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Corona, Quarantäne, Triathlon: Hannes Marek über die Lage in China

13. März 2020


Ironman 70.3 Xiamen

Es ist das Thema Nummer eins: Der Coronavirus. Das, was in Deutschland und Europa gerade vor sich geht, haben die Menschen in China bereits vor einigen Wochen erlebt. Der Deutsche Hannes Marek lebt in der zehn Millionen Einwohner-Stadt Suzhou, 90 Kilometer westlich von Shanghai. Der Age Grouper, der von Timo Bracht gecoacht wird, stand Rede und Antwort, als ich ihn nach seinen Eindrücken rund um das Coronavirus und die Erfahrungen von Quarantäne gefragt habe.

Hannes, wie lange bist Du schon in China? Wie kam‘s dazu und was machst Du dort?

Ich lebe, mit einer 18-monatigen Unterbrechung, seit 2012 in China, zuerst zweieinhalb Jahre in Peking und seit 2015 in Suzhou. Suzhou liegt ca.  Ich arbeite bei Nestle und war nach meinem Studium weltweit in der internen Unternehmensberatung auf Projekten in Amerika, Afrika, Europa unterwegs. Eines dieser Projekt führte mich 2009 für sechs Monate nach Bangkok. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich keine grossartige Vorstellung von Asien, was wohl vor allem daran lag, dass dieser Teil der Welt damals in Deutschland weit weniger wahrgenommen wurde als in anderen europäischen Ländern. Der Witz ist, dass meine damalige Freundin chinesische Wurzeln hatte, ich aber nie auf den Gedanken gekommen wäre, mich tiefer mit dieser Region zu beschäftigen. Das hat sich dann 2009 allerdings schlagartig geändert, ich hab mich total in die Region Südostasien verliebt: Die wahnsinnige Freundlichkeit der Menschen, das tolle Essen, die Energie der Städte, das Wetter. Während der sechs Monate habe ich fast ganz Südostasien bereist und innerlich den Entschluss gefasst, hier mal ein paar Jahre leben zu wollen.

Triathlon in China: Wie trainierst Du dort normalerweise und wie erlebst Du den Triathlonsport in China?

Ich habe erst in China mit Triathlon begonnen. Zuvor bin ich vor allem gelaufen, was aber in Peking wegen des Verkehrs und der Luftverschmutzung nur sehr begrenzt möglich ist. Allerdings habe ich von mehreren Kollegen gehört, dass sich hier super Radfahren lässt. Nach anfänglicher Skepsis habe ich schliesslich nachgegeben und mir ein Rennrad gekauft. Was ich damals nicht wusste war, dass Peking auf drei Seiten von Bergen umgeben ist, die nicht nur mit nagelneuen Strassen ausgestattet sind, sondern auch recht gut mit dem Auto zu erreichen sind. An den Wochenenden trifft man sich frühmorgens in der Stadt, fährt mit Kleinbussen an den Fuss der Berge, macht seine 80-120 Kilometer Radrunde und ist am frühen Nachmittag wieder zurück. Auf einmal hat sich mir da eine völlig neue Welt eröffnet, die Radstrecken sind absolut genial und man kann eigentlich das ganze Jahr über fahren.

Ein paar Jungs in der Truppe haben damals schon Triathlon betrieben und so habe ich mir gedacht, warum soll ich das nicht auch mal probieren. Was die Trainingsbedingungen angeht, ist China top. Es gibt sehr viele öffentliche 50-Meter-Schwimmbäder und jedes ordentliche Fitnessstudio hat einen 25-Meter-Pool. Auch was Radfahren angeht bietet Suzhou unendlich viele tolle Radstrecken entlang der zahllosen Seen und Flüsse.

Zwar zumeist flach, aber da hier alle Strassen einen baulich getrennten Seitenstreifen für E-Bikes und Fahrräder haben, ist das Ganze sehr sicher und stressfrei.

Generell ist der Zustand der Strassen, verglichen mit dem Rest der Welt, sehr gut. Und nach zwei Stunden Autofahrt ist man in den Bergen und kann bis zum Abwinken Höhenmeter durch traumhafte Bambuswälder sammeln.

