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Maurice Clavel – „Clavel ist immer schnell“

Maurice Clavel gehört zu den unterhaltsamsten Profi-Athleten, die am 13. Oktober um die IRONMAN Weltmeisterschaft auf Hawaii kämpfen werden. Dass Maurice allerdings viel mehr drauf hat, als Sprüche zu klopfen und sich vor Freude das Trikot zu zerreißen, hat er mittlerweile mehrfach unter Beweis gestellt. Achtung, Achtung! Hier kommt Maurice Clavel.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
23. September 2019 Kona 2019 Personality

Acht Stunden Triathlon auf aller höchstem Niveau, das bedeutet: Konzentration, Risikomanagement, Selbstkontrolle. Für jemanden wie Maurice Clavel sind das harte Prüfungen. Nicht nur körperlich. Maurice ist ein wilder Athlet. Seine Auftritte auf der Kurz- und Mitteldistanz beweisen, wie viel Energie und Power in ihm stecken. Seine Art Rennen zu bestreiten ist eigentlich ungestüm, unkonventionell und unangenehm für seine Gegner. Eigentlich.

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Yes, he can! Auf der Kurz- und Mitteldistanz ist Maurice ein ziemlich ungemütlicher Gegner für seine Konkurrenz. Nachdem er letztes Jahr noch im Trikot des BMC-Teams unterwegs war, geht er seit dieser Saison in Sachen Vermarktung eigene Wege. (Foto: Dominik Berchtold)

Denn mit dem Wechsel auf die Langdistanz – der 2017 mit dem 3. Platz beim Challenge Roth auch erfolgreich gelungen ist – musste Maurice seine alte Wettkampf-Mentalität abschütteln. Jetzt war er plötzlich der explosive Athlet, der sich zügeln muss.

Für ihn muss sich ein IRONMAN anfühlen wie Triathlon mit angezogener Handbremse.

Wenn es ihm gelingt seine Zündschnur bis zum Ziel nur langsam verglühen zu lassen, wie 2017 in Roth oder 2018 und 2019 beim IRONMAN South Africa, dann gibt es Grund genug für Maurice es auf der Finishline richtig krachen zu lassen.

Typen wie Maurice haben es auf Hawaii schon weit gebracht

Das Schwimmen ist für Maurice ein leichtes Unterfangen. Letztes Jahr hat er als Zweiter die Radstrecke des Ironman Hawaii in Angriff genommen. Etwas übermütig und unnötig – wie er später selbst eingestehen sollte – hat er die ersten Kilometer absolviert. Später hat er sich in der großen Gruppe einsortiert. Bei einer Konstellation, wie sie letztes Jahr gewesen ist, sicherlich die smarteste Entscheidung. Geholfen hat es ihm am Ende nicht, auf der Marathonstrecke hat er hart zu kämpfen und beendet seine Kona-Premiere auf dem 19. Platz.

Unbekannte Variable: Was kann Maurice auf der Laufstrecke wirklich? Auf den kürzeren Strecken hat er bereits bewiesen, dass er auch im Laufen ein echtes Pfund drauf hat. Im Ironman ist er diesen Beweis noch schuldig.

Sollte sich ein ähnliches Szenario wie im letzten Jahr ergeben, dann dürfte er sich am Anfang deutlich mehr zurückhalten. Ein Rennen, wie der Ironman Südafrika im April, hat aber gezeigt, dass er im weiteren Rennverlauf durchaus bereit ist das Heft in die Hand zu nehmen und Initiative zu ergreifen.

Natürlich ist damit zu rechnen, dass irgendwann im Rennen der Moment kommt, in dem die Überbiker an die Spitze schießen und einen Vorsprung auf die Verfolger herausfahren. Aber es wird interessant zu sehen, wo sich Maurice ab diesem Zeitpunkt positioniert und vor allem, ob sich das Feld dahinter bereits vorher zerlegt hat. Das Potential, um für ein überraschend offenes Radfahren zu sorgen, steckt definitiv in ihm.

Stabil durch den Marathon? Könnte für Top-10 reichen

Entscheidend für ein gutes Ergebnis auf Hawaii wird der abschließende Marathon. Es steckt sicherlich das Potential in Maurice, einen Marathon unter 2:55 Stunden zu laufen. Das wäre genau die Zeit, die ihn ziemlich sicher in die Top-10 bringen würde – zumindest, wenn man der Historie des Ironman Hawaii vertraut. Ich hätte keine Schwierigkeiten damit, mich bei ihm auf einen Platz zwischen sieben und zehn festzulegen. Maurice kann das!

Unser Tipp für den IRONMAN Hawaii 2019:

Maurice ist ein Typ für den Ironman Hawaii: Er gehört weder zu den besonders großen, noch zu den besonders schweren Athleten. Eigentlich muss er nur stabil durchkommen, dann darf er Ambitionen für die Top-10 anmelden. Eigentlich. Denn ob er die harten Prüfungen in Sachen Konzentration, Risikomanagement und Selbstkontrolle auch beim IRONMAN Hawaii meistert, muss er am 12. Oktober erneut unter Beweis stellen.

Die größten Erfolge von Maurice Clavel:

  • 1. Platz Challenge Walchsee (2019)
  • 1. Platz IRONMAN 70.3 Vichy (2018)
  • 2. Platz IRONMAN 70.3 Polen (2019)
  • 3. Platz IRONMAN South Africa (2018)
  • 3. Platz Challenge Roth (2017)
  • 3. Platz IRONMAN 70.3 European Championships (2014)

KONA Show mit Maurice vor dem Ironman Hawaii 2018

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