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Pro:blog #11 – Kein würdiges Ende

04. April 2022


Ironman Südafrika Post Race Blog

Wie fange ich einen Blog an, den ich am liebsten gar nicht hätte schreiben müssen? Vielleicht erstmal mit der Tatsache, dass ich den Ironman Südafrika nicht ins Ziel gebracht habe. Ich habe das Rennen – vor allem aber mich selbst – auf der Laufstrecke aufgegeben. Dennoch ziehe ich ein durchaus positives Fazit. Meine Gedanken zum Wettkampf.

Ehrlich gesagt, verbringe ich die letzten Stunden hauptsächlich mit orakeln und mir den Kopf darüber zu zerbrechen, was der Ironman Südafrika, aber auch dieses ganze PRO:ject, für mich gewesen ist.

Ich arbeite mich mal von der Breite in die Spitze und fange mit dem Blick aufs PRO:ject an. Die zurückliegenden acht Monate waren in vielerlei Hinsicht eine spannende Reise – für Pushing Limits, für die Menschen um mich herum und für mich ganz persönlich. Und in erster Linie bin ich stolz auf die Entwicklung, die bestimmt nicht so gekommen ist, wie ich es vorher vermutet hätte.

Mein PRO:ject geht zu Ende: Und, zufrieden?

Mit jeder Trainingswoche wurde ich wieder mehr zu einem Athleten. Und mit jedem Trainingsmonat mehr zu einem Profi. Meine eigene Haltung hat sich mehrmals gedreht, gewendet und verändert. In quasi allen Bereichen konnte ich einen neuen Zugang zum Triathlonsport finden.

Um es hier etwas abzukürzen und auf den Punkt zu bringen: Ich bin verdammt dankbar für die Erfahrungen, die ich bis hierher sammeln durfte. Ja, für mich war das PRO:ject als Ganzes ein Erfolg. Und ich hoffe natürlich, dass ihr es als Pushing Limits-Community auch als gute Sache gesehen habt und nach wie vor sehen könnt!

Mit dem Ironman Südafrika ist das PRO:ject, so wie wir es angedacht und geplant hatten, für mich zu Ende. In die ursprüngliche Planung hatten wir keine „was wäre, wenn“-Optionen eingebaut. Weder Nick, noch ich haben darüber nachgedacht, was womöglich darauf folgen könnte, wenn einer von uns beiden Gefallen daran findet, sich voll und ganz dem Sport zu verschreiben. Auch heute ist das für mich noch Zukunftsmusik.

Ehrlicherweise sehr konkrete Zukunftsmusik, mit der ich mich nun auseinander setzen werden: Will ich weiter Profisport machen? Bin ich bereit länger all-in zu gehen? Und wenn ja, warum? Das PRO:ject hat mir (zum wiederholten Male) die schönen und die hässlichen Seiten des Profisports – und bestimmt auch an mir selbst – gezeigt. Ich bin sicher, dass die kommenden Tage auch eine Entscheidung mit sich bringen werden, die sich gut und richtig anfühlt.

Ironman Südafrika: Am Ende steht ein DNF

Jetzt komme ich aber mal zum Rennen! Zur Vorbereitung und zur Rennwoche ist bereits alles gesagt und geschrieben worden. Wer die Podcasts und Blogs verfolgt hat, der dürfte meine Vorfreude gespürt haben. Ich hatte tierisch Lust auf die Langdistanz und freute mich einfach, hier und dabei zu sein. Gleichzeitig war es ein komisches Gefühl, keinerlei Nervosität, Aufregung und Anspannung zu fühlen – kein schlechtes Gefühl, aber komisch.

Wie dem auch sei. Am Rennmorgen war schnell klar, dass es ein Tag mit extremen Bedingungen werden sollte. Der Wind zog auf, das Meer bebte und immer wieder setzte der Regen ein. Die Veranstalter reagierten: Für die Profis wurde das Schwimmen auf 700 Meter verkürzt und der Start um eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Gleichzeitig wurde die erste Disziplin für alle anderen Teilnehmer komplett gestrichen. Eine absolut richtige Entscheidung.

Schwimmen: Wühle sich durch, wer kann

An der Startlinie positionierte ich mich rechts und stand neben Michael Raelert: „Michi, hast du noch einen Tipp, wie man da am besten schwimmt?“ Ich deutete raus aufs Meer, die Wellen und die Gicht. Seine Antwort: „Ich glaube da gibt es keine Tipps mehr. Irgendwie durchkommen, Schwimmbrille nicht verlieren und schauen, dass der Neo nicht aufgeht.“

Nun ja, ich habe meine Schwimmbrille zwar aufbehalten und mein Neo ist auch zu geblieben. Aber mit dem Durchkommen hatte ich so meine Schwierigkeiten. Die Bedingungen beim Schwimmen haben mich überfordert und ich war froh, dass es am Ende wahrscheinlich nicht mal 700 Meter gewesen sind, die wir zurücklegen mussten. Mit etwa 1:10 Minuten Rückstand auf Nils, der als erster an Land gespült wurde, ging es in die Wechselzone. Keine schlechte Ausgangsposition eigentlich, vor allem wenn das Ende der ersten Gruppe nur 30 Sekunden entfernt ist. Eigentlich.

Radfahren: Der Rahmen meiner Möglichkeiten

Die halbe Minute Rückstand hat nämlich gereicht, um die zweite Disziplin im Niemandsland zu beginnen. Ohne Überblick und Infos zur Situation vor mir, entschloss ich mich dazu, den Blick auf meine Werte zu richten und mein Ding zu fahren. Alles richtig gemacht, könnte man meinen. Allerdings würde ich sagen, dass es unter taktischen Gesichtspunkten falsch gewesen ist. Stattdessen wäre es ein Kraftakt, der mit dem Versuch die 30-Sekunden-Lücke zu schließen, verbunden gewesen wäre, sicherlich wert gewesen, um sich in eine bessere Ausgangslage für den weiteren Rennverlauf zu bringen.

Zwischen den Zeilen finden sich zwei Fehler, die ich im Vorfeld gemacht habe: Zum einen hätte ich organisieren müssen, dass ich eine Info zu den Zeitabständen nach dem Schwimmen bekomme, um eine Entscheidung treffen zu können. Zum anderen habe ich mir im Vorfeld nicht ausreichend Gedanken zum taktischen agieren und den Anforderungen einer Langdistanz auf Profiniveau gemacht, wenn man im Renngeschehen mitmischen möchte.

  • Zwei Fehlerquellen

  • Fehler 1: Hätte sich leicht vermeiden lassen, wenn ich um Hilfe von den Supportern gebeten hätte, die mit den anderen deutschen Profis hier gewesen sind. Allen voran Kristin, die gemeinsam mit Nils hier ist und wir uns gut kennen, hätte sofort diesen Support geleistet. Oder hätte ich Moritz, den Mann von Dani Bleymehl, darum gebeten, wäre es sicherlich kein Problem gewesen. Leider konnte Simon, meine geplante Begleitperson, kurzfristig die Reise wegen einer Coronainfektion nicht antreten – aber wie gesagt, hätte sich der Zugang zu Informationen bestimmt organisieren lassen. Dass ich das nicht gemacht habe, ärgert mich. Es ärgert mich, weil es vermeidbar gewesen wäre und mein Handeln in diesem Punkt schlicht und einfach nicht professionell gewesen ist. Aus Fehlern muss man lernen. Dazu weiter unten mehr.
  • Fehler 2: Kann ich mir etwas weniger Vorwürfe machen (was es aber auch irgendwie nicht besser macht). Im Vorfeld des Rennens habe ich mich selbst komplett von „Wettkampf-Gedanken“ frei gemacht. Vielleicht kamen daher auch die Gelassenheit und die ausbleibende Nervosität. Andererseits habe ich gestern festgestellt, dass genau diese Wettkampf-Gedanken ein essentieller Teil von Profisport sind. Ich habe es vorher anders beschrieben und gesagt, dass ich dieses Gegeneinander, die Platzierungen und so weiter nicht brauche, um Triathlon zu machen. Das ist auch nicht ganz falsch – aber mit dieser Einstellung muss ich auch kein Profi sein. Ganz offensichtlich, das habe ich gestern gespürt, will ich, wenn ich Profi bin, auch im Mix und konkurrenzfähig sein. Zumindest mal so weit, dass man eine realistische Chance hat, ums Podium, um die Top 5 oder 10 (abhänging vom Teilnehmerfeld) zu racen. Womit wieder die Frage im Raum steht: Wie will ich Triathlon machen?