Der Triathlonsport insgesamt ist innerhalb der letzten fünf Jahre in China stark gewachsen. Musste ich 2014 für meine erste Mitteldistanz noch ins Ausland reisen, steigt die Anzahl der Wettkämpfe in China seit 2015 stetig an. Dies gilt zum einen für Ironman, Challenge und ITU Veranstaltungen, aber vor allem für die Vielzahl lokal organisierter Events. Vor allem rund um Shanghai haben sich zahlreiche Triathlonserien etabliert und locken mit tollen Locations, super Organisation und vor allem guten Preisgeldern. Bei einem dieser Rennen habe ich übrigens auch meine Frau kennengelernt.

Mittlerweile kann man in der Hauptsaison fast jedes Wochenende ein Rennen bestreiten. Auch wenn das Gesamtniveau natürlich niedriger als in Europa oder Australien ist, gibt es hier sehr schnelle Triathleten und sogar Altersklassenweltmeister von Hawaii. Waren die Podiums in den Anfangsjahren zumeist von Ausländern besetzt, sind mittlerweile viele Chinesen auf demselben Leistungsniveau angekommen und vor allem in den jüngeren Altersklassen gibt es richtig gute Jungs und Mädels.

Was aber vor allem beeindruckt ist, welche Begeisterung Triathlon in der Bevölkerung auslöst. was sich einerseits an der stetig steigenden Teilnehmerzahl, als auch an den Menschenmassen entlang der Rad- und Laufstrecken zeigt.

Ich habe noch kaum ein Land gesehen, in dem Neues mit derartigem Interesse und offenen Armen empfangen wird wie hier, Triathlon ist da keine Ausnahme.

Auch die finanzielle, als auch personelle Unterstützung von Seiten der lokalen Regierungen bei Triathlonveranstaltungen enorm und keinesfalls mit der Realität im Rest der Welt zu vergleichen. Wie nachhaltig das Ganze ist muss sich erst noch zeigen und mit der Zeit wird es für Rennveranstalter sicherlich schwerer werden ihre Events kostendeckend auf dem Level zu betreiben.

Mentalität und Kultur in China: Wie ist die Bevölkerung drauf? Wie ist das Miteinander in einem solch bevölkerungsreichen Land?

Gleich vorab muss ich hier eine Anmerkung machen: Je länger ich hier lebe und je mehr Teile des Landes und seiner Bevölkerung ich kennengelernt habe, umso schwerer fällt es mir China als ein Land mit einer homogenen Kultur und Mentalität zu beschreiben. Ich hatte das Glück durch meinen Beruf sehr viel innerhalb Chinas zu reisen, das heißt ich habe bis auf zwei Ausnahmen nicht nur alle Provinzen, sondern sowohl urbane als auch ländliche Gegenden bereist. Die Unterschiede sind gewaltig und ich vergleiche China oft mit Europa. Wenn man die einzelnen Provinzen mit europäischen ändern vergleicht – aus Sicht der Grösse und Bevölkerungsanzahl durchaus plausibel -, kann man zahlreiche Parallelen erkennen. Lebensweisen und Mentalitäten zwischen Nord- und Südchina sind ebenso unterschiedlich, wie zwischen Finnland und Griechenland.

Generell aber würde ich sagen, dass die Mehrheit der Bevölkerung sehr offen und neugierig ist, die Familie einen sehr hohen Stellenwert hat und gesellschaftliche Harmonie wichtig ist. Da mein Chinesisch nur sehr begrenzt ist, fällt es mir auch schwer die Menschen wirklich objektiv beurteilen zu können und es kann sehr einfach zu Missverständnissen kommen. Natürlich braucht es eine gewisse Offenheit und die Bereitschaft und Fähigkeit, sich den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Wenn man diese allerdings mitbringt, kann man sich als Ausländer hier sehr wohlfühlen und das Leben hier als extrem bereichernd empfinden.

