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Gregor bloggt – WTS Update: Wer zuletzt lacht, lacht am besten

Seit des letzten Blogs sind schon wieder drei Rennen der World Triathlon Series (WTS) über die Bühne gegangen. Damit stehen wir nun direkt vor dem Grand Final, der letzten Station im Kampf um den Weltmeistertitel – das Finale findet am 31. August in Lausanne statt. Von Montreal ging es nach Hamburg ,um dann wieder über den großen Teich zu fliegen und Edmonton anzusteuern. Kerosin einsparen sieht anders aus, aber mir ist natürlich bewusst, dass so ein internationaler Terminkalender sich nicht ausschließlich nach Wünschen der ITU zusammenstellt.

Gregor Buchholz bei Pushing Limits
Gregor Buchholz Gemeinsam ist's leichter
  • Titelbild: Wagner Araujo/ITU Media

Mit dramatischen Zielsprints und dem Geräusch von auf Asphalt krachenden Carbon präsentierte sich die zweite Saisonhälfte der WTS. Das hatte natürlich Auswirkung auf das Gesamtranking. In Montreal meldet sich ein Totgeglaubter zurück in der Weltspitze: Mario Mola ist wieder da! Der untere Rücken und die hintere Oberschenkelmuskulatur hatten Mola wohl für die erste Saisonhälfte derart außer Gefecht gesetzt, dass der Spanier Lichtjahre von einer WM-Medaille entfernt war. Das scheint nun vergessen. Im Zielsprint muss sich der Spanier jedoch mit Platz zwei begnügen.

Der Belgier Jelle Geens gewinnt sein erstes WTS Rennen und damit eine Wette um einen Schokoriegel. Motivation kann so einfach sein!

Fernando Alarza entreißt dem Franzosen Vincent Luis währenddessen die Führung im Gesamtranking. Doch nur eine Woche später schlittert Alarza mit 15 bis 20 weiteren Athleten über den nassen Hamburger Asphalt, verliert wertvolle Zeit und muss die Führung wieder abgeben.

Javier Gomez, in meinem letzten Blog hatte ich ihn noch als einen der ganz ganz heißen Titelaspiranten gehandelt, schlug sich für seine Verhältnisse mit Platz sieben und acht in Montreal und Hamburg solide. Im Kampf um die WM Krone ist das allerdings zu wenig. Luis zieht wieder vorbei.

Und wieder kracht’s

Der Massensturz in Edmonton, 200 Meter vor der zweiten Wechselzone, spielt leider ebenfalls eine wichtige Rolle für die Weltmeisterschaft. Schon die ganze Saison ist zu beobachten, wie es auf dem Rad enger und riskanter zugeht, denn was Jonas Schomburg beim zweiten Wechsel beispielhaft vormacht, würden gerne alle anderen Athleten nachmachen. Mit Javier Gomez und Jakob Birthwistle fanden sich zwei der heißesten Anwärter auf den WM-Titel auf dem Asphalt wieder und mussten ohne Punkte aus Kanada abreisen. Bitter.

Vincent Luis sammelte weiterhin – vor allem in Hamburg mit Platz zwei – fleißig Punkte und geht mit einem komfortablen Vorsprung in das Grand Final in Lausanne. Dabei profitierte Luis auch davon, dass es diese Saison keinen echten Überflieger gab. Nur der Australier Jakob Birthwitsle konnte zweimal auf dem obersten Treppchen stehen.

Sechs verschiedene Sieger in sieben Rennen haben wir bisher gesehen. Das internationale Männerfeld präsentiert sich so ausgeglichen wie selten zuvor.

Nach dem deutsch-kanadischen Triple Sprint findet sich Mario Mola auf Rang zwei im Gesamtranking wieder. Der Rückstand zu Vincent Luis beträgt genau 397 Punkte. Das ist schon eine Menge Holz, aber kein sicheres Polster für Luis. Sollte Mario Mola seinen Aufwärtstrend fortsetzen und das Grand Final gewinnen, muss Luis mindestens unter den ersten fünf finishen, um am Ende Weltmeister zu werden.

Spannung im Kampf ums Podium bei den Frauen

Bei den Frauen schien es kurz, als könnte Katie Zaferes ernsthafte Konkurrenz bekommen. Georgia Taylor Brown war die erste Frau, die Katie diese Saison einen Sieg stehlen konnte. In Montreal wäre dies auch fast ein zweites mal gelungen. Letztlich blieb Katie jedoch gnadenlos und könnte sich in Lausanne auch einen kleinen Ausrutscher erlauben.

Hinter Katie Zaferes geht es hauchdünn zu, allerdings bleibt es eine britisch-amerikanische Angelegenheit.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich bezüglich dieser Dominanz wiederhole, einfach mal ein paar Fakten:

  1. Unter den ersten sechs Frauen sind jeweils drei Amerikanerinnen und drei Britinnen platziert.
  2. Bei den sieben Rennen gingen vier Siege an die USA (alle Katie Zaferes), zwei an Großbritannien und ein Sieg an Australien.
  3. Die 21 Podestplätze wurden 17 mal von einer Britin oder Amerikanerin besetzt.
  4. Die Französin Cassandre Beaugrand ist die einzige Europäerin (wie gesagt, ohne Großbritannien), die 2019 den Sprung auf das Podium geschafft hat.

Für dieses Jahr soll mir das recht sein. Wie ich schon erwähnte, bin ich großer Fan des britischen Frauenteams – nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch, wenn sie in der Pre-Show mit Tommy Zaferes schäkern.

In Hinblick auf Tokyo 2020 darf es allerdings auch ruhig wieder etwas europäischer werden.

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