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Niclas Bock beim Laufen in der Sonne

Best of Bocki #53 – Noch 4 Wochen bis zum Marathon: Durchziehen!

Der Countdown läuft, in vier Wochen steht der Marathon an und nach wie vor setze ich alles daran, um mein Ziel von 2:40 Stunden zu erreichen. Aber tue ich das wirklich, also alles daran setzen? Ich will ehrlich sein: Nein, tue ich nicht. Ich wurschtel mich gerade irgendwie so durch den Trainingsplan und ohne die Stammpauken von Coach Goerkeman wären die Laufschuhe in den letzten Tagen häufiger im Schrank geblieben. Aber hilft nix, jetzt wird durchgezogen!

Niclas Bock Bocki Pushing Limits
Bocki Ehrlich währt am längsten
30. März 2020 Blog Laufen Marathon Motivation

Hinter mir liegen zwei, mehr oder weniger, solide Trainingswochen. Jedenfalls habe ich jede Einheit so durchgezogen, wie sie im Plan stand. Nur irgendwie war ich nicht so richtig bei der Sache, irgendwas hat gefehlt. Ich bin zwar gelaufen, allerdings war ich nicht so fokussiert wie auf dem bisherigen Weg zum Marathon. Kein schlechtes Gefühl, nur ein bisschen anders als sonst und daher etwas ungewohnt.

Ich kenn mich ja: Wenn ich Bock auf ein sportliches Ziel habe, dann brenne ich dafür. Komme was wolle, aber dann bin ich scharf gestellt und versuche wirklich alles richtig zu machen. Stellenweise leidet darunter sicherlich der Spaßfaktor und ich neige in diesen Phasen auch definitiv gerne mal dazu, den Sport ernster zu nehmen als er eigentlich ist und sicherlich auch ernster, als es nötig oder gut wäre.

Wutausbrüche, während oder nach verkorksten Trainingseinheiten, inklusive. Wer kennt es nicht?

Eigentlich wäre in der Vorbereitung auf den Marathon genau jetzt der Peak erreicht. Normalerweise würden sich meine Gedanken jetzt schon nur noch um die 42,195 Kilometer drehen, die in vier Wochen vor mir liegen. Ich würde mir Taktiken überlegen. Welche Pace schlage ich am Anfang an? Wie werde ich mich verpflegen? An was will ich denken, wenn es hart wird im Rennen? Wo soll meine Family am Streckenrand stehen und sollen sie mir irgendwelche Infos zurufen? Was esse ich in der Rennwoche? Und was am Abend vor dem Startschuss? So bekloppt.

Mittlerweile ist aber auch klar: Was ist im Moment schon so, wie es „eigentlich“ oder „normalerweise“ ist? Fast nichts mehr. Und das überträgt sich auch auf meine Lauferei und mein sportliches Ziel. Zwar will ich immer noch versuchen, den Marathon in 2:40 Stunden zu rennen – halt alleine und ohne Event – aber das übliche Feuer ist zu einem kleinen Flämmchen verkommen. Unter normalen Umständen, hätte ich gesagt, dass 2:40 Stunden mein Ziel ist, würde aber meinen, dass ich 2:36 Stunden rennen will. Jetzt ist es so: Ich sage, mein Ziel ist 2:40 Stunden zu laufen, fühle aber, dass es auch egal wäre, wenn es 2:50 Stunden werden.

Die Gedanken sind frei

Aktuell dreht sich wirklich noch kein einziger Gedanke darum, wie ich in vier Wochen den Marathon laufen werde. Mal schauen, wann und ob sich das noch einstellt. Jedenfalls verstehe ich gerade, was dahinter steckt, wenn davon die Rede ist, dass der Weg das Ziel ist.

Ich laufe im Moment nicht wegen meines Ziels beim Marathon, ich laufe des Laufens wegen.

Eine neue Erfahrung und ich bin gespannt, wie sich das am 26. April bemerkbar machen wird. Jedenfalls passiert es gerade häufiger mal, dass ich den Trainingsplan von Coach Goerkeman gerne neu interpretiere und stellenweise einfach mal spontan entscheide, die Einheit etwas umzugestalten. Das hätte ich mich vier Wochen vor einem großen Ziel unter anderen Umständen sicher nicht getraut. Von daher: Macht weiterhin das Beste aus der Situation. Schaltet den Kopf aus und denkt nicht zu viel darüber nach, warum und wofür ihr gerade trainiert und Sport treibt. Genießt es einfach. Es kommen auch wieder andere Zeiten.

Bis in Kürze! Euer Bocki

1 Kommentare

  1. Gestern wäre ich beim venloop eigentlich gestartet. Der Lauf wurde leider, richtigerweise, abgesagt. Gelaufen bin ich die Strecke dann gestern auch weil ich einfach Bock drauf hatte es einfach zu machen. Den Trainingsplan habe ich nach der Absage aber auch nicht mehr durchgezogen, da fehlte dann doch etwas an Motivation. Dafür hat mein Hund jetzt einen Haken hinter seinem ersten Halbmarathon 😉

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