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Pro:blog #1 – Sportlicher Status Quo, Wiedereinstieg und Trainingsumfang

21. Oktober 2021


Status Quo Training Project

Willkommen zum PRO:blog! Hier gibt es zukünftig alle sportlichen Einblicke zum PRO:ject im Blogformat. Heute machen wir den Anfang: Wir blicken auf die vergangenen drei Monate und unseren Trainingseinstieg zurück. Welche Umfänge wurden realisiert und welche Schwerpunkte gesetzt? Außerdem bekommt ihr in diesem Beitrag die Ergebnisse unserer ersten Leistungsdiagnostik zum Download bereitgestellt.

Tatsache. Der erste Tag meines Trainingsplans war bereits am 12. Juli und es standen sagenhafte 2.000 Meter Schwimmtraining darauf. Das erste „echte“ Schwimmtraining seit August 2018 fühlte sich grauenhaft an. Als ich nach Hause kam, sagte ich ich zu Tamara: „Das wird ein verdammt langer Weg bis Roth!“ Sie hat mich ausgelacht, mit den Schultern gezuckt und mir ein viel verheißungsvolles „selbst schuld!“ entgegen geträllert.

Trainingsstart: Gewöhnungsphase

Nun will ich nicht jede Trainingseinheit erklären und jede Trainingswoche der letzten drei Monate aufführen. Aber um den Startpunkt für die Vorbereitung auf den Challenge Roth 2022 einzuordnen, möchte ich gerne die zaghaften Umfänge der ersten drei Wochen mit euch teilen. Die Dosis war für den Einstieg zwar augenscheinlich niedrig, aber ich muss gestehen, dass es dennoch nicht super easy war. Ich musste mich definitiv erstmal wieder daran gewöhnen täglich Sport nach Plan und Vorgabe zu machen!

Woche 1: 4 Kilometer Schwimmen / 100 Kilometer Radfahren / 19,5 Kilometer Laufen

Woche 2: 5,9 Kilometer Schwimmen / 159 Kilometer Radfahren / 35 Kilometer Laufen

Woche 3: 9,4 Kilometer Schwimmen / 169 Kilometer Radfahren / 32 Kilometer Laufen

So lief der Einstieg bei Nick

Der Trainingsplan von Nick startete vier Wochen später – am 11. August um genau zu sein. Den Fokus legten er und Coach Goerkeman zu Beginn aufs Radfahren, da das King Of The Lake Zeitfahren noch seine Schatten voraus warf. Als ehemaliger Schwimmer hat er außerdem eine Sorgenfalte weniger im Gesicht als alle anderen Triathleten und konnte die Auftaktdisziplin mit Ruhe und Geduld angehen. Auch hier sind die Umfänge keine Geheimnisse:

Woche 1: 0 Kilometer Schwimmen / 184 Kilometer Radfahren / 31 Kilometer Laufen

Woche 2: 0 Kilometer Schwimmen / 350 Kilometer Radfahren / 34 Kilometer Laufen

Woche 3: 3,7 Kilometer Schwimmen / 108 Kilometer Radfahren / 31 Kilometer Laufen

Status Quo: Erste Leistungsdiagnostik im August

Während es für mich nach den ersten drei Trainingswochen zur Leistungsdiagnostik nach Frankfurt ging, absolvierte Nick die Diagnostik zeitgleich mit dem Start ins Training. Es waren also Tage der Wahrheit bei iQ athletik, denn wir wollten so früh wie möglich eine erste Bestandsaufnahme festhalten. Zum einen, um Anhaltspunkte fürs Training zu haben. Und zum anderen, um die Entwicklung für das PRO:ject bestmöglich zu dokumentieren. Die zweite Diagnostik ist übrigens auch schon fix und wird Ende November durchgeführt – spätestens dann gibt es den ersten Vergleich!

