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Daniela Bleymehl vor dem Ironman Hamburg: „In Hamburg gilt es, ganz bei sich zu bleiben!“

01. Juni 2024


Daniela Bleymehl im Interview vor dem Ironman Hamburg 2024

Zugegeben, der Saisoneinstieg lief für Daniela Bleymehl nicht optimal – und umso gespannter dürfte man sein, was die Profi-Triathletin am Sonntag beim Ironman Hamburg auf die Strecke zaubert. Denn eines steht auch fest: Die Form stimmt und die heimische Kulisse dürfte zusätzlich beflügeln. Geht der Plan diesmal auf? (Text: Lena; Bild: James Mitchell/Ironman)

Sie wirkt relaxt, ganz bei sich und scherzt im Gespräch mit Till Schenk bei der Pressekonferenz, nicht zu wissen, wann sie dank zwei Kids im Haus zuletzt so viel Erholung gehabt hätte, wie in diesen Tagen vor dem Ironman Hamburg – ja, Daniela Bleymehl ist bereit für einen fantastischen, spannenden und rasanten Renntag am kommenden Sonntag. Und die deutsche Triathlonwelt dürfte dafür die Daumen drücken.

Denn so viel ist auch klar: Nach ihrer Dominanz auf dem Rad beim Ironman Südafrika vor wenigen Wochen und dem daran anschließenden überraschenden Aus auf der Marathonstrecke, scheint es, als habe die 35-Jährige eine Rechnung offen. Und wenn alles nach Plan läuft, begleicht sie die ausgerechnet bei dem Rennen, dass sie bei der Premiere 2017 für sich entscheiden konnte … ein gutes Omen?

Pushing Limits: Dani, wie hoch ist das Bock-Level?
Daniela Bleymehl: Ziemlich hoch – bei mindestens 1.000 (lacht). Ich fühle mich gut, auch gut erholt. In der Rennwoche etwas mehr Ruhe gehabt zu haben, hat sicher nicht geschadet. Seit Südafrika konnte ich noch eine Schippe drauflegen. Aber klar: Im Rennen ist es dann immer noch etwas anderes.

Pushing Limits: Du wirkst auf jeden Fall sehr „angezündet“. Ist das der richtige Eindruck?
Daniela Bleymehl: Aktuell bin ich tatsächlich sehr heruntergefahren, weil ich tatsächlich bis zwölf Tage vorher trainiert habe. Normalerweise mache ich wesentlich früher viel weniger. Aber diesmal musste ich lange mit den intensiven Läufen warten, sodass sich alles etwas nach hinten verschoben hat. Die letzten zwölf Tage waren dafür sehr viel weniger intensiv, dadurch bin ich jetzt ganz erholt. Hinzu kommt, dass auch viele Wegbegleiter am Sonntag vor Ort sind. Das pusht zusätzlich.

Pushing Limits: Hast du das Gefühl, nach Südafrika ein „unfinished business“ auf der Agenda zu haben?
Daniela Bleymehl: Ein bisschen fühlt es sich so an, als würde die Saison jetzt erst losgehen – obwohl ich ja eigentlich schon ein Rennen gemacht habe. Aber danach habe ich mir tatsächlich auch keine Ruhe gegönnt, weil es aus meiner Sicht auch nichts zu gönnen gab. Dadurch steigt vielleicht einerseits der Druck, aber wenn es dann im Training gut läuft, andererseits auch die Vorfreude.

Pushing Limits: Welche Rolle spielt die doch durchaus gute Performance in Südafrika in den ersten beiden Disziplinen? Gibt dir das Selbstvertrauen?
Daniela Bleymehl: Die Form war da auf jeden Fall schon ganz gut und ich konnte an der Stelle auch noch einmal anknüpfen. Aber auch beim Laufen hat eigentlich alles gestimmt – ich konnte es dann nur im Rennen überhaupt nicht abrufen. Ich hoffe, das gelingt mir am Sonntag. Denn das Ziel ist klar: Ich würde schon gerne aufs Podium – gerade in diesem sehr starken Feld bin ich motiviert, zu zeigen, wofür ich gearbeitet habe. Da das Rennen das erste sein wird, das ich in die Pro-Series einbringen möchte, muss letztlich alles passen. Aspekte wie die Renngestaltung zählen dafür eben viel mehr. Und selbst, wenn ein Rennen frühzeitig entschieden ist, lohnt es sich, bis zum Schluss „um jede Sekunde“ zu kämpfen …

Daniela Bleymehl im Interview vor dem Ironman Hamburg

Pushing Limits: Du hast das Rennen 2017 bereits gewonnen – bei der Premiere. Auch wenn die Strecke jetzt anders ist: Was gibst du allen Agegroupern mit auf den Weg?
Daniela Bleymehl: Beim Schwimmen gilt: nach vorne gucken, weil man recht wenig sieht. Auf dem Rad spielt Konzentration eine hohe Rolle: In der Stadt ist es trubelig und teilweise verwinkelt, weiter draußen kehrt dann etwas Ruhe ein. Und beim Laufen muss man aufpassen, nicht zu schnell anzugehen, obwohl die Atmosphäre und Zuschauer sehr beflügeln. Da muss man umso mehr bei sich bleiben.

Danke, Dani – wir sehen uns Sonntag!

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