Zurück auf die Strecke. Im strömenden Regen und nach knapp 5 Kilometern schloss ich zu Silas Köhn und Sven Wies auf. Mit Rückenwind ging es über ruppigen Asphalt und viele Rolling Hills Richtung Wendepunkt.

Wattkurve IM Südafrika
Hier seht ihr meine Watt-Leistung beim Ironman Südafrika auf einen Blick im kompletten Verlauf.

Nach der ersten Rennstunde zeigte mein Garmin eine Durchschnittsleistung von 305 Watt. Meine Beine fühlten sich gut an, ich blieb meiner Verpflegungsstrategie treu und war zuversichtlich, dass es unter diesen Umständen früher oder später dazu kommen würde, einige Plätze gut zu machen. Sollte es aber nicht.

Nachdem Silas nach knapp 55 Kilometern mit plattem Reifen an den Straßenrand abgebogen ist, wurde das Radfahren zum Soloritt und Kampf gegen Wind(mühlen). Mit 291 Watt im Schnitt passierte ich die 4-Stunden-Marke und war extrem zufrieden und erleichtert, als ich feststellte, mich damit nicht übernommen zu haben. Nach wie vor ging es mir gut, muskulär und mental war ich voll auf der Höhe, die Verpflegung schien aufzugehen und ich hatte Bock auf den Marathon. Es war mittlerweile zwar nicht weniger windig, dafür hatte aber der Regen endlich nachgelassen. Nach etwa 170 Kilometern nahm ich etwas Druck vom Pedal und pendelte mich bei 250-260 Watt ein, um mich fürs Laufen zu sortieren.

Gute Leistung reicht nicht

Ich rollte mit 286 Watt im Schnitt in die zweite Wechselzone: 4:43:21 Stunden. Ich bewertete die Situation erstmal nicht weiter, sondern war in dem Moment mit meiner Leistung absolut happy. Der Pacingtest hatte zwar vorgegeben, dass ich bis 280 Watt fahren kann – dass es dann aber so gut klappt und der Plan wirklich Realität geworden ist, hat sich super angefühlt.

Überblick Ironman Südafrika Bike
Die kalten Zahlen zum Radfahren. Die Angabe der Höhenmeter stimmt nicht ganz und gehen gefühlt bei jedem Athleten auseinander. Zur Ergänzung und für die Vollständigkeit: die Normalized Power lag bei 295 Watt.

Ich sage es, wie es ist: Ich bin stolz aufs Radfahren. Und ich glaube, dass das ein Niveau ist, mit dem ich mich nicht zu verstecken habe. Wie viel es aber im Vergleich wert ist, wenn man nach dem Schwimmen nicht den Sprung in die Führungsgruppe samt Begleitmotorrädern schafft, ist bemerkenswert: Rund 20 Minuten habe ich in der zweiten Disziplin aufgebrummt bekommen. Das meine ich absolut wert- und kritikfrei. Also nochmal: Bitte wirklich nicht falsch verstehen, sondern so wie ich es meine – als schlichte und einfache Beobachtung der Tatsachen.

Ich sehe es vielmehr als eindeutige Erkenntnis und erneute Bestätigung, dass man als Profi – sollte man nicht der absolute Überbiker sein – bereits beim Schwimmen vorne dabei sein muss und dann dazu in der Lage ist, eine richtig harte erste Rennstunde auf dem Rad zu verkraften, um dabei zu sein und sich das weitere Rennen offen zu halten.

Laufen: Das vorzeitige Ende

Ich lief los und hielt mich weiterhin an meine Vorgaben, hörte in mich hinein und machte meinen Stiefel. Die Pace pendelte sich irgendwo zwischen 3:50 und 3:55 Minuten pro Kilometer ein. Energetisch und muskulär ging es gut los, die 10 Kilometermarke passierte ich nach rund 38:40 Minuten. Ab Kilometer 12 droppte die Pace bis Kilometer 16 auf etwa 4:05-10 min/km und meine Zuversicht, gut und stabil durch den Marathon zu kommen, war ungebrochen.

Ich realisierte zu diesem Zeitpunkt allerdings, dass ich – irgendwo im Nirgendwo auf Platz 15 liegend – immer noch eine Viertelstunde Rückstand auf die Top 10 hatte. Nachdem ich mit dem Radfahren so zufrieden war und auch die erste Stunde im Laufen so gut angefangen hatte, hatte sich insgeheim die Hoffnung in mir breit gemacht, dass die Leistung ausreichen könnte, um irgendwie in die vorderen Regionen zu stoßen (damit meine ich die Top 10). Als ich erkannte, dass mir das nicht gelingen würde, wurde ich schwach.

Ich begann zu hadern, der zunehmenden Härte des Rennens nach- und mich selbst aufzugeben. Das ist die ehrlichste und gleichzeitig bitterste Erkenntnis, die ich nach dem Wettkampf machen muss. Ich verlor den Fokus, den Drive und ließ mich gehen – was darin endete, dass ich anfing zu gehen. In den Laufsplits lässt sich das ablesen: Kilometer 19 lief ich in 4:16 Minuten, den nächsten Kilometer in 4:31 Minuten, es folgte ein Kilometer in 5:57 inklusive ausführlicher Verpflegungspause an der Aid Station. Ich versuchte mich zusammenzureißen und lief 4:53 Minuten, aber ich und mein Rennen war gebrochen. Die Uhr stoppte 7:31 Minuten für Kilometer 23, 12:43 Minuten für den nächsten, 13:07 Minuten für den nächsten, 8:08 Minuten für weitere 500 Meter. Ich gab auf.

DNF: Die Summe vieler kleiner Teile

Es mag sein, dass ich mit dem Start zum Laufen die Energiezufuhr nicht mehr auf den Punkt im Griff hatte und mir früher oder später möglicherweise der Saft ausgegangen wäre. Aufkommende Magenbeschwerden machten die Sache sicherlich auch nicht besser – aber irgendwie tue ich mich schwer damit, diese beiden Aspekte als Grund dafür gelten zu lassen, dass ich mich am Straßenrand sitzend wiederfand. Ich habe das Gefühl, dass ich es mir damit zu einfach machen würde.

Mein Aufgeben von gestern ist die Summe vieler kleiner Teile, denen ich nicht mehr Stand gehalten habe. Ich bin weniger darüber enttäuscht, dass ich das Rennen nicht beendet habe, sondern viel mehr darüber, dass ich den Grundgedanken des Triathlons nicht gerecht werden konnte. Es fühlt sich nicht nach Schwäche an, sondern einfach nicht richtig.

Allerdings muss ich auch zugeben, dass meine Enttäuschung extrem schnell umgeschlagen ist und ich sofort begonnen habe, die positiven Dinge zu sehen, Schlussfolgerungen zu ziehen, aus dem Rennen (und der ganzen Woche hier) zu lernen. Allein diese Tatsache zeigt mir, dass ich scheinbar irgendwie doch mehr will.

Nach dem kurzen Instagram-Statement gestern hat mich eine Flut an persönlichen Nachrichten erreicht, die vor Zuversicht und Gutmütigkeit nur so gestrotzt haben. Das tat gut und hat mir gezeigt, dass Profisport bewegt, motiviert und inspiriert – an guten und an schlechten Tagen. Auch das ist ein Grund, warum mich ein Weiter- und Bessermachen reizen würde. Weil irgendwie fühlt sich das Ende des PRO:jects auch ein bisschen wie ein Anfang an.