Mit 76,1 Kilogramm Körpergewicht bin ich in den Kampf gezogen, habe eine VO2max von 62 erreicht und die Schwelle lag bei roundabout 250 Watt (3,2 Watt pro Kilogramm). Bei Nick zeigte die Waage 86,9 Kilogramm und die Leistungsdiagnostik ergab eine VO2max von 56 sowie eine Schwelle von 256 Watt (2,9 Watt pro Kilogramm). Zusammenfassend lässt sich dazu jeweils sagen: ausbaufähig.

Unsere Leistungsdiagnostiken unverblümt zum Download:

Wichtiger Hinweis zu den Dokumenten:

Zum Start des PRO:ject wurde ein spezielles diagnostisches Testdesign durchgeführt, um besonders individuelle Fragestellung zu beantworten. Im Sinne einer maximalen Transparenz wurden hier zunächst Rohdaten publiziert. Diese müssen zwingend interpretiert werden mit Blick auf die gewählte Methodik und Fragestellung.

Hier gibt es noch die interpretierte Auswertung der Diagnostik, wie sie alle Kunden von iQ athletik erhalten: Interpretation Bocki & Interpretation Nick. Zusätzlich wird es in Kürze ein interessantes Erklärvideo mit Laura-Sophie Usinger geben, die die Diagnostiken durchgeführt hat.

Das Training heute: Basics und Grundlagen

Nun sind drei Monate vergangen und ein Anfang ist gemacht. Die Trainingspläne laufen, der Körper hat sich an die regelmäßige Belastung gewöhnt und wir können gut gerüstet in die nächsten Phasen starten. Nick hat von Trainingsbeginn bis heute 67,7 Kilometer Schwimmen, 2.477 Kilometer Radfahren und 334 Kilometer absolviert. Bei mir stehen 135,3 Kilometer Schwimmen, 2.461 Kilometer Radfahren und 493 Kilometer Laufen auf der Haben-Seite.

Der Großteil unseres Training spielt sich im Grundlagenbereich ab – da gibt es kaum Unterschiede zwischen den Plänen und Coaches. Nils Goerke beschreibt den aktuellen Schwerpunkt von Nick aktuell so: “ Der Fokus liegt zur Zeit ganz klar darauf, den optimalen Trainingsrhythmus bzw. Workload für den jetzigen Block zu finden. Inhaltlich waren eher noch Motorik und kurze Sprints als Vorbereitung auf den jetzt beginnenden VO2max-Block angesagt.“

Im nächsten PRO:blog werfen wir einen genaueren Blick auf die Trainingsschwerpunkte und aktuellen Umfänge pro Woche, sowie unsere Belastungsbereiche in denen wir zur Zeit trainieren. Und sollte euch darüber hinaus etwas unter den Nägeln brennen, lasst es uns einfach wissen und schreibt es in die Kommentare.

 

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26 Kommentare

  1. Die „gläsernen Athleten“ 🙂 spannend euch auf dem Weg zu begleiten!
    Bei Felix Hentschel war’s ja ähnlich. Immer schön alles im Vlog preisgeben und alle an der Entwicklung teilhaben lassen. Von „nicht konkurrenzfähig“ (aussage Dr.Zeller) bis Podium Roth. Mal sehen wie sich eure Werte und Leistungen entwickeln. Ich drück euch die Daumen!
    Viel Erfolg und bleibt verletzungsfrei! Das ist glaub ich das wichtigste 🙂
    See you at the finishline!

  2. Nick hat nur eine Schwelle von 256 Watt??? 🤔 Ganz sicher? Bei nur rund 2mmol/l? Passt auch nicht zu den Werten, die er jetzt im Rad-HIT fährt. Könnt ihr da nochmal etwas Licht in mein bescheidenes Dunkel bringen? Vorab ein herzlicher Dank dafür.

  3. VLamax beide unter 0,2?!?! Ich dachte alles unter 0,4 ist mega gut und der normale Sportler bewegt sich zwischen 0,5-1,0. Oder habe ich da was falsch verstanden?

  4. Die VLamax haben wir nicht explizit getestet. Das können wir aber bei den kommenden Diagnostiken gerne hinzu nehmen! LG Bocki

  5. Die Diagnostik war für ihn quasi aus der kalten Hose und der absolute Startpunkt des PRO:jects. Für ihn hat das Training quasi in diesem Moment (Mitte August) begonnen. Mittlerweile sieht die Welt natürlich schon wieder anders aus!

