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Strecken-Check beim Pushing Limits Race: Der Stadtwerke Ratingen Triathlon

20. September 2020


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Mittlerweile wisst ihr schon ziemlich viel über das bevorstehende Rennen heute nachmittag. Aber eben noch nicht alles. Was fehlt? Natürlich eine konkrete Beschreibung der Strecken. In diesem Blog erklären wir euch das Set-Up des Pushing Limits Race beim Stadtwerke Ratingen Triathlon. Eine Rennstrecke, die Highspeed und Anspruch miteinander vereint.

Ihr könnt euch auf handfesten, ehrlichen Triathlon freuen. Denn die Strecken in Ratingen sind alles andere als langweilig oder eintönig. Vor allem die Radstrecke hat einige technische Kniffe und Besonderheiten, die von den Athleten nicht unterschätzt werden sollten. Auch beim Laufen wäre es clever, sich vorher ganz genau den Kurs anzuschauen. Fangen wir aber mal ganz vorne an.

1.000 Schwimmen

Der Auftakt findet auf der 50 Meter-Bahn im Ratinger Angerbad statt. Bei den Frauen starten jeweils zwei Athletinnen nebeneinander pro Bahn, bei den Männern sind es drei Athleten pro Bahn. Die Einteilung der Schwimmbahnen haben wir gestern Abend noch ausgelost. Auf insgesamt acht Bahnen verteilen sich die Starter, um die 1.000 Meter in Angriff zu nehmen. Die erste Disziplin verläuft tatsächlich genau so simpel, wie es sich anhört.

The place to be! Beim Stadtwerke Ratingen Triathlon findet das Schwimmen auf der 50 Meter-Bahn statt.

Erster Wechsel und Radaufstieg

Nach dem Schwimmen ist es gar nicht allzu weit bis in die Wechselzone. Es dürften keine 200 Meter sein, bevor die Profis an ihren Rädern ankommen. Schwimmzeug weg, Radhelm her und ab geht’s Richtung Radstrecke! Mit dem Rad schieben die Athleten durch ein Tor und laufen hinter dem Freibadgelände gen Aufstieg. Knapp 300 Meter später dürfen sie aufsteigen und über eine kurze, etwa 100 Meter lange Kopfsteinpflasterpassage, den Weg auf die Radstrecke starten.

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Hier kommen die Athleten vom Freibadgelände auf den Weg Richtung Radaufstieg. Insgesamt knapp 300 Meter liegen zwischen Fahrradständer und Start der Radstrecke.

40 Kilometer Radfahren

Vier Runden á 10 Kilometer. Allerdings 10 Kilometer, die es in sich haben! Mit rund 150 Höhenmeter pro Runde werden insgesamt knapp 600 Höhenmeter gesammelt, bei denen man sich tatsächlich fragt, woher sie kommen. Über den ersten flachen Kilometer können die Athleten Fahrt aufnehmen, bevor sie durch eine langgezogene links Kurve in eine kleine Senke abbiegen. Knapp 500 Meter später wandelt sich das sanfte Gefälle jedoch eine seichte, zähe Steigung. Eigentlich nicht der Rede wert und definitiv gut in Aeroposition zu ballern, aber eben auch kein Pappenstiel.

Ein erster, zäher Buckel also, der nach rund 800 Metern bezwungen ist. Will ein Athlet eine erste Duftmarke setzen – oder später im Rennen seinen Konkurrenten weh tun-, dann kann er das hier besonders gut. Bekanntermaßen geht es überall bergab, wo es auch bergan ging. Dementsprechend schnell schießen die Athleten einer 90 Grad Haarnadel-Kurve entgegen, vor der ordentlich runtergebremst werden muss – um, dann wieder hart anzutreten und in den „Schwarzebruch“ zu starten.

Mit Sicherheit der fieseste Streckenabschnitt: Über zwei Stufen schrauben sich die Athleten dem ersten Wendepunkt der Radstrecke entgegen. Zwei Mal geht es kurz und giftig nach oben, unterbrochen von einer kleinen Aeropassage. Oben folgt der U-Turn. Runterbremsen, volle Kanne antreten und dann im Geschwindigkeitrausch zurück zur Abbiegung. Hier müssen die Athleten erneut hart in die Eisen steigen, um die nächste 90 Grad Rechtskurve zu nehmen, die sich zum zweiten Wendepunkt der Runde führt. Runterbremsen, volle Kanne antreten und über den Buckel auf direktem Wege zurück zum start der Runde.