 

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61 Kommentare

  1. Hallo,
    ich finde das Pro:ject einfach super, du bist nur ein Mensch! Ich hoffe insgeheim, dass es noch weiter geht, denn dieses Rennen ist vielleicht nur eine Etappe des Ganzen?
    LG aus Luxemburg

  2. Hey Bocki,

    erstmal ein riesiges Dankeschön für den Bericht, für Deine Offenheit und für das PRO:ject selbst. Ich war gestern von der ersten Minute an live vor dem Bildschirm dabei, habe mit Dir und allen anderen mitgefiebert. Als ich die Wellen und den Himmel gesehen habe, zog ich vor allen den Hut, die überhaupt starten!
    Fest steht auch, dass Du zumindest in meinem Stream den größten Fanclub hattest. Zu keinem anderen Teilnehmer gab es auch nur annähernd so viele Kommentare wie zu diesem ominösen Niclas Bock, zu dem auch immer wieder Kamerabilder gefordert wurden (schon weit vor dem Radfahren). Was zeigt das? Die Community hat mitgefiebert und die war riesig. Sicher nicht, weil die Platzierung wichtig war, sondern weil uns alle Eure Reise inspiriert hat und noch weiter befeuert. Auch mit dem DNF musst Du Dich keinesfalls verstecken, was Du ja auch nicht tust. Das sage ich auch und insbesondere, nachdem ich Deinen Blog gelesen habe! Denn für mich war eines immer am geilsten: Ihr sprecht nicht nur über die tollen Sachen, sondern eben auch über das, was sichtbar oder auch innerlich schief gehen kann. Und diesen Dingen müssen sich alle Athleten stellen, vom Sprint bis zur Langdistanz. Und da lassen sich andere so gut wie nicht in die Karten schauen.
    Ich jedenfalls werde dieses Jahr meinen ersten Triathlon machen und will einfach nur ankommen. Und den geilen Pushing Limits TriSuit werde ich stolz tragen (rechtzeitige Lieferung vorausgesetzt 😊). Und das wird mich erinnern, dass es gut und schlecht laufen kann und dass jeder Ausgang was Positives hat. Ich muss mich dem Ergebnis nur ehrlich stellen und die richtigen Schlüsse ziehen.

    Viele Grüße an alle da draußen und viel Spaß und Erfolg beim Erreichen Eurer Ziele!!!

  3. Aufstehen, Krone Bzw. Trisuit richten und weiter gehts!!!! Ich fand die Reise top und würde es super finden wenn das project eine extra Runde dreht.
    Eure Einblicke in das Training und Möglichkeiten die es im Sport noch gibt füllen noch jede Menge interessante Artikel.

  4. Vielen Dank für diese offenen und ehrlichen Worte. Ich bin davon überzeugt, dass dich dieses Erlebnis und die ehrliche Erkenntnis für die Zukunft stärker machen wird. Ich hoffe sehr für dich, dass du den Triathlon nun nicht aufgibst, sondern einen erneuten Angriff mit einem anderen Mindset machst. Nun erhole dich erstmal gut 🙂

  5. Moin Bocki,
    das DNF ist natürlich sehr hart und ich denke jeder kann nachvollziehen, dass du zunächst niedergeschlagen warst. Ich denke aber, dass das auch Teil des Profi-Daseins ist – ganz offensichtlich dnf’en andauernd Profis, somit gehört es ja auch irgendwie dazu. Umso schöner dass deine Gedanken danach auch ins Positive umschwenken konnten!
    Für die Community und die ganze Szene wäre eine Fortsetzung des Pro:jects deinerseits ganz sicher eine große Bereicherung, allerdings wäre es auch voll nachvollziehbar, wenn du das aufgrund Familie & co nicht tust. Wie auch immer du dich entscheidest, die Community wird geschlossen hinter dir stehen!

  6. Bocki, das war Bockstark! Schau mal wer da alles in der Führungsgruppe war – und dann du als „Promi“ auf Platz 18. Die 3 Gewinner, hatten ja auch einfach mehr „Willen“ wie man im Laufen und vor allem auf den letzten 10 km gesehen hat. Ja vorher hattest du betont, das es geil wär in die ersten 10 zu kommen – aber hey – mach mehr Rennen… du hast echt Potenzial. Jeder der in der Lage ist eine Langdistanz zu machen, kann sowas gewinnen wenn alles gut geht. Geht es nunmal nicht immer… bleib dran!

  7. Hi,
    Ich habe gerade mit großem Interesse deinen Blog gelesen. Vielen Dank für diese Möglichkeit und diesen Zugang in deine Gedankenwelt, das ist nicht sicherlich nicht selbstverständlich. Ich hoffe, dass du weiter machst, weil ich glaube das es sich lohnen wird. All die Energie, all die Zeit, all die Aufopferungen etc. haben dich in den letzten Wochen und Monaten geprägt, da würde ich es mir für dich wünschen, das am Ende des PRO:jects kein DNF steht, sondern ein Versuch es weiter zu probieren. Glaube der Weg ist noch nicht vorbei!
    Danke für den Blog, die Videos, den Podcast!
    Adrian

  8. Hey Bocki,
    Das schöne an unserem Sport ist doch, dass wir alle – egal ob Profi oder Agegrouper – in einem Boot sitzen und das gleiche durch machen und uns das gleiche innerlich bewegt. Jeder setzt sich ein Ziel und will dieses erreichen! Auch deine Gedanken zu dem DNF kann ich gut nachempfinden und zeigen, dass wir uns in Vielem wieder finden.
    Also, Kopf hoch, 2 Kinderriegel rein und dann #seeyouatthefinishline!
    Gruß aus dem hohen Norden
    Nils

  9. So was von ehrlich, Respekt.
    Aber eines geht gar nicht: JETZT DAS PROJEKT BEENDEN!!! So kann man vielleicht, aber Du nicht, aufhören.
    Auf ein Neues🚀
    Gruß Jürgen

  10. Danke für die intimen Einblicke in dein Seelenleben. In dieser Disziplin (der Veröffentlichung dieser Gedanken und Gefühle) hast du also Härte dir selbst gegenüber bewiesen. Warum nicht auch im Rennen? Grundsätzlich schreit, aus meiner fernen Sicht als Küchentischpsychologe, alles nach einer Verlängerung des Pro:jects, weil das schon dein Ding ist – wenn du im Rennen den Biss zeigst, der den Profi eben vom „Social-Triathlete“ unterscheidet! Aber vielleicht bist du ja jetzt auch durch das DNF erst richtig angezündet worden? Das viel zitierte Aha-Erlebnis eben. Aber davon ab, ich persönlich hätte keine Lust so aus dem Pro:ject rauszugehen. Da würde ich einfach mehr von mir erwarten, gerade weil es sich eben so gut vorher angefühlt hat. Hau rein!

  11. War geil, gibt halt nicht immer ein Happy End. Bin für Season 2 – Agegrouper to Kona … ggfs. ist das der gesunde Zwischenweg. Bleibt noch Zeit für Family, Hochleistungssport und PushingLimits ohne den harten ProDruck…. die Sponsoren ziehen da sicher mit. 😃

  12. Bocki!! Danke dass Du uns so ehrlich mitnimmst in Deine Gefühlswelt! Ich finde, du machst das genau richtig! Den Fokus auf das Positive legen und es analytisch betrachten. Gemein ist natürlich auch dass heute wieder gutes Wetter zu sein scheint. Egal. Hut ab für deinen Versuch und es ist vielleicht enttäuschend aber keine Schande ein DNF stehen zu haben! Respekt, dass Du es durchgezogen hast!

  13. Danke für die Initiative, und noch mehr, die offenen und ehrlichen Worte. Nicht nur jetzt, nach dem Rennen, sondern auch schon vorher. Wie häufig habe ich gedacht, dass ich gleiche oder ähnliche Erlebnisse hatte. Klar, auf einem anderen sportlichen Niveau. Bin gespannt, wie die Reise weitergeht. Ich werde es interessiert verfolgen. All the best and good luck.

