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Anna-Lena Pohl im Portrait – Ganz oder gar nicht: Von Herzen Leistungssport

Ihre Freunde nennen sie Anna, ihre Familie Lena und im Triathlon sagen alle Anna-Lena. So abwechslungsreich wie diese Vorstellung ist auch mein Gespräch mit Anna-Lena Pohl, die bereits seit 2017 Teil des Perspektivteams von ERDINGER Alkoholfrei ist. Wir sprechen über ihre sportliche Vergangenheit als Schwimmerin, über Trainingswochen in denen sie damals mehr geschwommen ist als sie heute teilweise läuft. Aber auch über ihre Schwäche für Kuchen und Weingummi. Und natürlich geht es immer wieder um Triathlon, ihren Weg und ihre Ziele. Ein Portrait.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten

„Das mit dem Schwimmen wird doch eh nix mehr!“ Mit diesen Worten hat Anna-Lenas ehemaliger Sport-Lehrer dafür gesorgt, dass sie sich ernsthaft mit den Gedanken an einen Wechsel zum Triathlon beschäftigte. Ihre bisherigen Dreikampf-Erfahrungen waren bis dato ziemlich überschaubar: Mit dem Sport-LK nahm sie im Sommer 2009 an einem Schnuppertriathlon teil, allerdings beließ sie es damals bei diesem kurzen Intermezzo und kehrte postwendend in die Schwimmhalle zurück. In die Schwimmhalle, in der sie groß geworden ist:

Seitdem ich das Seepferdchen gemacht habe, bin ich zum Schwimmtraining gegangen.

Jahrelang schwimmt Anna-Lena mit ihren Freunden im Schwimmbad, das nur ein paar hundert Meter von ihrem Elternhaus in Mainz entfernt liegt. Heute erinnert sie sich noch immer mit leuchtenden Augen an diese Zeit: „Ich bin dort groß geworden. In der Gruppe waren all meine Freunde, es hat einfach unheimlich viel Spaß gemacht. Ich bin geschwommen des Schwimmens und des Trainings wegen – nicht weil ich es als Leistungssport gesehen habe, bei dem es nur um die Teilnahme an Wettkämpfen ging.“ Aber es war Leistungssport. Anna-Lena und ihre Freunde trainieren zehn Mal pro Woche im Wasser, schwimmen 50 oder mehr Kilometer und absolvieren zusätzlich noch Krafttraining an Land.

Heute zählt Anna-Lena zu den stärksten Schwimmerinnen auf der Triathlon-Mitteldistanz, meistens steigt sie ganz vorne aus dem Wasser. (Foto: James Mitchell)

„Im Trainingslager gab es mal eine Woche in der wir zehn Einheiten mit jeweils sieben Kilometern geschwommen sind, das war extrem“, erzählt sie noch ein bisschen von ihrer Schwimm-Vergangenheit. Anna-Lenas Strecken damals: 200 und 400 Meter Freistil. Nun ist die 28-jährige Mainzerin wirklich keine Person, die gerne mit Zahlen oder Ergebnissen um sich schmeißt – nach ihrer 400-Meter-Bestzeit frage ich sie aber trotzdem. Die Antwort: „4:29 Minuten auf der Kurzbahn.“

  • Anna-Lena Pohl – kurz und knapp:

  • Geburtstag: 31. August 1990 in Kassel
  • Triathlon seit: 2011
  • Erstes Rennen: Schnuppertriathlon mit dem Sport LK
  • Sportliche Vergangenheit: Leistungsschwimmerin
  • Coach: Philipp Seipp seit Oktober 2018, davor Lubos Bilek
  • Stärken: Ehrgeizig, aber nicht verbissen
  • Schwächen: Süßes, je nach Tagesform Kuchen oder Weingummi
  • Darüber kann Anna-Lena besonders gut lachen: „Ich bin ziemlich leicht zu belustigen“
  • Anna-Lenas größte „Macke“: Chaotisch sein
  • Ziele 2019: IRONMAN 70.3 St. Pölten, Kraichgau, Zell am See und Allgäu Triathlon

