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Vitargo im Test: Was kann das besondere Kohlenhydrat?

Es war mal wieder so ein Nachmittag, der wie im Fluge verging: Ich war auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, wie ich mich während meiner Trainingsphasen und im Wettkampf optimal verpflegen kann. Nachdem ich mich durch unzählige Berichte und Websites geklickt hatte, wurde ich fündig. Das schwedische Kohlenhydrat Vitargo und sein deutscher Weiterverarbeiter MyVitargo hatten mein Interesse geweckt. Ich habe ihre Produkte getestet und hier findet ihr meine Erkenntnisse.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
02. Mai 2018 Ernährung Test

Was steckt hinter dem Kohlenhydrat Vitargo?

 Kohlenhydrate – das ist keine Neuigkeit – sind für uns Ausdauersportler die wichtigsten Energiequellen, um im Wettkampf unser Leistungspotential abzurufen. So einfach wie diese Tatsache, ist es mit dem Thema Ernährung und Energiezufuhr dann jedoch nicht. Es gibt unzählige Hersteller, Produkte und Philosophien. Am Ende des Tages entscheidet vor allem die eigene Überzeugung und Erfahrung darüber, welches Produkt für jemanden besonders gut geeignet ist.

Als Profisportler beschäftige ich mich immer wieder mit diesem Thema. Und als ich auf Vitargo aufmerksam geworden bin, war meine erste Handlung die Kontaktaufnahme mit dem deutschen Lizenznehmer MyVitargo. Ich wollte mehr über die Zusammensetzung der Produkte erfahren und wissen was denn nun das Besondere an den Getränkepulvern und Gels ist, deren Hauptzutat ihren Ursprung in Schweden hat.

Vitargo setzt als Kohlenhydratquelle auf den Hauptbestandteil von natürlicher, pflanzlicher Stärke mit dem klangvollen Namen Amylopektin. Dieses Amylopektin wird aus Gerstenstärke gewonnen. Es kommt aber zum Beispiel auch in Kartoffel-, Weizen- oder Maisstärke vor. Tatsächlich ist der schwedische Rohstofflieferant Swecarb aber das einzige Unternehmen, welches auf dieses besondere Kohlenhydrat mit sehr langkettigen Molekülen setzt. Ein Patent für die Herstellung macht’s möglich. Übrigens wurde mir von MyVitargo versichert, dass sich ihre Produkte trotz des Gerstenursprungs auch für Sportler mit einer Gluten-Unverträglichkeit eignen.

Die MyVitargo-Produkte mit dem höchsten Amylopektin-Anteil:

  • Vitargo Carboloader (95 %, 98 % in der Pure-Variante)
  • Vitargo +Elektrolyte (92 %, zusätzlich Kalium, Kalzium, Magnesium, Salz)
  • Vitargo Pro-Kick (86 %, zusätzlich Kalium, Kalzium, Magnesium, Salz, Koffein, BCAA)

Genau diese drei Produkte habe ich ausprobiert. Zusätzlich habe ich allerdings noch das Kohlenhydrat-Gel getestet und – das kann ich jetzt schon vorwegnehmen – damit war ich sehr, sehr happy.

Erfahrung ist der beste Ratgeber

Aus zweierlei Gründen war ich sehr gespannt auf die Versuche der MyVitargo-Produkte. Zum einen ist mein Magen etwas pingelig in Sachen Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme während des Sports. Während ich in der Belastung noch (meistens) glimpflich davongekommen bin, hatte ich vor allem nach dem Training oder Wettkampf oftmals Probleme mit einem rebellierenden Magen. Zum anderen hatte ich große Hoffnung auf den Geschmack, denn wenn es eins gibt das mir absolut zum Hals raushängt, dann ist der unzumutbar süße Geschmack von Sportgetränken und Gels. Teilweise hatte ich im Wettkampf solch einen Ekel davor, dass ich nicht mal mehr im Stande war die nötige Plörre runterzubekommen. Das ist natürlich schlecht, wenn man als Ausdauersportler darauf angewiesen ist.

So habe ich Vitargo getestet

 Durch meine Armverletzung war ich natürlich etwas gehandicapt, allerdings hatte ich dennoch einige Gelegenheiten die Getränkepulver und Gels auf den Prüfstand zu stellen. Mein Training hat in dem Testzeitraum vor allem aus intensiven Rollen-Einheiten auf dem Rad und Läufen bis zu einer Dauer von 90 Minuten bestanden. Durch Koppeleinheiten hatte ich darüber hinaus auch die Möglichkeit längere Belastungen zu simulieren, die ohne Zufuhr von Energie gar nicht möglich gewesen wären.

Beim Radfahren nehme ich im Training die Energie durch Getränke zu mir. Beim Laufen durch Gels, die ich mit ein paar Schluck Wasser nachspüle.