Anders sieht es natürlich innerhalb der chinesischen Bevölkerung aus. Der Konkurrenzdruck ist enorm, das geht schon im frühesten Kindesalter los und setzt sich durch die Schulzeit bis ins Berufsleben fort. Der Wille und die Bereitschaft, durch harte Arbeit sein Leben und die materielle Situation zu verbessern, suchen sicher seinesgleichen und beeindrucken mich immer wieder aufs Neue (gleichzeitig bin ich sehr dankbar in Deutschland aufgewachsen zu sein, im Vergleich zu einer Kindheit hier ist das ein einziger Kindergeburtstag). Auch wenn man zunächst denken würde, jeder ist sich selbst der Nächste, stets auf der Suche nach schnellem Reichtum, tut man der Bevölkerung hier Unrecht.

Nicht zuletzt die Erfahrung der letzten Wochen haben gezeigt, wie solidarisch die Bevoelkerung ist und welch gegenseitigen Respekt sich die Menschen hier entgegenbringen.

In Krisenzeiten steht das ganze Land zusammen, das Individuum steht zurück und die Gemeinschaft rückt ganz klar in den Vordergrund – nicht zuletzt unter Inkaufnahme des Verlusts persönlicher Freiheit.

Das mag für uns Europär seltsam erscheinen (ist es mir anfangs auch), aber es ist auf alle Fälle beeindruckend zu sehen. Mir sind jedenfalls keine Fälle von Diebstählen in Krankenhäusern während der Coronaepidemie bekannt.

Coronasvirus in China: Wann ging es los und wie hat sich die Thematik im Land verbreitet? In Deutschland hat man als erstes davon mitbekommen, wie in wenigen Tagen zwei komplette Krankenhäuser aus dem Boden gestampft wurden.

Ich bin das erste Mal Mitte Januar in einem Gespräch mit einem Kollegen bezüglich unseres geplanten Vietnamurlaubs während der Chinesischen Neujahrsferien auf ein Virus hingewiesen worden. Er meinte es wären nun auch Infektionen in Vietnam identifiziert worden, nachdem erste Fälle in Wuhan aufgetaucht waren.

Nach einer kurzen Internetrecherche schien mir das Ganze aber nicht weiter schlimm. Das änderte sich aber in der vorletzten Januarwoche, als mir meine Frau sagte, ich solle besser eine Atemmaske für die bevorstehende Zugfahrt zu ihren Eltern besorgen. Mit der Überheblichkeit des Unwissenden hab ich noch gemeint ich hol mir die einfach in einem 7Eleven auf dem Weg nach Hause. Ich musste allerdings feststellen, dass, wie von ihr bereits vermutet, die Regale schon leer waren. Am 22. Januar (dem vorletzten Arbeitstag vor den Neujahrsferien) kam dann auf einmal ein Memo an die Belegschaft, dass am letzten Arbeitstag alle Mitarbeiter von Zuhause arbeiten sollen und im Laufe des Nachmittags Atemmasken verteilt werden würden. Ich habe noch schnell mein Zugticket umgebucht und mich mit fpnf Masken gewappnet auf den Weg nach Ningbo (Zhejiang) gemacht.

Die nächsten Tage haben wir dann im Kreis der Familie verbracht und praktisch täglich wurden die Meldungen dann bedrohlicher. Es war schnell klar, das das Epizentrum in Wuhan (Hubei) liegt, inwieweit allerdings der Rest des Landes betroffen ist, war zunächst unklar. Es wurde aber von Anfang an klar auf allen Medienkanälen (TV, Radio, Internet, sozialen Medien) kommuniziert, wie wichtig regelmässiges Händewaschen, Atemmasken und die Vermeidung unnötigen Kontakts mit anderen Menschen sind. Zumindest für uns war das recht einfach, da die Familie meiner Frau in einer kleineren Stadt wohnt und wir das Neujahrsfest sowieso hauptsächlich im Kreis der engeren Familie verbringen.

