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Helenesee Triathlon: Aloha-Spirit, Ostsee-Charme und faire Preise

Triathlon und Frankfurt gehören über die deutschen Grenzen hinaus absolut zusammen. Ironman-EM, City Triathlon und tausende Aktive Dreikämpfer in der Region machen die Stadt am Fluss zur international beachteten Hochburg. Frankfurt? Die Stadt am Fluss? Ja, genau. Allerdings gibt es davon zwei. Heute dreht sich die Triathlonwelt – nun ja, ein kleiner Teil von ihr – um „das andere“ Frankfurt. Das an der Oder.

Nis Sienknecht von Pushing Limits
Nis Sienknecht Echter Hamburger Jung

Ich selbst habe mir zwar für das Jahr 2019 kein Rennen vorgenommen, aber im vergangenen bin ich bei einem kleineren, besonderen Event gestartet, das ich euch gern von Herzen ans Herz legen möchte bei eurer Saisonplanung: Dem Helenesee-Triathlon.

Ich als alter Besserwessi hatte den Helenesee ehrlicherweise nicht wirklich auf meinem Radar – doof von mir. Denn zwischen Berlin und der polnischen Grenze gilt das Naherholungsgebiet als „die kleine Ostsee“ und ist nicht nur eine Urlaubsregion, sondern auch offene Herberge für unterschiedlichste Veranstaltungen: Vom Neujahrstauchen bis zum Yogi-Treffen. Vom Piratencamp über Drachenbootrennen bis zum in der Umgebung legendären Helene Beach Festival, wo sich 2019 Künstler wie Alligatoah, Bosse, Kontra K oder Sven Väth austoben. Und seit mein Berliner Freund Ronny Hartz den Ort nicht nur als zweite Wahlheimat entdeckt hat, gibt es dort auch einen Lauf – und eben den Helensee-Triathlon, den er mittlerweile als Veranstalter übernommen hat. Der Triathlon an sich hat eine große Tradition, es ist der zweitälteste A3K „Ausdauerdreikampf“ im Osten Deutschlands.

Der Helensee wird als Eventlocation von einer Privatperson betrieben und bietet neben dem Strand und diversen Fressbuden auch Spielplätze, Kneipen (Triathletenalert: eine Aloha-Bar), einen kleinen Supermarkt, diverse Bungalows auf dem großen, bewaldeten Gelände und VIEL Platz für Camper – ob im Van oder dem Zelt. Das ist für mich auch die große Stärke des Veranstaltungsortes. Wir haben uns als Familie in einem der Bungalows eingemietet, die zwar eher mit etwas verstaubtem Ost-Charme und Basis-Ausstattung als mit modernstem Komfort und Design-Einrichtung glänzen, dafür aber mit moderaten Preisen eine tolle Basis für euer Rennen bieten.

Ich fand es super angenehm, direkt auf dem Wettkampfgelände zu wohnen und damit das Rad im Bungalow fertig zu machen, es innerhalb von Minuten in die Wechselzone zu schieben, mein eigenes Klo und meine eigene Dusche und einfach ALLES in Gehweite griffbereit zu haben!

Die Strecken des Helensee Triathlons

In diesem Jahr bieten die Veranstalter (alle Streckenposten sind sehr erfahren und selbst Radsportler oder Triathleten, was für extrem viel Verständnis und Hingabe sorgt) eine Sprint- und eine Kurzdistanz an.

Schwimmen im Helenesee

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Focus on: Die Schwimmstrecke im Helenesee ist übersichtlich und durch viel Platz kann man Hauen und Stechen beim Start problemlos aus dem Weg gehen. (Foto: Steffen Hartz)

Geschwommen wird auf einem Dreieckskurs im Helenesee direkt vor dem Strand. Dieser erinnert nach dem Ausstieg dann auch etwas an den „großen, aber jüngeren Bruder“ am Langener Waldsee: Steil geht es durch den Sand hoch zur Wechselzone. Diese ist übersichtlich auf einem asphaltierten Platz gelegen und hat noch Kapazitäten, ohne dass es zu eng werden würde.

