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Motivation: 5 Tipps gegen den Winter-Blues

Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Dingen, die uns motivieren. „Stay hungry“ hat schon Steve Jobs gesagt. Bleibe hungrig! Motivation ist ein Prozess, den man steuern kann, wenn man weiß wie. Hier findest Du fünf Leitideen, die Dir helfen dich selbst zu motivieren, um Deine Ziele zu erreichen.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
18. Dezember 2017 Motivation Training Winter

Kaum ein Monat ist für Triathleten so schwer zu überstehen wie der Dezember. Der Winter hat längst Einzug gehalten, Weihnachtsfeiern, Adventskaffee und der Geschenkekauf rauben Zeit. Und Nerven. Beides sind Dinge, die eigentlich ziemlich entscheidend sind, wenn man seinen Alltag neben Job und Familie, als Sportler bestreiten möchte.

Triathleten sind Künstler der Selbstmotivation – Zumindest wenn man hört und glaubt, was Nicht-Sportler über sie sagen. Wer kennt diese Sätze seiner Kollegen nicht? „Also ich könnte das ja nicht, vor der Arbeit schon schwimmen gehen.“ Oder „wie macht der das bloß mit dem ganzen Sport?“ Aber jetzt mal Hand aufs Herz: So leicht wie es oftmals scheint, ist es nun auch nicht. Es gehört schon einiges dazu, um auf gut deutsch regelmäßig den Arsch hochzubekommen. Und auch wenn wir den Sport an erster Stelle für uns selber machen, ist diese gewisse Art der Anerkennung („Der/die schafft etwas, dass ich nicht schaffe“) schon auch Balsam für die geschundene Triathleten-Seele.

Also, Thema Selbstmotivation. Diese fünf Tipps können Dir helfen, um den Winter etwas leichtfüßiger zu bestreiten. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Tipp 1: Mit Stift und Zettel

Es ist keine Neuigkeit, dass Ziele ungemein dabei helfen, sich zu motivieren und zum Training aufzuraffen. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass es noch besser ist, mir nicht nur ein Ziel (und kleinere Zwischenziele) zu stecken, sondern diese ganz old-school per Hand aufzuschreiben. Und zwar nicht nur Datum und Titel des Ziels, sondern einen richtigen Text. Ich beantworte mir selbst die Fragen, warum ich mich für ein spezielles Ziel entschlossen habe, welche Leistungen ich auf dem Weg dorthin verbessern möchte und, womit ich am Ende zufrieden sein werde. So ein Aufsatz hat zwei durchaus positive Effekte: Erstens hat etwas Handgeschriebenes eine viel stärkere Wirkung und Kraft, da es viel Konzentration und Zeit erfordert – entsprechend hoch ist der Wert meines Textes und somit meiner Ziele. Und zweitens kann ich mir meinen Text immer wieder hervorholen und durchlesen, wenn ich gerade merke: Verdammt, das Training fällt mir im Moment wirklich schwer…

Tipp 2: Mit Herz und Seele

Eines steht fest: Für irgendwen sind wir ein Vorbild. Und was erwartet man von einem Vorbild? Richtig, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Das heißt nicht, dass Du immer alles richtig machst bzw. machen musst. Es heißt aber, dass Du es versuchst. In Tiefphasen kann es daher durchaus hilfreich sein, an die Menschen zu denken, denen Du ein Vorbild sein möchtest und welche Werte Du vorleben willst. Stichwort Disziplin und Durchhaltevermögen: Es gibt immer schwere Tage, an denen Dir nichts in den Schoß fällt. Gerade dann muss der Hintern zusammengekniffen und der Trainingsplan abgearbeitet werden. Anderes Stichwort Gelassenheit: Es gibt immer Gründe, die ein Training unmöglich werden lassen und die wichtiger sind als der Sport. Dann heißt es, nicht die Ruhe zu verlieren, sondern das Beste aus der Situation zu machen, sich nicht zusätzlich stressen zu lassen und eine positive Einstellung zu bewahren.