Was ich im Nachhinein beachtlich finde, ist das mein Schwiegervater sofort ein traditionelles Abendessen mit seinen ehemaligen Schulfreunden, welches für ihn einen sehr hohen Stellenwert hat, abgesagt hat. Das zeigt mir, dass die Gefahr von Beginn an sehr Ernst genommen wurde. Wir haben uns dann auch recht schnell entschieden unseren Vietnamurlaub abzusagen, wir wollten nicht riskieren ggf. am Flughafen in Quaranäne genommen zu werden oder später in Vietnam festzusitzen.

An dieser Stelle hat es enorm geholfen, dass von Anfang an klar war, dass sämtliche Zug- und Flugtickets, sowie Hotelbuchungen vollständig erstattet werden würden.

Insgesamt lief das Leben zunächst relativ normal weiter seinen Gang, allerdings waren die Strassen ungewöhnlich leer und die ganze Leben schien wie in Zeitlupe abzulaufen. In den folgenden Tagen wurde dann klar, dass zunächst die Ferien verlängert und danach die Arbeit von Zuhause aus wiederaufgenommen werden würde. Wir haben in diesen Tagen dennoch viel Sport getrieben, einzig beim Radfahren bemerkte man, dass immer mehr Strassen zu kleineren Bergdörfern abgesperrt wurden. Auch der Zugang zu den Wohnanlagen wurde dann restriktiver (Temperaturmessungen, später wurde der Zugang auf Anwohner begrenzt).

Ende Januar haben wir dann von den ersten Quarantänefällen in Suzhou und anderen Städten gehört. Auch ich hab im ersten Moment mit Unverständnis reagiert, ich konnte mir das überhaupt nicht vorstellen, 14 Tage in unserer Wohnung festzusitzen. Nach und nach haben sich die Gerüchte allerdings verdichtet und zudem bestand die Gefahr, dass die Provinzgrenzen vorübergehend geschlossen werden würden. Da Suzhou in einer anderen Provinz liegt, haben wir uns dann kurzfristig entschieden nach Hause zu fahren, auch unter dem Risiko 14 Tage in Quarantäne zu müssen.

Das Problem war, dass es zwar eine allgemeine Richtlinie der Stadtverwaltung gab, jede Wohnanlage diese jedoch auf unterschiedliche Weise interpretiert hat – wie das in China so oft der Fall ist. Zur Sicherheit haben wir uns bei Ankunft nochmal bei Sams mit Lebensmittelvorräten eingedeckt und dann auf den Weg zu unserer Wohnung gemacht.

Schlussendlich mussten wir dann 14 Tage in Quarantäne, aber wir waren vorbereitet.

 

Wie hat sich die Stimmung im Land verändert? Gab es „Hamsterkäufe“ oder ähnliche Panikreaktion, wie hier in Deutschland?

Insgesamt wurden alle Massnahmen von der Bevölkerung mit Ruhe und Besonnenheit angenommen, von Panik war zumindest in meinem Umfeld nichts zu spüren. Meiner Meinung nach entscheidend war die Tatsache, dass die Regale in den Supermärkten jeden Tag voll waren, auch frisches Gemüse und Obst. Einzig die Atemmasken und Desinfektionmittel waren eine zeitlang knapp. Von Hamsterkäufen und Panikreaktionen haben wir nichts mitbekommen, das war für mich eine der beeindruckendsten Erfahrungen.

Meine Familie und Freunde in Europa schienen mir viel mehr in Panik, was soweit ich das beurteilen kann auch an der Berichterstattung zuhause lag.

 

Quarantäne: Wie muss man sich das Leben vorstellen, wenn man seine Wohnung nicht mehr verlassen kann?

Um ehrlich zu sein habe ich mir die Quarantäne viel schlimmer vorgestellt als sie letztendlich war. Wir konnten uns zumindest in unserer Wohnanlage frei bewegen, haben dies allerdings auf ein Minimum beschränkt, vor allem um andere Bewohner nicht unnötig zu verärgern. Ansonsten hat sich das Leben nicht groß von einer zweiwöchigen Schlechtwetterfront unterschieden. Es hängt natürlich von der individuellen Lebensweise ab, aber uns hat es nicht sonderlich gestört. Sehr geholfen hat natürlich das sehr weit entwickelte Onlinegeschäft in China. Was immer man bestellt hat, es wurde einem direkt vor die Haustür geliefert (z.B. frisches Gemüse und Obst).