  6. Hi, als interessierter Laie würde es mich interessieren wie es kommen kann das zwischen LT1 und VT1 bei Bocki ~60W liegen? Wäre super spannend, wenn das vielleicht jemand von IQAthletik erklären könnte.

  7. Servus Norman! Nehmen wir mit und bemühen uns um eine Antwort auf deine Frage 🙂 Grüße, Bocki

  8. Hallo! Finde das Pro:ject ja spannend, aus unterschiedlichen Gründen! (u.a. ist ja eure Aufbereitung immer sehr kurzweilig!) & auch alles andere, was ihr so macht! Mich würde interessierten (& vielleicht könnt ihr das in den nächsten Wochen ja auch mal einbauen), was denn die Profis zu eurem Vorhaben meinen?! (denn „Profi auf Zeit mit Fallschirm“ scheint ja doch ein geringeres Wagnis zu sein, als so manch anderer Profi auf sich nahm oder aktuell sogar sein aktuelles Profitleben hart am Limit der Machbarkeit, bestreitet?! LG aus dem Nachbarland!

  9. Und ich dachte der Instakommentar „VO2MAX unwesentliche höher als Ruhepuls“ war ein Scherz…:-D

  10. Hallo Bocki! Du bist in Immenstadt die Radrunde Ende August in 1:12 Stunden mit über 300 Watt NP gefahren. Deine Radleistung müsste somit doch deutlich höher liegen, oder?

  11. Das war zu dem Zeitpunkt schon realistisch, denke ich. Es folgt aber noch ein weiterer Beitrag zum Thema Leistungsdiagnostik und explizit den Werten und wie wir sie ermittelt haben. Grüße, Bocki

  12. Erstmal möchte ich euch meinen Respekt zollen und euch viel Erfolg für das PRO:ject wünschen!
    Mach ihr auch eine Leistungsdiagnostik fürs Laufen oder wie definieren eure Trainer die Trainingsbereiche?
    Grüße

  13. Interessantes Projekt, kann man mit 7 Monaten Profi training auf Profi Niveau kommen…. Wie finanziert Ihr Euch in der Zeit? Erspartes verbrennen? Die Schwiegermutter ausnehmen? Oder über Euren content?

  14. „Nun will ich nicht jede Trainingseinheit erklären und jede Trainingswoche der letzten drei Monate aufführen.“
    Gerade das Thema fänd ich als nicht Profi dann doch sehr interessant und würde es dann auch wirklich Gläsern machen. Kann mir auch gut vorstellen dass es ein großen Teil eurer Community interessant finden könnte . Natürlich nicht wie ihr jede Trainingseinheit erlebt habt, aber so wie die Wochen sich so richtig geplant und aufgeteilt waren und danach dann auch aufeinander aufbauen. Also gerne wie sich die einzelnen Trainingseinheiten so aufgebaut haben, Anzahl, welche Distanz, welche Intensität, welcher Fokus. Gerade dass ist es was ich gerne sehen würde. Wie schaffen es zwei solide (ich hoffe, dass fast ihr nicht als Beleidigung auf) Sportler sich in dieser Zeit ans Finale heranzuführen um dann hoffentlich auch gut zu performen.
    Ich weiß leider nicht was ihr über Instagram so schon geteilt habt, da ich es nicht habe, aber ich fänds auch genial euch einfach Mal Leiden zu sehen beim Training. Nach der Ankündigung hab ich eigentlich damit gerechnet dass ihr deutlich mehr Content darüber liefert. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin froh dass ihr dass alles kostenlos zur Verfügung stellt und so einen schönen Blog anbietet . Vielen Dank und viel Erfolg beim weg.

  15. Mich würde noch interessieren, wie sich euer Alltag schon jetzt vermodert hat? Wo hat es geruckelt?
    LG

  16. Danke dafür! Wir schauen dann mal, dass wir im Zuge des PRO:jects möglichst viele Trainingseinblicke gewähren können!

