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Cervélo entdeckt den Triathlon neu: P-Series in Nizza vorgestellt

Es mag ein wenig nach Majestätsbeleidigung klingen, aber es war  hierzulande lange Zeit ziemlich ruhig um Cervélo. Damit soll jetzt Schluss sein. Und die Zeichen stehen gut, dass das gelingt! Im Rahmen der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza präsentiert Cervélo nun die brandneue P-Series. Wir durften die Bikes bereits unter die Lupe nehmen. Hier kommen unsere Eindrücke.

Niclas Bock Ehrlich währt am längsten
05. September 2019 BikeNerd bikeporn Radsport

Während Cervélo Jahr für Jahr den prestigeträchtigen „Kona Bike Count“ gewinnt – also die meisten Räder bei der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii ins Rennen schickt – verlor die exklusive Marke aus Kanada im deutschsprachigen Raum zunehmend an Boden. Mit neuer Marschroute für den Triathlon wird nun daran gearbeitet, Glanz und Gloria zurück zu gewinnen. Die P-Series von Cervélo kommt nun jedenfalls mit einem umfänglichen Produktangebot für Triathleten daher. Und auch die Ironman 70.3-WM in Nizza ist nicht zufällig für den Launch gewählt.

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Cervélo P-Series: Wir durften zwei der brandneuen Modelle etwas genauer unter die Lupe nehmen. Links, mit Shimano Di2-Ausstattung und rechts, mit mechanischer Ultegra-Austattung. Ingesamt werden vier unterschiedliche Konfigurationen (Shimano 105, Shimano Ultegra, Shimano Ultegra Di2, Sram Force eTap AXS), sowie das Rahmenkit zum Verkauf stehen.

Bei der 70.3-WM in Nizza bewegt sich das Publikum, das mit der P-Series angesprochen werden soll.

Gemeint sind damit vor allem Athleten, die zum einen auf der Suche nach höchster Qualität und Performance sind und zum anderen großen Wert auf Einstellungsmöglichkeiten und praktische Handhabe legen. Und last but not least richtet sich die P-Series an solche Athleten, die dazu bereit sind für eben diese hohen Ansprüche das entsprechende Budget auf den Tisch zu legen: Zwischen 3.199 und 7.499 Euro, je nach Ausstattung, werden die Bikes kosten.

Zwei Colorways: Frech vs. Understatement

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Die Rahmen der P-Series werden in zwei unterschiedlichen Farben zu haben sein: Einmal der Hingucker in „Light Orange/Coral“, wie hier zu sehen, oder …
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… in der dezenteren Farbgebung „White/ Light Grey“. Beide Bikes haben ihren Charme, allerdings punkten die bunte Variante bei uns persönlich etwas mehr. Wie so oft im Leben: Geschmacksache.

Beide Varianten werden in den gängigen Rahmengrößen 48, 51, 54, 56, 58 und sogar 61 angeboten. Die Bikes der P-Series wird es ausschließlich mit Scheibenbremse geben, für die Einführung neuer Produkte das absolut zeitgemäße Angebot, das damit nicht nur unsere Erwartung, sondern vor allem unseren Anspruch erfüllt.

Scheibenbremsen, ein Muss für neue Zeitfahr- und Triathlonräder. Wie sich die Disc Brakes an den neuen Rädern von Cervélo schlagen, werden wir bei unsere Testfahrten – unter anderem hier in Nizza – noch herausfinden.

Mit Liebe zum Detail

Bevor es gleich mit den praktischen Details weitergeht, ein kleiner Schwenk: Als wir Anfang des Jahres das neue Cervélo P5 von Anne Haug inspiziert haben, hatte ich in der Bentobox auf dem Oberrohr ein cooles Detail entdeckt. Zum Glück hat es auch den Weg in die P-Series gefunden. Never look back!

Ein kleiner Reminder, wenn man sich im Rennen aus der Bentobox verpflegt: Never look back! In der Box auf dem Oberrohr können im Wettkampf Gels, Riegel, Salztabellten oder andere Dinge ihren Platz finden, ohne dabei das Gesamtbild zu verändern oder die Aerodynamik zu beeinflussen.

