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Challenge-Prag-Race

Challenge Prag: Die Mitteldistanz mit Großstadt-Flair und Kult(ur)-Faktor

Die Challenge Prag verdient ein Race Portrait auf Pushing Limits! Ich bin nach meinem Start wirklich sehr begeistert von der Mitteldistanz in Tschechiens Hauptstadt. Wenn Veranstalter und Stadt professionell Hand-in-Hand arbeiten, dann ist Triathlon der Extraklasse möglich. Die Challenge Prag zeigt wie. Ich stelle euch ein Rennen vor, das ihr auf eure To-Do-Liste schreiben solltet.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
03. August 2018 Triathlon Wettkämpfe Urlaub

Man kennt das ja schon von einigen Veranstaltungen: Der Eventname verspricht klangvoll, dass es sich um einen Triathlon in einer großen, tollen Stadt handelt. Nicht selten wird man davon aber enttäuscht und der Name hält längst nicht was er verspricht. Stattdessen ist der Austragungsort kilometerweit von der angepriesenen Metropole entfernt. Quasi so, wenn man zum Flughafen Düsseldorf-Weeze fliegt und denkt der wäre in der Nähe von NRWs Landeshauptstadt. Falsch gedacht. Am Ende ist man dann nicht nur enttäuscht, sondern vor allem genervt. Sauber über den Tisch gezogen, könnte man auch sagen.

Bei der Challenge Prag ist das anders. Wo hier Prag draufsteht ist auch wirklich Prag drin. Das Schwimmen startet wenige Meter vor der geschichtsträchtigen Karlsbrücke und mit dem imposanten Staatstheater zur Linken der Athleten – für Touristen gehört beides zum Pflichtprogramm bei einem Städte-Trip.

Schwimmen: 1.900 Meter in der Moldau

Geschwommen wird in der Moldau. Das Wasser ist ziemlich frisch. Im Juli, wenn die Challenge Prag stattfindet, meistens um die 17 Grad. Die Schwimmrunde ist ziemlich kurzweilig: Vom Start geht es knapp 250 Meter geradeaus, bevor um zwei Bojen gewendet wird und parallel zur Startgeraden zurückgeschwommen wird. Danach umschwimmen die Athleten eine Insel in der Moldau, auf der auch später das erste Wechselzelt wartet. Die Kulisse am Schwimmstart ist super schön, aber da lasse ich einfach mal ein paar Bilder sprechen:

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Foto: Jan Brychta / Challenge Prag
Foto: Jan Brychta / Challenge Prag
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Foto: Jan Brychta / Challenge Prag

Radfahren: Schnelle 90 Kilometer

Die Radstrecke führt auf der Stadtautobahn flach und schnell hinaus aus Prag. Nach etwa 10 Kilometern werden die Straßenverhältnisse etwas holprig, aber es kann immer noch problemlos in Aeroposition über die Strecke gebolzt werden. Auf dieser Passage ist die Straße zwar ausreichend breit, aber auch nicht übermäßig – es gilt auf jeden Fall aufmerksam zu bleiben, da hier in beide Richtungen gefahren wird. Raus zum Wendepunkt und wieder rein.

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Foto: Josef Vaishar / Challenge Prag

Nach Rennkilometer 23 biegt die Strecke rechts in einen nicht ganz vier Kilometer langen Anstieg ab. Dieses Teilstück kommt sehr gelegen, da man die Aeroposition kurzzeitig verlassen kann, dennoch ist der Anstieg mit 5-6 Prozent Steigung äußerst gut im Sitzen zu fahren. Oben angekommen geht es um den Wendepunkt und im Tiefflug hinab und auf den Weg zurück nach Prag. Die ganze Runde gilt es zwei Mal zu absolvieren.

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Foto: Challenge Prag

Ich halte die Radstrecke durchaus für Bestzeiten-tauglich! Die paar Höhenmeter schaden dem Highspeed-Schnitt eigentlich nicht, vor allem weil die Abfahrt technisch anspruchslos zu durchfahren ist und man dort keine Sekunde verschenkt. Mit wenigen Ausnahmen der Asphaltdecke rollt es wirklich gut!

Laufen: 21 Kilometer über Kopfsteinpflaster und Brücken

Vier Runden entlang der Moldau ergeben am Ende fast 21 Kilometer Laufstrecke. Ich persönlich vermute, dass die Strecke ein kleines bisschen zu kurz gewesen ist. Allerdings hatte ich meine GPS-Uhr nicht an und kann es daher nicht ganz genau sagen. Was ich allerdings sagen kann: Die Laufstrecke gehört nicht zu den Schnellsten! Sie ist zwar unterhaltsam, abwechslungsreich und kurzweilig. Dennoch haben es die vier Runden auch auf anspruchsvolle Art und Weise in sich.

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Foto: Jan Brychta / Challenge Prag

Noch bevor man den ersten Kilometer hinter sich hat, wechselt der Untergrund von Asphalt zu Kopfsteinpflaster. Am Ufer der Moldau geht es dann für einige hundert Meter über die Buckelpiste. Vom Ufer führt die Strecke dann hinauf auf eine Brücke und man quert die Moldau.

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Foto: Josef Vaishar / Challenge Prag

Leicht abschüssig geht es zum ersten Wendepunkt und kurze Zeit später hat man die ersten drei Laufkilometer bereits erledigt. Die letzten beiden Kilometer verlaufen flach und schnell zurück in Richtung Zielbereich und Wechselzone. Dort startet man entweder auf die nächsten Runden oder biegt letztendlich ins Ziel ab.

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Foto: Jan Brychta / Challenge Prag

Verpflegung: Was das Herz begehrt

Es war super heiß bei der Challenge Prag und daher sicher eine extra Herausforderung für den Veranstalter die Verpflegung und Versorgung der Athleten sicher zu stellen! Aus meiner Perspektive ist das aber gut gelungen. Zwar hätte ich mir auf der Laufstrecke gewünscht, dass die Getränke (Wasser, Iso, Cola, Red Bull) besser gekühlt gewesen wäre, aber vermutlich waren alle Beteiligten (also nicht nur die Athleten) mit der großen Hitze etwas überfordert. Ansonsten gab es meiner Meinung nach aber nichts zu beanstanden und man konnte sich entsprechend gut versorgen.

Organisation & Helfer

Die Hilfsbereitschaft der Organisatoren und Helfer war genial. Zwar haben nicht alle englisch gesprochen, aber die Meisten schon. Und wenn man sich nicht über die Sprache verständigen konnte, dann ging es irgendwie mit Händen und Füßen. Am Ende hat auf jeden Fall alles geklappt und alle Fragen, die sich mir im Laufe meines Prags Aufenthalts gestellt haben, ließen sich ohne größere Probleme beantworten. Ich habe mich echt gut aufgehoben und betreut gefühlt, genau dieses Gefühl sollte man als Athlet von einem Veranstalter vermittelt bekommen!

Eine Sache, die mir noch wissenswert erscheint: Die Wechselzone war super lang! Vor allem der Weg vom Schwimmausstieg zum Wechselzelt und dann weiter zum Rad war krass – knapp unter 1.000 Metern würde ich tippen.

Noch fragen?

Falls ihr Fragen zur Challenge Prag habt, wo man gut essen kann oder wo man ein ordentliches Hotel findet, dann meldet euch einfach. Entweder hier in den Kommentaren oder über unsere Facebook-Seite!

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