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Rennen des Jahres: Maurice Clavel in Topform für Ironman VR7

Für Maurice Clavel soll es das Triathlon-Highlight des Jahres werden, wenn heute Abend der Startschuss zur Ironman VR7 Pro Challenge fällt. Mister Krawall hat sich in den letzten Wochen akribisch auf diesen Tag vorbereitet. An welchen Stellschrauben er mit seinem Expertenteam gedreht, auf welche Details er besonders großen Wert gelegt hat und mit welchen taktischen Mitteln er ins Rennen gehen wird, erfahrt ihr im exklusiven Vorbericht.

Niclas Bock Bocki Pushing Limits
Bocki Ehrlich währt am längsten

„Ich nehme dieses Rennen sehr ernst“, erklärt Maurice Clavel gegenüber Pushing Limits. „Die letzten Wochen standen voll und ganz im Zeichen der VR7 Pro Challenge und ich bin froh, dass es nun endlich losgeht.“ Die Anspannung und der Druck, der auf seinen Schultern lastet, sind dem sonst so quirligen Wahl-Freiburger anzumerken.

Der Startschuss zum virtuellen Rennen der Ironman Pro Challenge fällt heute am späten Samstagnachmittag um 17:30 Uhr. Optimale Voraussetzungen für Langschläfer Clavel: „Der späte Start spielt mir absolut in die Karten, so kann ich nicht nur morgens gewohnt lange ausschlafen, sondern auch meinen Mittagsschlaf, der eine elementare Rolle in meinem Alltag als Triathlonprofi spielt, beibehalten. Ich muss also weder meinen Bio-Rhythmus anpassen, noch andere Gewohnheiten aufgeben.“

Spannung garantiert

Es erwartet ihn ein bisher unbekanntes, ja sogar vollkommen neuartiges Rennformat: Im Team mit seinem mexikanischen Profi-Kollegen Mauricio Mendez Cruz tritt er gegen das Powerfrauen-Duo Laura Philipp und Nikki Bartlett an. In zwei aufeinanderfolgenden Zeitfahren über 20 Kilometer kämpfen die Teams (oder die Athleten) (oder beide) um den Sieg: „Der Race-Modus ist ganz einfach. Ein Männerteam, ein Frauenteam, 20 Kilometer Zeitfahren, zwei Mal hintereinander mit Pause dazwischen, zuerst Jagdstart und beim zweiten Mal irgendwie anders.“ Alle Klarheiten beseitigt.

Mister Krawall, wie er in Fachkreisen genannt wird, ist auf alle Eventualitäten vorbereitet: „Das Rennen wird in der digitalen Welt auf der Plattform Rouvy ausgetragen. Ich habe mich vorher äußerst präzise mit dem Kurs beschäftigt, vor allem die technisch anspruchsvollen Passagen kommen mir sehr entgegen.“ Darauf angesprochen, dass technische Fähigkeiten beim Fahren auf der stationären Rolle nicht von Bedeutung sind, reagiert Clavel dünnhäutig: „Ich lasse mich vor dem Start nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht von der Presse oder hartnäckigen Journalisten!“

An alles gedacht: Sauerstoff- und Flüssigkeitszufuhr kein Problem

Mit seinem engen vertrauten Armin hat Clavel vor allem die letzten Tage dazu genutzt, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine Top-Performance zu organisieren. „Mein Race Set-Up werde ich auf einer Terrasse über den Dächer Freiburgs aufbauen“, verrät Clavel und demonstriert Risikobereitschaft: „Für den positiven Effekt, der mir durch das Fahren an der frischen Luft beste Sauerstoffzufuhr ermöglicht, nehme ich gerne in Kauf, dass ich dafür einige Höhenmeter über Normal Null fahren werde.“ Die Dachterrasse befindet sich über dem fünften Stock eines Mehrfamilienhauses.

„Darüberhinaus habe ich mich intensiv damit auseinander gesetzt, welche anderen Faktoren über Sieg oder Niederlage entscheiden könnten. Unter anderem deshalb werde ich mein High Performance-Getränk nicht aus einer handelsüblichen Flasche, wie wir sie alle vom Radfahren kennen, zu mir nehmen, sondern aus einem Protein-Shaker. Ich habe dafür die Fließ-Austritts-Geschwindigkeit des Getränks bei beiden Behältnissen gemessen und miteinander verglichen. Durch die größere Öffnung des Shakers war die Trinkflasche chancenlos!“ Vorteil Clavel.

Ein weiteres Thema, das Gewicht haben könnte: Schweißverlust und Kühlung. „Ich weiß, dass am Ende Kleinigkeiten entscheidend sein können. Daher habe ich wirklich auf jedes Detail geachtet“, spielt der Modellathlet auf sein Wettkampf-Outfit an. „Es war eine harte Entscheidung, normalerweise liebe ich die Freizügigkeit beim Rollefahren und verzichte auf Oberkörperbekleidung. In der VR7 Pro Challenge werde ich dennoch meinen Wettkampf-Anzug tragen. Bewiesenermaßen sind die Kühleigenschaften von Textil weitaus besser, als von nackter Haut.“

Ob seine unbedarfte Offenheit so kurz vor dem Rennen kein Risiko darstellt und seine Konkurrenz eventuell kurzfristig nachzieht? „Nein, davor habe ich keine Angst. Meine Vorkehrungen waren aufwendig und sind nicht innerhalb weniger Stunden nachzuahmen.“

Live-Schalte nach dem Rennen

Maurice Clavel scheint zu wissen, wovon er spricht. Ob es heute zum Sieg reichen wird? Es wäre ihm zu gönnen. Wenn ihr nach dem Rennen mehr erfahren wollt, dann schaut heute Abend bei Instagram vorbei. Dort planen wir in den frühen Abendstunden eine Live-Schalte aus dem Hauptstadtstudio direkt auf die Dachterrasse über den Dächern Freiburgs.

2 Kommentare

  1. …die größte Leistungsverbesserung verspricht sich Clavel allerdings von einem Wechsel der Hinterradgröße auf 26 Zoll. Clavel dazu selbst:“ Bislang war ich bezüglich meiner Renngeschwindigkeit immer durch die Übersetzung meiner Shimano GRX-Schaltgruppe limitiert. Mit dem kleineren Hinterrad stoße ich in völlig neue Geschwindigkeitsbereiche vor!“ Ob der Ausnahmeathlet diese Maßnahme auch in echten Wettkämpfen umsetzen wird hängt noch von weiteren Tests ab. ;o)

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