    LG Bocki

  17. Moin,
    sehr geiles Format – bin echt gespannt.
    Eine Frage: Sind das wirklich eure MaxHF (Niclas 169 und Nick 176 – bei Vo2peak) oder „nur“ der höchste erreichte Wert ohne das Ihr WIRKLICH All-Out gegangen seid? Ich weiß, dass der die HRMax gar nichts zu sagen hat und total individuell ist. Ich selbst komme aber mit Mitte 30 nicht höher als 175 und wunder mich dann immer, wenn ich meine Kumpel mit 193 etc. sehe 😀

    LG
    Joschka

  18. Hi Joschka, das sind die MaxHF Werte von der Diagnostik – wir sind allerdings keine Ausbelastung gefahren. Beste Grüße, Bocki

  19. Servus,

    Wäre super, wenn ihr auch einen Einblick geben könntet wie ihr dann im Training trainiert. Also z.b. wie ihr eure Garmin Uhr im Training nutzt. Oder einen Powermeter mit Fahrradcomputer im Training nutzt. Direkt auch schön für eure Sponsoren und man hört nicht nur über AG was. Wie wir Amateure dass machen weiß man doch. Aber wie machen es die Profis.
    Viele Grüße
    Der Pfälzer Armin

  20. auch spannend wäre ein Umfeld-Barometer (das anzeigt was Ihr Euren Umfeld durch den Sport zumutet). Wie nehmen die Personen aus Eurem Umfeld Euch wahr, und wie ändert sich das über die Zeit. Ich denke das betrifft nicht den Profisport, aber den ALterklassen-Athleten (daher vielleicht keine gute Idee) . 😉

  21. Wow – sogar Rohdaten habt ihr veröffentlicht. Maximale Transparenz! Aber da sieht man auch mal wieder: eine gute Diagnostik braucht vor allem gute Leute, die unterschiedliche Daten auswerten und interpretieren können. Klasse, dass ihr euch mit iQ athletik einen sehr kompetenten Partner gesucht habt. War selbst schon einige Male dort und habe immer neue Erkenntnisse fürs Training mitnehmen können. Bin auf die Auswertung und das Video gespannt. Weiter so, cooles PRO:ject!

  22. Max. glyc. Power („VLaMax“) 0.15 mmol/l/s
    So steht das bei Bocki drin. Ist das nicht die normale maximale Laktatbildungsrate?

  23. Ihr habt nur ne Rad-Analyse gemacht und keine fürs laufen? Wie bestimmt ihr dann eure Trainingsbereiche im laufen?

    Wie Tripler schon schreibt bei maximaler Transparenz hätte ich schon mind. Screenshots von TP erwartet. Man sieht ja nicht mal wieviel Sport(in Stunden) ihr getrieben habt.

  24. Locker bleiben. Die ganze Aktion hat ja gerade mal angefangen und das meiste kommt doch erst noch.

  25. Servus Bocki !
    ein bisschen spät zu der Party aber trotzdem sehr interessiert. Bin aber sehr verwundert über eure Ergebnisse. (Insbesondere Nicks Schwelle). Wie kann es sein, dass er beim King of the Lake 1:03h ca.320w fahren kann aber eine Schwelle von 256w hat. Das passt NULL zusammen. Da wäre er nach 5-10min stehen geblieben.
    Haben wir etwa den AprilsFoolDay auf August verschoben oder wie kommt das alles zu Stande?
    Liebe Grüße aus Stuggi
    Gustavo

  26. Servus Gustavo! Das passt insofern zusammen, da es einerseits „die eine“ Schwelle gar nicht gibt und andererseits der Test bei Nick am absoluten Start der Trainingsphase stattgefunden hat. Bevor ich mich hier aber um Kopf und Kragen rede: Schau‘ heute im Laufe des Tages gerne mal bei YouTube auf unserem Kanal vorbei, dort erscheint das Video zur Diagnostik mit Erläuterungen von Laura-Sophie Usinger! Beste Grüße aus dem Allgäu, Bocki