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Till Schenk Blog Zwift Everesting

Till bloggt: Virtuelles „Everesting“ – Mit dem Rad auf den Mount Everest

Ist Dein Vorhaben trainingstechnisch eigentlich sinnvoll? Die Frage hat mir ein Freund gestellt. Meine Antwort: Auf gar keinen Fall! Ist mir aber auch absolut wurscht, denn Spaß wird es machen. Diese, nennen wir sie mal „schmerzhafte und mit Selbstzweifeln durchzogene Art“ von Spaß, die wir Athleten doch so gerne mögen. Halt! Moment mal eben. Worum geht es denn eigentlich?

Till Schenk
Till Es gibt immer eine Lösung
28. April 2020 Motivation Radsport

Ich rede von einem Rad-Everesting auf Zwift: 12-18 Stunden ein und denselben Anstieg auf Zwift immer wieder rauf und runter fahren, bis man 8.848 Höhenmeter (die Höhe des Mount Everest) gesammelt hat. Um die Sache rund zu machen, muss jeder Anstieg, der begonnen wird, auch beendet werden. Macht am Alp Du Zwift: Neun Anstiege á 12,2 Kilometer.

Ihr fragt euch: Warum?

Naja, einfach gesagt: Weil man bekloppt sein muss, um sowas zu machen und bekloppte Menschen einfach mehr Spaß haben.

Ich wollte schon immer mal so ein Everesting machen. Zugegeben, in der freien Natur, aber das ist momentan in Spanien keine Option und da ich weder ein geduldiger Mensch bin, noch ein schlauer, passiert das ganze jetzt einfach am 3. Mai in den eigenen vier Wänden.

Und sind wir doch mal ehrlich: Wann, wenn nicht jetzt? Ist es trainingstechnisch sinnvoll? Bestimmt nicht. Macht es Spaß? Bestimmt nicht die ganze Zeit. Hat man hinterher Heldenstatus? Zumindest in den eigenen Augen und das ist doch alles was zählt.

Sportevents finden momentan nicht statt. Die wenigsten von uns haben konkrete Ziele vor Augen, für das sie trainieren müssten und einer der wenigen Vorteile von Corona ist, dass die meisten von Euch mittlerweile bereit sind einfach mal Dinge zu machen, die sie bis vor wenigen Wochen noch als total verrückt bezeichnet hätten.

Wer macht mit? – Hoffentlich ganz viele von Euch!

Von daher die Einladung an Euch alle! Macht doch einfach mit, wenn ihr eine Rolle zuhause habt und einen Zwift-Account, auf dem ihr mindestens Level 6 habt (dies wird aktuell benötigt, um Zutritt zum Alp du Zwift Anstiegt zu haben). Mittlerweile hat sich bereits eine schwer unterhaltsame Truppe von Mitstreitern aus der ganzen Welt zusammengetan.

Was erwartet Euch?

Das coole ist, es gibt kein richtiges Zeitlimit. Die Regeln des Everestings sind klar und ihr solltet sie euch vorher gut durchlesen: https://everesting.cc/virtual-everesting-rules/ Und wie ihr merken werdet, geht es bei der Aktion um einen offiziellen Heldenstatus… Eigentlich sagen sie aber lediglich, dass während des Everestings nicht geschlafen werden darf. Ihr dürft aber Pausen machen, euch einen Kaffee kochen, Instagram mit Euren Stories füllen und den Nachbarn anmaulen, dass er sich einfach Musik anmachen soll, wenn ihn das Gesumme eurer Rolle nervt.

Das Schöne an Zwift ist, dass Euer Rad-Avatar, so wie ihr im echten Leben, ohne Treten bergab rollen kann. Ihr habt also nach jedem Anstieg etwa 12,5 Minuten Abfahrt, in denen ihr schonmal vom Rad absteigen könnt, ohne Zeit zu verlieren, aber auch ansonsten habt ihr jederzeit die Chance eine Pause zu machen und Euch ein bisschen zu erholen.

Mental hilft es, wenn ihr dumm oder zumindest in der Lage seid, euer „Schlau-Gen“ für einen Tag auszuschalten. Ich glaube nicht, dass man 14 Stunden Rolle fahren sinnvoll erklären kann.

Wie? Wo? Wann?

  • Startzeit: Im Endeffekt könnt ihr los radeln, wann ihr wollt. Die meisten von uns treffen sich am 3. Mai um 8:00 Uhr am Fuße des Alp du Zwift-Anstiegs. Es gibt aber auch einige, die früher später starten.
  • Startort: Der kürzeste Weg zum Alp du Zwift ist die „Road to Sky“ Route in Wattopia (etwa 5,5 Kilometer anradeln bis zum Anstieg).
  • Tempo & Dauert: Jeder fährt sein eigenes Tempo. Es gibt keinen Gruppendruck, Zeitlimit oder sonst etwas.
  • Community: Wir packen das Wort vEveresting hinter unseren Username auf Zwift, damit wir uns gegenseitig in den Anstiegen erkennen und anfeuern können.
  • Setting: Denkt daran vor dem Losfahren euren Widerstand in den Zwift-Settings auf 100% zu stellen. Sonst wird das Everesting nicht anerkannt (das Standard Setting auf Zwift sind 50%).
  • Info: Wer ‚Umkehren‘ auf Zwift noch nicht ausprobiert hat, um am Gipfel und am Fuße des Anstiegs direkt wieder umzudrehen und in die nächste Runde zu gehen: Ihr müsst einfach den ‚nach unten Pfeil‘ auf der Tastatur drücken.

Was, wenn ich mitmachen will, aber nicht alles fahren kann?

Wir haben schon eine ganze Gruppe an Jungs und Mädels, die als Support mitfahren, ein halbes Everesting planen, oder sonst teilweise dabei sind. Je mehr von uns gemeinsam an dem Anstieg unterwegs sind, desto mehr Spaß werden wir haben. Und wer weiß, vielleicht zieht ihr am Ende ja dann doch durch?

Noch Fragen?

Stellt Eure Fragen einfach hier unten oder schickt mir eine Nachricht auf Instagram @tillschenklive – dort werden die Antworten etwas schneller kommen.

Attacke Mädels und Jungs! Es muss nicht immer alles schlau sein und Sinn machen. Es soll Freude mache und den Sonntagskuchen verbrennen!

8 Kommentare

  1. Lieber Till, danke für den Einblick. Ich hätte noch eine Frage zu den Settings. Wo finde ich die 100%? Muss ich zuerst auf fahren klicken und dann auf die Einstellungen oder wo ist das hinterlegt? LG Daniel

  2. Servus Daniel, genau. Wenn Du nach dem „losfahren“ nochmal ins Menü zurück gehst, dann kannst Du da in die Einstellungen gehen und Trainer Widerstand auf 100 setzen. Biste dabei? Gruesse

  3. Simon, wie meinst das denn jetzt mit „überlegen“ 🙂 Freue mich Dich am Sonntag am Berg zu sehen.

  4. Hi Till, bin dabei, aber wohl nicht bis zum Ende. Welches set-up fährst Du. Hast Du eine Wunschzeit ?
    Rainer

  5. Rainer, moinsen. Sehr cool. Mach ein bissl mit. Ich fahre schon gegen 6 am morgen los, da ich um kurz vor 13:00 fuer eine Stunde von der Rolle springe, um den Wings for Life World Run zu laufen. Dann gegen 14:00 wieder auf die Rolle.

    Ich fahre ne 33/33 Kombo. War das einfachste, was ich im Haus hatte.

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