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Patrick Lange Ironman Weltmeister 2017

Patrick Lange – Die mysteriöse Favoritenrolle

So schnell wie Patrick Lange hat es noch niemand zum IRONMAN Weltmeister in Kona geschafft. Er benötigte dafür nämlich nur 7:52:39 Stunden – ein neuer Streckenrekord – und kürte sich damit beim IRONMAN Hawaii 2018, zum zweiten Mal nach 2017, zum besten Langdistanz-Triathleten der Welt. Gelingt es Patrick erneut, seine Konkurrenz auf der Laufstrecke zu demontieren?

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
23. September 2019 Kona 2019 Laufen Ziele
  • Titelbild: Getty Images / Ironman

Dieses Jahr ist alles anders beim Ironman Hawaii. Zumindest für Patrick Lange. Dieses Jahr hört man nämlich häufiger: „Ich traue es Patrick irgendwie nicht zu, dass er das Rennen schon wieder gewinnt… aber das habe ich letztes Jahr auch schon nicht.“ Dass das eine fatale Haltung ist, hat Patrick dann eindrucksvoll bewiesen.

Und bisher ist es in 2019 die gleiche Geschichte, wie in den Vorjahren: Sportlich geht bei Patrick nicht viel zusammen, Top-Ergebnisse bleiben aus, seine Leistungen sind alles andere als weltmeisterlich – und dann kommt der Ironman Hawaii. Das ist Patricks Rennen! Seit mittlerweile drei Jahren ist er hier erfolgreich: Einmal Dritter, zweimal Weltmeister und der erste Mensch überhaupt, der auf Hawaii die 8-Stunden-Marke bricht.

Im Rekordtempo an die Triathlonspitze

Den IRONMAN Texas, seine erste Langdistanz, gewinnt Patrick 2016 auf Anhieb mit neuem Laufstrecken-Rekord (2:40:01 Stunden). Mit diesem Ergebnis qualifiziert er sich für den IRONMAN Hawaii im gleichen Jahr. Dort bricht er in einem Sturmlauf den 27 Jahre alten Streckenrekord von Mark Allen auf der Marathonstrecke, schraubt die neue Bestmarke auf 2:39:45 Stunden und wird am Ende Dritter. Beim IRONMAN Frankfurt qualifiziert er sich 2017 mit einem 6.Platz erneut für Kona. Dort gelingt ihm das Unglaubliche: Er gewinnt den IRONMAN Hawaii – und ist dabei so schnell wie niemand jemals zuvor.

All diese Rekorde führen zu einer ungewollten Erwartungshaltung: Entweder Patrick gewinnt mit Rekordzeiten. Oder er hat ein schlechtes Rennen gemacht. Natürlich ist das oberflächlich, aber das beschreibt sehr gut den Fluch und den Segen, die der schnelle Erfolg gebracht hat. Fluch, weil seine bisherigen Ergebnisse abseits des Ironman Hawaiis nicht die Wertschätzung erfahren, die sie verdient hätten. Segen, weil er somit seine Favoritenrolle abgeben oder sie zumindest mit anderen Jungs teilen kann.

Patrick Lange mit Trainer Faris al Sultan
Patrick zusammen mit Trainer und Triathlon-Legende Faris al Sultan (Foto: Isaak Papadopoulos)

Alle drei Auftritte von Patrick auf Hawaii waren beeindruckend, seine Laufleistung spektakulär. Das wissen auch seine Mitstreiter. Vermutlich werden allen voran die starken Radfahrer ihr Heil in der Flucht vor Patrick suchen, um auf der Marathonstrecke nicht von ihm überrannt zu werden. Wenn es Patrick gelingt in Schlagdistanz zu bleiben, dann wird es ein Marathonmassaker. Der enorm effiziente Laufstil von Patrick in Kombination mit seinem geringen Körpergewicht und einer Körpergröße von 1,76 Metern sind dann sicherlich ein klarer Wettbewerbsvorteil gegen seine deutlich größeren und schwereren Profi-Kollegen.

Die größten Erfolge von Patrick Lange:

  • 2x IRONMAN World Champion, Streckenrekord in 7:52:39 Stunden (2018)
  • IRONMAN North American Champion, Laufstreckenrekord in 2:40:01 Stunden (2015)
  • 3. Platz IRONMAN World Championships (2017)
  • 3. Platz IRONMAN European Championships (2018)

Unser Tipp für den IRONMAN Hawaii 2019:

Never count Patrick out! Sollte Patrick nach dem Radfahren 10-12 Minuten hinter der Spitze zurückliegen, dann heißt das, bei einem Rennen wie dem Ironman Hawaii, gar nichts. Patrick weiß um seine Stärke auf der Laufstrecke und er weiß auch, dass sich oftmals erst im letzten Viertel des Marathons viele Dinge entscheiden können. Der Druck auf ihn wird dieses Jahr jedenfalls noch größer, die Szene beäugt ihn und seine Renngestaltung wahrscheinlich mehr, als je zuvor. Spannend wird es vor allem dann, wenn Patrick nicht so ins Rennen findet, wie es für einen erfolgreichen Verlauf sein müsste. Zieht er bis zum Ende durch, wenn sein Rückstand auf Frodeno und Co. doch zu erheblich ist? Ist er bereit für einen Kampf um jeden Platz, auch wenn es nicht um den Sieg oder neue Rekorde gibt?

Wir hoffen, dass Patrick ohne gesundheitliche Probleme im Vorfeld des Rennens an den Start kommt und das er im Wettkampf von Defekten verschont bleibt. Wir wünschen ihm ein perfektes Rennen, genau wie all seinen Konkurrenten. Da Jan Frodeno unser großer Favorit auf den Sieg ist, trauen wir es Patrick nicht zu erneut Weltmeister zu werden. Aber für ihn wäre auch ein erkämpfter Platz auf dem Podium ein Erfolg, der ihm sicher viel Sympathie in der Triathlonszene einbringen würde.

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