Tipp 3: Mit richtiger Musik und schönen Bildern

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden. Ich zum Beispiel höre vor langen und ruhigen Trainingseinheiten gerne alten, deutschen Hip-Hop. Vor hartem Training und Wettkämpfen schnellen Rock’n’Roll mit viel Schlagzeug und Gitarre. Mit beiden Musikrichtung und speziellen Songs verbinde ich entsprechende Emotionen und Stimmungen. Ganz egal, wie kaputt ich vor einem Training bin oder wie nervös vor einem Wettkampf. Die richtige Musik schafft es garantiert immer mich auf das richtige Motivationslevel zu bringen. Genauso gut kann es helfen, wenn Du besondere Erinnerungen mit bestimmten Bildern in Verbindung bringst und dieser Bilder immer dann auskramst, wenn Du einen extra Kick Motivation benötigst.

Tipp 4: Mit Sinn und Verstand

Es gibt einen großen Unterschied zwischen motiviert und übermotiviert sein. Ich bin ziemlich sicher, dass Motivation in gesundem Maße zu positiven Resultaten führt. Übermotivation hingegen endet irgendwann im Totalausfall. Wie so oft im Leben: Die Dosis macht das Gift. Besonders zum Trainingsstart fühlt sich jede Einheit wie ein Geschenk an. Es fällt leicht täglich ins Schwimmbad, auf die Rolle oder zum Laufen zu gehen und die Kraft scheint schier endlos. Nach ein paar Wochen schleicht sich aber so ein Gefühl in die Knochen und in den Kopf:

Puh! Das kostet Alles ganz schön Kraft. Richtig, denn geschenkt gibt es als Sportler gar nichts.

Daher muss mit Motivation hausgehalten und bewusst umgegangen werden. Es kann durchaus helfen, sich den gesamten Weg vor Augen zu führen und nicht immer nur bis zum nächsten Training zu denken. Der Winter ist hart, kalt und lang. Und entscheidend ist nicht, wer am schnellsten in Form kommt, sondern wer wochen- und monatelang konstant trainiert und im Sommer topfit an den Startlinien dieser Welt steht.

Tipp 5: Mit guter Laune und Leidenschaft

Leute, locker bleiben! Triathlon muss nur eins: Spaß machen. Training darf sich nicht anfühlen wie Zwang. Es soll sich gut anfühlen und nicht in Stress auswarten. Aber der Grat ist schmal und wenn sich der Sport über einen längeren Zeitraum nicht mehr so easy anfühlt, dann ist vielleicht mal Zeit für Pause.

Damit meine ich nicht unbedingt die körperliche Müdigkeit. Es ist ganz normal, dass Training anstrengt und sich eine gewisse Müdigkeit breitmacht. Am Ende resultiert so etwas aber meistens in besserer Leistung. Ich meine hier vor allem die mentale Anstrengung, wenn der Kopf nicht willig ist, dann macht Training erstens keinen Spaß und bringt zweitens auch nichts. Gute und schlechte Laune können sehr gute Indikatoren darüber sein, ob eine Pause nötig ist oder ob das Training durchgezogen werden sollte.

Dauerhaft schlechte Laune, durch sportbedingten Stress und möglicherweise zu hoch gesteckten Zielen, ist ein klares Signal und um es gibt keine passenderen Worte als:

Hang Loose! Cool bleiben, mal was anderes machen als Sport oder gar nichts und einfach nur chillen.

Der Kopf wird sich rechtzeitig melden und die Motivation kehrt zurück in Arme und Beine, dann wird es Zeit wieder anzugreifen und vor allem aus dem Stress und dem unnötig selbstgemachten Druck zu lernen.

Ich hoffe Du kannst Dir den ein oder anderen Tipp zu Nutze machen! Der Triathlet wird im Winter gemacht, das heißt aber nicht mit Biegen und Brechen so viel wie möglich zu trainieren. Sondern konstant und konzentriert an seinen Schwächen zu arbeiten und sich Schritt für Schritt auf die kommende Saison vorzubereiten.

2 Kommentare

  1. Hey,

    ja ich kann das mit Stift und Zettel bestätigen.
    Ich terminiere mir auch immer Ziele.

    Dazu gibt immer gute Musik auf die Uhren und schon kann es fast immer los gehen 😉

  2. Pingback: Ein Plädoyer gegen die Kälte | Wenn jetzt Sommer wär’

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