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Fuerteventura – Triathlon-Trainingslager gegen den Wind

Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren. Auf der Triathlon-Landkarte ist Fuerteventura erst seit ungefähr 2010 zu finden. Schuld daran ist ein Hotel, das wie gemacht für Triathleten ist: Das Las Playitas. Dort gibt es tatsächlich alles was das Dreikämpfer-Herz begehrt und es bleiben kaum Wünsche offen. Dabei ist die Insel an sich eigentlich alles andere als ein Traumziel. Warum Fuerteventura für Triathleten und ein Trainingslager aber trotzdem eine der Top-Destinationen ist? Erklären wir jetzt.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten

Alles, was im europäischen Triathlon Rang und Namen hat, hat sich schon auf Fuerteventura getummelt. Der prominenteste Stammgast ist sicherlich Sebastian Kienle. Es vergeht schon seit gefühlten Ewigkeiten kein Jahr, in dem Sebi nicht mehrer Wochen auf der Insel trainiert. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Wetterlage ist verlässlich stabil, es regnet nur selten und meistens lacht die Sonne vom Himmel. Die Temperaturen liegen ganzjährig bei mindestens 20 Grad, oftmals deutlich darüber. Hinzu kommt, dass die Insel insgesamt relativ verkehrsarm ist und man beim Radfahren größtenteils seine Ruhe hat (ein paar Mietwagenfahrer mal ausgenommen). Schauen wir uns die Insel doch mal etwas genauer an.

Location-Tipps: Gute Ausgangslagen für euer Trainingslager

Für Triathleten bieten sich eigentlich nur zwei echte Optionen: Zum einen gibt es das bereits erwähnte Las Playitas im Westen der Insel, zum anderen das Oasis Papagayo Hotel im Norden. Beide Hotels sind mit einem eigenen 50 Meter Pool ausgestattet. Allerdings genießt das Las Playitas einen besseren Ruf unter Triathleten – das hat allerdings auch seinen Preis und dementsprechend ist das Papagayo vor allem dann eine Alternative, wenn man nicht unbedingt ein Vermögen für das Trainingslager ausgeben möchte.

Das Las Playitas

Das Hotel ist ruhig und direkt am Meer gelegen. Es gibt so viele gute Dinge, die uns Triathleten in die Karten spielen, dass ich gar nicht weiß womit ich anfangen soll. Das Essen ist absolut sportlergerecht, die Auswahl riesig und wirklich frisch und in top Qualität. Die Zimmer sind geräumig, sauber und laden zum Chillen zwischen den Trainingseinheiten ein. Der 50 Meter Pool ist genial, der Kraftraum modern eingerichtet und die Sport-Shops, Cafés und Restaurant reichen aus, um sich zwei Wochen innerhalb der Anlage wohlzufühlen – eine andere Möglichkeit gibt es eigentlich auch nicht, da dass Las Playitas eher ab vom Schuss liegt und das kleine Dörfchen hinter der Hotelanlage, außer einem kleinen Supermarkt und ein paar Snackbars, nicht viel zu bieten hat. Wie gesagt reicht die Hotelanlage aber vollkommen aus, um die Zeit zu genießen und gut zu verbringen.

Nachteile des Playitas möchte ich aber auch nennen: Die Anlage ist wirklich groß, sodass es manchmal eine ganz schöne Odyssée sein kann, wenn man zum Pool, Kraftraum oder zum Essen muss. Durch die Größe bietet das Playitas natürlich auch unheimlich viel Platz für Gäste. Tagsüber verläuft es sich, sodass es wirklich entspannt ist. Allerdings ist der 50 Meter Pool extrem gut besucht – logischerweise, da die meisten Gäste zum Sporttreiben hier sind – und der Ansturm aufs Buffet ist mitunter gewaltig. Aber bis heute ist dort noch jeder satt geworden.