  14. HMM sehr offen und ehrlich.
    Aber so richtig weiß ich nicht was ich davon halten soll.
    Ein Profi der aufgibt, weil es sehr schwierig wird seine Wunschplatzierung zu erreichen.
    Ist das nun Professionelles Fitness sparen gewesen oder mangelnder Biss für ein Langdistanz.
    Ich habe letzte Jahr meine erste Aquabike Langdistanz gemacht und die bei der WM in Almere. Die erste Runde Schwimmen war gut auf der 2. Runde ist mir extrem schlecht geworden, dass ich mich am liebsten beim Schwimmen übergeben hätte. Beim Ausstieg wurde ich gefragt, ob ich einen Arzt brauche was ich verneinte. Die Aktion hat mich 20 Minuten beim Schwimmen gekostet, mein Ziele sind un unerreichbare Ferne gerückt.. Dennoch habe ich mir nach einem ruhigen Wechsel in der Wechselzone mich aufs Rad gesetzt und das Rennen zur erhobenen Kopfes zu Ende gebracht. Insgesamt war es nach einem darauf folgenden sehr guten Radsplit alles in allem viel Besser gelaufen, als ich gedacht hatte. oder noch für möglich gehalten hatte.
    Warum sage ich das, Das Rennen ist zu Ende, wenn ich es gesundheitlich nicht mehr vertreten kann oder die Ziellinie erreicht ist.
    Die Platzierung steht erst an der Ziellinie fest.
    Bemerkenswert finde ich deinen Mum so offen dazu zu stehen, dafür sehr großen Respekt.
    Der gleiche Mum auch im Rennen würde dich viel weiter bringen.

  15. Ich habe gestern vom Start an das Rennen verfolgt- vermutlich wie viele andere auch- und der Grund dafür warst du! Natürlich freue ich mich auch die TOP Athleten zu sehen aber ohne dich hätte ich höchstens den Rennbericht gelesen.
    Was mich jedoch am meisten beeindruckt, ist wie ehrlich du mit den Gründen für dein DNF bist. Als ehemaliger Leistungsspotler im Ausdauerbereich, weiß ich genau, wie leicht es ist einen Grund zu finden, der nicht man selbst ist (zum Selbstschutz nach innen und nach außen).

    Vielen Dank für das tolle PRO:ject.

  16. Hut ab vor den ehrlichen Worten .Es ist nicht immer leicht, seine schwächen zu erkennen und Preis zugeben.Ich persönlich fand deine Veränderung vom Anfang des Projekt zu Heute sehr Spannend, inspirierend und Motivierend .
    Einer aus unserer Mitte wagt den Schuss ins Pro Lager mit allem drum und dran.Das wovon jeder von uns träumt.Deswegen sehe ich das so….Man gewinnt zusammen und verliert zusammen!!!!Du hast uns alle irgendwo vertreten in dieser LD!!!!
    Du hast meinen Respekt und ich würde mich freuen wenn du weitermachen würdest.
    Also lass den Fuchs im Bau und lass den Löwen weiter draussen!
    (Wer kämpft, kann verlieren.Wer nicht kämpft ,hat schon verloren)

  17. Hi Bocki. Gewohnt offen und klar Dein Statement. Ich würde mich sehr freuen, wenn der „TuS-Jung“ weiterhin in der Welt-Elite mitmischen würde. Kopf hoch und gute Heimreise! Beste Grüße

  18. Tausend Dank für die so krass ehrlichen Worte. Ich und ich denke jeder andere Athlet kann das nur zu gut nachvollziehen. Für mich ist genau DAS das PROject – Erfahrungen machen, ehrlich teilen, ins Gespräch kommen und zeigen, was dieser Sport mit einem macht.

  19. Gefühlt war die Hälfte der Zuschauer auf Ironman now auf Facebook nur an „Bockis“ Rennen interessiert und enttäuscht, dass es leider keine Live-Bilder von „Bocki“ gab… Das muss man auch erst mal schaffen. Der halbe Chat war auf deutsch. ^^
    Ich finde den Ansatz komplett richtig, dass irgendwie ein konkretes Ziel gefehlt hat. Zumindest habe ich in der Öffentlichkeit keins wahr genommen und dann bewegt man sich gerne als Mensch in der Komfort-Zone, weil warum? Warum soll ich mir jetzt noch mehr weh tun, nur um 3 Minuten schneller zu sein? Vielleicht wäre es auch der Motivation zuträglich doch als Amateur zu starten und sich dafür Kona als realistisches Ziel zu setzen. Die Stärke hat Bocki auch in seiner umkämpften Altersklasse.
    Ich denke der Punkt mit der Renndynamik zeigt die fehlende Wettkampfroutine. Erstmal fehlte vielleicht etwas das Verständnis, was es genau bedeutet, allein zu sein oder in einer Gruppe. man hört zwar immer von den Unterschieden, aber dass das am Ende +20 Minuten bedeutet war vielleicht nicht ganz auf dem Schirm?! Es fehlte auch ein Ansatz, wie viel kann ich noch zufahren (z.B. 30 Sekunden Lücke) ohne mir mein weiteres Rennen total zu versauen. All das hätte man in 1-2 Halbdistanzrennen mal testen müssen. Ein Ironman ist wahrscheinlich die falsche Distanz, um solche Erfahrungswerte zu sammeln. Vielleicht kann Staggenborg daraus noch eine Lehre ziehen, was seine Radpace abseits seiner Komfortzone angeht. Er wird vielleicht in eine Situation kommen, wo er froh sein wird, wenn er weiß, was bei ihm geht und was nicht. Da sind ja einige gute Radfahrer schon mal angekündigt.
    Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, das Rennen auch abseits von Platz 10 zu verfolgen und insgeheim hatte ich schon noch auf ein Überholmanöver zu Frommhold gehofft. Allein für etwas Trashtalk im Buddy-Talk. ^^

  20. Hi Nick… ich glaube zu meinen das 305 Watt Zuviel waren in der ersten Hälfte … der Pacing Test sagte ja 280 Watt … der Durchschnitt am Ende zählt dann nicht … aber ich bin trotzdem begeistert von deinen Auftritt ☺️
    Lg vom Steffen

  21. Moin Bocki,
    es tut mir so unendlich leid, dass es so gekommen ist. Ich danke dir für diese Reise durch deine Trainingszeit und Gefühlswelt den offen und sehr schonungslosen Umgang damit.
    Ich bin sehr gespannt was du aus dieser Erfahrung machst.

  22. auch aufs Risiko hin, hier nun gleich „Hassreaktionen“ zu ernten, mein hartes, aber ehrliches Statement:
    a) Gleichzeitig war es ein komisches Gefühl, keinerlei Nervosität, Aufregung und Anspannung zu fühlen – kein schlechtes Gefühl, aber komisch.
    doch das war schlecht. Wird dir vermutlich jeder Mentalcoach bestätigen. Die Grundspannung fehlte. Selbst bei einem 10 km run um den Kirchturm von Kleinkleckersdorf ist man leicht nervös, wenn man im „Wettkampffeeling“ ist. Beim Jahreshöhepunkt erst recht. wenn ich vor einem Wettkampf nicht zumindest leicht nervös, angespannt oder aufgeregt bin, brauche ich eigentlich gar nicht zu starten.

    b) wenn es vorherheißt: 280 Watt ist die Grenze, ab 305 Watt ist fußgänger angesagt (blog aus der Vorwoche) und man dann in der ersten Stunden 305 Watt fährt, muss man sich vorüber nicht wundern? genau, dass man beim Marathon zum Fußgänger wird. Sorry, aber das war nicht professionell. Wenn ich diesen Test 1 Woche vor dem Wettkampf mache, ein wissenschaftlich ermitteltes Ergebnis bekomme und mich daran nicht halte, ist einem nur bedingt zu helfen. Wo hätte die Leistungssteigerung denn her kommen sollen seit dem Test? Vom Tapering?
    c) ja es kommt in fast jedem Marathon der Mann mit dem Hammer irgendwann. Bei dir war er halt (vermutlich wegen des überzogenen Radteils) früher da als geplant. Man kann sich ihm ergeben, man kann ihn aber auch so lange treten bis er nachgibt. Lies dir mal die Statements von Daniela B zum Thema laufen und geburtsschmerzen sowie von Rabea Schöneborn zum Marathon in Hannover durch. Die mussten sich auch quälen wie doof, aber sie sind durchgelaufen. DNF is no option, es sei denn man ist verletzt.
    So, genug den Kopf gewaschen, beim nächsten Mal bist du besser und dann rockst du das Ding.