Radfahren um den Helenesee

Auf dem Rad geht es ein- oder zweimal – je nach Distanz – rund um den Helenesee. Theoretisch. Denn wir „durften“ letztes Jahr gleich in die Laufschuhe. Leider. Ein Unfall auf der 22 Kilometer langen Radrunde hatte zur Vollsperrung geführt und die Veranstalter und Kampfrichter mussten während des Schwimmens eine schnelle Entscheidung treffen. So wurde der Helenesee Triathlon 2018 zum Swim & Run. Zum Glück bin ich die Strecke vorher schon mal abgeradelt. Denn erstens war ich zu dem Zeitpunkt eigentlich nur auf dem Rad einigermaßen fit und zweitens finde ich sie ziemlich cool. Sie ist eher flach, hat aber zu Beginn ein paar Wellen drin – und so einige Schlaglöcher an zwei Passagen pro Runde. Nur Kopf runter ist dort eher nicht zu empfehlen.

Ansonsten ist sie abwechslungsreich und ziemlich schnell. Ein Kurs für Drücker, auch wenn der Wind meistens nicht direkt drauf steht.

Es geht vor allem an potenziell anfälligen Stellen oft durch den Wald. Wenig enge Kurven sorgen für wenig Bremsmanöver, so dass man hier meistens wirklich einfach „ballern“ kann.

Laufen entlang der Promenade

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Zuschauermassen wie am Main-Ufer in Frankfurt darf man am Helenesee nicht erwarten. Dafür gibt es aber eine bestzeittaugliche Strecke! (Foto: Steffen Hartz)

Gelaufen wird am Ufer des Sees entlang auf der Promenade. Die Strecke mit zwei Wendepunkten ist zu 98 Prozent asphaltiert, mit zwei Getränkestationen versehen und für Zuschauer ziemlich gut zu verfolgen, kommt man doch als Sportler immer wieder direkt am Start, Ziel und an der Wechselzone vorbei. Bis auf ein paar kleinere Hügel in der Nähe des ersten Wendepunkts ist die Strecke flach und schnell.

Mein Fazit zum Helenesee Triathlon

Wer Triathlon zwingend mit einem von Zuschauern gesäumten Citykurs verbindet, wird enttäuscht sein. Für alle, die Triathlon in familiär und etwas ursprünglicher aber professionell organisierter Atmosphäre und mit fairen Bedingungen (zu viele Starter werden wegen möglicher Windschattenproblematik gar nicht erst zugelassen) lieben – so wie ich – ist der Helenesee-Triathlon absolut zu empfehlen! Vor allem mit Familie oder Freunden bietet sich das Gelände an.

Punkten kann der Helenesee Triathlon definitiv durch seine Location und das stimmungsvolle Ambiente. (Foto: Steffen Hartz)

Am besten reist ihr ein paar Tage vorher an, zeltet dort oder nehmt euch ein Bungalow und genießt das Rundherum, die Natur und optimale Bedingungen!

Der 34. Helensee-Triathlon findet am 23. Juni 2019 statt. Ich kann mir ihn nicht nur deshalb auch als Trainingswettkampf oder Teil eines kleinen Trainingslagers in der Heimat gut vorstellen. Letztes Jahr hat es sogar Nils Frommhold in die alte Heimat verschlagen, wo er den Helensee-Triathlon zum Wiedereinstieg und als Formtest nach langer Verletzungspause genutzt hat.

Laufen, Radfahren und natürlich Schwimmen könnt ihr dort super, die Kosten halten sich in Grenzen und die Veranstalter sind mit vollem Herzblut bei der Sache.

Ab diesem Jahr könnt ihr eure Begleitung oder Familienmitglieder vielleicht sogar zu einem Start in der Staffel motivieren!? Was ich außerdem toll finde, sind faire Preise: Für den Sprint werden 39 Euro fällig (49 € als Staffel), für die Kurzdistanz sind es jeweils 10 Euro mehr.

Und jetzt genug gelobhudelt. Schaut euch unter www.helenesee-triathlon.de um, falls es euch interessiert. Mir kribbeln gerade die Finger. Soll ich mich doch für einen A3K anmelden? Wenn, dann könnte es gut nach Frankfurt gehen. Oder? Natürlich!

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