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Medienberichte: Ironman WM 2023 in Nizza – für die Männer?

29. November 2022


Hawaii Nizza

Na, das sind ja mal News: Medienberichten zufolge soll Ironman ernstmachen und die WM 2023 statt in Kona in Nizza stattfinden lassen – zumindest die der Herren. (Bild: Tom Schlegel)

Unkonkret konkret: So in etwa könnte man die Nachricht des Tages beschreiben: Wie unter anderem „tri-today.com“ berichtet, soll Ironman entschieden haben, künftig die WM der Herren und Damen im Wechsel zwischen Kona und Nizza stattfinden zu lassen. Und das bereits ab dem kommenden Jahr.

Ironman WM 2023: Nizza Callin`?

Demnach würde das Triathlon-Weltmeisterschafts-Rennen der Herren 2023 erstmals im September in Nizza stattfinden, während das der Damen beim ursprünglichen Termin im Oktober in Kona bleiben soll. 2024 solle dann getauscht werden: Die Herren würden demnach auf „Big Island“ racen, die Damen in Nizza.

Klingt irgendwie ungewohnt, ist aber nicht unwahrscheinlich. Denn dass die Insel (nicht nur preislich!) im Oktober 2022 aus allen Nähten platzte, ist auch über den großen Teich hinweg bekannt. Das brachte die Insel, die Nerven der Bewohner, aber auch die Organisation an Grenzen. Ein Aufsplitten der beiden Rennen wäre dementsprechend eine Option – und mit einem europäischen Austragungsort durchaus eine gute.

Ironman schweigt – noch

Allerdings: Offiziell hat Ironman diese Meldung noch nicht bestätigt. Medienberichte stützen sich auf „anonyme Quellen“, die „in direkter Verbindung zu Ironman stehen“; auch die stets gut informierte Redaktion des Magazins Triathlon berichtet auf der Online-Website „tri-mag.de“, die Informationen würden sich „in größten Teilen“ mit den eigenen decken. Weiterer Hinweis: Eine Meldung zu der WM 2023 sei ohnehin für den morgigen Dienstag vorgesehen gewesen, so tri-mag.de weiter.

Fest steht zudem, dass durch die Aufschub-Möglichkeiten (bis 2024) in Pandemiezeiten auch die kommenden Startfelder gut gefüllt sein dürfte. Ein vermeintlich fehlender Beschluss über zwei Renntage könnte das Umlegen eines der beiden Startfelder umso notwendiger machen. Der Website „Tri-today.com“ zufolge, würde das WM-Rennen als eigenes Rennen am 10. September fungieren; der Termin den Ironman France Ende Juni bliebe von der WM demnach unberührt.

So reagiert die Szene

Die Nachricht hatte am frühen Abend die Runde gemacht und wurde inzwischen heiß diskutiert. Europäische Athleten zeigen sich aus zahlreichen Gründen durchaus erfreut – zum Beispiel mit Blick auf Aspekte wie Nachhaltigkeit, Erreichbarkeit, Kosten. Anderes Argument: Die WM gehöre zu Hawaii, nur hier herrsche der Mythos.

Ob Pro oder Contra, ob Nizza oder Hawaii: Für Agegrouper, die ihren Start auf 2023 gelegt und mit einem Rennen auf der Insel gerechnet haben, könnte es eine böse Überraschung an diesem Dienstag sein.

Schwacher Trost: Jan „the GOAT“ Frodeno würde es bei einer tatsächlichen Verlegung des Rennens vermutlich nicht anders gehen. Immerhin, voraussichtlich morgen könnte es mit einem tatsächlichen Statement seitens Ironman diesbezüglich Aufklärung geben. Bis dahin gilt: Anything is possible …

  • Zum Lesen:
    Schade, hier hatten wir den Mythos gerade erst wieder einzig der Insel zugesprochen – aber das war nicht die einzige Erkenntnis dieser Saison!
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7 Kommentare

  1. Schlecht für den Mythos – aber nach Nizza kann man ja fast zum Zuschauen einen Urlaub einplanen!

  2. Keine Ahnung aber das einzige das Nachhaltig sein wird ist die Beschädigung der Marke und des Mythos auf Hawaii! Und wenn die Starter aus aller Welt jetzt nach Nizza reisen bleibt der Co2 Verbrauch der gleiche! Nur für uns Europäer schaut es am Papier besser aus! Sehr sehr schlechte Entscheidung für den Sport !

