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On Cloudboom im Test

10. November 2020


On Cloudboom

Nun sind auch die Schweizer mit dem On Cloudboom im Carbon-Game angekommen! Dabei gehen sie einen eigenen Weg und verbinden die klassische On-Dämpfung mit einem neuen Aufbau. Was dahinter steckt und wie der Schuh sich läuft, das habe ich ausführlich getestet.

 Über den On Cloudboom

Der Cloudboom findet sich als ganz neues Modell im On Sortiment wieder. Man liest und hört viel, es sei der erste Laufschuh von On mit einer Carbonplatte. Dabei muss man aber etwas beachten. Das Speedboard (befindet sich in jedem On Laufschuh) ist nämlich „nur“ mit Carbonfaser zusätzlich ausgestattet und nicht komplett aus Carbon gefertigt. Die Schweizer sehen den Cloudboom bei Wettkämpfen bis hin zur Marathon-Distanz.

On Cloudboom

Komfort und Passform 

Beim grundlegenden Aufbau orientiert sich On an klassischen Racing Flats, was einen schmalen sowie direkten Schnitt bedeutet. Im Upper sitzt ein sehr dünnes und luftiges Mesh, was für eine sehr hohe Luftzirkulation sorgt. Gezielte kleine Verstärkungen sowie Polsterungen sorgen im Fersenbereich für eine gute Führung. Im Bereich des Vorderfußes fehlt es aber etwas an Verstärkungen, was den Cloudboom leider ein wenig instabil macht.  

On Cloudboom

Dämpfung und Grip

In der Mittelsohle findet sich eine doppelte Cloud-Dämpfung wieder, die man ansatzweise bereits vom On Cloudstratus kennt. Neu ist hier, dass sich die jeweils eine Schicht der Clouds ober- und unterhalb des Speedboards befinden. Wie bereits in der Einleitung geschrieben, ist das Speedboard mit Carbonfasern verstärkt. Ganz klar soll es einen dadurch beim Lauf besser nach vorn drücken. Bei der Außensohle hat sich On viele Gedanken gemacht und sehr überzeugend abgeliefert. Im Vorfuß befindet sich daher eine großer Bereich für einen richtig guten Grip. Weitere Elemente, auf denen der Fuß aufkommt, sind natürlich ebenfalls mit entsprechenden Elementen ausgestattet. 

On Cloudboom

Auf der Straße

Mir persönlich kommt die schmalere Passform sehr entgegen und der On Cloudboom saß sofort sicher an meinem Fuß. Trotz des sehr dünnen Mesh-Materials besitzt der Racer einen sehr komfortablen Fit. Gelaufen bin ich mit ihm flotte Einheiten sowie das On Squad Race über 5 Kilometer. Dabei spielt der Laufschuh voll seine Stärken aus und unterstützt das hohe Tempo optimal – gerade wenn man über den Vor- bzw. Mittelfuß läuft. Zusätzlich empfand ich die Dämpfung als sehr angenehm, sie lieferte den nötigen Support. Das lässt sich meiner Meinung nach auf die Clouds oberhalb des Speedboards zurückführen. Was bringt einem nun das mit Carbonfaser verstärkte Speedboard in der Mittelsohle? Ich finde schon, das es mir beim schnelleren Laufen half, ein Läufer erhält hier aber nicht den Push wie bei anderen Modellen mit einer festeren Carbonfaserplatte. Zusätzlich erzeugt das Helium-Form in den Clouds einen weniger hohen Anteil an Energierückführung als beispielsweise das Zoom X von Nike.

Zahlen und Daten zum On Cloudboom:

  • Gewicht: ca. 225g (Herrenschuhgröße 42)
  • Sprengung: 9 mm
  • Kategorie: Neutral
  • Preis: 200€
  • Einsatz: HIT, Race Day

On Cloudboom

Fazit

Mit dem On Cloudboom hat On einen richtig guten Wettkampfschuh mit super Passform präsentiert. Schnelle Einheiten sowie Wettkämpfe sind mit ihm angenehm laufbar. Einem Vergleich mit anderen Modellen auf dem Markt mit Carbonfaserplatten muss er sich stellen und da erhält man nicht den bekannten „Boom“ wie bei diesen Modellen. Dennoch finde ich es schön, dass On ihr Konzept nicht wegen diesem Trend umstellt und stattdessen einen für die Marke typischen Schuh präsentiert hat. Bei den empfohlenen Distanzen für den Schuh kommt es ganz auf den Läufer an, für mich ist der Cloudboom optimal bis zum Halbmarathon.

Bilder: Carsten Beier


On hat den Cloudboom kostenfrei zur Verfügung gestellt, dies hatte keinen Einfluss auf den Inhalt des Artikels.

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