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Triathlon-Blog: Best of Bocki #23 – Einer geht noch

Fast acht Stunden im Auto, davon knapp anderthalb im Stau – für 62 Minuten Wettkampf. Lohnt sich das? Das lohnt sich! Der Teamsprint in der 2. Bundesliga hat richtig Laune gemacht. Viernheim war die zweite von drei Stationen meines Saisonfinales, nächste Woche geht zur Challenge Walchsee. Jetzt erzähle ich euch aber erstmal, was mir an dem Team-Format so gut gefällt.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
26. August 2018
  • Titelbild: Ingo Kutsche / www.sportfotografie.biz

Triathlon ist so oft einsam. Im Training sowieso, aber auch im Wettkampf sind wir Triathleten (meistens und hoffentlich) allein unterwegs und ganz auf uns gestellt. Das ist gut so und macht den besonderen Reiz unseres Sports ja auch irgendwie aus. Aber: Habt ihr schon mal mit eurer Liga-Mannschaft einen Team-Wettkampf gemacht? Ganz schön geil.

Bei einem Team-Wettkampf wird aus Einzel- nämlich plötzlich Mannschaftssport. In Viernheim, beim vorletzten Rennen der 2. Bundesliga Süd, standen für uns gestern 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer laufen auf dem Programm. Wir, das war die Delegation des Team twenty.six um Lasse „Der Lockführer“ Ibert, Fabian Conrad, Yannick Heinlein, Peter Santagati und mich.

Der Lokführer bläst zum Angriff

Für uns begann das Rennen eigentlich erst so richtig, nachdem wir das Schwimmen mit Anstand hinter uns gebracht hatten. Wir lagen im Mittelfeld und wollten auf der Radstrecke unsere Stärke ausspielen. Meine größte Sorge war, dass irgendein unnötiger Unfall passiert, da die Straße noch ziemlich nass vom Dauerregen war und es ein paar Haarnadelkurven gab. Allerdings hatte ich schon ziemlich bald ganz andere Sorgen.

Lokführer Lasse hatte nämlich offensichtlich den Autopiloten eingestellt und donnerte nur so über die Strecke. Peter verloren wir schon nach der ersten von fünf zu fahrenden Runden, er kämpfte sich von da an allein bis ins Ziel – Chapeau! Der ICE (Ibert Cycling Express) machte Boden nach vorne gut und sowohl Fabi, Yannick und ich versuchten unseren Teil zur Aufholjagd beizutragen. Allerdings geht die gute Ausgangsposition, die wir vor dem Laufen erreicht hatten, definitiv auf die Kappe von Lasse.

Leiden einer neuen Dimension

Ziemlich flüssig, ja ich würde fast sagen leichtfüßig, starteten wir zu viert auf die Laufstrecke. Wir mussten zusammenbleiben und hatten mit einem guten Lauf die Chance auf dem Podium zu landen. Nun ist es in den Team-Wettkämpfen meistens so, dass es einen Athleten gibt, der die Arschkarte hat. Bei uns war es dieses Mal Yannick. Das lag nicht unbedingt daran, dass wir drei anderen so unfassbar viel stärker wären als er, sondern einfach weil er in den letzten Wochen fast kein Laufen trainieren konnte.

Aber Rücksicht nehmen kam leider nicht in Frage! Also trieben, schoben und zogen wir Yannick über die Strecke. Ich war mir zwischendurch sicher, dass er irgendwann kollabiert, keinen Fuß mehr vor den anderen bekommt und vor unseren Augen zu Boden geht. Aber no way! So etwas habe ich noch nicht erlebt und ich frage mich jetzt noch, wie er das gemacht hat. Er wusste zwischendurch nicht mal mehr, wie weit es noch bis ins Ziel war.

Auf seine Frage: Wie lange noch? Antwortete der Lokführer souverän: Nicht mal mehr einen Kilometer! Tatsächlich waren es noch fast zwei.

Am Ende hat es dann zum Podium gereicht und wir konnten uns über Platz drei freuen. Es war ein echt cooles Rennen, eine ganz andere Facette Triathlon. Danke ans gesamte Team, auch an Flo und Max für den Support, für einen echt geilen Samstag! Nun heißt es nochmal sieben Tage den Kopf runternehmen und den Feinschliff für die Challenge Walchsee erledigen.

Übrigens: Auch in Viernheim ist die Zahl der Pushing Limits-Leser, die ich nun auch mal persönlich getroffen habe, mal wieder gewachsen. Hat mich sehr gefreut! Und natürlich freue ich mich auch schon darauf beim Finale am Walchsee wieder neue (und auch alte) Gesichter zu treffen. Jan ist auch wieder mit vor Ort. Also wir sehen uns!

In diesem Sinne, bis in Kürze! Euer Bocki

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