  23. Auch wenn ich mir sehr unsicher bin, ob Aussenstehende überhaupt etwas werten dürfen, sollten oder können, so finde ich in diesem Fall ist es auch Teil des Projektes. Ich meine mich zu erinnern, dass Du im letzten Podcast gesagt hast, dass Dir das Rennen, der Wettkampf und die anderen ziemlich egal wären und für Dich das Rennen nur Miitel zum Zweck ist, Du das aber eigentlich nicht brauchst. Nun ließt sich der Block als eine Erkenntnis, dass es doch eigentlich ganz anders ist und Du haderst, dass Du nicht richtig auf einen Wettkampf vorbereitet warst und entsprechende Fehlstellen aufgetreten sind. Das die Erkenntnis, das Profi sein etwas mit Wettkampf und mit deren Vorbereitung zu tun hat erst im oder gar nach dem Rennen kommt, verwundert mich da etwas. Profi sein in etwas dessen Grundlage der Wettkampf ist bedingt doch logischerweise, sich in einen Wettkampf zu begeben. Es ging ja nicht darum Trainingsprofi zu sein. Das soll keine Kritik sein, sondern nur meine Beobachtung (die natürlich falsch sein kann) widerspiegeln.
    Aber ich finde es toll, wie offen ihr kommuniziert, reflektiert und reagiert und bin sehr gespannt wie es weitergeht.

  24. Alles angekommen 😉 ich will dir auch gar nicht widersprechen oder anfangen irgendwas zu rechtfertigen. Ich nehme alles mit und versuche dann die richtigen Entscheidungen für alles Kommende zu treffen. In diesem Sinne Danke für dein Statement! Viele Grüße, Bocki

  25. Mehr hätte man bei einem „Profi-Projekt“ eigentlich nicht lernen können! Denn deine Einstellung vor dem Rennen hat es gezeigt: MIT Profi-Training, aber OHNE Profi-Wettkampfmindset sich an eine Ironman Startlinie zu stellen passt NICHT zusammen . Deshalb musst du mit den Learnings nochmal ran, eine MD im Vorfeld wäre da bestimmt besser gewesen.
    Aber hey ich habe noch nie so lange einen Ironman live verfolgt – ob morgens im Bett, beim Laufen auf dem Tracker oder dann im Gym! Du kannst stolz auf dich sein Bocki 🤙🏻

  26. Danke für den Bericht. Es war auch knapp in 8 Monaten zum Profi ohne ein Testrennen u ohne Supporter im Rennen. Als Profi kannst du ja zum Glück in jedem Rennen deiner Wahl starten u findest bestimmt ein Rennen, wo du noch mal glänzen kannst u mit dem Praktikant um die Wette rennen kannst. Komm gut nach Hause u erhol dich gut

  27. Hi Bocki, ich muss jetzt auch mal ehrliche Worte finden: das Project ist absolut geil, es ist bemerkenswert wie und worüber ihr berichtet. ABER: hast du mal an deine Familie gedacht, die Entbehrungen usw.? Wie fühlen die sich jetzt nur weil du nicht in die Top10 kommst? Das war und ist einfach nur egoistisch und kein professionelles Verhalten. Du hättest das Ding besser durchziehen sollen. Diese mentale Schwäche hätte in der Vorbereitung trainiert werden müssen. Ich habe auch Familie, 3 Kinder, mehr als 40h die Woche, trainiere 10h pro Woche und versuche jede Einheit qualitativ so gut wie möglich zu gestalten. Denke ich ans Aufgeben wenn ich morgens um 6 Uhr im Schwimmbad Intervalle schwimme? NEIN. Oder abends um 21 Uhr beim Laufen? Sicher nicht. Und warum nicht? Weil das alles nur härter macht, weil mich der Wettkampfgedanke antreibt. Die paar Zeilen von dir sind doch keine ehrliche Auswertung des Rennens, da steckt mehr dahinter. Du hast dich selbst aufgegeben und an dir gezweifelt. Ich hoffe Staggi zieht das jetzt durch.

  28. Vorneweg ein Dankeschön, dass man sich auf deiner Reise begleiten bzw. beobachten durfte und Respekt wie du das gemacht hast.
    Was mich wundert:
    Dein Fazit, dass das Radfahren so gut lief.
    War es -im Nachhinein- dann nicht dich zu hart, wenn man sieht wie das Rennen dann beendet wurde?

    Ganz wertungsfrei, steht für mich der Verdacht im Raum, dass du das Rennen mit 10-20W auf dem Rad ins Ziel gebracht hättest.

    Oder hast du wirklich nur die Lust verloren?

  29. @Wolle
    So sehe ich das auch.
    Ein DNF ohne Verletzung ist schon merkwürdig. Zumal, wenn man nur das eine Rennen plant.
    Wäre die Überlegung, dass man es in Frankfurt nochmal probiert und sich dann nicht komplett zerlegen möchte, dann würde ich das verstehen, aber so?

    Ich habe in meinem Leben genau eine LD gemacht. Für den Kopf ein paar Wochen vorher einen Marathon gelaufen und bin dann (verdient) mit Schleimbeutelentzündung in der Hüfte gestartet.
    Marathon im Rennen: 4:45h und insgesamt 11:45h oder so.

    Dass man ohne körperliche Beschwerden aussteigt ist beim Triathlon halt HART gegen den Spirit.

    Wer verletzt ist sollte im Himmels Willen sofort anhalten, aber die Lust verlieren….huiuiuiui.

    Und zum Radfahren…. Da hätte man sich die Untersuchung zum Pacing auch sparen können oO

  30. Hey Bocki, vielen Dank fürs Mitnehmen auf diese Reise und Dein PRO:ject. Bei Facebook war ich auch einer derer, die sich mit digitaler Anfeuerung versuchten und war damit nicht alleine. Der Bocki Ultra Fanblock hatte die Kommentarspalten fest in deutscher Hand. Schade, dass es am Ende nicht mehr gereicht hat. DNF ist zwar kacke, aber nicht das Ende der Welt. Freu Dich auf weitere spannende Abenteuer und behalt Dir die Motivation, vielleicht hast Du ja noch eine Rechnung offen mit dem Profidasein. Ich kenne ein paar Leute, die Dich auch weiter unterstützen. Und sorry für den AG1 Spruch, der musste in der Situation nicht sein, nur weil mir das Zeug leider nicht bekommt. Halt durch

  31. Vorweg, Fehler sind da um gemacht zu werden und daraus zu lernen.
    Was mir in deinem Bericht fehlt ist leider das overall Picture.
    Wie heist es so schön
    „Am Ende kackt die 🦆!“
    Warum wurde das Radpacing von deiner Seite so dermaßen über Board geworfen?
    Das Laufen und die dort entstandenen Probleme (Zufuhr/Energie/Energieaufnahme) sind meiner Meinung nach nur der Outcome für vorher gemachte Fehler. Hier werden mir die Disziplinen leider zu getrennt betrachtet.

  32. Alles super interessante Einblicke. Vielen Dank dafür ! Zeigt aber auch wie schwer es ist einen Ironman ohne Plan und Strategie für die vorher angekündigten „Täler“ zu finishen. Alles Gute für die Zukunft !

