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Tagebuch

Macht’s gut!

01.05.2020 · 3 Min. Lesezeit · von Jan

Mann mit weißer Basecap und grüner Jacke von hinten, er blickt auf eine Schrägseilbrücke unter blauem Himmel

Ich mach’s vorab kurz und schmerzlos: Heute geht meine Zeit hier bei Pushing Limits zu Ende. Ich möchte Danke sagen, denn es war eine mega spannende, absolut lehrreiche und – ich denke auch – eine erfolgreiche Zeit. Ich möchte sie nicht missen! Daher sage ich auch mit einer gewissen Portion Wehmut: „Danke und macht’s gut“.

Pushing Limits wird NATÜRLICH weiter gehen… Nur in Zukunft halt ohne mich. Doch keine Sorge: Niclas ist zu 100 Prozent der Richtige, wenn es darum geht Pushing Limits weiter nach vorne zu treiben! Glaubt mir… Denn neben dem, was ihr nach „vorne raus“ mitbekommt, kann ich euch sagen: Niclas lebt Pushing Limits und wird sich nicht bremsen lassen… und das ist gut so!

Ich bin sehr stolz auf das, was Niclas und ich hier gemeinsam in den letzten Jahren aufgebaut haben. Mit ein paar Ideen, Willen, Risikobereitschaft und etwas Naivität im Gepäck sind wir gestartet. Damit haben wir es irgendwie geschafft, aus diesem verrückten Unterfangen, für dass wir durchaus belächelt wurden, nicht nur eine eigenständige Marke und Plattform zu entwickeln, sondern auch ein wirtschaftlich funktionierendes kleines Unternehmen. Darauf bin ich sehr stolz!

In den letzten Monaten musste ich für mich selbst allerdings feststellen, dass mich Pushing Limits nicht mehr so sehr innerlich treibt, wie es mal der Fall war. Ich merkte mehr und mehr, dass mir irgendetwas fehlte. Das was für Pushing Limits wichtig und richtig ist, war nicht mehr unbedingt das, was meinem Naturell, meinen Stärken und meinen Bedürfnissen entsprach. Kurz und knapp: Mein „Warum“ bröckelte.

Zu diesem bröckelnden „Warum“ kam on top das Gefühl, dass ich durch diese Zweifel die Entwicklung von Pushing Limits teilweise sogar bremste. Eben weil ich mit manchen Dingen nichts anfangen konnte, die unternehmerisch für Pushing Limits aber durchaus richtig und wichtig sein könnten. Wenn ich eines nicht sein möchte, dann eine Bremse.

Nun bin ich generell ein Mensch, der stark getrieben ist von seinem „Warum“. Nach langem Ringen mit mir selbst, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es für mich so keinen Sinn mehr macht.

Es war nicht leicht, aber am Ende war es in dieser Situation richtig, ehrlich zu mir selbst zu sein und zu sagen: Das war’s!

Mein allergrößter Dank geht an Niclas, der – als wir uns zusammen gesetzt haben – sowas von verständnisvoll und nicht-urteilend war. Da kann ich wirklich nur sagen: Danke dafür!

Danke sagen möchte ich auch, für die unfassbare Menge an Dingen, die ich gelernt habe. Sei es durch Recherche zu Artikeln oder die enorme Expertise meiner diversen Podcast-Gäste. Es war mir eine Freude! Vor allem der Podcast hat mein Leben sehr bereichert.

Ein fettes Danke natürlich auch an euch… Ihr, die ihr euch den ganzen Kram, den ich über die Jahre fabriziert hab, aus irgend einem Grund reingezogen habt. Es gab Lob, Kritik und unzählige Diskussionen zu den verschiedensten Themen. Danke, dass ihr so auch dazu beigetragen habt, dass sich mein Horizont ein ganzes Stück erweitert hat.

Allerdings: Am Meisten habe ich in der ganzen Zeit nicht über „Dinge“, sondern über mich selbst gelernt. Dafür bin ich am aller dankbarsten!

Bevor das Ganze hier nun komplett ausartet: Zieht hier weiter durch und habt eine gute Zeit!

Euer Jan

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