Meine Testergebnisse: So funktioniert Vitargo bei mir

1) Der Geschmack

Yeah! Keine süße Plörre, endlich (was sich wohl auf die, im Gegensatz zur Konkurrenz, komplette Abwesenheit von Zucker zurückführen lässt)! Ich empfand den Geschmack der MyVitargo-Produkte als überhaupt nicht störend. Ganz im Gegenteil, ich würde sogar fast sagen er war erfrischend. Die Geschmacksrichtungen sind ziemlich vielfältig und so dürfte wahrscheinlich für jeden das passende dabei sein. Mein persönliches Highlight der Getränkepulver war das +Elektrolyte in der Geschmacksrichtung Grapefruit. Das Pulver habe ich mit 750 Milliliter Wasser angemischt und der eher säuerliche Geschmack hat mich tatsächlich an Grapefruit-Saft erinnert.

Geschmacksrichtungen der MyVitargo-Getränkepulver:

  • Vitargo Carboloader (Blutorange, Erdbeere, Tropical, Wassermelone, Grüner Apfel)
  • Vitargo Pure (Geschmacksneutral)
  • Vitargo +Elektrolyte (Grapefruit, Citrus)
  • Vitargo Pro-Kick (Citrus)

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Geschmacksrichtungen der MyVitargo-Gels:

  • Vitargo Gels mit Koffein (Cola, Lemon, Orange)
  • Vitargo Gels ohne Koffein (Schwarze Johannisbeere, Wassermelone)

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2) Die Energie-Konzentration

Eine „Portion“ des Carboloaders enthält rund 67 Gramm Kohlenhydrate, beim +Elektrolyte sind es etwa 65 Gramm, das Pro-Kick kommt auf 47 Gramm und ein Gel (eine Portion beträgt 45 Gramm) bringt 24 Gramm. Gel und Pro-Kick Getränkepulver würde ich als „marktüblich“ bezeichnen, Carboloader und +Elektrolyte hingegen als leicht überdurchschnittlich.

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Meinen nächsten Mittel-Distanz Triathlon werde ich voraussichtlich mit einer Flasche Vitargo +Elektrolyte absolvieren. Die Energiedichte ist nahezu identisch mit dem Carboloader, allerdings liefert mir das Vitargo +Elektrolyte – wie der Name schon sagt – noch weitere wichtige Nährstoffe wie etwa Magnesium und Salz. Zusätzlich werde ich eine Flasche mit fünf Gels mitnehmen, sodass ich auf dem Rad insgesamt 185 Gramm Kohlenhydrate aufnehmen kann. Erfahrungsgemäß benötige (und vertrage) ich runde 80 Gramm pro Stunde Wettkampf-Belastung. Auf der Laufstrecke werde ich drei Gels zu mir nehmen und damit gut über die Runden kommen – da bin ich sehr zuversichtlich.

Hier ist es also – wie eigentlich immer beim Thema Ernährung im Wettkampf – entscheidend, dass man sich als Athlet Gedanken über die benötigte Menge an Kohlenhydraten macht und die Verpflegungsstrategie entsprechend individuell plant.

3) Verträglichkeit und Wirkung bei intensiver Belastung

Wie schon erwähnt habe ich leider keinen Saumagen. Das heißt, es spielt bei mir durchaus eine Rolle was ich oben reinschütte, damit die Energie auch in den Armen und Beinen ankommt – und nicht irgendwo im Gebüsch landet. Mit den Produkten von MyVitargo hatte ich – toi, toi, toi – überhaupt keine Probleme in Sachen Verträglichkeit. Ich habe sie sowohl in ruhigen, längeren (Koppel)-Einheiten verwendet, als auch bei kurzen intensiven Sessions. Auch die ungeliebten Magenkrämpfe nach wirklich harten Belastungen ist ausgeblieben. Also: 100 Punkte dafür von mir.

Wie kommt’s? Ich erkläre mir das durch die sehr niedrige Osmolarität des Vitargo Kohlenhydrats. Die Osmolarität nimmt Einfluss auf die Magenverweildauer des Kohlenhydrats und sorgt somit für weniger Magenirritation. Bei mir hat es funktioniert und das macht mich natürlich zufrieden. Das langkettige Kohlenhydrat sorgt außerdem für einen sehr stabilen Blutzuckerspiegel und so verspürte ich unter Belastung weniger Schwankungen meines Energielevels. Die Einheiten konnte ich also durchaus aus auf einem konstanten Belastungs-Niveau durchziehen und musste nicht mit irgendwelchen Blitz-Indikationen von kurzkettigen Kohlenhydraten (zum Beispiel Cola) nachhelfen, um die Trainingseinheit zu überstehen. In der Vergangenheit hatte ich damit durchaus das ein oder andere Problem.

Fazit: Generalproben bestanden, bereit für den Wettkampf-Einsatz!

Nach wie vor gilt: Das Thema Ernährung während sportlicher Belastung ist so unverzichtbar wie individuell. Ich persönlich bin ständig auf der Suche nach Optimierungsbedarf und hatte in die Produkte von MyVitargo große Hoffnung gesetzt. Bisher wurde ich nicht enttäuscht! Sowohl geschmacklich (was ja oftmals der erste Eindruck ist), als auch nach mehrfacher Verwendung im Training (wo sich das Produkt bewähren muss) kann ich keine Schwachstelle ausmachen und bin nun sehr gespannt auf den nächsten Schritt. Denn ein Wettkampf ist ja immer nochmal etwas anderes und ich bin gespannt, wie sich Vitargo schlägt! Ich werde es definitiv probieren.

Weiterführende Links:

 

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