  33. Ich muss den wenigen kritischen Stimme zustimmen, DNF ist keine Alternative, egal ob als Altersklassenathlet oder als Profi. Das widerspricht doch dem Spirit des Triathlon-Sports. Sorry. Ein Tag nach einem harten Wettkampf und einem enttäuschenden Ergebnis sollte man auch kein Fazit ziehen und schon gar keinen Ausblick wagen. Nimm Dir Zeit.
    Mein zweiter und letzter IRONMAN Wettkampf (Finisher) ist 28 Jahre her. Auch durch Euch habe ich wieder Spaß an der Berichterstattung und etwas Training. Euer Business gefällt mir. Weiter so. Grüße Thomas

  34. Hallo Bocki, schließe mich sehr gerne den anderen Kommentaren hier an und formuliere es mal so: Aufstehen, Krone richten…
    Und zum Pacing: Die erste Hälfte 30W zu viel, die zweite Hälfte 30W zu wenig ergibt nur theoretisch den richtigen Wert bzw. den berechneten KH-Verbrauch.
    Eure Idee war doch, ins Profigeschäft mit allen Facetten einzusteigen?! Dazu gehört auch, ein schlechtes Ergebnis abzuhaken und den Blick nach vorne zu richten! Die Saison ist noch lang…

  35. Hey Bocki. Jetzt nur einmal fachlich, sachlich gesehen…
    Das ProJect ist ein voller Erfolg, denn eigentlich ging es ja nicht für die Community darum, ob Ihr Euer sportliches Ziel erreicht, sondern es ging darum…, dass Ihr uns die Welt und die damit verbundenen angenehmen und unangenehmen Dinge, eines als Profi lebenden Triathleten zeigt!
    Und das macht Ihr 100%ig!!! Und damit ist doch das eigentliche Ziel schon mal von Euch erreicht und darauf solltet Ihr und könnt Ihr stolz sein. Ihr „bewegt“ Menschen in körperlicher und emotionaler Sicht, wie Ihr es wahrscheinlich selber nicht geglaubt habt.
    Alles andere…ist doch nur die Kirsche obendrauf.
    Mach Dir nicht so viel den Kopf…lass es ein paar Tage sacken, hör auf Dein Herz und sprich mit den wichtigsten Menschen in Deinem Leben und ich bin mir sicher, dass Du dann die richtige Entscheidung treffen wirst.
    Egal wie sie aussehen wird, die Community ist begeistert von Dir und Nick und dem Pro Ject.

  36. Hey Bocki… Du 🦊
    Geh einen Schritt zurück und schau was du „angerichtet“ hast :
    Mega viele positive Kommentare zu diesem Blog.
    Einen Fanblock im Youtube LiveStream! (War ich da nicht ganz unbeteiligt?! 😜🦊🔥…)
    Eine Community die gierig euren Content aufgesaugt hat.
    Podcasts die uns alle hat tief blicken lassen.
    Wenn Ihr damit bereits nicht schon über das Ziel hinaus in den Triathlon Orbit 💫 hinausgeschossen seid dann weiß ich auch nicht.
    Habe bisher keine solche Reise in diese Sph@ren mitmachen können.
    Auch wenn alle anderen „Pros“ auf Social Media alles oder zumindest viel preisgeben…
    So tief blicken konnte ich nirgendwo.
    Und diese ehrliche Art löst in der Community etwas aus…
    … INSPIRATION! 😊
    BITTE GIB UNS MEHR DAVON!!! 😉👍
    Das ganze ist eine Reise 🚀🌛 Bereits bis zur Startlinie hat uns das alle gefesselt. Auch die Schwächen…. Und ich denke die Frage die sich jetzt stellt ist ob Du an der Schwelle zu einer neuen Welt stehst oder es nur ein sau-interessanter Ausflug war. Aber das kannst nur DU alleine entscheiden… Tief in Deinem Inneren.

    Aber Danke für alles bis hierher .

    Saluti Salvatore 🤓

  37. Körperlich hattest du den Ironman Südafrika im Tank, fehlende Infos passieren Dir kein 2. Mal. Bleibt der Kopf. An dem kannste noch schrauben. Ich habe bei mir festgestellt, sobald ich negative Gedanken beginne zu denken, gehts bergab. Es wird nie besser. Mach weiter. Du hast noch einen Ironman als Pro zu finishen.

  38. Hey Bocki, Kopf hoch! Meine Vorredner haben eigentlich schon alles richtig gesagt, ich würde aber gerne nochmal speziell auf deinen ‚taktischen Fehler‘ zwischen T1 und dem verpassen des ‚Zugs‘ auf dem Bike eingehen: Wenn man dem Ironman-Tracker glauben schenken darf, sind deine 30 Sekunden Rückstand nach T1 nicht richtig, Platz 15 hatte hier + 1’14“ Rückstand und bildet das Ende der Gruppe, Platz 17 hatte bereits 2’52“ Rückstand und du warst noch gar nicht gelistet. Selbst wenn es nur die 30 Sekunden waren, entspricht das bei angenommenen 45 km/h fast ’nem halben Kilometer Abstand. Wenn man jetzt noch berücksichtigt dass alle Athleten in der 1. Stunde auf dem Rad im Vergleich oberhalb Ihrer Average-Power fahren und in der großen Gruppe alle starken Biker versammelt waren, hattest du meiner Meinung nach nie eine Chance die Gruppe zu erreichen. Womöglich, wenn du nahezu All-Out gegangen wärst in den ersten 20 Minuten – aber auch dann hättest du keine Versicherung gehabt, die Gruppe auch halten zu können, wenn du schon völlig ‚blau‘ und gegen jegliche Pacing-Vorsätze die Gruppe erreicht hättest. Gruß Marv

  39. Wo der Fehler ist?
    Im Kopf! Das Projekt ein „Profi“ zu werden, ist etwas, was man sich sehr gut überlegen muss. Du hast doch als AK-Athlet doch schon ähnliche Umfänge wie ein Profi trainiert. Der Unterschied vom Training her ist nicht mehr groß. Es gibt einen sehr guten Bericht (von dir), da wird die Profilizenz gut beschrieben.
    https://pushing-limits.de/triathlon/profi-ohne-leistung-geht-nicht-geht-doch/
    DNF ist keine Option. Wie oft haben wir das bei Wettkämpfen auf Plakaten gelesen. Für einen AK-Athleten, der sich monatelang auf dieses Ereignis vorbereitet hat, ist ein Aussteigen, weil ich meine Zeit oder Platzierung nicht erreichen werde, wirklich keine Option.
    Ein Profi steigt „leichter“ aus dem Rennen aus. Wieso? Ein Profi bekommt auch schneller/ leichter eine Startnummer für die nächste Langdistanz. Dies ist nur ein beispielhafter Grund.
    Wir kennen die Bilder von Frodeno aus Hawaii. Mit einer Muskelblockade im Rücken, trotzdem weiter zulaufen, DASS macht den Spirit von Triathlon aus.
    DNF weil ich mein persönliches Ziel/ Zeit nicht erreiche? Mein lieber Herr Gesangsverein. Da kommen bei den AK-Athleten aber nur noch sehr wenige im Ziel an.
    Dass du deine Analyse öffentlich machst, ist gut, aber was bliebe dir denn auch übrig? Wenn ich fast alles im Internet öffentlich mache, dann gehört auch das dazu.
    Ein DNF aber meiner Meinung nach nicht. Zusammenkneifen und durch, wäre das bessere Resultat gewesen. Nils hat mit Sicherheit auch ein anderes Ergebnis erwartet…
    Von einem Profi erwartet man eine höhere Leidensfähigkeit als von einem AK-Athleten.
    Das Problem am Aussteigen ist leider, dass sich der Kopf das merkt und beim nächsten Mal, wenn es weh tut, wird man eher den leichten Weg nehmen.
    Einmal aussteigen = immer aussteigen.
    Das habe ich schon oft genug beobachten können.
    Meine letzte LD habe ich in einer Tombola gewonnen. Mit 6 Wochen Vorbereitung ging es an die Startlinie. Bereits beim ersten Mal am Kalvarienberg, wollte ich aussteigen. Die Gedanken hatte ich dann den ganzen Tag. Meine Motivation es bis zur Finishline zu schaffen, war meine Familie und das Bierglas dass jeder Finisher bekommt. Die LD war meine schlechteste Zeit, zugleich aber mein bestes Ergebnis. Weil ich wusste, ich gebe nicht auf!!
    Kopf hoch, nicht die Mienzi machen und weiter gehts… auch wenn man bis ins Ziel gehen muss.
    Power on beginnt auch im Kopf!!
    Bis zum nächsten Mal Bocki

  40. Hi Bocki,
    Respekt für den offenen Umgang mit deinem DNF. Ich fand die Thematik mit dem Psychologen, die du in den letzten Podcasts erzählt hast, sehr spannend. Trainingspläne gibts im Netz ja genug, aber zu mentalen Strategien habe ich bisher noch wenig gefunden. Gerne mehr dazu! Letztendlich arbeiten wir LD-Athleten monatelang auf die letzten 20km im Rennen hin. Wenn dann dieser „große Moment“ da ist, dann duckt man sich weck, bleibt stehen, macht Gehpausen oder wandert nur noch zum Ziel. Das mentale Loch hatte ich auch schon. Ich hoffe das ich beim nächsten IM-Rennen die letzten 20km sauber durchziehen kann, das ist mein großes Ziel, aber ob das dann wirklich klappt, mal sehen.