Wenn wir schon beim Thema Verpflegung sind: Die P-Series erhalten serienmäßig eine Aerobottle (500 Milliliter Fassungsvermögen) für das Rahmendreieck. Eine zweiten Flasche kann am sogenannten „Hydration Mount“ hinter dem Sattel platziert werden, dort lässt sich jeder übliche Flaschenhalter montieren. Um auf Nummer sicher zu gehen sollte hier allerdings eine sehr feste und enge Halterung gewählt werden, damit sich die Flasche nicht bei der nächst besten Bodenwelle im hohen Bogen verabschiedet – das gilt allerdings nicht nur in diesem Fall, sondern generell, wenn Flaschen hinter dem Sattel platziert werden.

Die mitgelieferte Aerobottle ist an den Rahmen der Cervélo P-Series angepasst und fasst bis zu 500 Milliliter Flüssigkeit.
Am Hydration Mount kann ein weiterer Flaschenhalter montiert werden. Mit einem einfachen Handgriff kann der Winkel verändert werden.

Front Hydration und Computer Mount

Das Ding hat mich auf den ersten Blick irgendwie gestört. Aber auf den zweiten Blick finde ich es richtig nice! Die Experten von Vision, mit denen Cervélo bekanntlich eng verbandelt ist, haben sich bei ihrem Metron Front Hydration System richtig was gedacht. Die P-Series hat zwar kein integriertes Trinksystem, allerdings ist diese Lösung – sorry, dass ich mich so weit aus dem Fenster lehne – wirklich genial.

Ich bin ein Fan von dem Teil, das ganz simpel zwischen den Extensions angebracht wird! Es bietet nämlich nicht nur Platz, um Verpflegung zu verstauen, sondern auch eine Halterung für den Bike Computer, bei dem man sich sonst oft fragt „wohin damit?“. Und natürlich nicht zu vergessen die weiteren 600 Milliliter Flüssigkeit, die ich feinsäuberlich durch eine große, wiederverschließbare Öffnung nachfüllen kann.

Auch die Lösung mit dem abgeknickten Strohhalm hat es mir angetan. Ein Schraubsystem hält den Halm stabil in der Position, in der ich ihn gerne haben möchte und flattert bei der Fahrt nicht wild in der Gegend herum.

Einstellmöglichkeiten und Fazit

Wie bereits erwähnt: Die Bikes der P-Series haben ihren Preis. Aber wenn man mich fragt, dann zurecht. Cervélo hat zwar ruhigere Zeiten in Deutschland hinter sich, aber das tut dem alten Ruf der kanadischen Räder keinen Abbruch. Extrem qualitative Verarbeitung, durchdachte Details und eben diese besondere Exklusivität der Marke üben ihren Reiz aus.

Als Fahrrad-Fanatiker lasse ich mich gerne zu der Aussage verleiten, dass Cervélo Räder für Liebhaber baut.

Zu guter letzt nochmal ein paar praktische Infos: Ich habe mir natürlich die Einstellmöglichkeiten von Sattel, Lenker, Armpads und Extensions angeschaut. Mir gefällt nicht nur die Bandbreite an Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen, um meine optimale Sitzposition zu finden und einzustellen. Nein, mir gefällt auch die Einfachheit, wie ich diese Anpassungen vornehmen kann. Good job, Cervélo!

Erster Eindruck passt, jetzt folgt die Testphase

Wenn wir schonmal in Nizza sind, dann wollen wir die Bikes natürlich auch ausprobieren. Wir werden die Gelegenheit erstmal dazu nutzen, um die Radstrecke der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft zu erkunden, um danach eine vernünftige Prognose für das Rennen abgeben zu können. Gleichzeitig werden wir aber auch mal schauen, was die Räder auf der Straße draufhaben – unsere Fahreindrücke gibt es dann in einem ausführlichen Testbericht.

2 Kommentare

  1. Schöner Bericht, Bocki! Danke für den Einblick. Gibt es schon Preise für die unterschiedlichen Modelle? Wie erklären sich denn die unterschiedlichen Extensions auf dem Bild auf dem die Di2 und Shimano Ultegra Modelle nebeneinander stehen? Ist das Zufall oder könnte man auch die Variante Di2 mit den Extensions vom rechten Rad haben?

  2. Pingback: Ironman 70.3 WM in Nizza: Die weltmeisterliche Radstrecke

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