufen und den Halbmarathon in 01:31 Stunden… das kann sich mal sehen lassen. Nicht nur die Zeiten stimmten, sondern auch das Gefühl der deutlich geringeren Beanspruchung der Bänder und Sehnen. Selbst auf dem Halbmarathon nach bereits 90 Radkilometern waren die Beine locker wie nie. Klar, ohne Ermüdung geht es nicht aber es gab kein „Zwicken“ und „Murren“ wie es sonst gerne mal ganz lokal von den Waden oder dem Knie kommt.

Meint Fazit: Gewöhnungsbedürftig zu Beginn aber unschlagbar stark wenn es an die Substanz geht!

Man legt schnell so kleine Gewohnheiten ab, wie das Umlaufen von leichten Kanten, Gullideckeln oder anderen Unebenheiten, weil man weiß, dass es sonst direkt in der Wade zwickt. Im Hoka kein Problem… einfach drüber ballern… merkt man eh nichts von. Ich muss sagen, dass hat schon was! Vor allen weil gerade der Clifton dazu noch sensationell leicht und schnell ist. Ich werde die Schuhe nun voller Überzeugung beim Ironman in Frankfurt tragen und bin gespannt was meine Beine dazu sagen.

Hoka One One Triathlon Run

Update: Ich hab den Ironman gefinished und die Schuhe waren absolut perfekt für den Ironman Marathon. Ebenso erstaunlich war, dass es meinen Beinen an den Tagen direkt nach dem Wettkampf sehr schnell wieder besser ging.

Wo bekomm ich den Hoka One One Clifton denn her?

Noch ein sehr schwieriges Thema, sowohl online als auch im stationären Handel ist die Auswahl eher mau. Online sind oft nur Rest-Größen zu bekommen und alle gängigen Größen sind ständig ausverkauft. Bei den großen Ketten wie RunnersPoints oder Karstadt Sports sucht man auch vergeblich.

Ich war für meine Hokas in Bochum Wattenscheid bei „wat läuft„. Die Webseite findet ihr hier. Ein super Laden mit einer großen Auswahl an verschiedensten Hoka Modellen und eigentlich allen Größen. Ich kann euch nur ans Herz legen die Dinger einfach mal anzuprobieren, gerade wenn ihr wie ich nicht zu den Leichtgewichten gehört.

Ansonsten könnt ihr natürlich auch bei amazon euer Glück versuchen:

2 Kommentare

  1. Pingback: Test: Hoka One One Clifton | Brennr.de – Laufblog

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