Der Anspruch des Radfahrens liegt darin, dass es immer wieder Spitzen gibt, die die Athleten verkrfaten müssen. Kurze, giftige Anstiege, Wendepunkte, gepaart mit richtigen Drückerpassagen, bei denen man auch mal den dicken Gang stehen lassen kann, wenn genug Saft in den Schenkeln steckt. Ein konstantes Radfahren gibt es sicherlich bei vielen Rennen, aber nicht auf den Strecken des Stadtwerke Ratingen Triathlons. Für das Pushing Limits Race und dieses Starterfeld die perfekte Location, um ein Rennen so richtig spannend, hart und unvorhersehbar zu machen.

10 Kilometer Laufen

Nachdem die Athleten den gleichen Weg in die Wechselzone zurückgelegt haben, den sie zuvor gekommen waren, geht es auf die finale Etappe: 10 Kilometer Laufen. In Ratingen verteilen diese sich auf vier Runden á 2,5 Kilometer. Zwar ist das Profil der Laufstrecke weniger kupiert als beim Radfahren, der technische Anspruch bleibt allerdings der gleiche. Mit zwei Wendepunkten auf jeder Runde und einem weiteren am Ende jeder Runde ist allein das ein richtiger Rhythmusbrecher. Nicht umsonst haben die Athleten vor dem Rennen heiß darüber diskutiert, welche Schuhwahl am Ende wohl die cleverste sein mag. Einerseits ist der Kurs nicht verwinkelt, andererseits gibt es die ein oder andere Stelle, die dann doch das Tempo bricht.

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Nach jeder Runde müssen die Athleten einen Schlenker durchs Freibadgelände nehmen, bevor sie auf die nächste 2,5 Kilometer lange Runde starten.
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Ein- und Ausgang der Laufrunde: Zuerst biegen die Athleten nach links ab, nehmen dort knapp 100 Meter später einen Wendepunkt und laufen dann nach rechts weg. Am Ende der Laufrunde kommen sie dann von rechts zurück und biegen erneut aufs Freibadgelände ein.

Die Strecke in Ratingen ist definitiv nicht einfach. Dennoch ist sie verdammt schnell. Und mit ihren Raffinessen machen sie das Pushing Limits Race noch ein wenig unkalkulierbarer.

Das Ziel befindet sich ebenfalls auf dem Gelände des Freibads. Anstatt nach der vierten Runde erneut abzubiegen, rennen die Athleten geradeaus in den Zielkanal und haben es dann geschafft. Wir sind super gespannt, wer das Rennen am Ende für sich entscheiden wird und welcher Athletentyp sich durchsetzen kann. Werden es die jungen, frischen und tempoharten Athleten von der Kurzdistanz sein, die jede Belastungsspitze gut abpuffern können – dafür aber noch Defizite in Sachen Power und Standfestigkeit haben? Oder haben die abgebrühten Mittel- und Langdistanzler die besseren Karten und können durch andere Vorteile das Rennen nachher an sich reißen? Heute mittag werden wir mehr erfahren!

  • Alle Fakten zum Pushing Limits Race auf einen Blick

  • Datum: 20. September
  • Start Livestream: Ab 14:15 Uhr
  • Link: Das Pushing Limits Race live verfolgen!
  • Race Start: 14:30 Männer / 14:50 Uhr Frauen
  • Distanzen: 1.000 m Schwimmen / 40 km Radfahren / 10 km Laufen
  • Besonderheiten: Non-Drafting, 20-Meter-Regel
  • Preisgeld: Die PTO schüttet insgesamt 15.000 Euro aus. Siegerin und Sieger erhalten jeweils 3.000 Euro, 2.000 gehen an Platz 2, 1.250 Euro an Platz 3, 750 Euro an Platz 4 und 500 Euro an Platz 5.
  • Prämien: Die BESTZEIT-Prämie in Höhe von 500 Euro geht jeweils an die Tagesschnellsten einer jeden Disziplin. Knacken die Gewinner den Streckenrekord, erhalten sie weiter 1.000 Euro als Bonuszahlung.

 

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