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Best of Bocki #37 – Triathlon Ingolstadt: Mein perfekt unperfektes Wochenende

Der Blog zu meinem Saisonstart und dem Triathlon Ingolstadt wird etwas vielschichtiger ausfallen als: „Ich habe das Rennen verkackt!“ Gestern habe ich mir im Ziel fast den Mund fusselig geredet, denn mal abgesehen vom sportlichen Ausgang, hat mir der Tag und das ganze Wochenende einfach unfassbar viel Spaß und Freude gemacht. Auch wenn am Ende keine besondere Platzierung in der Ergebnisliste steht.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
  • Titelbild: Harald Eggebrecht / tri2b.com

Ich fange mal verkehrtherum an. Auf der Rückfahrt von Ingolstadt nach Nürnberg hat mich gestern dieses so-kann’s-nicht-weitergehen-Gefühl gepackt. Meine Trainingsleistung seit Ende März tendiert gegen Null. Meine Hoffnung für die Mitteldistanz beim Triathlon Ingolstadt war eigentlich, dass ich mich schon irgendwie durchschummeln werde können. Konnte ich aber nicht.

Ohne Trainer und ohne Plan mache ich halt entweder gar nichts oder totalen Bullshit.

Ihr merkt schon, ich hadere rum. Und deshalb habe ich abends noch mein Handy in die Hand genommen und Nils Goerke angerufen. Durch Tamara habe ich einen guten Einblick, wie Nils mit seinen Athleten zusammenarbeitet. Und ich weiß, dass er den Spagat zwischen Triathlontraining und anderen Aufgaben im Alltag versteht. Außerdem kennen wir uns gut und arbeiten in letzter Zeit durch unsere Aktionen mit der BKK Mobil Oil ohnehin öfter zusammen.

Ein Training auf Profi-Niveau mit einem 100 prozentigen Fokus auf den Sport ist bei mir aktuell nicht drin. Das muss vielleicht aber auch gar nicht sein. Es muss da ja schließlich auch einen Kompromiss geben und ich bin sicher, dass Nils mir dabei helfen kann ihn zu finden.

Nun zum sportlichen Teil

Im Blog vor dem Rennen habe ich geschrieben: „Ich werde am Sonntagmorgen mein Rad in die Wechselzone schieben, die aufgeregte Pre Race-Stimmung aufsaugen, mit 100 Prozent Vorfreude an der Startlinie stehen und das Rennen mit allen Facetten genießen.“ Und genau das habe ich auch so gemacht.

Pünktlich um 8:00 Uhr fiel der Startschuss, 2.000 Meter Schwimmen durch den Baggersee. Nach 25:46 Minuten hatte ich wieder Land unter den Füßen und lief als Zweiter in Richtung Wechselzone. Hier ging alles ganz flott und ich konnte als Führender auf die Radstrecke gehen. Und wie ich diese Strecke liebe! Bester Asphalt, leicht welliges Profil und dann auch noch herrliches Wetter.

Danke an Harald von tri2b.com für das Foto von der Radstrecke. Da war die Welt noch in Ordnung…

Bis Kilometer 60 lief es wie am Schnürchen, doch dann bekam ich meinen Übermut und Leichtsinn zu spüren. Meine Power ging flöten und auf dem dritten Platz rollte ich in Richtung Wechselzone.

Aber immerhin nicht verfahren! Danke nochmal an alle, die mich vor dem Rennen mit dem Fauxpas aus dem Vorjahr aufgezogen haben.

Zu den vier Runden um den See gibt es nicht viel zu sagen. Zäh war’s! Immerhin konnte ich etwas länger das gute Wetter und die gute Stimmung genießen. Ein spezieller Gruß geht an dieser Stelle an das Power-Duo aus Roth (ihr wisst, dass ihr gemeint seid!). Am Ende steht Platz 13 und eine Zeit von 4:12:24 Stunden in der Ergebnisliste. Punkt.

Der perfekte Teil des Wochenendes

Ich habe es gestern schon unter meinem Instagram-Post geschrieben: Triathlon ist am Ende des Tages mehr als schnelle Zeiten und gute Platzierungen. Gestern war zum Beispiel der erste Triathlon, bei dem Tamara, meine Schwester, ihr Freund und ich, alle gemeinsam in einem Rennen unterwegs gewesen sind. Unsere Eltern sind auch schon Freitags nach Ingolstadt gekommen, am Sonntagmorgen noch mein Onkel aus München und dazu noch Freundinnen von Tamara, die entweder selbst gestartet oder an der Strecke dabei gewesen sind. Dieses ganze Miteinander macht für mich einen wesentlichen Teil der Faszination Triathlon aus! Dass Tamara dann die Mitteldistanz gewinnt, setzt dem Ganzen natürlich die Krone auf.

Und dann natürlich ihr. Vor, während und nach dem Rennen mit dem ein oder anderen zu quatschen macht mir einfach extrem viel Spaß! Gestern bin ich fast anderthalb Runden mit Patrick gelaufen, habe erfahren wie er sich mit seinem 50-Stunden-Job aktuell auf seine erste Langdistanz in Roth vorbereitet und, dass er mit dem Ziel die 5-Stunden-Marke zu knacken in Ingolstadt am Start ist – am Ende war er knapp 25 Minuten schneller als gedacht!

Das sind die Geschichten und Erlebnisse, die ich wirklich geil finde!

Für mich geht es am Donnerstag nach Samorin zu THE CHAMPIONSHIP! Zwar konnte ich mich letztes Jahr mit den 5. Plätzen bei der Challenge Prag und dem Challenge Walchsee für die Teilnahme qualifizieren, aus sportlicher Sicht macht das aber keinen Sinn. Ich werde mir alles genau anschauen und euch natürlich mitnehmen!

Und so geht’s weiter

Sportlich geht es für mich dann am 9. Juni wieder zur Sache, wenn wir mit dem Team twenty.six in die 2. Bundesliga-Saison starten. Außerdem mache ich mich nun mit dem Plan von Nils wieder an die Arbeit – angepasst an die Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen. Aber wie heißt es noch so schön? Es kann nur besser werden.

Bis in Kürze, euer Bocki

1 Kommentare

  1. Lieber Bocki, sehr wahre Worte die du da schreibst. Ich denke das sich davon der ein oder andere Sportkamerad mal ne Scheibe von abschneiden sollte. Genießt den Sport, das draußen sein und wenn es mal nicht so läuft erinnert euch das Triathlon Spaß macht!

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