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Salomon SLAB Phantasm im Test

15. Februar 2021


Ein Portrait des Laufschuhs Salomon SLAB Phantasm getragen von einem Läufer

Salomon hat mit dem SLAB Phantasm einen überraschenden Laufschuh präsentiert. Klar haben die Franzosen in letzter Zeit einige spannende Modelle für die Straße ins Sortiment aufgenommen. Aber ein voll auf die Geschwindigkeit ausgelegtes Modell verbinden viele Läufer doch eher weniger mit Salomon.

Über den Salomon SLAB Phantasm

So neu wie der SLAB Phantasm wirkt, so typisch sieht der Laufschuh nach einem SLAB von Salomon aus. Unter den SLAB-Modellen von Salomon finden sich die Peak-Läufermodelle der Marke. Ausgestattet mit den neuesten und hochwertigsten Technologien vertrauen besonders Trailläufer auf diese Schuhe. Es ist daher nicht überraschend, dass der neue SLAB Phantasm gemeinsam mit Kilian Journet entwickelt wurde. Es sollte der Schuh sein, mit welchem er den 24h Rekord auf der Laufbahn brechen wollte – leider musste er nach 10 Stunden seine Challenge aufgeben. Auch der rote Colorway ist mehr als typisch für Salomon und der Aufbau erinnert etwas an die Sonic Reihe.

Salomon SLAB Phantasm

Komfort und Passform 

Der Upper besteht aus einer ultradünnen ME:sh-Lage und schmiegt sich sehr nah an den Fuß. Nähte gibt es nur zwei im Fersenbereich, sonst sind alle Elemente verschweißt. Trotz der äußerst schmalen Passform gibt es keinerlei Druckpunkte und der Upper fühlt sich wie eine zweite Haut an. Eine Fersenkappe ist nicht vorhanden, der Schuh kann einfach komplett eingedrückt werden. Dennoch liefert der der Phantasm einen guten Halt. Hier wirkt alles bis ins kleinste Detail durchgedacht und sehr stimmig.

Salomon SLAB Phantasm

Dämpfung und Grip

Die Form der Mittelsohle fällt unter die Kategorie „Rocker“, sodass der Bodenkontakt kurz bleiben soll. Als Foam sitzt in der Mittelsohle eine Mixtur aus EVA und Olefin. Dies sorgt für eine leichte Dämpfung und hat natürlich den Fokus, einen beim Laufen nach Vorn zutreiben. Auf Carbon bzw. steife Platten in der Mittelsohle für den Antrieb verzichtet Salomon. Wie bei den meisten Modellen von Salomon besteht die Außensohle aus Contagrip und zeigt sich über die gesamte Länge. Mit dieser Materialmischung kommt man auch bei widrigsten Bedingungen nicht ins Rutschen.

Salomon SLAB Phantasm

Auf der Straße

Mit dem Salomon SLAB Phantasm bin ich vor allem die kürzeren HIT-Einheiten im Training gelaufen. Dabei kam schnell das Gefühl eines klassischen Racing Flats auf. Egal wie stark es regnete, der Schuh bohrte sich bei jedem Schritt in den Asphalt. Diese Contagrip-Mischung in der Außensohle ist wirklich überragend. Durch den direkten Aufbau macht ein Laufen über die Ferse nicht viel Sinn. Somit sollte man primär über den Vor- bzw. Mittelfuß laufen, um die Stärken des Racers nutzen zu können. Sonst läuft sich der Phantasm unaufgeregt und ist somit ein optimaler Laufschuh für Einheiten zum Laktat in die Beine pumpen.

Zahlen und Daten zum Salomon SLAB Phantasm:

  • Gewicht: ca. 199g (Herrenschuhgröße 42)
  • Sprengung: 6 mm
  • Kategorie: Neutral
  • Preis: 180€
  • Einsatz: HIT, Wettkampf

Salomon SLAB Phantasm

Fazit

Die beschrieben Features sind in der Gesamtmenge nicht besonders viel und es zeigt sich hier, wie minimalistisch der Laufschuh aufgebaut ist. Dennoch sind alle verwendeten Elemente sehr hochwertig und funktional. Der Schuh sitzt einfach wie ein Hauch von nichts am Fuß. Für mich ist es ein optimaler Laufschuh für HIT-Einheiten und kürzere Wettkämpfe. Durch seinen überragenden Grip ist man dabei nicht auf Sonnenschein angewiesen.

Bilder: Carsten Beier


Salomon hat den Salomon SLAB Phantasm kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

2 Kommentare

  1. Hallo Zusammen,
    ich habe eine kleine Anmerkung zum oben beschriebenen Artikel: Meines Wissens wollte Kilian Journet den 24 h Rekord brechen und nicht den 100 km Rekord oder? Ich vermute, dass der Kollege Journet für seine 100 km keine zehn Stunden bräuchte.

    Gruß Thomas

  2. Hi Thomas, das hast du vollkommen recht, danke für den Hinweis. Da hatte ich wohl zu viele Ultradistanzen im Kopf beim Schreiben. 😉