  3. Es ist einfach unglaublich zuzuschauen wie Ironman sich nach und nach selbst demontiert in den letzten Jahren. Vorallem die schon qualifizierten Athleten die sich einen Lebenstraum erfüllen wollten auf Hawaii und sich qualifiziert hatten sind hart getroffen…

  4. Mal davon abgesehen, das man ja wohl Hawaii nicht mit Nizza gleichsetzen kann.Einen Start in Nizza kann ich ohne Quali einfach buchen, den Mythos Hawaii nicht. So macht das Streben nach ner Quali für 2023 keinen Sinn.

  5. Aus unemotionaler Umwelt& europäischer Sicht ist es ein riesen Vorteil. Wesentlich weniger Kosten, leichter Zeitlich durchführbar.
    Einsparung von Co2 dürfte ziemlich sicher sein.. Denn Europäer machen einen hohen Anteil an Startern aus und selbst von der Ostküste haben eine kürzere Distanz nach Nizza als nach Hawaii. Lediglich Westküstler und Australien/Ozeanien/Ostasien würden Nachteile haben. Selbst von Singapur ist Nizza näher dran.
    Nach Hawaii müssen alle mitm Flugzeug innerhlab von Europa wären auch andere Möglichkeiten verfügbar.

  6. Für mich macht den Mythos Hawaii 3 Dinge aus.
    1. dass es auf Hawaii ist und somit am Geburtsort des Ironman.
    2. dass man sich dafür qualifizieren muss und man somit den Startplatz nicht mit Geld erkaufen kann und
    3. dass auf Hawaii nur die Besten starten.
    Für mich als Agegrouper ist es seit einiger Zeit auch das Ziel mich einmal für Hawaii zu qualifizieren.
    Dass die WM 2022 an zwei Tagen auf Hawaii stattgefunden hat und dadurch die Kosten für Unterkunft so explodiert sind, hat mich das erste Mal daran zweifeln lassen, ob ich überhaupt noch nach Hawaii möchte. Das Thema hätte sich jetzt, wenn es bei der Entscheidung bleibt, erledigt, weil:
    zu 1. Nizza ist nicht Hawaii. In Nizza kann ich auch starten, wenn es nicht die WM ist.
    zu 2. Man hat bei der WM in St George gesehen, dass nicht alle Startplätze angenommen wurden und diese dann an Nicht-Qualifikanten weggegangen sind.
    zu 3. Es haben in diesem Jahr schon Sportler die Quali bekommen, die in Ihrer AK jenseits von Platz 30 waren. Das ist natürlich eine super Leistung, aber hat für mich nichts mehr mit den „Besten“ zu tun.
    Meine Vermutung ist, dass alle Ironman-Rennen in Zukunft nicht mehr so gut besucht werden. Die Startpreise sind extrem hoch und wenn man nicht nach Hawaii möchte, lohnen sich die Kosten, meiner Meinung nach, nicht. Wenn Nils recht hat und die Agegrouper die Macht haben, wäre das sicher ein Hebel, an dem man ansetzen kann, um den Verantwortlichen zu zeigen, dass Ihre Entscheidung falsch ist.

    Ich werde mich in Zukunft auf jeden Fall nach Alternativen umgucken und die Marke Ironman meiden.
    In den Jahren, in denen die WM für die Männer nicht auf Hawaii stattfindet, wird der großer Gewinner in Bezug auf das Profifeld bestimmt Challenge Roth sein. Die haben ja eh schon immer ein super Starterfeld. Aber dann wird da sicher jeder Profi starten wollen und ein Sieg in Roth ist da bestimmt mehr Wert, als ein Sieg bei der WM in Nizza.