  41. Hi Bocki.
    Kein würdiges Ende?
    Also folgt da noch was?
    Bei YouTube warst du auf jeden Fall der starprofi. Da muss also noch was kommen oder?
    Aber das scheitern oder eher gesagt das nicht finishen gehört ja auch zum Profi sein dazu.
    Hauptsache ihr macht weiter egel welchen Weg ihr einschlagen werdet.

  42. Hallo Bocki,
    ich war den ganzen Tag am Bildschirm und habe das Rennen verfolgt. Schade, dass du dich verzettelt hast.
    Mh, Neustart? – Frag da mal besser deine Frau und denke an die fehlende Zeit mit deinen Kindern. (Sebi hat sich auch Gedanken darüber gemacht). Ich würde es verstehen, wenn du als rasender Reporter die Triathlonwelt weiter mit Berichten versorgen würdest und noch Zeit bleiben würde für deine Familie.

  43. „Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut ist, das ist es noch nicht das Ende.“
    Also, Pläne schmieden und dann lesen/hören wir wie es weiter geht.
    Gute Regeneration. Auf bald. Alex

  44. Ich wünsche Dir für dein nächstes Projekt viel Spaß und Erfolg.
    Du hast es drauf.
    Hierzu gerne meinen Beitrag in der aktuellen #tritime
    Ohne Kopf kein Finish
    Liebe Grüße Stavro

  45. Pushing Limits. Ein tolles Projekt für jemanden wie mich, der seit 3 Jahren eine LD angeht. Viele Informationen, ehrliche Worte und auch immer mal wieder eine Lockerheit an den Tag gelegt, die selten in diesem Sport ist. Warum das Projekt weitermachen? Ein DNF scheint für Dich kein Problem zu sein, da es ja nicht der erste ist. Denke Dir fehlt da etwas, was man schlecht lernen kann. Wer hat denn erwartet, daß Du unter den ersten 10 kommst. Es waren viele Profis, die mehr Erfahrung hatten und das schon wesentlich länger machen. Du warst lange an 15 Stelle, ein beachtliches Ergebnis, welches Dir aber nicht reichte. Schade ist aber das Du nicht gefinisht hast. So ist es ein Ende, welches man so nicht machen sollte. Schlage vor, Du machst mit Nick noch Roth und dann könnt ihr gemeinsam entscheiden, wie es weitergeht. Push bitte Deine Limits weiter und arbeite an Deine Mentalität.

    ,

  46. Hallo Bocki,
    vornweg: ich hab mitgefiebert am Sonntag. Genauso wie ich bei den Plattfüßen und Thorsten Schröder mitfiebern werde dieses Jahr.
    Mich würde freuen, wenn ihr im nächsten Triathlon-Gelaber mal nicht erklärt wieso ihr Profis seid (oder nicht), sondern wieso ihr keine Agegrouper (mit unlimitierten Ressourcen seid). Ein Agegrouper betreibt sein zeitintensives Hobby und finanziert sich dies aus anderen Einkünften. Ist das nicht die Definition vom PROject gewesen?
    Falls ihr weiter Profi sein wollt sollt dir aber klar sein steht ihr in direkter Konkurrenz zu Kollegen wie Silas Köhn, Sven Wies, Franz Löschke, Felix Hentschel uvm. Die Kollegen wären glaube ich zum Großen Teil froh eure finanziellen Ressourcen für ihre Saison zu haben,.. Wollt ihr vielleicht einen mal in den Podcast holen? Mich würde interessieren ob Sie auch einfach spontan 1 Woche vor dem Rennen das Geld für mehrere Mental Coachings haben.
    Noch was: Weißt du was ich am meisten vermisst habe am Wochenende? Die Pre- und Post-Race Interviews! Ich würde mir eine Berichterstattung aus St. George und Kona mehr wünschen als wenn du weiter Triathlon mit Profilizenz betreibst.
    Beste Grüße und vielen Dank das wir Teil der Journey sein durften
    Philipp

  47. Danke für die ganzen Einblicke die ihr mit uns geteilt habt. Und Respekt vor deiner Leistung im Wettkampf. Mir hat es gezeigt dass die anderen auch nur mit Wasser kochen. Ich glaube dein Auftritt hat vielen Mut gemacht ihr Projekt einfach mal zu versuchen.
    Deine Enttäuschung über die Platzierung im Mittelfeld würde ich nicht teilen, du bist da schon Richtung Top Ten gelaufen. Die anderen haben ja auch trainiert, insofern wäre das doch super gewesen. So bleibt sportlich das Ergebnis ähnlich wie die Challenge Roth 2018. Und aus meiner Sicht warst du ja schon früher fast schon Profi, insofern kann man hier nicht mehr von Underdog sprechen. Vielleicht hast du dich zu sehr verausgabt aufm Rad und beim Laufen, das hat dich zwar nach vorne gespült aber Finishen war so leider nicht mehr drin.

  48. Hallo Bocki,
    Respekt für Deine transparente und ehrliche Analyse.
    Ich verfolge Euer spannendes Projekt schon seit dem Start, habe mich deshalb auch gewundert, dass Du relativ spät vor dem Wettkampf noch mit Mentaltraining begonnen hast. Wenn Dein DNF hauptsächlich mentaler Natur war, muss man wahrscheinlich konstatieren, dass das Mentalcoaching entweder nicht den erwünschten Effekt gebracht hat, oder sogar kontraproduktiv war, und Du vielleicht „zu locker“ warst, bzw. auf diesen Teil der mentalen Challenge (Marathon im Platzierungs-Nirvana) nicht vorbereitet warst.
    Stellst Du vor dem DNF-Hintergrund das Mentalcoaching in Frage, oder wie beurteilst Du das?
    So, genug des Klugscheissens, Du bist nen Klasse Athlet, und wirst das Ding beim hoffentlich nächsten Start rocken!
    LG Axel

  49. … die im Podcast besprochene „Renndynamik“ beim Radfahren ist eine Umschreibung für ein von diversen Motorrädern eskortiertes Windschattenfahren mit maximal 8 Metern Abstand (und da an der Spitze belgischer Kreisel gefahren wurde oft noch weniger). Für die Leute dahinter ist das frustrierend und zum Zuschauen echt langweilig. Offensichtlich ist aber auch, dass Bocki mit dem Schwimmen im Wellengang und dem Laufen mit Rückstand mental nicht klargekommen ist. Bei der Ursachenforschung könnte man auf Persönlichkeitskerne stoßen, die einem nicht gefallen (der Mentalcoach hilft da nicht weiter). Diese Reise zum Ich wäre dann aber die eigentliche Aufgabe. Auf jeden Fall dranbleiben.