Das Oasis Papagayo

Im Norden der Insel liegt das Oasis Papagayo in Corralejo. Hier ist deutlich mehr Leben in der Bude als im Playitas – nicht nur auf der Hotelanlage, die übrigens auch von „normalen“ Gästen zum All-Inclusive-Urlaub genutzt wird, sondern auch drumherum. Corralejo ist ein richtiges kleines Städtchen mit vielen Shops und Unterhaltungsangeboten. Das Hotel an sich würde ich als einfach beschreiben, der Fokus liegt hier nicht zu 100 Prozent auf dem Sport. Der 50 Meter Pool bietet deshalb eigentlich immer Platz, der Kraftraum ist absolut ausreichend ausgestattet – allerdings fehlt es hier und da im Detail. Man sollte zum Beispiel auf jeden Fall die schwankende Wasser-Temperatur auf dem Schirm haben, also ruhig den Neopren-Anzug einpacken! Das Essen ist im Papagayo ist nicht unbedingt sportlergerecht, hierauf sollte man eingestellt sein und die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Gleiches gilt für Ambiente und Umfeld im Hotel. Wenn man aber den Fokus aufs Training legt und den Rest ohnehin ausblendet, dann kommt man hier auf seine Kosten.

Touren-Tipps: Eisenmänner, Traumbucht und ein herrlicher Blick auf die Westküste

Die Berge auf Fuerteventura sind einfach zu fahren. Es gibt nur wenige Ausnahmen, wo die Anstiege wirklich besonders steil sind, ansonsten eignet sich das Streckenprofil gut zum trainieren.

Die Bronzestatuen der Könige Ayose und Guize sind unter Triathleten eher als „die Eisenmänner“ bekannt. Der Anstieg auf die Aussichtsplattform ist wirklich zu empfehlen, da die Sicht über die Insel tatsächlich etwas Besonderes hat. Und naja… das Streckennetz auf Fuerteventura ist ohnehin so begrenzt, dass es früher oder später dazu kommen wird, dass man den beiden Jungs persönlich Hallo sagen und ein Beweisfoto schießen kann. Ich persönlich finde den Anstieg am schönsten, wenn man aus Richtung Betancuria kommt (man hat bereits einige Höhenmeter in den Beinen), dafür ist die Abfahrt auf der anderen Seite umso schöner! Übrigens ist die Straße seit kurzem neu geteert, also einfach herrlich zum hinunter cruisen. P.S.: Außerdem geht es dann auch quasi ganz von alleine direkt zum Bäcker in Antigua – dazu erfahrt ihr unten noch mehr.

Ein weitere Ort, den man eigentlich regelmäßig erreicht – vor allem von Las Playitas aus – ist Pajara. Bleibt man dort auf der Straße FV-605 in Richtung Süden, erreicht man den Abzweig auf die Straße FV-621, die nach Ajuy führt. Prädikat: Lohnenswert! Der Abstecher führt zwar in eine Sackgasse, aber diese Passage macht mächtig Laune und die Bucht von Ajuy ist ein lässiger Spot auf der Insel, an dem man kurz mal Päuschen machen kann.

Wenn wir schon dabei sein, dann möchte ich euch noch eine Empfehlung geben. Und zwar gibt es auf der Strecke, wenn ihr über La Lajita nach La Pared fahrt und dort auf der FV-605 die Küste hinauf in Richtung Norden, sensationelle Ausblicke auf die Küste. Die schroffen Felsen, das Blau des Wasser und die weiße Gicht des Meers bieten einen genialen Anblick.

Must-Do: Der Bäcker in Antigua

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Irgendwann landet jeder Triathlet beim Bäcker in Antigua. Hier gibt es nicht nur richtig guten Kaffee, sondern auch eine geniale Auswahl an süßen und herzhaften Leckereien. Da man hier immer bereits einige Kilometer in den Beinen hat, schmeckt alles sogar nochmal doppelt gut! Der Bäcker ist so legendär, dass ich vor einiger Zeit mal einen ganzen Blog über ihn geschrieben. Der Bäcker dem Triathleten vertrauen: Ein Besuch in Antigua

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