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Die zweite Langdistanz beim ICAN Gandia in Spanien

Wir sehen uns in Spanien – Saison 2017 Teil 2

Erst die eigene Langdistanz rocken und dann im Livestream im Hotelbett die Weltmeisterschaften auf Kona schauen. So wird mein Tag am 14. Oktober in diesem Jahr aussehen. Auf Beides bin ich richtig heiß! Vor allem aber natürlich auf mein eigenes Rennen, denn ich weiß: Da geht noch was!

Jan Peiniger
Stillstand ist Rückschritt

04. August 2017 AllesOderNichts Training Ziele

Start auf der Langdistanz beim ICAN Gandia in Spanien

Ich habe mich für die Langdistanz in Gandia, südlich von Valencia, als zweite Langdistanz dieses Jahr, entschieden. Ihr habt es ja mitbekommen, es ist garnicht so leicht so spät im Jahr noch ein Rennen in relativer Nähe von Deutschland zu finden. Ein früher gelegener Termin Anfang Februar kommt für mich dieses Jahr nicht in Frage, denn da stehen ein paar Familienfeiern inklusive der ein oder anderen Hochzeit an. 😉 Beim ICAN in Gandia hab ich jetzt aber ein richtig gutes Gefühl.

Es wird mein erstes Salzwasserschwimmen in einem Wettkampf, da freue ich mich schon drauf. Die Radstrecke hat vier Runden und ist quasi komplett flach, dafür durch die Küstennähe wohl ziemlich windanfällig. Sie hat sicher eine gewisse Ähnlichkeiten mit der Streckencharakteristik in Köln. Der Lauf findet ebenfalls auf vier Runden direkt an der Küste statt.

Die Logistik sollte trotz Flug recht simpel zu handhaben sein. Es geht ein Direktflug von Düsseldorf nach Valencia, von da aus ist es keine Stunde Autofahrt bis nach Gandia und das Appartement in dem ich unter komme liegt quasi direkt an der Wechselzone. Anreisen werde ich Donnerstag Mittag und zurück geht’s dann am Sonntag Abend, nachdem ich den Tag über noch komplett die Beine hochlegen konnte. Alles Weitere wird sich schon noch fügen.

Das sind meine Ambitionen – Ich kann noch ein paar Dinge besser machen

Abseits der Reise- und Wettkampforganisation hab ich natürlich auch ein bisschen was im Wettkampf selber vor. In Klagenfurt hat es zwar für eine neue Bestzeit gereicht aber trotzdem ist noch das ein oder andere ordentlich schief gelaufen. Ich will aber garnicht zu sehr auf den negativen Dingen rumreiten, manche Sachen passieren einfach mal.

Mehr möchte ich mich mit den Potentialen beschäftigen die sich mir in Klagenfurt trotz oder gerade wegen der Komplikationen offenbart haben.

Keine Panne auf dem Rad

Gut, der Punkt ist ganz straight und simpel. In Klagenfurt stand ich genau 6 Minuten am Straßenrand als ich eigentlich hätte mit Vollgas auf dem Rad unterwegs sein sollen. Mir ist die Kette nach innen abgesprungen und hat sich komplett verkeilt. Sie lies sich schließlich nur noch mit brutaler Gewalt im letzten Versuch lösen. So eine Situation will ich in Gandia auf jeden Fall vermeiden. Die genaue Ursache? Schwer zu sagen… wahrscheinlich war ich einfach einen Moment unaufmerksam und hab bei zu hoher Trittfrequenz im falschen Moment geschaltet… und eine ordentliche Portion Pech kam evtl auch dazu. Da ich aber ungern abhängig von Glück bin werde ich dieses konkrete Problem einfach technisch mit einem filigranen Kettenfänger auf der Innenseite lösen.

Finetuning an der Wettkampfernährung

In Klagenfurt habe ich mit meiner Wettkampfernährung schon einen gigantischen Sprung gemacht, das war ein ganz schön geiles Gefühl! Noch besser: Ich hab ein sehr, sehr konkretes Gefühl dafür entwickelt, welche Details ich jetzt noch ein Stück besser handhaben kann.

Es war für mich ein gänzlich neues Gefühl einfach komplett befreit und ohne Magengrummeln auf die Laufstrecke zu gehen. Ich wusste garnicht so recht damit umzugehen so beflügelt war ich durch diese Tatsache. Dennoch: Nach circa 25 Kilometer machte sich doch noch der Magen bemerkbar, nicht ansatzweise so heftig wie ich es bisher kannte aber ein Dixistop war dennoch notwendig.

Mir war schnell klar, dass es einfach immer noch etwas zu viele Kohlenhydrate waren, die ich schon auf dem Rad zu mir genommen habe. Auf dem Rad hab ich in Klagenfurt 65 Gramm KH pro Stunde in Form von Sponser Long Energy in den ersten 3,5 und Maurten 320 ab diesem Zeitpunkt zu mir genommen. Diese Menge werde ich in Gandia nochmal ein bisschen reduzieren und das Sponser gegen UCAN Superstarch austauschen.

Ich bin bereits dabei im Training zu testen und bin sehr optimistisch.

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Den Flow beim Lauf länger aufrecht erhalten

Als es in Klagenfurt raus aus der Wechselzone auf die Laufstrecke ging war ich rückblickend vielleicht sogar etwas überfordert. Nein, nicht wegen wackeliger Beine oder Unkoordiniertheit, sondern wegen der ungewohnten Lockerheit die mein Körper versprühte. Es war das erste Mal auf der Langdistanz, dass ich nicht schon mit leichtem Unwohlsein losgelaufen bin.

Dementsprechend beflügelt und fix legte ich los… wahrscheinlich somit ein bisschen zu fix. Ich flog gefühlt durch die ersten 10 Kilometer und dachte „geil, heute geht ALLES!“… Natürlich war das aber nur eine Momentaufnahme. Mal wieder: Willkommen auf der Langdistanz. Spätestens ab Kilometer 25 sah die Welt natürlich anders aus. Leute… das kann ich auf jeden Fall besser machen.

Ansonsten war ich beim Lauf selber recht zufrieden mit meiner Energiezufuhr, so hab ich die Hälfte meiner Energie über Maurten gedeckt und den Rest nach Bedarf mit Cola und RedBull an der Strecke aufgefüllt. Gerade das RedBull vertrage ich sehr gut und es gibt mir einen guten Kick. Ich grüble daher noch darüber ob und wie ich es eventuell noch besser und kontrollierter einsetzen kann.

Der Plan ist also: Durch ein weitere leichte Optimierung der Ernährung, vor allem auf dem Rad, den guten Flow beim Lauf länger zu halten und eventuell sogar den Dixistop zum ersten Mal einsparen zu können. Denn auf das Rauspellen aus dem Aero-Anzug kann man echt verzichten. Bis es weiter ging waren dann nämlich die nächsten 5 Minuten rum.

Motiviation am Anschlag… ab ins Training

Was bleibt zu sagen? Meine Motivation ist wieder voll am Start und ich freue mich drauf im Training natürlich auch einfach noch weiter an der grundlegenden Form zu arbeiten. Das darf natürlich auch nicht bei aller Detailarbeit vergessen werden, denn ohne gescheites Training hat alle Detailarbeit keinen Sinn. Von daher: Gas geben!

 

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