Genug über alte Zeiten gesprochen. Reden wir über die Gegenwart: Seit Oktober letzten Jahres trainiert Anna-Lena bei Philipp Seipp. „Philipp ist ein echt positiv verrückter Typ, der mich mit seiner Art und Herangehensweise richtig anstecken und motivieren kann“, erklärt Anna-Lena und diese Begeisterung ist ihr tatsächlich anzusehen. Weiter sagt sie: „Obwohl ich erst seit ein paar Monaten bei Philipp trainiere, spüre ich wie sich in allen drei Disziplinen etwas tut. Eigentlich fällt es mir eher schwer in die hohen Tempobereiche vorzustoßen und mich dort richtig zu verausgaben, dafür ist es für mich relativ einfach ein strammes Grundtempo über lange Zeit durchzuziehen. Zurzeit arbeiten wir aber mit sehr ruhigen und extrem harten Trainingseinheiten, um mehr Speed aufzubauen, den ich dann hoffentlich auch mit auf die Rennstrecke nehmen kann.“ Bei einer Athletin, die bereits etliche Jahre im Leistungssport hinter sich hat, ist es eine echte Herausforderung neue Reize zu setzen, Muster zu durchbrechen und natürlich Fortschritte zu erzielen – Philipp scheint aber genau dies zu gelingen.

Die Gelassenheit von Flo Angert und den Fokus von Laura Philipp

Zum Beginn der Saison-Vorbereitung auf das Jahr 2019 hat Anna-Lena bereits zwei Trainingslager hinter sich. Mit dem Team ERDINGER Alkoholfrei war sie auf Lanzarote, hat dort unter den Augen ihres Coaches trainiert und eine gute Grundlage für die bevorstehende Saison gelegt. „Das Training in der Gruppe ist das eine“, gibt Anna einen Einblick in das Team-Leben auf der Kanareninsel.

„Für mich ist aber auch der Kontakt und der Austausch mit den anderen Athleten unheimlich wichtig und wertvoll. Ich bekomme dort hautnah vorgelebt, wie die besten Triathleten der Welt an den Sport und das Leben als Profi herangehen.“ Ob es Vorbilder gibt, zu denen sie aufschaut? „Nicht im klassischen Sinn, aber ich versuche mir Verhaltensweisen abzuschauen, die ich erstrebenswert finde oder wo ich weiß, dass ich in manchen Bereichen noch Verbesserungspotential habe.“ Fokus und Zielstrebigkeit von Laura Philipp oder die Gelassenheit von Flo Angert findet sie zum Beispiel bewundernswert:

Wenn ich manchmal nach dem Training auf dem Bett liege, um mich ein bisschen zu erholen und dann sehe, wie Laura schon wieder in den Startlöchern für die nächste Einheit steht, dann motiviert mich das auf jeden Fall.

Seit 2017 ist Anna-Lena Teil im Perspektivteam von ERDINGER Alkoholfrei. In diesem Jahr mit dabei: Frederic Funk, Lea Keim, Fabian Günther. (Foto: James Mitchell)

Ziel: Endlich aufs 70.3-Podium!

Dieses Jahr führt Anna-Lenas Weg zum IRONMAN 70.3 St. Pölten, danach ins Kraichgau und über den Allgäu Triathlon zum IRONMAN 70.3 Zell am See. Ein strammes, aber machbares Programm: „Natürlich habe ich mit Philipp besprochen was möglich ist und wir sind uns einig, dass wir versuchen werden das Podium auf der IRONMAN 70.3-Distanz anzugreifen.“ Sicherlich füllt sich der Rennkalender noch im Laufe des Jahres, aber mit diesen vier Highlights auf der Mittel-Distanz ziehen Anna, Philipp und das gesamte Team hinter ERDINGER Alkoholfrei in die Saison.

Zuzutrauen ist Anna-Lena einiges und das Podium eine absolut realistische Zielvorgabe. Alles andere wäre auch eine Überraschung, denn mit Philipp hat sie einen Coach an ihrer Seite, der ein äußerst sensibles Händchen für die Einschätzung seiner Athleten hat. Sollte ich tippen, dann würden zwei 70.3-Podiumsplatzierungen und der Sieg beim Allgäu Triathlon auf meinem Wett-Schein stehen.

Anna Pohl auf ihrem Weg verfolgen:

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