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Gregor bloggt – Halbzeit im Kampf um die Weltmeisterschaft

Geht es euch auch so? Eine Saison ist wie ein Zeitraffer. Es ist schon wieder Halbzeit im Kampf um den Weltmeistertitel. Vier Rennen der World Triathlon Series (WTS) liegen hinter den Athleten und vier weitere Rennen, inklusive dem Grand Final stehen noch bevor. Eine Halbzeitbilanz.

Gregor Buchholz bei Pushing Limits
Gregor Buchholz Gemeinsam ist's leichter

Noch kann vieles im Ranking passieren. Insgesamt können die Athleten ihre fünf besten Rennen plus das Grand Final, in dem es 25 Prozent mehr Punkte gibt, in die Wertung bringen. Dennoch haben sich schon die Favoriten herauskristallisiert. Wer hat bisher überzeugt? Wer blieb bisher hinter den Erwartungen zurück und wer sind die Newcomer der ersten Saisonhälfte?

Frauen: Trügerische Überlegenheit?

Bisher habe ich immer gesagt, dass Konstanz einen Namen hat: Katie Zaferes. Jetzt muss muss ich sagen, dass Dominanz einen Namen hat: Katie Zaferes. Katies Bilanz nach vier Rennen: Drei überlegene Siege und als kleinen „Schönheitsfehler“ einen zweiten Platz in Leeds. Theoretisch kann ihr kaum eine Mitstreiterin den Titel streitig machen. Aber wir wissen alle, wie viel über eine Saison passieren kann. Ein Sturz oder eine Verletzung, die Katie für das Grand Final außer Gefecht setzt und der Kampf um den WM-Titel ist wieder offen.

Frodo hat uns letzte Saison (leider) gezeigt, wie schnell es für einen haushohen Favoriten vorbei sein kann kann.

Nach Katie Zaferes geht es allerdings sehr eng zu. Jessica Learmonth (Großbritannien) und Taylor Spivey (USA) haben immer wieder dafür gesorgt, dass nach dem Schwimmen eine kleinere Gruppe auf dem Rad das Hauptfeld distanziert. Mit ihren konstanten Leistungen in allen drei Disziplinen haben sie ihre Podiumsambitionen unterstrichen.

Berechtigte Ambitionen auf einen Platz auf dem Treppchen können sich auch zwei laufstarke Britinnen machen. Georgia Taylor-Brown hat mit ihrem Sieg in Leeds einen großen Sprung im Ranking gemacht und befindet sich auf Rang vier in Lauerposition. Etwas mehr Rückstand hat die Weltmeisterin aus dem Jahr 2013, Non Stanford. Diese Saison zeigt die Waliserin regelmäßig einen der top Laufsplits, muss allerdings nach dem Radfahren immer einen gewissen Rückstand in Kauf nehmen. Mit Hamburg und Edmonton kommen zwei Wettkämpfe, die starken Läufern entgegen kommen.

Wenn es Stanford und Taylor-Brown gelingt mit der Spitze das Rad in die Wechselzone zu schieben, dann ist der Kampf um die Plätze zwei und drei im Gesamtranking wieder offen.

Laura Lindemann blieb mit Platz 21 in der ersten Saisonhälfte unter ihren Möglichkeiten. Das, allerdings, aufgrund weniger Starts in der World Triathlon Series. Nur zwei von vier Rennen hat Laura bisher in die Wertung gebracht. Es bleibt ihr jedoch noch genügend Zeit, drei weitere Rennen und das Grand Final einzubringen. Wenn sie ihre bisherigen Platzierungen (Platz elf und zehn in ABUS Dhabi und Yokohama) verbessern kann, ist von ihr der größte Sprung im Ranking möglich.

Männer: Keine Spur von Altersmüdigkeit

Der Franzose Vincent Luis führt nach vier Rennen das Ranking deutlich an – scheinbar. Der Abstand zu seinen nächsten Verfolgern, Henri Schoeman (Südafrika) und Fernando Alarza (Spanien), ist mit rund 500 bis 600 Punkten recht deutlich. Danach kommt allerdings Javier Gomez.

Gomez ist locker zehn Jahre älter als der Durchschnitt des Starterfeldes, was ihn jedoch nicht davon abhält weltklasse Leistungen auf das Parkett zu zaubern.

Mit den Plätzen zwei, drei und vier unterstrich der Spanier sein eindrucksvolles Comeback in der ITU. Dem aufmerksamen Leser ist natürlich aufgefallen, dass dies nur drei Platzierungen sind. Richtig, Javier Gomez hat bisher ein Rennen weniger in die Wertung gebracht als seine Konkurrenten. Nehmen wir mal an, Gomez hätte auch ein viertes Rennen bestritten und dieses auf dem vierten Platz beendet, was bisher seine schlechteste Platzierung war, dann finden wir Gomez in Führung.

Der fünffache Weltmeister steuert damit auf seinen inzwischen sechsten Titel zu, vorausgesetzt er gewinnt das Duell gegen Vincent Luis. Luis hat diese Saison nämlich schon erreicht, was Gomez noch nicht hat: einen Sieg. Es bleibt abzuwarten, wer sich am Ende der Saison durchsetzt:

Vincent Luis mit seiner Fähigkeit durch einen guten Sprint knappe Rennen in Siege zu verwandeln oder Javier Gomez, der konstante Dauerbrenner, bei dem einiges passieren muss, um aus den Top fünf zu fallen. Oder gibt es gegebenenfalls noch einen lachenden Dritten? Spannend bleibt es auf alle Fälle.

Auf Rang fünf im Gesamtranking liegt ,der für mich bisherige Durchstarter des Jahres, Alex Yee. Der britische Überläufer hat wie Gomez erst drei Rennen in die Wertung gebracht. Gerade das WTS Rennen in Hamburg könnte vom Streckenprofil in seine Karten spielen und Yee den ersten Sieg seiner Karriere einbringen. Allein die Aussicht auf ein derartiges Ergebnis macht ihn schon zu einem Podiumsfavoriten.

Auf deutscher Seite kämpft Jonas Schomburg um den Einzug in die Top-Zehn. Mit seinem aggressiven Rennstil hat Jonas bei den deutschen Fans für viel Freude gesorgt und sich auf dem zwölften Platz eingerichtet. Wenn Jonas seine Form beibehalten kann, ist dies eine gute Ausgangsposition für den Sprung unter die ersten Zehn.

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