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Selber machen: Ab ins Trainingslager ganz auf eigene Faust!

Es gibt viele gute und tolle Veranstalter von Trainingslagern und Sporturlauben. Doch auch die eigenständige Organisation ist möglich, kann einige Vorteile mit sich bringen und war bisher immer die von mir präferierte Variante für das Training auf Mallorca und Co.

Jan Peiniger von Pushing Limits
Jan Peiniger Der Weg zählt!
13. April 2019 Camp Special Ziele

Wahrscheinlich ist hier jeder anders, aber Erstens kann es mir gerade in einem Trainingslager auch mal zu viel Triathlon werden – nicht was das Training angeht, ich kann viel trainieren und das auch mit Freude und Elan – nein, mit zu viel meine ich zu viel Triathlon-Themen, zu viele Triathlon-Menschen und zu wenig „Abschalten“. Ich mag es, wenn man auch im Trainingslager das Thema Triathlon nach den Einheiten einfach mal ausblenden kann.

Ich war mal im April in einem der klassisches Triathlon-Hotels auf Mallorca und da muss ich sagen: Das war mir einfach zu viel!

Zweitens kommt dazu, dass ich auch sehr, sehr gerne ganz für mich alleine oder nur mit ein bis zwei Freunden trainiere. Es mag für den ein oder anderen vielleicht komisch klingen, aber das trifft auch aufs Trainingslager zu. Fahren in größeren Gruppen mit zu Trubel und Geschnatter um mich rum machen mir nur in kleinen Dosen Spaß. Die coolsten Camps waren bisher die, bei denen ich nur mit ein bis zwei Trainingsbuddies unterwegs war.

Zwei Bedürfnisse die eher zu einer Selbstorganisation passen, die eventuell sogar konträr zu dem sind, was man von einem speziellen Camp-Anbieter bekommt und zu recht auch erwartet.

Oben auf dem Cap Formentor

Die Vorteile der eigenständigen Trainingslager Organisation

Für mich überwiegen daher zumeist die Vorteile der eigenständigen Organisation und Durchführung des Trainingslagers oder Sporturlaubs.

Maximale Flexibilität

Logisch, wenn ich nicht auf einen externen Anbieter gewiesen bin, dann kann ich sehr flexibel sein. Das fängt an bei der Wahl der Location, geht weiter mit den genauen An- und Abreisetagen bis hin zur Wahl des Hotels und der Verpflegung. Für mich ist die Flexibilität der größte Pluspunkt. Ich kann bewusst große Triathlonhotels vermeiden, eventuell sogar auf ein AirBnb zurückgreifen und mir schöne Locations auch abseits der Triathlon-Trubels suchen. Ebenso hat man die Möglichkeit komplett auf Selbstverpflegung zu setzen wenn man möchte. Für mich durchaus von Vorteil, denn ich neige dazu mich an Buffets zu überfressen. 😀

Die Aussicht auf der Rückfahrt vom Cap Formentor

Preis an eigene Möglichkeiten anpassbar

Ein selbstorganisiertes Trainingslager kann, muss aber nicht deutlich günstiger sein, als das eines Camp-Veranstalters. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass man vielleicht auch auf Grund der Flexibilität hier richtig gute Deals machen kann. Vor ein paar Jahren ging es für mich mal ganz alleine nach Mallorca und der Pauschalpreis für Flug, Hotel und Halbpension war absolut unschlagbar und lag deutlich unter der Hälfte des Preises für ein Veranstalter-Camp im selben Zeitraum.

Ich weiß, im Triathlon sind zu meist finanziell gut gestellte Menschen am Start, die bei dem Argument eventuell nur mit den Schultern zucken. Aber so kann aus meiner Sicht auch wirklich jeder in den Genuss eines Trainingslagers kommen… wenn man denn möchte.

Menschen – Auch ohne Triathlon-Trubel

Jeder kennt sie, die lustigen oder auch abstrusen Geschichten von Triathleten die bereits in Radklamotten, mit klackernden Radschuhen und in Kompressionsstrümpfen am Frühstücksbuffet auftauchen. Gerne noch begleitet mit einem lieblichen Duft von kaltem Schweiß, der aus den Klamotten entströmt. Sowas zählt zu den Dingen die ich absolut nicht brauche. Bevor es mit dem eigentlichen Training los geht, brauche ich keine Überdosis Triathlonwahnsinn.

Die Herausforderungen der Trainingslager Organisation

Nun bringt die eigenständige Organisation des Trainingslagers natürlich nicht nur Vorteile mit sich, sondern man hat auch ein paar Hürden zu nehmen, die einem sonst der Camp-Veranstalter natürlich abnimmt.

