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Nach Sieg bei Arena Games: Beth Potter knackt 5-Kilometer Weltbestzeit

04. April 2021


Beth Potter 5k world best

Das ist ein starkes Stück! Die Britin Beth Potter ist beim Podium 5k in Lancashire in 14:41 Minuten eine neue Weltbestzeit über 5.000 Meter auf der Straße gelaufen. Die Bestmarke gilt jedoch als inoffiziell und führt in Expertenkreisen zu Diskussionen.

Nur eine Woche nach ihrem starken Auftritt und dem Sieg bei den Arena Games der Super League Triathlon in London, setzt Beth Potter das nächste Ausrufezeichen in Richtung ihrer Profikonkurrenz im Triathlonzirkus. Es dürfte jedenfalls im Triathlon aktuell keine Athletin geben, die dazu in der Lage wäre auf Potter’s Niveau zu laufen: Als sie nach 14:41 Minuten die Ziellinie überquert knackt sie die bisherige Weltbestzeit der kenianischen Top-Läuferin Beatrice Chepkoech um 2 Sekunden.

Für Beth Potter ist die Leistung aber auch aus einem weiteren Grund herausragend und Grund zur Freude: Beim gleichen Podium 5k-Event lief sie im August letzten Jahres noch 15:24 Minuten. Alleine diese Leistungssteigerung dürfte ihr viel Rückenwind für die kommenden sportlichen Ziele geben.

Weltbestzeit gilt als inoffiziell

Ein Wehrmutstropfen, der für Potter wahrscheinlich nur eine Randnotiz sein wird, ist der Fakt, dass die gelaufene Zeit nur inoffiziell gewertet werden kann. Der Podium 5k hatte von offizieller Seite – von Run Britain und der Association of Running Clubs – keine Genehmigung erhalten. Der britische Leichtathletikverband erkennt jedoch nur Ergebnisse von Veranstaltungen an, die eine Lizenz von Run Britain erhalten haben. Der exzellente Ruf des Podium 5k in der britischen Laufszene kann in diesem Fall keine gewichtige Rolle spielen, wenngleich die Strecke als akkurat vermessen gilt.

In dem Kontext ist außerdem interessant, dass der Dachverband aller nationalen Leichtathletikverbände World Athletics einige strikte Vorgaben zu Rennen macht, die erfüllt sein müssen, um Weltbestzeiten anzuerkennen. Dazu gehören neben der mehrfachen Streckenvermessung, Dopingkontrollen, die genaue Angabe des Höhenprofils und – falls mehrere Runden gelaufen werden – sogar die minimale bzw. maximale Länge der jeweiligen Runde. Ein bürokratischer Akt also.

Die junge Geschichte der 5-Kilometer-Weltbestzeit

Allzu lange gehört die 5 Kilometer-Strecke auf der Straße noch gar nicht in die Liste der offiziellen Weltbestzeiten. Erst im Januar 2018 hatte World Athletics entschlossen sie als offizielles Ranking aufzunehmen. Zuvor wurden die schnellsten 5 km Zeiten auf der Straße als „inoffizielle Weltbestzeit“ bezeichnet. Ein letzter quick fact dazu: Joyciline Jepkosgei ist 2017 innerhalb eines 10 Kilometer-Laufs in Prag 5 Kilometer in 14:32 Minuten gerannt.

Alle Umstände und Einflussfaktoren mal beiseite jetzt. Die Leistung von Beth Potter ist phänomenal stark und mit Blick durch unsere Triathlonbrille doch eine mehr als erfreuliche Nachricht, denn da scheint sich eine neue Variable in den Kampf um die Formachtstellung auf der Kurzdistanz einzuschalten. Es wird spannend, womit Beth Potter als nächstes überrascht!

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1 Kommentare

  1. „…über 5.000 Meter auf der Straße…“ es gibt keine 5000m auf der Straße. 5000m werden auf der Bahn gelaufen, 5km auf der Straße.
    „Ein bürokratischer Akt also.“ Warum so wertend? Das ist absolut korrekt, so vorzugehen. Eher sollte nachgefragt werde, warum der Veranstalter, wohl wissend, dass super schnelle Zeiten dort gelaufen werden könnten, sich keine Lizenz von Run Britain holt?