  50. Moin Bocki,
    ich kann mich da einigen Vorrednern nur anschließen.
    Von deinem Talent und Fitnesslevel her hast du die Langdistanz locker drauf und sofern alles zusammenpasst, mit Sicherheit auch weit vorne im Feld – natürlich auch abhängig von der Starterliste.
    Wir kennen uns zwar nicht persönlich aber aufgrund deiner offenen und authentischen Blog-Beiträge, kann man sich denke ich schon ein ganz gutes Bild davon machen, wie du so tickst.
    Mein Eindruck ist, dass du ziemlich sprunghaft, emotional und selten mal so wirklich bis zum Ende überlegt handelst. Heute so, morgen ganz anders und übermorgen wieder wie vorgestern. Einige Beispiele: Du ziehst um für bessere Trainingsmöglichkeiten. Kurz nach dem Umzug beschließt du, dass Triathlon und der Aufwand dafür doch nichts mehr für dich sind und du „satt“ bist. Kurz darauf der nächste Umzug und der nächste zurück ins Allgäu. Du willst wieder Profi sein im Rahmen des PRO:jects, findest aber laut einem PRO:ject Blogbeitrag andere Aspekte des Profidaseins wichtiger als die Platzierung am Ende. Jetzt kam der nächste DNF mit der Begründung, dass du keine Chance mehr gesehen hast, nach vorne zu kommen…passt irgendwie nicht so ganz zusammen. Und mal ehrlich: als Profi zählt am Ende nur die Platzierung! Schließlich verdient man sich damit bzw. den daraus resultierenden Sponsorings auch seinen Lebensunterhalt oder zumindest einen Teil davon.
    Diese Sprunghaftigkeit ist meiner Meinung nach wirklich ein entscheidender Faktor, der dich daran hindert, Profisport auf einem hohen/stabilen Niveau zu betreiben. Ironischerweise fehlt dir nämlich genau das häufig zitierte „richtige“ Mindset 🙂
    Nun ist Kind #2 im Anmarsch. Natürlich kenne ich euren familiären Background nicht, also wer wie oft deine Frau und dich in deinem möglicherweise weiterhin andauernden Profitum unterstützen kann.
    Ich kann nur so viel sagen: Kinder sind super aber auch super anstrengend, vor allem wenn man selber ein emotionales Bündel ist. Überlege dir das bitte wirklich gut mit deiner weiteren Triathlon-Karriere. Das körperliche Handwerkszeug hast du, wie bereits erwähnt, auf jeden Fall! Ob du aber jemals deine Birne richtig sortiert bekommst, so dass du die Power auch in Ergebnisse ummünzen kannst, wage ich leider zu bezweifeln.
    Wie auch immer es kommen wird, ich wünsche dir/euch nur das Beste dabei!!

  51. Danke für deinen Kommentar! Tatsächlich steht der Persönlichkeitstest bereits im Terminkalender. Ich werde berichten. Grüße, Bocki

  52. Eigentlich hat Philipp den Nagel auf den Kopf getroffen. Kann mich diesen Resümee nur anschließen.
    Beim hören des letzten Podcastes dachte ich mir es ist auch etwas vermessen sich mit echten Profis, welche dies mit vermutlich wesentlich weniger finanziellen Mitteln seit mehreren Jahren durchziehen, zu messen. Aber das ist meine persönliche Sicht darauf.

    Und zu den Platzierungen. Die ganz großen Namen waren jetzt auch nicht massenhaft in Südafrika vertreten. Klar ist die Leistung für ein paar Monate Training beachtlich. Aber es waren auch top Bedingungen und letztlich endet ein IM auch erst im Ziel (außer man ist verletzt natürlich)

  53. congrats to your effort.
    there is always a next one ☝️

    I am looking forward in the future – maybe ST. George, to get great insight from you, as a great interviewer of the PRO‘s.
    This was missing because the PRo:ject engaged you too much.
    🏊🏻🚵‍♀️🏃🏼‍♂️

  54. Als ganz kritischer Nörgler könnte man jetzt schreien: Viel Lärm im Vorfeld um Nichts. Monatelange Selbstdarstellung und Vermarktung, um dann ganz banal mit Erschöpfung und Demotivation aufzugeben. Und natürlich wird auch das wieder ein Teil der Selbstdarstellung (mit Cliffhanger im Abspann…). Das spiegelt für mich ganz gut einen Großteil der Triathlonszene wider, mit der ich mich deshalb (und das als Hawaii-Starter) nicht (und immer weniger) identifizieren kann: Sich selber unfassbar wichtig nehmen, den eigentlichen Sport und Spirit darüber aber etwas aus den Augen zu verlieren. Wie lobe ich mir da andere Sportarten, in denen der Sport einfach ohne viel großes Bohei durchgezogen wird und kein Ironman-Logo-Tattoo die Wade ziert oder mit Ironman-Rucksack im Supermarkt eingekauft wird nach einer zwar sehr langen, aber bei den meisten Finishern ehrlicherweise doch eher mittelmäßigen sportlichen Leistung. Das ist die ganz harte und wahrscheinlich z.T. etwas unfaire Sichtweise, die aber auch und gerade im Triathlonsport, der sich selbst so unfassbar wichtig nimmt, dazugehört. Die andere Seite der Medaille ist die, dass es Spaß macht, deine Beiträge zu lesen. Und dass wohl jeder Ambitionierte mal ähnliche Gedanken hatte und liebend gern mit dir tauschen würde (was das ganze Projekt angeht). Und natürlich verdient ihr euer Geld damit – und das macht ihr mit verdammt gutem und leidenschaftlichem Content! Insofern würde ich dir virtuell gerne auf die Schulter klopfen und sagen: „Geil war’s, ich beneide dich drum. Noch geiler wär’s ohne das Alles drumherum.“ (der Reim war jetzt gar nicht beabsichtigt :)).

  55. Moin Tricody! Erstmal Glückwunsch zu deiner erfolgreichen Hawaii-Quali und Teilnahme dort – mit der Erwähnung davon unterstreichst du natürlich, dass du absolut Recht hast, dass Selbstdarstellung irgendwie stark im Triathlon vertreten ist. Danke auf jeden Fall für dein Feedback, ich finde solche Art von Kritik bzw. Einschätzung von außen hilfreich und kann damit etwas anfangen, weil es hilft sich differenziert Gedanken zu machen. Sonst dreht sich relativ schnell alles im Kreis und damit kommt man häufig auch nicht weiter. Das würde ich aber gerne: weiter kommen. Das „Drumherum“ gehört vermutlich dazu, wenn man so etwas wie Pushing Limits betreibt und auf vielen unterschiedlichen Kanälen kommuniziert. Zum einen freut es mich, dass es dir und anderen Spaß macht, die Sachen zu lesen und zu verfolgen. Und zum anderen macht es mir Spaß, die Erlebnisse und Erfahrungen mit euch zu teilen (auch wenn es wie in diesem Fall nicht sonderlich schön ist) 😉 Dein Schulterklopfen nehme ich gerne mit und würde mich freuen, wenn’s sich unsere Wege tatsächlich mal bei einem Triathlon kreuzen! Hau rein und viele Grüße, Bocki

  56. Hallo Bocki,
    auch ich habe mitgefiebert und mit Freude Euren Prozess verfolgt. Sehr cooler Content mit super interessanten Einblicken. Vielen Dank! Insgesamt war ich sehr beeindruckt von der Konsequenz und der Professionalität Eurer Herangehensweise und für einen Hobby Triathleten und ehemaligen Leistungssportler super interessant, was es heute benötigt (Trainingswissenschaft, Equipment, Support, etc), diesen Sport als Profi zu betreiben.
    Beim letzten Podcast (Fuchs und Löwe) dachte ich mir noch: „Wahnsinn wie nüchtern und wissenschaftlich Du an die Sache rangehst“. Für mich wäre das nichts, weil ich in Wettkampfsituationen auch eher zur Unvernunft neige. Das macht es aber für mich auch aus im Sport: Emotionalität pur, „Kampf“ gegen Gegner, über sich hinauswachsen oder auch mal böse eingehen. Die super vernünftige, unemotionale Einstellung zum Rennen schien dann aber auch nicht das Ideale gewesen zu sein.
    Das „Ende“ in Südafrika war auch für mich irgendwie ein „Anti-Climax“. Zum einen tut es mir für Dich leid, dass nach all dem Einsatz eine Enttäuschung steht, aber zum anderen bleibe ich als Zuschauer mit einem großen Fragezeichen zurück. Bei allen möglichen Szenarien hätte ich diesen Ausgang überhaupt nicht für möglich gehalten. Respekt für Dein schnelles, direktes und offenes Feedback. Deine Erklärungsversuche haben mich allerdings nicht überzeugt. Da komme ich irgendwie nicht mit. Ich hoffe, dass Du mit etwas Abstand noch ein wenig mehr über das Warum sagen wirst.
    Viele Grüße, Timo

  57. Hey Timo! Danke für deinen Kommentar. Ja auf jeden Fall gibt es dazu noch mehr zu erzählen und zu berichten. Gerade eben ist ein neuer Blog online gegangen – schau mal auf der Startseite. Und morgen im Podcast spreche ich mit Nick auch nochmal ausführlich zum Rennen und was davon übrig bleibt. Hau rein, Bocki