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Ironman 70.3 Weltmeisterschaft: Nizza, baby!

Während sich die Schönen und Reichen in Nizza die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, bereiten sich rund 6.000 Triathleten auf ihren Start bei der Ironman 70.3-Weltmeisterschaft an der Cote D’Azur vor. Wir richten den Blick bereits heute aufs Wochenende und freuen uns auf die heißeste Phase der Triathlonsaison.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
03. September 2019 Triathlon Wettkämpfe
  • Titelbild: Getty Images for Ironman

Lasset den Road Trip beginnen! Fast 1.300 Kilometer trennen uns noch von Nizza, ab Mittwochabend wollen wir unser Wohnmobil auf einem Campingplatz parken und uns vor Ort auf das erste richtige Vorgeplänkel vor dem Ironman Hawaii einstimmen. Während Jan im Düsseldorfer Office die Stellung hält, werden Tamara und ich in Nizza die WM live miterleben und unsere Eindrücke mit euch teilen. Tatkräftige Unterstützung hat sich dafür angekündigt: Valentin aus Ingoldstadt! Wir freuen uns.

Keine Pushing Limits-Show aus Nizza

Bevor Fragen aufkommen: Aus Nizza wird es keine Pushing Limits-Show geben. Wir wollen, dass dieses Format etwas besonderes bleibt und es sich nicht verbraucht, wenn wir bei zu vielen Rennen mit der Videokamera im Gepäck unterwegs sind. Unsere Marschroute ist nach wie vor „Qualität statt Quantität“ und daher starten die nächsten Dreharbeiten erst wieder auf Big Island. Aber klar, als Triathlonfans können wir uns Nizza nicht entgehen lassen! Das Rennen wird ein Spektakel. Und ein bisschen was haben wir dann doch in der Hinterhand.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, findet die Ironman 70.3-Weltmeisterschaft an zwei Tagen statt: Am Samstag kämpfen die Frauen um den Weltmeister-Titel über die halbe Ironman-Distanz, sonntags die Männer. Insgesamt werden 250.000 US-Dollar Preisgeld ausgeschüttet. Siegerin und Sieger dürfen sich über jeweils 45.000 US-Dollar freuen. Ein durchaus lukratives Unterfangen also. Eine Vorhersage, wer das Rennen um die Sieger-Checks machen wird, ist so schwierig wie selten zuvor bei einer Ironman 70.3-WM – zumindest bei den Männer.

Bei den Frauen lassen sich nämlich jegliche Diskussionen relativ leicht mit einer rhetorischen Frage abkürzen: Wer soll Daniela Ryf schlagen?

Sehr schade, dass Laura Philipp ihren Start in Nizza absagen musste. Meine Hoffnungen waren groß, dass sie die Dominanz der Schweizerin hätte angreifen können – das Duell verschiebt sich nun um einige Wochen. Auch Anne Haug verzichtet nach ihrem starken Auftritt und dem Sieg beim Ironman Kopenhagen auf einen Start bei der 70.3-WM. Sie bereitet sich gerade im Club La Santa auf den Showdown in Kona vor. Aus deutscher Sicht verspricht das Rennen der Frauen also keine deutschen Erfolge. Wir werden auf jeden Fall bei der Pressekonferenz die Ohren spitzen und uns einen Eindruck über die Ryf-Herausforderinnen machen.

Das spannendste Rennen aller Zeiten?

Was bei den Damen fehlt, bietet das Herrenrennen en masse: Kandidaten für den Sieg. Altmeister Javier Gomez, Dauerbrenner Alistair Brownlee, das norwegische Duo mit Gustav Iden und Kristian Blumenfelt oder die beiden US-Amerikaner Ben Kanute und Rodolphe Von Berg schicken sich an, um in Nizza als Champion vom Platz zu gehen. Und das sind nur ein paar von den richtig starken Internationals. Auch ein Pieter Heemeryck aus Belgien könnte an einem guten Tag seine Chance wittern und bei kluger Renneinteilung den Vogel abschießen.

Einer, den wir nicht nur liebendgern ganz oben sehen würden, sondern der auch noch das Zeug dazu hat, ist Sebastian Kienle.

Wenn Sebi an den Start geht, dann sind wir on fire! Das Umknicken beim Lauftraining hat ihn sicherlich ein paar gute Trainingseinheiten gekostet. Aber wer Sebi schon länger verfolgt, der weiß auch, wozu er trotz verkorkster Vorbereitung im Stande sein kann. Und von verkorkst ist seine Vorbereitung dieses Jahr definitiv weit entfernt. Meine Meinung: Der Sieg am Sonntag geht nur über ihn.

The Germans: Schwarz-rot-goldenes Aufgebot

Man weiß gar nicht so recht, wo man eigentlich anfangen soll. Mit mehr als realistischen Chancen aufs Podium reisen gleich vier weitere Deutsche nach Nizza: Maurice Clavel, Andi Dreitz, Flo Angert und Patrick Lange. Bis auf Patrick haben die Jungs dieses Jahr bereits alle ihre Top-Form unter Beweis gestellt. Als Doppel-Hawaii-Champion trägt Patrick natürlich eine gewisse Bürde auf seinen Schultern: Er muss die Rennen gewinnen, bei denen er an den Start geht. Das ist zumindest die verbreitete Erwartungshaltung. Wir werden sehen, wie er damit in Nizza umgehen wird.

Eine wesentliche Perspektive fehlt hier bisher: Die Rolle der Strecken in Nizza. Ich werde die Strecke in Nizza nochmals genau unter die Lupe nehmen. Erst danach möchte ich mich festlegen, welcher Athletentyp bei diesem speziellen Anforderungsprofil die besten Chancen hat.

Das nächste Mal hören wir uns aus Nizza! Bis dahin. Euer Bocki

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