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Fahrrad-Check: Startklar für den Wettkampf-Tag

Hektik ist das Allerletzte, was man in den Tagen vor dem Wettkampf gebrauchen kann. Mit diesem Beitrag wollen wir euch dabei helfen, dass vor allem euer Material für die zweite Disziplin in einwandfreiem Zustand ist. Worauf solltet ihr Wert legen? Was gibt es zu beachten? Wir schauen mal über das Material!

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
17. August 2018 Equipment Radsport

Glaubt mir, ich stand schon oft genug beim Check-In an der Wechselzone und habe mich über mich selbst geärgert. Ich wollte doch eigentlich nochmal die Reifen kontrollieren. Und die Kette checken. Und dann sind da noch die Klebereste der Startnummer vom letzten Rennen am Rahmen… Unnötig! Von Mal zu Mal habe ich gelernt mich (und mein Material) besser auf den Wettkampf vorzubereiten.

In der Ruhe liegt die Kraft

Merkt euch eins: Unter Stress geht das Meiste schief! Daher ist Zeitdruck ein ganz schlechter Begleiter, wenn ihr euch vor dem Wettkampf um euer Material kümmern und es startklar machen wollt.

Gehört bei mir zum Standard Pre-Race-Ritual: Ich mache mein Rad in Ruhe startklar und schaue, dass alle Teile in einwandfreiem Zustand sind und es im Wettkampf keine bösen Überraschungen gibt.

Ich plane immer einen freien Zeit-Spot von zwei Stunden, in denen ich nichts Anderes mache als mich mit meinem Fahrrad beschäftige. Die Gedanken, was ich in diesem Zeitfenster alles erledigen möchte, mache ich mir allerdings schon vorher.

Mittlerweile hat sich jede Menge Werkzeug angesammelt. Alles findet (bei Zeiten) seine Verwendung. Wenn ich während meiner Vorberietung festgestellt habe, dass mir etwas bestimmtes in der Werkzeugkiste fehlt, habe ich es notiert und mir im Nachhinein besorgt. So war ich beim nächsten Mal wieder etwas besser vorbereitet.

Reifen-Check

Ich schaue mir ganz genau die Reifen meiner (Wettkampf)-Laufräder an: Muss ich diese nochmal säubern und von Schmutz und Dreck befreien? Gibt es nach dem letzten Rennen oder Training kleine Cuts oder sogar größere Schäden? Ist die Reifendecke noch stark genug oder bereits zu sehr abgefahren?

Unter Umständen muss der alte Reifen runter und ein neuer drauf. Entweder habt ihr Ersatzmaterial immer „auf Lager“ oder ihr müsst noch Ersatz besorgen.

Falls ihr das Material im Internet bestellt, denkt auf jeden Fall an Lieferzeiten und, dass ihr das Paket vielleicht sogar erst einen Tag später abholen könnt, falls der Postbote zuhause niemanden antrifft. Wäre blöd, wenn der Reifen erst nach eurem Wettkampf bei euch ist!

Ketten-Check

verschleis-der-kette-messenDie Kette ist eines der Teile am Fahrrad, das von den meisten Triathleten zwar sorgfältig gepflegt wird, allerdings allzu häufig vergessen wird, dass sie unter Belastung extrem leidet. Das heißt, je älter eine Kette ist (oder je mehr Kilometer sie hinter sich hat), desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Spannung verliert. Das führt dazu, dass Schaltvorgänge unsauber werden, die Ritzel leiden und so weiter. Und das wiederum heißt, dass die Kette rechtzeitig erneuert werden sollte.

Mit einem Chain-Checker könnt ihr das super einfach alleine zuhause herausfinden. Der Chain-Checker wird einfach auf die Kette geklemmt und „zeigt an“, ob die Kette durch oder noch funktionstüchtig ist. Sollte sie ihre Dienste getan haben, gilt hier das gleiche wie beim Reifen-Thema: Alte runter, neue drauf!

Wenn ihr Erfahrung besitzt, könnt ihr die Kette natürlich selbst wechseln. Ein Fachmann ist allerdings die sichere Wahl und kann euch in Minutenschnelle weiterhelfen!

Ritzel-Check

Gerade hatten wir es von der Kette, kommen wir also jetzt zu den Ritzeln. Also diesen kleinen Zähnen über die die Kette an der Kurbel und am hinteren Laufrad surrt. Natürlich ist auch das ein Verschleißteil und sollte von Zeit zu Zeit von euch mal genauer angeschaut werden. Wenn die Zähne zu sehr abgenutzt sind, dann werden Schaltvorgänge unsauber und die Kette springt häufiger mal ungewollt hin und her. Bis so ein Ritzelpaket allerdings „verbraucht“ ist, dauert es eine ganze Weile!

Dennoch ist es durchaus wichtig und sinnvoll, wenn ihr euch vor dem Rennen zur Übersetzung Gedanken macht. Übersetzung? Das ist quasi die Abstufung der einzelnen Gänge und gibt vor, wie „schwer“ oder „leicht“ ihr treten könnt. Für sehr schwierige, anspruchsvolle Strecken, bei denen es häufig bergauf geht, benötigt ihr sehr wahrscheinlich eine leichte Übersetzung: 28-12 zum Beispiel. Bei einfachen Drücker-Strecken, wo ihr dicke Gänge kraftvoll durchfahren könnt genügt eventuell eine Abstufung von 25-11. Im Endeffekt hängt die Wahl der richtigen Ritzelkassette von zwei Faktoren ab: Euren individuellen Fähigkeiten und dem Streckenprofil.

Bremsen-Check

Es sollte zum Standard werden, dass ihr vor jedem Wettkampf eure Bremsen begutachtet. Sind die Bremsklötze noch einsatzfähig oder doch schon sehr runtergeschruppt? Manchmal fressen sich auch kleine Mettalsplitter ins Gummi der Bremsklötze. Das schadet dann beim Bremsvorgang nicht nur den Felgen, sondern kann auch zum Unsicherheitsfaktor bei Nässe werden.

Solltet ihr im Wettkampf andere Laufräder benutzen, als im Training müsst auf jeden Fall die Bremse auf die Breite der Felgen einstellen. Aero-Laufräder zum Beispiel haben oftmals eine viel breitere Felge als normale Trainingslaufräder. Außerdem kann es sein, dass ihr sogar die Bremsklötze komplett auswechseln müsst, gerade wenn ihr im Training Laufräder mit Alu-, im Wettkampf aber mit Carbon-Bremsflanke fahrt.

Ihr braucht neue Bremsklötze?

Akku-Check

Zu guter Letzt ein Klassiker: Akku voll? Nein, nicht eure Kohlenhydratspeicher. Die sind zwar auch wichtig, allerdings meine ich in diesem Fall die Akkus eurer Schaltung! Mittlerweile gibt es doch sehr viele Athleten, die ihre Räder mit einer Di2 von Shimano ausgerüstet haben. Das heißt: In der letzten Nacht bevor ihr das Rad in die Wechselzone stellen müsst auf jeden Fall nochmal das Rad an die Steckdose klemmen!

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