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Triathlon Buschhütten: Lasst die Legende leben

Anfang Mai pulsiert mitten im Siegerland das Herz des Triathlons. Das war schon immer so. Und das muss auch so bleiben. In einem Sport, der sich in Windeseile zu einem profitablen Geschäftsfeld für Event-Agenturen und Großunternehmen entwickelt hat, sind Veranstaltungen wie der Triathlon Buschhütten unglaublich wichtig. Diese Veranstaltungen, die ehrenamtlich und mit viel Herzblut auf die Beine gestellt werden, bewahren die Kultur eines Sports, indem es eben nicht um Profite und Selbstdarstellung gehen darf, sondern um Leidenschaft, Hingabe und Miteinander.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
  • Titelbild: Thorsten Wroben

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Wo fange ich an? Schließlich verfolge ich mit diesem Blog ein besonderes Ziel: Ich möchte, dass möglichst viele von euch diesen Beitrag am Ende zum Anlass nehmen, um ein Zeichen zu setzen. Für das Ehrenamt. Für Veranstaltungen, wie der Triathlon Buschhütten eine ist. Und für etwas mehr Sensibilität im Umgang mit den Menschen, die sich freiwillig engagieren, um den Triathlon-Sport zu dem zu machen was er ist: Nämlich geil.

Back to the roots: Eine einfache Erfolgsformel

Es ist längst nicht selbstverständlich, dass es den Triathlon Buschhütten noch gibt. Es liegen schwere Jahre hinter der „Grand Dame“ des deutschen Triathlon-Sports. Nachdem sich Rainer Jung, der Macher des Triathlon-Klassikers im Siegerland, zurückgezogen hatte, wurde versucht mit neuen Ideen, neuen Konzepten und Impulsen frischen Wind durchs Siegerland wehen zu lassen – so richtig gelungen ist es allerdings nicht. Ich war schon damals der Meinung, dass das auch gar nicht nötig gewesen wäre, denn:

Der Triathlon Buschhütten war gut so wie er war. Und zum Glück ist er heute wieder so gut wie er sein kann.

Auch ist es längst nicht selbstverständlich, dass sich in Buschhütten Jahr für Jahr die Weltstars des Triathlons die Klinke in die Hand geben. Ausnahmslos standen immer wieder die besten Athleten der Welt an der Startlinie im Buschhüttener Freibad. Wie sagte Jan Frodeno erst vor ein paar Tagen voller Respekt: „Der Triathlon Buschhütten ist ein Wald- und Wiesentriathlon.“ Und ja, damit hat er Recht. Und genau deshalb haben diese Worte auch eine solche Wucht.

Der Triathlon Buschhütten glänzt nicht mit Superlativen, sondern mit handfesten Argumenten: 850 Teilnehmer, vollgesperrte Strecken, Radfahren auf einer vierspurigen Schnellstraße, Streckenverpflegung, Zielverpflegung, sensationelle Stimmung mit tausenden Zuschauern. Und all das für 35 bis maximal 50 Euro Startgebühr (abhängig von Meldedatum und Disziplin).

Schon der Beckenrand des Buschhüttener Freibads wird zum Stars des Top-Felds von Zuschauern bevölkert. In mehreren Reihen tummeln sich die Fans, um möglichst nah an den Athleten zu sein. Später auf der Rad- und Laufstrecke zieht sich dieses Bild weiter fort. (Foto: Jörg Mehling)

Nach kurzer Abstinenz ist Rainer mittlerweile wieder Kopf des Orga-Teams. Flankiert von seiner Frau Sabine, einem engagierten Orgateam und den vielen, vielen aktiven und engagierten Helfern kümmert er sich um den Triathlon Buschhütten, als wäre es selbstverständlich stunden- und nächtelang zu planen, zu kümmern, zu machen und zu tun. Aber auch das ist eben nicht selbstverständlich.

Unermüdlicher Einsatz: Rainer Jung, Frau Sabine und das gesamte Team hinter der Veranstaltung leisten ehrenamtliche Arbeit und prägen damit den Triathlon in Deutschland. Genau wie die vielen, vielen anderen Triathlon-Veranstaltungen, die Woche für Woche von Freiwilligen organisiert und durchgeführt werden. (Foto: Jörg Mehling)

Der Triathlon Buschhütten ist Vorbild und Sinnbild für viele ehrenamtlich organisierte Veranstaltung, die uns Athleten in Deutschland ermöglichen, fast jedes Wochenende irgendwo starten zu können.

Ein Dankeschön sollte selbstverständlich sein

Ich kann mir vorstellen, wie ermüdend – teilweise sogar ernüchternd – es sein kann, einen Triathlon zu veranstalten. Warum geben sich Leute den Stress? Freiwillig? In ihrer Freizeit und unbezahlt? Die Antwort ist so simpel wie einfach: Sie machen es, weil sie den Triathlon lieben. Und sie machen es, weil sie anderen Menschen einen unvergesslichen Tag bescheren wollen.

So muss es sein! Mit einem Lächeln ins Ziel und einem symbolischen Gruß an alle Helfer und Organisatoren! (Foto: Jörg Mehling)

Ich unterstelle allen ehrenamtlichen Veranstaltern, dass es nur gute Absichten sind, die sie dazu antreiben. Und es gibt nichts Einfacheres, als dafür Danke zu sagen. Für diese Leute gibt es nichts Schöneres, als im Ziel glückliche Gesichter zu sehen. Da sollte es doch eigentlich ein Selbstverständnis sein, dass man ihnen am Ende auch mal auf die Schulter klopft und sagt: Gut gemacht.

Natürlich, dieser Blog ist ein Lobgesang. Aber ich finde ihn angebracht, um ein Signal ins Siegerland und zu allen anderen „Wald- und Wiesentriathlons“ zu schicken: Ich finde es stark, was dort geleistet wird! Und ich wünsche mir, dass es noch viele Jahre weitergeht mit diesen Veranstaltungen und vor allem der traditionellen Triathlon-Saisoneröffnung beim Triathlon Buschhütten!

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1 Kommentare

  1. Schöner Artikel! Ich finde auch, dass die kleinen Wettkämpfe extrem wichtig sind und als eigentliche Basis des Triathlons neben all den großen Rennen zu wenig Beachtung finden. Mich würde mal interessieren, welche Kosten für die Planung und Veranstaltung eines solchen Rennens ca. anfallen, da es mich oft wundert, wie unterschiedlich die Startgelder bei eigentlich vergleichbar scheinenden kleinen Rennen sind und dass manche Rennen, bei denen ich gestartet bin, sich innerhalb weniger Jahre extrem verteuert haben, ohne dass man einen offensichtlichen Grund dafür sieht. Vielleicht könnt ihr ja mal aus Organisatorenseite einen Artikel darüber machen, was es heißt, einen Triathlon zu veranstalten.

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