Trainingsplanung und Anleitung

Ein großer Pluspunkt im professionell organisieren Trainingslager ist zumeist die Anwesenheit und Betreuern und Trainern. Sportler die vielleicht keinen festen Trainer haben und somit sowieso mit einem klaren Plan ins Camp aufbrechen, oder Triathleten die z.B. auf Anleitung beim Schwimmen angewiesen sind, die werden diese Vorzüge von Veranstalter-Camps sehr zu schätzen wissen.

Als Selbstorganisator sollte man sich daher schon vorab darüber klar sein, was man im Trainingslager vor hat und erreichen will. Also sollte man eben auch einen klaren Trainingsplan haben, den man in dieser Zeit „abarbeitet“. Auch sollte man in der Lage sein, ohne Anweisungen von Außen sein Schwimmtraining durchzuziehen. Dann steht aus dieser Sicht dem Trainingsablauf im Camp nichts entgegen.

Tägliche Motivation

Ein Trainingslager mit vielen Menschen, bedeutet natürlich auch viel Motivation. Denn es ist ja schon so, dass es in der Gruppe leichter ist auch noch auf die dritte, vierte und fünfte Ausfahrt zu gehen oder den abendlichen Lauf durchzuziehen. In solchen Fällen kann eine gewissen Gruppendynamik sehr förderlich sein.

Wenn man allerdings mit den richtigen ein bis zwei Leuten unterwegs ist, ist auch das kein Problem. Sollte man wirklich komplett alleine unterwegs sein, ja dann sollte man tatsächlich selber die Motivation mitbringen, sein Ding auch komplett durchzuziehen!

Schöne Radstrecken finden

Das ist oft sicherlich DER entscheidende Punkt, warum man davon absieht, sein Trainingslager selber zu organisieren. In einem organisierten Camp gibt es Guides, die einem im Optimalfall die schönsten Radstrecken der Gegend zeigen können. Doch auf dem Gebiet der Routenplanung ist in den letzten Jahren soooo viel positives passiert.

Mit dem Rad zum Cap Formentor

Mit Tools wie Komoot oder Strava Routen kann man wunderschöne Routen planen. Auch an einem Ort, der einem selber noch fremd ist, kann man sehen, wo die Routen sind die von anderen bevorzugt werden und kann sie sich vorab schon anschauen. Auch findet man auf Strava sicherlich hunderte Aktivitäten in sämtlichen gängigen Trainingslagergebieten, die man sich herunterladen kann, um sie im Fall der Fälle selber abzufahren. Ich habe auf diese Art und Weise schon wirklich wunderschöne Strecken auf Mallorca entdeckt.

Für mich daher ein Muss: Der Radcomputer mit Routing-Funktion. Vorab ein paar schöne Strecken planen, die Karten auf den Radcomputer laden und dann die Ausfahrten genießen. Gerne können hier direkt Abstecher zu den begehrtesten Cafés eingeplant werden.

So geht’s: In wenigen Schritten zum eigenen Trainingslager:

  1. Location: Genießt die Flexibilität der Locationwahl und werdet ruhig kreativ. Es gibt soooo viele schöne Ecken um zu Sport machen, auch abseits der großen Sporthotels.
  2. Ernährung: Ob Halb-, Vollpension oder Selbstverpflegung. Man sollte sich vorher einen Kopf darüber machen, was das richtige für einen ist. Bei der Selbstverpflegung sollte man vorher auf jeden Fall die Location des nächsten Supermarktes und deren Öffnungszeiten checken.
  3. Fahrrad: Habt ihr einen Radkoffer und könnt das Rad auch alleine ab- und aufbauen? Super, dann würde ich jederzeit das eigene Rad mitnehmen. Ansonsten sollte man auch schon im Vorfeld ein Rad vor Ort buchen, denn diese sind gerne mal komplett ausgebucht.
  4. Trainingsplanung: Ohne einen klaren Plan vom Trainier oder aus der eigenen Feder braucht man ins Trainingslager garnicht erst aufbrechen. Plane jede Einheit schon vorab. Vor Ort kann man dann immer noch auch mal improvisieren und anpassen.
  5. Strecken: Vorab werden die Radfahrten über Tools wir Komoot oder Strava Routes geplant und auf den Radcomputer geladen.
  6. Planen! Trainieren! Genießen!

1 Kommentare

  1. „Ich weiß, im Triathlon sind zu meist finanziell gut gestellte Menschen am Start……..“

    Also dann bin ich wohl die Ausnahme. Ich muss schon auf den Euro gucken und kann (leider) nicht 2000€ für ein Trainingslager ausgeben. Deshalb werd ich wohl auf ein individuelles Camp im nächsten Frühjahr zurückgreifen. Da meine Frau mitkommen wird und sie auch keine Lust auf verschwitzte Radtrikots hat, werden wir uns ne nette Wohnung suchen. Aber vielleicht gewinne ich bis dahin ja im Lotto.😉

    In diesem Sinne schönes Wochenende und gutes Training

    Ach so, der Podcast mit Nils Goerke war super 👌🏻

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