Wie hast Du die Zeit verbracht? Konntest Du trotzdem trainieren und dich fit halten?

Unter der Woche haben wir von Zuhause gearbeitet und ansonsten viel gelesen, Filme geschaut, Spazieren gegangen. Gleichzeitig haben wir auf einmal Zeit für Neues gehabt, zum Beispiel haben wir viel gemeinsam gekocht und neue Kuchenrezepte ausprobiert. Da ich normalerweise vier Tage pro Woche in Shanghai lebe, haben wir die gemeinsame Zeit sehr genossen. Das Training haben wir eben angepasst, Radfahren auf der Rolle und Laufen auf der 2,5 Kilometer Runde in unserer Wohnanlage. Lediglich Schwimmen können wir bis heute nicht, da alle Schwimmbäder bis auf Weiteres geschlossen sind. Stattdessen haben wir eben mehr Zugseil- und Stabitraining gemacht. Insgesamt also halb so schlimm, wir haben uns sehr schnell an die neue Situation gewöhnt.

Zumindest für mich war es wichtig, mich von der ganzen Panik in den sozialen und teilweise auch etablierten Medien zu distanzieren.

Meine Infos hab ich vor allem von einem befreundeten niederlädischen Biologen bezogen, der an derselben Uni wie meine Frau lehrt. Das hat mir geholfen einen ruhigen Kopf zu bewahren und einfach das bBeste aus der Situation zu machen, man kann sie ja nicht ändern, also ist es verschwendete Energie sich verrüeckt zu machen. Keep calm and carry on!

Wie ist der aktuelle Stand mit dem Virus in China? Wie wird der Alltag aktuell beeinflusst?

Mittlerweile hat sich die Situation doch wieder sehr normalisiert, die meisten Firmen haben die Arbeit wieder aufgenommen und die Menschen arbeiten wieder in ihren Büros. Auch die allgegenwärtigen Baustellen sind seit letzter Woche wieder in vollem Gange. Lediglich der Erziehungssektor ist noch geschlossen oder greift auf Onlineunterricht zurück (Kindergärten, Schulen, Universitäten) und viele Restaurants bieten nur Essen zur Abholung an. Insgesamt ist das der Wirtschaftsbereich, der durch den Virus am härtesten getroffen wurde. Viele kleine Restaurantbesitzer werden diesen Verdienstausfall wohl nicht so einfach schultern können, was für die betroffenen Familien natürlich sehr hart ist.

Für mich persönlich ist die Absage des Ironman Taiwan eine Enttäuschung. Nachdem mein erster Qualiversuch letzten September in Korea einem Taifun zum Opfer gefallen ist, ist nun auch Nummer zwei ins Wasser gefallen. Naja, aller guten Dinge sind drei, ich hab mich für den Ironman Philippinen im Juni angemeldet, hoffen wir mal, dass der stattfindet. Was wir natürlich auch nie gedacht hätten ist, dass unser Start bei der Challenge Roth in Gefahr ist. Mittlerweile machen wir uns da mehr Sorgen.

Letzten Endes sind wir alle gesund geblieben und mehr als glimpflich davongekommen. Man muss sich schon hin und wieder das größere Bild vor Augen führen. Wir machen uns Sorgen, ob wir eventuell ein Rennen absagen müssen, aber letzten Endes geht es hier nur um ein Hobby, also ein absolutes Luxusproblem. Andere Menschen stehen hier vor weit größeren Herausforderungen. Von einer Ansteckung ganz zu schweigen, viele Menschen hier bringen mehrere Wochen Verdienstausfall an den Rand des Bankrotts, das sind natürlich völlig andere Sorgen, die man leicht zu vergessen neigt. Auch wenn es im unmittelbaren Moment noch so hart erscheint, es hilft schon die eigene Situation in den größeren Zusammenhang zu stellen.

Und dann hat eine solche immer auch ihre positive Nebeneffekte. So wird in Zukunft home office weit größere Akzeptanz finden als dies zuvor der Fall war und vielen Menschen helfen, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.

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