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Best of Bocki #45 – Neue sportliche Ziele: Auf dem Weg zum Marathon

Sportlich wollte ich es in der Saison 2019 entspannter angehen lassen. Also habe ich Ende März alle Trainingspläne über Bord geworfen, alle Wettkampf-Ziele für gescheitert erklärt und mir keine neuen (sportlichen) Herausforderungen gesucht. Meine On-Off-Beziehung zum Profi-Sport war damit endgültig beendet. Und es war die richtige Entscheidung. Denn es fühlt sich so an, als wäre ich vorerst satt davon, den Triathlonsport aktiv zu betreiben. Warum diese Erkenntnis wichtig ist und wieso ich nun Marathon laufen möchte.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
25. Oktober 2019 Blog Laufen

Ich muss die Zeit ein bisschen weiter zurückdrehen. Denn eigentlich standen die Zeichen nach der Triathlonsaison 2018 gar nicht so schlecht. Ich war zufrieden mit meinen Leistungen im vergangenen Jahr. Mit dem Sieg über die Mitteldistanz beim Allgäu Triathlon hatte ich mir einen kleinen, persönlichen Traum erfüllt. Mit den beiden fünften Plätzen bei der Challenge Prag und der Challenge Walchsee hatte ich mich nicht nur für das Profi-Rennen bei The Championship in Samorin 2019 qualifiziert, meine Leistung stimmte mich auch so zusätzlich positiv. Außerdem erkannte ich, dass ich im Schwimmen und Radfahren bereits auf einem guten Niveau angekommen war. Und das, obwohl die Saison Ende Februar mit einem gebrochenen Arm und somit wochenlangen Trainingsausfall begonnen hatte.

Und trotzdem war meine Motivation und mein Biss aufgebraucht. Bis ich mir das eingestanden hatte, verging beinahe ein halbes Jahr und es wurde März. Im Training mangelte es mehr und mehr an der nötigen Disziplin, den Trainingsplan erfüllte ich von Woche zu Woche weniger gewissenhaft und eigentlich nur noch punktuell wie vorgegeben. Hinzu kam, dass es mir unglaublich schwer fiel ein Ziel festzulegen, für das ich bereit war, wieder stundenlang ins Wasser, aufs Rad oder zum Laufen zu gehen. Also kam der Punkt, an dem ich es bleiben ließ.

Sicherlich war auch das der Grund für meine inkonsequente Umsetzung der ursprünglich mal gesteckten Ziele. Ich wollte es insgeheim einfach nicht genug.

Von da an habe ich mich durch dieses Triathlonjahr treiben lassen. Ich bin zwar vier Mal bei einem Triathlon an den Start gegangen, aber mit Sport – wie ich es gewohnt war – hatte das nichts mehr zu tun. Aber von Unzufriedenheit oder Nörgelei keine Spur, all diese Rennen waren eher die Bestätigung dafür, dass ich im März die richtige Entscheidung getroffen hatte.

Und mehr noch: Diese Rennen haben mir auch gezeigt, dass ich vom aktiven Triathlonsport satt geworden bin.

Triathlon ist der beste Sport der Welt. Zumindest für mich. Es gibt keine andere Sportart, die ich so leidenschaftlich verfolge, die mich so fasziniert, bei der ich alles aufsauge, bei der ich so viel Wissen angehäuft habe, bei der ich so viele Protagonisten kenne, bei der ich die Szene so sehr schätze, bei der ich die Werte und Normen so gut vertreten kann. Ich kann mir einfach keinen anderen Sport vorstellen, bei dem ich mich so zuhause fühlen würde, wie beim Triathlon. Und ich denke, dass ich mich nach 14 Jahren in diesem Sport – mal mehr, mal weniger erfolgreich – auch weiterhin als Triathlet bezeichnen darf. Auch wenn ich zukünftig die Wettkämpfe erstmal nicht mehr brauche, um mittendrin statt nur dabei zu sein.

Neue Ziele, neuer Reiz

Während ich das Jahr genossen habe, wie es war, hat sich aber auch eines herauskristallisiert: Eigentlich liebe ich sportliche Herausforderungen und den Fokus auf ein Ziel zu richten, für das ich dann nicht nur im Training, sondern auch drumherum brenne und für das ich bereit bin, Gas zugeben. Nur finde ich dieses Ziel gerade einfach nicht im Triathlon. Dafür aber in einer Teildisziplin: Dem Laufen. Irgendwie „bizzelt“ mich die Marathondistanz! Ich möchte herausfinden, was möglich ist, wenn ich mich mal nur aufs Laufen stürze.

Im Laufen gibt es gleich ein paar persönliche Ziele, die mich anmachen und die ich noch erreichen möchte. Zum einen würde ich gerne einmal 10 Kilometer unter 32 Minuten laufen – meine Bestzeit ist zwar mittlerweile in die Jahre gekommen, liegt aber mit 32:07 Minuten eben doch ein bisschen über meiner persönlichen Traumzeit.

Und dann eben der Marathon. Im Ausdauersport gibt es sicherlich viele Königsdisziplinen, für mich gehört der Marathonlauf definitiv dazu!

Ich erinnere mich an einen Sonntag vor drei Jahren, als Tamara beim Frühstück zu mir meinte: „Du schaffst es nie und nimmer einfach so aus dem Stand unter drei Stunden zu laufen!“ Ich weiß zwar nicht mehr, wie wir auf das Thema gekommen sind, aber nach dem Frühstück habe ich meine Laufschuhe angezogen und bin einfach 42 Kilometer durchs Allgäu gerannt – und war nach 2:49 Stunden fertig. Und weil ich ja gerade davon gesprochen habe, dass ich ein persönliches Ziel brauche, um wirklich Gas zu geben, möchte ich auf jeden Fall die 2:40 Stunden-Marke angreifen.

Am 19. April werde ich in Hamburg laufen und im Herbst noch einen weiteren Marathon in Angriff nehmen. Auf dem Weg begleitet mich Nils Goerke mit Trainingsplänen, sodass es hoffentlich ein erfolgreiches Unterfangen wird. Besonders Hamburg wird sicher ein geiles Erlebnis, denn dort trifft sich gleich eine ganze Goerke-Group, dem Chef inklusive (habe ich gehört), am Start!

Es wird definitiv ein langer Weg, der übrigens diese Woche angefangen hat. Vor mir liegen etliche Kilometer. Und fast neun Kilogramm, die ich nun bis April loswerden muss.

Ich halte euch auf dem Laufenden! Endlich also auch wieder sportlich. Ich werde berichten wie unsere Pläne aussehen und wir versuchen werden das selbstgesteckte Ziel zu erreichen.

Bis in Kürze, euer Bocki

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